Vom Erben

Ein Mann – nennen wir ihn Klaus – wandelt durchs Leben. Er häuft Vermögen an, weil man das ja so tut. Er setzt Kinder in die Welt – auch das tut man oft. Und dann irgendwann: Klaus wird alt. Und er denkt, dass auch der Tod mal nahen könne. Was würde dann aus seinem Vermögen? Wer soll was kriegen?

Berta und Kunibert sind die Kinder von Klaus. Sie wissen um das Vermögen von Klaus, aber es ist nicht omnipräsent. Bis zu jenem Tag, an dem Klaus sie wissen lässt, dass er denkt, dass er nicht unsterblich ist. Schon läuft das Kopfkino rund. Sie verteilen qausi schon, was nach dem Ableben von Klaus mal vorhanden sein könnte – so genau weiss man es ja nicht. Und: Bislang betraf es einen nicht, man musste selber schauen.

Jeder schaut nach England und lästert: Die Queen gibt das Zepter nicht ab, Prinz Charles wird älter und älter und schaut in die Röhre. Beim eigenen Vermögen hört das Lästern auf, da sitzt man selber auf dem Topf. Statt dem Nachwuchs in den Jahren unter die Arme zu greifen, in denen dieser es brauchen könnte, lässt man ihn darben, um dann am Leben zu krallen, ab und an mal was vom Erbe zu erwähnen, und doch biblisch weiterzuleben. So hält man sich die Erbengemeinde hörig und lebt selber in Ruhe und Frieden – da schlicht nicht jeder einen Erben hat, der eine Fallvorlage für „Derrick“, „Der Alte“ oder den „Mentalist“ sein könnte.

Und: Die potentiellen Erben machen mit. Sie springen im Dreieck, wenn der Patron ruft, sind brav still, wenn er nix sagt. Man könnte sich ja was verspielen. Wo bleibt da noch Familie? Und Liebe? Und Ehrlichkeit? Egal. Und für alle, die es verspielt haben: Man kann jedes Testament anfechten. Dann geht die Sause erst so richtig los. Und der Sieger ist immer der Anwalt.

Eigentlich müsste mich all das nicht kümmern. Ich werde nichts erben. Ich habe keine Geschwister, mit denen ich streiten könnte. Ich lese und höre es nur immer wieder. Und ich frage mich. Und verstehe es nicht. Ich würde meinen Eltern immer sagen: Lebt euer Leben, geniesst euer Geld, ihr habt es erarbeitet. Und das tun sie, sonst würde ich vielleicht erben. Zu welchem Preis? Sie wären verbiestert. Geizig. Mit sich und wohl dann auch mit mir. Denn: Sie waren immer für mich da. Als ich sie brauchte. Nun bin ich gross. Muss ich heute noch auf ein Erbe hoffen und zählen und drum kämpfen? Was genau hätte ich dann aus meinem Leben gemacht?

Ist es naiv, zu sagen, dass der, welcher sich was erarbeitet, auch darüber entscheiden können soll? Von Gesetzes wegen gibt es einen Pflichtanteil. Den anerkenne ich, wenn kein Testament besteht. Wenn aber jemand sagt: Ich habe mein Geld erarbeitet und ich will entscheiden, wohin es geht, darf dann der Staat sagen, dass das nicht geht, dass er finanzielle Pflichten über seinen Tod hinaus hat? Und: Ist es Familiensinn, diesen Willen anzufechten, weil man findet, man hätte mehr verdient?

Man kann sagen, ich wäre nie in der Situation; das ist grundsätzlich so. Aber: Ich bin  so aufgewachsen. Meine Eltern dachten gleich und entschieden gleich. Sie waren in anderen Umständen, als ich es bin, und haben auf Erbe verzichtet, weil Geschwister plötzlich Testamente anfechten wollten. Ich achte sie dafür hoch. Und ich danke ihnen von Herzen, dass sie mir vorlebten, was wirkliche Werte sind.

Das macht es in dieser Welt nicht immer leicht, da diese Werte nicht mehr populär scheinen. Menschlichkeit, Liebe, Loyalität. Geld hat sie alle entmachtet im Grossen Ganzen. Nicht bei mir. Drum: Erben wäre grundsätzlich etwas Schönes. Es ist ein Weitergeben. Es verkam zu einem Zugewinn. Und dafür geht man sprichwörtlich über Leichen.

Schulmensa – gegessen wird, was es gibt

Das Kind ist nun in der Oberstufe. Also schon gross. Das Kind findet, es sei schon ganz gross, könne alles entscheiden. Für mich ist es mein Kind und wird es wohl immer bleiben – ich kenne meine Gluckenmentalität. Aber zurück zur Oberstufe: Die haben da eine Mensa. Mit Mensakarte, die man online aufladen kann. Man bedeutet: Die Eltern. Das Essen ist überteuert und nicht geniessbar (sagen relevante Quellen). Das Kind sprach von halb gefrorenen Sandwiches und Tiefkühlessen. Ein Schreiben an die Eltern besagte, dass diese gefordert seien, die Karte zu füllen. Als Mindestbetrag standen 100 Franken da. Die Mutter schluckte leer.

