Ein fundiertes, aufschlussreiches, lebenspraktisches Buch, das die indische Philosophie in eine verständliche Sprache packt. Pflichtlektüre für Yogalehrer. Sehr empfehlenswert.

Yoga für mich

Die indische Philosophie als Tor zum Ich

Es wäre ein Fehler, die Sankhya-Philosophie als reine Theorie einzustufen, denn ihr Ziel ist ein zutiefst praktisches in einem existentiellen Sinne: Es geht ihr um die Heimkehr zur Quelle, aus der wir alle kommen.

Ralph Skuban hat sich mit seinem Buch Die Psychologie des Yoga ein hohes Ziel gesetzt: Die sehr komplexe alte indische Philosophie des Sankhya in für unsere Zeit und unsere Breitengrade verständliche Sprache zu packen und damit die Psychologie des Yoga sichtbar werden zu lassen. Und: Es ist ihm gelungen.

Erst wenn wir erkennen, wer wir nicht sind, können wir unser innerstes Wesen entdecken und Freiheit erlangen.

SkubanPsychologieYogaDer Mensch identifiziert sich oft mit Dingen: mit seinem Beruf, seinem Status, seiner Familie, seinem Besitz, seinen Hobbies. All das, so denkt er, macht ihn aus, macht ihn zu dem Menschen, der er ist. So ist es nicht verwunderlich, dass der Verlust eines…

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Gestern überlegte ich mir, Mitglied bei Exit zu werden. Aus Überzeugung. Ich bin dafür, das Leben selber beenden zu dürfen, wann immer ich will (ist aber auch da nicht ganz bedingungslos – das ist aber absolut ok). Ich habe es nicht abgeschickt.

Wieso? Andere würden leiden, wenn ich sterbe. Denke ich. Dieses Denken hielt mich zurück. Und nein, ich hoffe es nicht – also dass sie leiden, denn: Darf man sterben? Gar selbstgewählt? Wie viel am Tod ist eigene Angst? Wie viel an Leben denkt man, anderen zu schulden? Was hat wirklich Gewicht?

Als ich vor einiger Zeit Krebsverdacht hatte (es war nicht nur einmal, es waren mehrere), war mein erster Gedanke: Was wird aus meinem Sohn? Es ging nie um mich. Mir ist es egal, ob ich lebe oder nicht. Ich sehe darin keinen grossen Unterschied. Es sind Zustände. Ich finde dieses aktuelle Leben nicht wirklich toll, aber ich werde meine Pflicht darin erfüllen. Und: Ich habe es im weltweiten Vergleich relativ gut getroffen. Dafür bin ich dankbar.

Trotzdem bleibt für mich die Frage: Wann darf ich gehen? Ist ein tödlicher Unfall besser als eine lange Krankheit? Ist ein selbst gewählter Zeitpunkt schlimmer als ein Aushalten von Dingen, die man nicht halten möchte? In einer Welt, in der man das körperliche Leben über alles stellt, wird der Tod immer zum falschen Zeitpunkt kommen. Wieso also sollte man ihn nicht selber wählen dürfen?

Mein Vater hat Krebs. Wenn er stirbt, werde ich nie frohlocken. Er ist der wichtigste Mensch für mich. War er immer. Ich wünsche mir, dass er nicht leiden muss. Für sich. Weil ich ihn liebe. Und wenn er denkt, gehen zu müssen, weil das Leben für ihn nicht mehr tragbar ist, würde ich ihm wünschen, dass er es könnte. Und genauso sollte es jeder können dürfen.

Das Recht auf Leben ist ein Menschenrecht. Dann sollte es auch eines sein, dessen Ende bestimmen zu dürfen. Was ist Leben? Was Tod? Wer kann darüber bestimmen?

Buchtipp für Yogafans und solche, die gerne mehr innere Ruhe finden möchten

Yoga für mich

In Harmonie mit den eigenen Gefühlen leben

…am liebsten hätten wir nur schöne Gefühle wie Freude, Glück und Liebe. Allerdings finden wir inneren Frieden nur dann, wenn wir lernen, unsere Gefühle nicht mehr als gut oder schlecht, positiv oder negativ, richtig oder falsch zu betrachten und uns nicht mehr mit ihnen zu identifizieren. Gelingt uns dies, sind Gefühle kraftvolle Energien, die auftauchen, durch uns hindurchwirken – damit wir adäquat mit der jeweiligen Situation umgehen können – und dann auch schon wieder vergehen.

