Achte auf deine Gedanken!

Philosophische Praxis

Morgen. Der Wecker klingelt. Du bist noch müde und siehst vor deinem geistigen Auge den vollen Terminkalender. Nicht alle Einträge sind erfreulich. Noch vor dem Aufstehen beklagst du innerlich, was für ein Tag dir bevorsteht. Am liebsten würdest du dich umdrehen, dem Tag sprichwörtlich den Rücken zudrehen. Natürlich tust du es nicht, sondern stehst pflichtbewusst auf.

Du stehst unter der Dusche, merkst erst zu spät, dass das Duschmittel alle ist. Du erinnerst dich an dein Gefühl noch im Bett und siehst es bestätigt. Dass danach just Wasser nachgefüllt und Trester geleert werden muss bei der Kaffeemaschine, ist Wasser auf die Mühlen des Gejammers. Innerlich klingt es:

Ist ja klar. Das passiert immer mir. Ich habe das wohl verdient.

Du gehst aus dem Haus, der erste Termin steht an, danach gleich der zweite, vor dem dritten merkst du, dass du Unterlagen zu Hause vergessen hast. Innerlich klingt es:

Nicht mal richtig…

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Du bist der Zucker im Kaffee und
die Butter auf dem Brot.
Bist das Salz in meiner Suppe,
und das Dressing am Salat.

Du bist der Pfeffer im Gericht und der
Sahneklecks beim Kuchen.
Bist schlicht das, was erst das Essen
zu viel mehr als Nahrung macht.

Du bist die Würze meines Lebens,
bist mein Lebenselixier.
Du bist die Liebe meines Lebens,
bis mein Glück – das bist du mir.

Drum lass uns dies zusammen leben,
dieses kunterbunte Festtagsmahl.
Lass uns schwelgen, schlemmen, lieben,
denn wir leben nur dies eine Mal!

©Sandra Matteotti

War es mal Liebe,
was nun nur in Trümmern?
War da mal mehr
als Scherbengericht?

War da mal Nähe,
wo nun nur noch Mauern?
War da mal mehr
als nur Distanz?

Wo ging das hin,
was hier einmal war?
War alles gar
nie wirklich da?

Ich blicke zurück –
ein bisschen Wehmut.
Sehe was war,
und was nur gedacht.

Ich blick zurück –
bin etwas dankbar,
für die Hoffnungsschimmer
am Firmament.

Zwar sind sie zerplatzt,
sie leuchteten kurz.
Wir suchten das Licht,
und fanden es nicht.

Wir suchten das Licht,
für uns gab es das nicht.
Nun ziehen wir weiter,
und nehmen viel mit.

Nun ziehen wir weiter,
und nehmen das mit,
was einmal gut war,
und machen den Schnitt.

Wir sehen nach vorne,
es fängt was neu an,
wir sehen nach vorne,
und kommen hier an.

Ich dank’ dir für alles,
was einmal war,
ich dank dir für alles,
es macht’ mich startklar

für eine Zukunft,
die mir ganz entspricht,
wir lernen aus allem,
wir nehmen es mit.

Drum lass uns nicht hadern,
erfreuen wir uns,
schauen wir vorwärts,
was war, ist vorbei.

Und: das was kommt,
das wird ein Fest!

©Sandra Matteotti

Du wolltest, dass ich dichte,
hier kommt’s in Vers ohn’ Reim.
Ich dachte, dass das reiche,
es kann nicht immer alles sein.

Doch was ich dir zu sagen,
das sage ich dir gleich,
ich denk’, ich kann es wagen,
und ja, es sind drei Dinge auf nen Streich:

Ich liebe dich, ich brauche dich,
ich will dich nie mehr missen,
ich liebe dich, ich küsse dich,
all das würd ich vermissen.

Und sieh auch da, was ist passiert?
Nun reimt es eben doch.
Wenn sich erst der Druck verliert,
ist Reimen nicht mehr Joch,

es passiert so quasi nebenbei,
wenn Worte purzeln fromm und frei.
Es mag kein grosses Dichtwerk sein,
doch eines ist es, nämlich dein!

©Sandra Matteotti

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Ich dichte auch auf Auftrag, Anfragen gerne HIER

Ich sei zu weichgespült in meinen Gedanken. Hörte ich heute. Ja, das mag sein in einer Welt voller Fisherman’s-Kerle. Ich kaufte mir kürzlich Fisherman’s… sie waren mir nicht zu stark, eher auch etwas weich, nur: sie schmeckten mir nicht. Ich mag lieber so die lieblichen Fruchbonbons, die dem Rachen schmeicheln, etwas Süsse ins Leben bringen, in mir ein Gefühl von Wohlbefinden erwecken.
Ja, ich lebte auch mal in der Welt der rein rationalen Gedanken. Ich setzte mehr Fussnoten unter den Text als ich Text über den Fussnoten hatte. Alles musste akkurat sein, alles musste passen und abgestützt sein. Mich ja nicht angreifbar machen. Mich ja nicht aussetzen. Um Gottes Willen nicht den Anschein machen, als ob ich allein stünde mit meinen Gedanken.
Aber he: Ich denke, wie ich denke, und ich bin genau so. Und wem das nicht passt, der darf mir das sagen. Und er darf dann auch gehen. Und wenn er dann doch bleibt, finde ich das schön, denn was wäre die Welt, wenn wir alle gleich dächten? Sie wäre nur grau und ein Einheitssumpf. Unterschiedliches Denken und andere Sichtweisen machen das Leben bunt. Nur: Man muss sie zulassen. Gegenseitig. Dann ist etwas nicht einfach nur weichgespült, sondern schlicht anders, als selber gedacht. Und vice versum passt auch ein Fisherman’s in meinen Cassisbonbon-Genuss.