Gleich neben dem Schulhaus hat es einen Supermarkt. Mit Frischetheke. Das Kind, preisbewusst, wie es die Mutter es erzogen hat, kaufte sein Essen da. Und kriegte Nachsitzen als Ertrag obendrauf. Es hätte unerlaubt das Schulgelände verlassen. Es gebe Regeln. Die müsse man einhalten. Es gehe um Sicherheit.

Ich finde Regeln grundsätzlich wichtig. Und ja, man muss sie einhalten, wir leben ja in einer Gemeinschaft und Kant, Rawls und Konsorten haben den Gesellschaftsvertrag zur Genüge thematisiert, so dass ich das nun hier nicht nochmals tue. ABER!!!!! Und: Bevor ich mit dem Aber anfange, schreibe ich nichts über den Schulweg, der teilweise mit mehrfachem Umsteigen von einem Verkehrsmittel zum nächsten und einigen vielbefahrenen Strassen obendrauf in einer Grossstadt erfolgt. Ich sage auch nicht, dass ich beim Sicherheitsargument bei einem Gang mal schnell über den Schulhof nur leise schlucke, an Gottfried Kellers Seldwyla und die Schildbürger denke und dann schnell schweige, da ich weiss, dass solche Gedanken nie gut kommen. Drum sag ich nix. Nirgends. Zu KEINEM!

Das Kind muss also überteuertes Essen kaufen, das nicht mal geniessbar ist. Eltern müssen die Karte dafür mit MINDESTENS 100 Franken aufladen (und natürlich nachladen). Preisbewusstsein, das man dem Kind lange eingeimpft hat, muss man ihm nun wieder abtrainieren. Sonst sitzt das Kind nämlich am Mittwoch Nachmittag in der Schule und leistet gemeinnützige Arbeit. Das ist nicht grundsätzlich schlecht, aber unter gegebenen Umständen fragwürdig.

Was bin ich froh, sitzen wir hier auf Rosen gebettet, laden Kindes goldene Kreditkarte (von der Schule ausgegeben) ständig auf, damit das Kind den Tiefkühlfrass überteuert an der Schule kaufen kann.

Demokratie und das Gejammere der Nation

Wir haben gewählt. Also ein Bruchteil von uns hat gewählt. Die Mehrheit dieses Bruchteils war der Meinung, dass die Schweiz dringend gen rechts wandern solle. SVP und FDP kriegten den Zuschlag, die netten Linken schauten in die Röhre (ok, nicht ganz, aber so ein bisschen). Da wir eine Demokratie sind, noch dazu eine direkte, war das der Wille des Volkes und damit alles klar. Könnte man denken.

Es geht erst richtig los. Nun heisst es nämlich: Das war niemals der Wille der Mehrheit. Die Schweiz will das nicht. Wir Schweizer wollen das nicht. Das geht gar nicht. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Gewisse Stimmen gehen so weit, die Demokratie in Frage zu stellen und von einer Diktatur der Mehrheit zu sprechen.

Nun: Eine Demokratie heisst, dass die Mehrheit gewinnt. In der Schweiz wird dieses Prinzip noch mit ein paar Zusatzbedingungen wie dem Ständemehr und anderem angereichert, aber grundsätzlich gilt das Prinzip. Da die Wahlbeteiligung nicht sehr hoch war, kann man schon sagen, dass dieses Wahlergebnis nicht die Mehrheit der Schweiz widerspiegelt. Aber es spiegelt die Mehrheit derer wider, die sich überhaupt die Mühe machten, das Recht zur Wahl wahrzunehmen. Die ganz grosse Mehrheit der Schweizer tat dies nämlich nicht. Die sass zu Hause, politisierte vielleicht am Familientisch, auf Facebook, Twitter oder am Stammtisch. An der Urne taten sie es nicht.

Leider helfen grosse Reden wenig, schon gar nicht, wenn es darum geht, Demokratie zu leben. Es gibt für dieses Wahlergebnis verschiedene Erklärungen:

  • Das Wahlresultat spiegelt wirklich die Mehrheitsmeinung wider. Zwar war die Wahlbeteiligung gering, allerdings würde diese Stichprobe durchaus reichen in der Feldforschung, um ein repräsentatives Ergebnis zu generieren.
  • Das Wahlresultat spiegelt nicht die Mehrheitsmeinung wider, sondern nur die Mehrheit derer, die wählen gingen. Die Frage stellt sich dann: Wieso gingen die anderen nicht wählen? Was hielt sie davon ab?

Im ersten Fall müsste man – sofern man die Demokratie weiterhin als gewünschte politische Form ansieht – das Resultat akzeptieren. Das heisst nicht, dass man es gut finden oder gar seine Meinung ändern und plötzlich SVP-Anhänger werden muss. Man kann sich überlegen, ob man etwas tun kann, konstruktiv, fundiert und mit einer Strategie. Einfach nur jammern hilft wenig.