SeehoferFriedenTanja Seehofer wendet sich in diesem Buch dem zu, wonach wir wohl alle streben: Innerer Frieden. Was aber bedeutet innerer Frieden überhaupt und wie kommen wir dahin? Was stört uns dabei, ihn zu spüren und wie können wir das, was stört verändern?

Im ersten Teil geht Tanja Seehofer auf die Basis für den inneren Freiden ein. Sie vergleicht den yogischen Blick auf die Gefühle mit der westlichen Pschologie…

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Sie: „Sag mal, kannst du dich nicht mal ordentlich kleiden? Ich mein, das Unterhemd geht ja gar nicht.“

Er: „Ach komm, das ist so knallvergnügt. Das Leben ist schon trist genug. Und schau mal raus, das Wetter ist grau in grau, drückt aufs Gemüt, zieht runter, raubt Kraft und Energie, und das könnte schon fast ein neuer Hip-Hop-Hit sein, ich müsste es noch aufschreiben, und den Beat drunter legen, dann wäre es mitreissend, und Stimmung hebend, im Gegensatz zum Grau draussen, und wer nun noch nicht im Takt mitliest, hat schlicht kein Musikg’hör.“

Sie: „Sprich, du willst auf dieses ach so schreckliche Teil nicht verzichten, und fügst als Argument diesen Sermon an, der weder Rhythmus noch Reim hat?“

Er: „Ja!“

Wir wissen nicht, wie er endete…..

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Für die abc.etüden, Woche 04.18: 3 Worte, maximal 10 Sätze. Die Wortspende für die Textwoche 06.18 kommt von Anna-Lena von visitenkartemyblog.wordpress.com

Sie lautet: Unterhemd, knallvergnügt, verzichten.

Der Ursprungspost: HIER

 

Ein Gedicht wird von einer Hauswand gewischt (HIER) , Bilder in Museen werden abgehängt. (HIER ein Beispiel). Alles aus Gründen des Sexismus’.

Wir sind also so weit, Zensur an der Kunst zu üben, um eine Gesinnung zu schützen. Und ja, ich meine es, wie ich es schreibe. Heute scheint alles Sexismus zu sein, das in irgendeiner Form Frauen in Rollen zeigt, die man in den Kreisen, die ständig „Hier“ schreien, nicht haben will und zu Un-Rollen erklärt hat.

Ich bezweifle, dass solche Aktionen dem Anliegen von Frauen, gleiche Chancen und gleiche Behandlung zu erfahren, dient. Im Gegenteil. Ich denke erstens, dass man aufgrund solchen Irrsinns wirklich angebrachte Forderungen nicht mehr ernst nimmt. Ich denke zweitens, dass man dadurch so viel Energie von wichtigen Fragen abzieht, dass für diese – und damit eine Veränderung da, wo es Not täte – zu wenig bleibt.

Zensur an der Kunst hatten wir vor einigen Jahrzehnten. Und nein, ich will das hier nicht mit einem Holocaust vergleichen. Die Tragweite ist weit davon entfernt und die Grausamkeit von damals steht in keinem Vergleich. Aber: Die Mittel. Um etwas zu erreichen, eine eigene Sicht zu zementieren, geht man dahin und streicht, was nicht ins eigene Weltbild passt. Das allein lässt aufhorchen.

Es ist kunstfeindlich (und ohne Kunst und Kreativität wäre das Leben gar trist – wenn überhaupt noch lebbar auf Dauer), es ist undemokratisch, es ist unmenschlich (da ohne Kunst….man lese oben….). Die Kunst ist es doch erst, die uns immer wieder erinnert. Sie ist es, welche uns Dinge vor Augen führt. Sie ist es, die Freude bringt, Leben ins Leben bringt. Sie ist es, die ungehindert hinschauen können muss, da sie sonst keine Kunst, sondern Dekoration ist. Beschneiden wir sie, schneiden wir uns vom Leben ab.

Und drum nochmals hier. Nur für euch. Lesbar, auch wenn man es von Wänden wischt:

avenidas
avenidas y flores

flores
flores y mujeres

avenidas
avenidas y mujeres

avenidas y flores y mujeres y
un admirador

(Eugen Gomringer, Alice Salomon Poetik Preis 2011)

Es soll immerhin ein neues Zuhause kriegen: HIER