Im zweiten Fall müsste man sich schlicht an der eigenen Nase fassen, zumindest dann, wenn man selber nicht an die Urne ging. Und wer nun Gründe aufführt, wieso er nicht gehen konnte, dem sei gesagt:

 Wer nicht will, findet Gründe, wer will, findet Wege.

Wo was raus soll, muss was rein

Vor einiger Zeit kam ich zum zweifelhaften Glück, dass in meinem Keller, welcher gleichzeitig Luftschutzkeller ist, 40 Notbetten untergebracht und zwei Trockenklos installiert wurden. Der gute Mann, der das ganze Zeugs anschleppte, teilte meine Meinung, dass dies höchst fragwürdig sei und eh nie gebraucht würde. Nun denn: Es ist Gesetz und alles muss seine Richtigkeit haben.

Die Abnahme der Klos durch den netten Beamten der Stadt dauerte knapp 5 Sekunden. Auf meine Frage, ob ich den Keller nun verkaufen dürfe, da er ja über genügend Schlafmöglichkeiten und sogar zwei eigene Klos verfüge, erntete ich einen kurzen Blick und ein schnell unterdrücktes Lachen (auch er teilte wohl meine Ansicht über die Unsinnigkeit des Unterfangens).

Als ich so über meinen Keller nachdachte, stellte sich mir aber eine dringende Frage: Wenn die Notwendigkeit eines Luftschutzkellers gesetzlich verankert ist, sieht man ja grundsätzlich einen Sinn darin und auch die Möglichkeit, dass dieser benutzt wird. Ich würde also mit 39 anderen Nasen in meinem Keller sitzen, wir hätten je ein Bett und zusammen zwei Klos. Nur: Was soll in die Klos? Müsste mich der Kanton nicht auch mit Essensvorräten oder zumindest Geld, solche zu besorgen, ausstatten? Ob ich mal nachfragen sollte? Oder gebe ich diesem Luftschutzkeller doch zuviel Sinn, den er doch nicht hat?

Lügen und andere Wahrheiten

Heute las ich auf Facebook einen Spruch:

 Lüge keinen an, der dir vertraut.
Vertraue keinem, der dich belügt.

Er traf bei mir ins Schwarze, denn es gibt nichts, das ich mehr verabscheue als Lügen. Und ich mache wenig Unterscheidungen, worum es geht, Lüge ist Lüge. Es gibt Menschen, die zwischen weissen und schwarzen Lügen unterscheiden. Es gibt Menschen, die finden, ein körperlicher Betrug und die Lüge wiege mehr als einer auf anderen Ebenen. Ich sage nein. Denn in meinen Augen ist das Schlimme an Lügen nicht mal die Lüge an sich (wäre es so, wäre ihr Gegenstand ausschlaggebend), sondern das, was sie für die Beziehung zwischen zwei Menschen bedeutet.

Wenn einer lügt, gesteht er dem anderen das Recht nicht zu, mit der Wahrheit umzugehen. Dies entweder, weil er es ihm nicht zutraut, oder aber, weil er dessen Reaktion fürchtet. Was eine Beziehung in beiden Fällen wert ist, liegt auf der Hand: Nichts. Auf der anderen Seite steht der andere, welcher glaubt, was er hört. Irgendwann muss er merken: Es war alles eine Lüge (vielleicht auch nur ein Teil, wer weiss es so genau?). Einerseits sieht er sich beschissen vom andern, andererseits kommen nun die Selbstzweifel auf. Was erkenne ich überhaupt? Bin ich so naiv? So leicht zu täuschen?

Es gibt Aussagen, dass jeder Mensch täglich lügt. Mehrfach. So kleine Dinge wie „Die Spaghetti sind lecker!“, „Das Kleid steht dir toll!“, „Ich bin nur müde…..“ Ist das so? Ist die Wahrheit wirklich tödlich? Schnitzlers Traumnovelle verheisst nichts Gutes, denn als das Ehepaar wirklich ehrlich miteinander ist, driftet es ins Aus. Andererseits sagte bereits Thomas Mann:

 Eine schmerzliche Wahrheit ist besser als eine Lüge.

Ich halte es mehr mit Thomas Mann (auch wenn ich Schnitzler sehr liebe und schätze, alles von ihm gelesen habe – von Thomas Mann übrigens auch). Ich mag keine Lügen. Der Gegenstand ist egal. Lüge ist Lüge. Ich kann nicht garantieren, dass ich gelassen reagiere auf die Wahrheit, die mir nicht gefällt, im Gegenteil. Ich bin sehr impulsiv und die Chance, dass das Temperament Purzelbäume schlägt, ist gross. Aber: Sollte ich die Lüge aufdecken, sind es keine Purzelbäume mehr, dann ist die Welt in Trümmern.

Wo fängt eine Lüge an? Gibt es verzeihbare Lügen? Ist Lügen nicht Respektlosigkeit dem andern gegenüber? Ist Lügen Feigheit? So oder so: Es verunmöglicht eine Beziehung auf Augenhöhe – eine andere ist in meinen Augen nicht erstrebenswert.

Worte als Vorboten der Totengräber

Eigentlich wollte ich etwas über Akif Pirincci schreiben, der unlängst an einer Pegida-Kundgebung bedauerte, dass die KZ aktuell ausser Betrieb sind. (Artikel im Spiegel). Ich wollte einen Artikel zum jüngsten Urteil in Strassburg schreiben, in welchem die Schweiz gerügt wird, weil sie einen Leugner des Völkermords an den Armeniern verurteilt hat (Artikel in der NZZ). Ich wollte das Argument, hier gehe es um Meinungsäusserungsfreiheit, widerlegen, da hier keine Meinungen verbreitet werden, sondern Stimmungsmache betrieben wird und Lügen geschützt werden.

Es werden Menschen aufgehetzt und Bedauern wird geäussert, dass kein Völkermord mehr im Gange ist. Das Bedauern könnte man als (wenn auch sehr bedenkliche) Meinung gelten lassen, aber: Völkermord ist ein Verbrechen an der Menschheit und an der Menschlichkeit, es ist ein Verbrechen, für das es keine Entschuldigung, keine Rechtfertigung und schon gar keinen Grund gibt. Die Meinung, er müsste eigentlich weitergehen – was man dem Bedauern über ruhiggelegte KZ entnehmen könnte –, ist der erste Schritt zur Forderung, wieder Zustände ins Leben zu rufen, die keiner wirklich wollen kann, der einigermassen bei Sinnen ist.

Ja, ich wollte über all das schreiben, weil ich mit Schrecken sehe, dass die Welt sich aktuell in der Situation zu gefallen scheint, alles und jedes unter den Grundsatz der Meinungsäusserungsfreiheit zu stellen. Dabei kümmert es nicht, ob überhaupt Meinungen vertreten oder aber erste Gruben für ein Massengrab geschaufelt werden. Irgendwie bleiben mir dabei die Worte im Hals stecken.

Ich habe einen Fehler gemacht

Wir gehen durchs Leben und treffen Entscheidungen. Nicht alle führen uns an den Punkt, an den wir wollen. Das nennen wir dann Fehler. Wir denken, die Entscheidung, die wir fällten, wäre ein Fehler gewesen, da sie uns nicht dahin führte, wo wir hin wollten.

Stimmt das? Ich denke nicht, denn: Wir gehen bei dieser Bewertung davon aus, dass der Weg, den wir nicht wählten, genau dahin geführt hätte, wo wir hin wollten. Wir sind also, so denken wir, nur da angelangt, wo wir nicht hin wollten, weil wir wählten, was wir wählten, und eben nicht die Alternative. Nur dachten wir ja, dass genau der Weg an unser Wunschziel führe, drum wählten wir ihn. Können wir also sicher sein, dass der nicht gewählte Weg dahin geführt hätte?

Und: Wenn schon die Wege so unsicher sind, was ist mit den Zielen? Sind die Ziele wirklich das, was wir wirklich wollen oder malen wir es uns nur aus? Da gewesen sind wir ja nicht, sonst müssten wir es nicht anstreben. Wir denken, da gäbe es etwas, das besser wäre als das, was wir haben, und wir wollen es haben. Drum suchen wir den Weg.

Nur: Gab es nicht auch schon Dinge, die wir unbedingt haben wollten und dann merkten, dass sie eigentlich gar nicht so toll sind? Der Traummann hatte Fehler, der Hund war im kalten Regenwetter nicht wirklich toll und auch der teure Wein gab Kopfweh (zumindest wenn das letzte Glas das eine zu viel war).

Was also tun? Keine Ziele mehr haben? Sich nicht mehr entscheiden? Die „Ist-eh-alles-egal-und-ich-habe-keinen-Bock-auf-nix“-Stimmung einnehmen? Nichts von alledem! Das Leben bringt uns immer wieder an neue Kreuzungen und wir müssen uns entscheiden. Wir tun das nach dem Wissen, das wir halt eben haben. Nur weil wir nicht da landeten, wo wir hin wollten, heisst es nicht, dass die Entscheidung per se ein Fehler war, es heisst auch nicht, dass der Weg, für den wir uns entschieden haben, falsch war. Zwar führte er nicht dahin, wo wir hin wollten, aber wer weiss heute schon, wozu das gut ist?

Irgendwann werden wir an einem Punkt stehen und denken: Es ist alles prima, wie es ist. Und wir werden uns sagen: Ja, alles, was ich tat, auch das, was ich eigentlich anders geplant hatte, hat mich genau hier hin geführt. Ich will nicht verschweigen, dass es dazwischen auch ganz viele Momente gibt, in denen wir jammern, heulen, mit den Füssen stampfen und den Fäusten auf den Tisch hauen und finden, dass alles absolut doof und das Leben ebenso sei. Aber: Die andern Momente kommen. Ganz bestimmt. Und dann werden wir wissen: Alles ist gut. Alles musste genau so sein. Weil wir es uns so erklären. Denn:

 Verstehen kann man das Leben nur rückwärts. Leben muss man es vorwärts.

Das sagte schon Herr Kierkegaard. Was er damit meint, ist nicht, dass wir dann alles verstehen – so wirklich -, sondern dass wir es uns zurecht legen. Das macht uns das Leben erklärbar. Und damit ertragbar. Und irgendwie hat es auch was. Denn: Schlussendlich ist wohl alles immer gut – irgendwie. Man muss dabei nur das Gute sehen und den Rest einfach mitnehmen, weil er schlicht mit dazu gehört.

Drum: Entscheidungen sind nicht Fehler. Sie sind Lebensnotwendigkeiten, da sonst das Leben still stünde. Man kommt nicht immer dahin, wo man hin will, aber man kommt immer weiter. Und dann gilt es, das Beste aus allem zu machen.

Patchwork

Früher hatte man ja nix. Man musste also Dinge wiederverwenden. Drum nähte man neue Decken aus alten Stoffen. Bettlaken, Duvets und vieles mehr kam zu neuen Ehren. Heute muss man das nicht mehr. Dank armen Kindern irgendwo in Neu Delhi kann man eine Decke schon für Spottpreise kaufen. Das ist günstiger, als sich eine Nähmaschine zu kaufen, mit der man alte Stoffen zu neuem Ruhm führen könnte. Was man mit Stoff nicht mehr kann, macht man mit Menschen.

Waren früher Ehen (oft der Umstände wegen) für die Ewigkeit geschlossen, sind es heute zumeist Interimszustände. Schwierig daran ist meist, dass das Auseinanderdriften durch im Interim produzierten Nachwuchs erschwert wird. Nicht nur streiten sich die nicht mehr miteinander Wollenden oder Könnenden um die Modalitäten, es treten über kurz oder lang neue Menschen in ihr Leben, die selber auch ihre Altlasten mit sich tragen. So fügt man dann zusammen, was schon mal gebraucht war, um es neu zu vernähen.

Und man denkt es sich schön und hat im Kopf auch alles schön geordnet, bis einen der Alltag einholt. Der Alltag bringt es so mit sich, dass Termine von 2 Menschen schon oft schwer zu vereinbaren sind. Hat man noch Kinder, kommen die dazu – eigene Interessen, Schulaufgaben, Freunde, Schulausflüge, keine Lust, doch mal Lust, etc. Kommen noch Elternteile ausserhalb des neuen Patchworkgebildes hinzu, wird die Organisation vergleichbar mit der eines mittelgrossen Unternehmens. Erschwerend kommen dann noch die Emotionen der einzelnen Beteiligten hinzu und schon ist die – ich wollte schon sagen „Kacke am dampfen“, aber das sagt man natürlich nicht – Sache kompliziert.

Ich kauf mir mal ne Nähmaschine… Stoff erscheint mir irgendwie einfacher zu verarbeiten als Menschen. Wenn das meine Handarbeitslehrerin liest, kriegt sie einen Lachkrampf… (die erste Decke stelle ich dann bei Instagram rein J )

Facebook – Make New Friends

Ich war vor vielen Jahren einen Monat lang in Chicago, da in Unikreisen. Die Redewendung, die mir am meisten auffiel, war: Make new friends. Auf jedem Aushang stand es, jeder, der dich traf und dich zu irgendwas einladen wollte, sagte es. „Make new friends“ schien sowas wie das oberste Gebot, das, was man machen soll, will und wozu man ganz viele Gelegenheiten geboten kriegt.

Ich bin schon lange zurück in der beschaulichen Schweiz, der Schweizer hat es eher nicht so mit neuen Freunden, er ist skeptisch, zurückhalten, wenig outgoing und schon gar nicht aufgeschlossen Fremden gegenüber (was ich oft bedaure). Aber: Zum Glück gibt es Facebook. Da kann man viele neue Freunde finden und die nicht nur vor der Haustür, sondern auf der ganzen Welt. Da ich vielseitig interessiert und sehr kommunikativ bin, bleibt es nicht aus, dass ich doch einige Freunde auf Facebook habe. Täglich kommen auch neue Anfragen hinzu, die ich mehrheitlich annehme, ausser….

Immer wieder kriege ich Anfragen von Menschen, die meine Sprache nicht sprechen. Da ich fast ausschliesslich auf Deutsch schreibe, frage ich mich, was die bei mir gefunden haben, ausser die Aussicht auf eine Nummer mehr in der Freundesliste. Wenn sie sogar nur mit Zeichen schreiben, die ich nicht mal lesen kann, vermehren sich die Fragezeichen in meinem Kopf.

Was mich aber auch immer wieder erstaunt, ist, mit welcher Ignoranz sogenannte Freunde für ihre Seiten werben. Wenn mich jemand für eine Seite begeistern will, die Fleischesser an den Pranger stellt, hat er sich wohl noch nie damit beschäftigt, wer ich wirklich bin und was ich mag (ein Blick in meine Fotos würde ausreichen). Auch interessiert mich Ortspolitik in Ostdeutschland nicht und der Immobilienmarkt irgendwo in der deutschen Pampa ist auch nicht meins.

Bin ich zu fordernd, wenn ich denke, Facebook sei eine Kommunikationsplattform? Von einer solchen erwarte ich, dass man miteinander spricht. Und ich tue das nach bestem Wissen und Gewissen (und klar den zeitlichen Möglichkeiten). Klar kennt man nicht alles von allen, aber so ein bisschen? Ist Facebook nur ein Spiegel der Gesellschaft, in der sich auch kaum mehr wer interessiert, wer du wirklich bist, sondern nur, wozu er dich brauchen kann? Der moderne Strich in der Bettkante quasi?

Vom Buddha und netten Nachbarn

Es war einmal ein Buddha. Der wohnte im Garten einer Wohnung inmitten von Zürich. Eines Tages dachte die Bewohnerin der Wohnung, wie schön es wäre, wenn sie den Buddha täglich im Blick hätte von ihrem Atelierfenster aus. Die Bewohnerin hatte Glück, da just vor ihrem Fenster nur ein dünner Streifen Rasen lag, dahinter erhob sich eine Mauer, die den Garten vom Garagenabstieg trennte. Die Mauer hatte exakt die richtige Höhe, so dass sie den Buddha draufstellen konnte und ihn fortan über ihren Bildschirm hinweg immer im Blick hatte.

So lebten sie glücklich weiter – bis…….das Unheil seinen Lauf nahm. Einem netten Nachbarn gefiel es wohl nicht, dass auf der quasi öffentlichen Garagenabstiegsmauer ein privater Buddha sass. Schnell stieg er in den Garten (von der anderen Seite kam man nicht daran), nahm den Buddha von der Mauer und stellte ihn unters Fenster der Wohnungsbewohnerin. Sollte doch alles seine Ordnung haben und das ging ja gar nicht: Das war eine unerlaubte und unziemliche Mauerzweckentfremdung.

BuddhaDie Wohnungsbewohnerin sah bald, wie ihr geschehen war. Das konnte und wollte sie so nicht hinnehmen. Damit auch wirklich kein netter Nachbar mehr in seinen Ordnungsgefühlen verletzt sei, dachte sie sich etwas aus: Aus den Beinen des Grills, dem Grillrost und einem umgestülpten Blumentopf baute sie ein Podest und stellte den Buddha drauf. Ein schnelles Probesitzen zeigte: Buddha wieder im Blick.

Der Unterbau ist zwar nicht schön, doch sieht sie den hinter dem Bildschirm zum Glück nicht. Den sieht nur noch der nette Nachbar, wenn er aus dem Haus geht.

Nackte Zahlen und Statistiken – ein Fluch

100 Flüchtlinge haben bei Zalando gewildert. Sie haben auf Rechnung bestellt und nie bezahlt. Gross prangt die Schlagzeile in der ach so gerne plakativ schreibenden Zeitung der Nation. Über ein Jahr lang habe Zalando Waren für über 100’000 Euro geliefert, ohne dass je eine Rechnung beglichen wurde.

Das ist natürlich Öl ins Feuer aller Flüchtlingsgegner. Da haben sie den Beweis: Flüchtlinge sind Schmarotzer, sind kriminell, sind einfach nur schlimm. Super. Beweis erbracht. Schauen wir alles mal genauer an. 100 Flüchtlinge sind es, die so handelten. Wären 100 Flüchtlinge nach Deutschland gekommen, wäre wohl kaum die Rede von einer Flüchtlingskrise. Die Rede war von 6-stelligen Zahlen an Flüchtlingen, die teilweise nur mal übers Wochenende nach München kamen. In welcher Relation als stehen da 100 Flüchtlinge?

Ich will nicht in Abrede stellen, dass nicht nur die ehrlichen, lieben, tollen, wunderbaren Menschen hierher fliehen. Alle, die irgendwie können (und wollen), werden versuchen, dem Schrecken zu entkommen, den sie in ihrem Heimatland aktuell erdulden müssen. Vielleicht ist die Wahrscheinlichkeit, dass solche mit mehr Ellenbogen etwas eher fliehen, weil sie mehr Mittel und Wege finden (das nur eine Annahme, mit keiner Statistik belegt) etwas grösser, im Grundsatz wird aber die Verteilung von gut und böse etwa gleich sein wie in unserer Gesellschaft hier vor Ort auch. Ich hätte gerne die Zahl derer, die hier leben und ihre Rechnung bei Zalando auch nicht zahlen. Und dann wüsste ich gerne, wieso Zalando an eine Adresse liefert – ein Jahr lang – , von der noch nie eine Rechnung bezahlt wurde.

Zalando ist mir relativ egal, was mich immer wieder nervt, sind nackte Zahlen und es sind auch Statistiken. Ich mag sie nicht. Statistiken gaukeln Objektivität vor, sind aber nur ein Resultat einer (oft) willkürlich gewählten Selektion. Klar, es gibt Parameter, die eine Statistik als aussagekräftig qualifizieren. Nur: Was hilft es mir, wenn ich an Krebs sterbe, obwohl die Statistik sagt, 75% überleben meine Art von Krebs? Ich hatte vielleicht vorher ein bisschen mehr Hoffnung, als wenn die Aussicht auf Überleben bei 25% gewesen wäre. Nur… dann hätte ich ja nun doppelt verloren.

Ich gehe noch viel weiter: Statistiken helfen, Menschen zu manipulieren. Egal, was man sagen will: Man kann es mit einer Statistik belegen. Wenn man diese auch noch geschickt auswertet, hat man quasi gewonnen. Das Rezept? Man stelle die Frage auf eine Weise, dass das Ergebnis so rauskommt, das es den eigenen Zwecken dient. Dann packe man das Resultat so in Sprache, dass es bei den Lesern die Punkte trifft, die man treffen will, um die Reaktion auszulösen, die einem dient.

Nackte Zahlen sind etwa gleich. Man wirft sie in den Raum und sie sind relativ (!!) hoch. Man rechnet damit, dass Leser direkt auf die Grösse der Zahl anspringen und gar nicht die Relation dahinter prüfen. Und oft klappt das ganz gut.

Drum: 100 Flüchtlinge betrogen Zalando… das klingt nach viel, das lässt Blut kochen, das lässt Wut aufkommen und Widerstand gross werden. Würde man sich schnell besinnen, sich dann an Onkel Einstein erinnern, dann wüsste man: Alles ist relativ. Das gilt auch für statistische Daten und nackte Zahlen.

Bär Bruno rettet den Honig

BrunoBärBär Bruno war traurig. Nicht genug, dass er lila war, er hatte auch noch lange Ohren. Alle Bärenfreunde lachten ihn aus, äfften Rotkäppchen nach und fragten:

„Bruno, wieso hast du so grosse Ohren?“

Eines Nachts, das ganze Dorf schlief, griff eine wütende Horde Bienen das Dorf an, um den gelagerten Honig zu stehlen. Das wäre auch geglückt, wäre da nicht Bruno gewesen. Dank seiner grossen Ohren hörte er die Bienen schon von weitem.

Schnell weckte er seine Eltern und die alarmierten das ganze Dorf. Gemeinsam konnten sie den Angriff abwenden und den Honig sichern.

Nie wieder lachte jemand über Brunos Ohren. Es gab sogar viele, die sich das Fell auch lila färbten, weil sie sein wollten wie Bruno.

Dieser oder jener?

Ich sitze hier und lese Zeitung. Lese von Putin und Obama und deren Treffen. Ab und an höre ich auch im Radio davon oder sehe es im TV. Es ist überall präsent und als Zuschauer weiss ich nach jedem Sehen noch weniger als zuvor. Vor allem die Hauptfrage bleibt: Wer ist denn nun der Böse? Ist Putin der böse Krim-Annektierer, der es auf die Weltherrschaft abgesehen hat und dafür all die Diktatoren dieser Welt auf seine Seiten bringen will? Oder ist vielleicht Obama gar nicht so nett lächelnd, sondern Kopf einer durchdachten Weltherrschafts- und Intrigen-Organisation? Oder sind beide irgendwo dazwischen?

Was ich denke (und ich denke, ich denke es nicht nur, ich bin mir da ziemlich sicher): In eine solche Position (Putins wie auch Obamas) kommt man nicht ohne Machtstreben und das Ergreifen jeglicher Mittel, die zur Macht führen. Nett und brav auf eine sich eventuell auftuende Chance hoffen reicht da kaum. Machtstreben basiert auf Machthunger und dieser ist selten wählerisch bei der Wahl seiner Mittel. Es gibt vielleicht beim einen oder andere grössere Skrupel und höhere Latten, aber: Wenn die Aussicht auf Erfolg gross genug ist, knicken sie wohl alle ein (das ist übrigens nicht nur in der Politik so, das lässt sich auch auf aufstrebende Wirtschaftsmenschen anwenden).

Wer also ist der bessere Mensch? Und: Wären andere Menschen (gar man selber) in diesen Positionen besser? Ich denke: Keiner und nein. Das ist nicht schön, das ist auch nicht erfreulich. Aber: Wir müssen damit leben, denn es ist im Hier und Heute die Realität. Kann man was ändern? Im Grossen und Ganzen wohl nicht auf die Schnelle, im eigenen Umfeld sicher schon. Und wer weiss. Vielleicht stimmt es ja, dass im Kleinen beginnt, was irgendwann im Grossen Früchte trägt.

Und nun? Russland oder Amerika? Ich habe meine Präferenzen, klar. Die sind aber wohl wenig sachlich begründet (wenn ich es auch dann und wann versuche) und mehr gefühlsmässig. Wieso ich es überhaupt versuche? Ich denke, der Mensch neigt dazu, in gut und böse unterteilen zu wollen. Er positioniert sich irgendwie in dieser grossen weiten Welt, indem er sich entscheidet, was er lieber hat und wovon er sich fernhält. Denn: Der Mensch braucht SEINEN Platz in dieser Welt.

Rezension: Felix Scheinberger – Mut zum Skizzenbuch. Zeichnen und Skizzieren unterwegs

Ich mal mir meine Welt, wie sie mir gefällt

ScheinbergerSkizz2Jeder kennt es: Man wartet auf den Bus und langweilt sich. Oder das Essen kommt nicht und die Zeit will nicht vergehen. Oder aber die Zeit im Wartezimmer beim Zahnarzt. Auch auf Reisen gibt es immer wieder Zeiten zu überbrücken. Hier kann Abhilfe geschaffen werden: mit einem Skizzenbuch. Das gute Teil hat noch einen weiteren Vorteil: Man kann darin die wunderbaren Momente im Urlaub festhalten, kann die Bushaltestelle mitsamt der wartenden Menschen zeichnen, kann das Wartezimmer skizzieren und auch das Essen, das bald mal hoffentlich vor einem steht. Eigentlich perfekt, oder? Wenn nur das Wörtchen „aber“ nicht wäre: „Aber ich kann doch gar nicht zeichnen!“

Egal! Es gibt Hilfe in Form von Felix Scheinbergers Buch Mut zum Skizzenbuch. Der Autor beschreibt es folgendermassen:

Das Buch, das Sie in Händen halten […] ist zunächst einmal eine Zeichen- und Skizzierschule. Es geht um Basics und Tipps und vor allem um den Spass beim Skizzieren.

Im ersten Teil werden denn auch die verschiedenen Medien beschrieben, die man bei einem Skizzenbuch verwenden kann: Welches Skizzenbuch soll man nehmen und mit welchen Stiften zeichnet man rein? Scheinberger behandelt Marker, Füller, Kugelschreiber, Bleistifte, Aquarell, Collage und vieles mehr. Er zeigt, wie man Ideen finden, ihnen einen Ausdruck gibt und dann ein Bild daraus macht. Er gibt Anfängern und auch Geübten Übungen mit auf den Weg wie das Blindzeichnen, nimmt sogenannten Fehlern (die eigentlich keine sind, nur Möglichkeiten, weiter zu experimentieren) ihren Schrecken und räumt mit dem Irrglauben auf, dass Zeichnungen so wirklichkeitsgetreu wie Fotografien sein müssen. Mit dem Hintergrund lassen sich auch Menschen zeichnen, ohne gleich zu denken „die sah aber nicht so aus….“.

Zeichnen besitzt etwas Authentisches und Individuelles. […] Indem Sie Dinge zeichnen, reflektieren Sie die Wirklichkeit neu. […] Das Skizzenbuch ermöglicht somit eine Blickerweiterung, die zur Erweiterung der eigenen Welt führt.

Auf unterhaltsame, leicht lesbare und doch fundierte Weise behandelt Felix Scheinberger Fragen nach der richtigen Ausbildung, dem richtigen Material, dem geeigneten Arbeitsplatz und der Lebensnotwendigkeit des Geldverdienens.

ScheinbergerSkizz1Das mit vielen Kritzelein und Skizzen bebilderte Buch macht richtig Lust, gleich Stift und Skizzenbuch zur Hand zu nehmen und loszulegen. Theoretische Kapitel über Bildeinstellung, Perspektive, Licht und Schatten sowie vieles mehr helfen dabei, eigene kleine Kunstwerke zu schaffen und sich damit die Welt ein Stück weit selbst zu malen. Frei nach Pippi Langstrumpf: Ich mal mir meine Welt, wie sie mir gefällt.

Dass das Buch in seiner Aufmachung sowie dem Layout wunderschön daher kommt – wie die Bücher vom Verlag Hermann Schmidt eigentlich immer – ist natürlich ein Sahnehäubchen obendrauf. Ein Highlight für Bücherfreunde und eine grosse Inspiration für Kreativköpfe, die gerne mal wieder den Stift übers Papier gleiten lassen wollen.

Fazit:
Ein inspirierendes, motivierendes und lehrreiches Buch. Sehr empfehlenswert.

Zum Autor
Felix Scheinberger
Felix Scheinberger wurde 1969 in Frankfurt am Main geboren. Schlagzeug war ihm wichtiger als Schule, statt Abi zu machen spielte er bis zum 22. Lebensjahr in Punkbands. Die Begabtenprüfung wurde seine Eintrittskarte an die FH für Gestaltung in Hamburg, wo er Illustration studierte und anschließend nahtlos in die Selbstständigkeit startete.
In den letzten zehn Jahren hat er über 50 Bücher illustriert, regelmäßig für angesehene Zeitungen gearbeitet, Preise gesammelt, in Mainz, Hamburg und Jerusalem gelehrt und durch seine Lehrbüchern reihenweise Kreative den Zeichenstift und den Wasserfarbkasten wieder entdecken lassen. Felix Scheinberger war von 2010 -12 Stellvertretender Vorsitzender der IO – Illustratoren Organisation, des Berufsverbandes deutschsprachiger Illustratoren. Seit 2012 ist er Professor für Illustration an der Fachhochschule Münster.

Angaben zum Buch:
ScheinbergerSkizzGebundene Ausgabe: 160 Seiten
Verlag: Verlag Hermann Schmidt (30. Oktober 2009)
ISBN-Nr.: 978-3874397827
Preis: EUR 29.80 / CHF 45.90

Zu kaufen in Ihrer Buchhandlung vor Ort oder online u.a. AMAZON.DE und BOOKS.CH