dass ich dich liebe
ist die frage nicht
es ist ganz schlicht
was aus mir spricht
alles durchdringt
und dann da bleibt
und sich einschreibt
in haut und haar
und die geschicht
die nun wir zwei
zum leben bringen
und dabei auch
manchmal ringen
um ein wort
und für so vieles
für ein wir
und gegen ziele
die mit pfeilen
wir getroffen
da wo es grad
schwächen gab
allein es konnte nur
der eine treffen
der ganz tief auch
sonst eindringt
das bist schlicht du
ansonsten keiner
bist nur du
ich liebe dich

©Sandra Matteotti

Es zieht der Schwan
in stillen Kreisen
auf dem See
den Lebensweg.

Gar edel bahnt er
seine Reise
stolz erhebt er
seinen Hals.

Der Schönheit Ausdruck
edel, weise
strahlt aus Federn,
Haltung, Pracht.

Doch dann am Land
bleibt bloss ein Watscheln,
unbeholfen
und nicht rund.

Drum: scheint dein Weg
mal harzig, schwierig,
schau genau,
wo du grad bist.

Ein jedes Wesen
braucht sein Umfeld,
denn daneben
läuft es schlecht.

©Sandra Matteotti

„Meine Meinung,
meine Sicht und
alles fertig, alles
schlicht grad so,
wie ich es will.“

„Du armer Mensch,
der du nur diese
eine Sicht des Lebens
hast und dich dafür
noch weise nennst.“

„Komm mir nicht blöd,
ich weiss genau,
wovon ich rede
schliesslich bin ich,
wer ich bin.

Bin schlicht allwissend
und auch neunmal
klug und weise
von mir selbst
ernannt – nun staunst du?

„Ob staunen oder wundern
bleibe nun dahin gestellt,
doch sicher ist das eine nur:
Gar einfach ist sie,
deine Welt!

@Sandra Matteotti

Manchmal seh ich mich
als Tulpenzwiebel,
Schicht um Schicht und
irgendwo ein Kern.

Von aussen unsichtbar,
doch tief gefühlt.

Ich entferne Blatt für Blatt
und dringe vor,
entdecke mich selbst
im kurzweiligen Tun.

Gedankenlos hingegeben
und doch ganz ich.

Es ist, als ob ich auferstünde
aus den Gräbern meines Seins,
in Normen gepresst
und Regeln von aussen.

Man kennt mich da nicht,
drum passen sie nicht

Ich lege sie ab, all diese
Zwänge, Ge- und Verbote,
und lasse nach aussen,
was drinnen ich fand.

Ich lebe mein Leben
als wie ein Spiel.

Es gibt sehr wohl Regeln,
vor allem Gefühl,
es gibt viel, das Spass macht,
und Freude, auch Ernst.

Es ist eine Mischung,
es ist, wie ich bin.

©Sandra Matteotti

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Für die abc.etüden, Woche 15/16 des Jahres 2019: Die Worte stammen in dieser Woche von Veronika und ihrem Blog Vrojongliert und lauten: Tulpenzwiebel, kurzweilig, auferstehen

Der obligatorische Etüden-Disclaimer: Die Headline heißt: 3 Begriffe in maximal 300 Wörtern.

Der Ursprungspost: HIER

You are my day –
you make me live,
You are my air –
you make me breathe.
You are my night –
you make me dream,
You are my sun –
you make me gleam.
You are my light –
you make me see,
You are my life –
you make me be !

©Sandra Matteotti

Fern in Gedanken
und aus dem Blick,
wirft mich die Zeit
auf mich zurück.
Grabe mich tiefer,
stosse auf Stein.
Falle hinaus
und finde nicht rein.

Alles ist fremd.
So bin ich mir.

©Sandra Matteotti

Theodor Fontane (1819 – 1898)

Nicht Glückes bar sind deine Lenze

Nicht Glückes bar sind deine Lenze,
Du forderst nur des Glücks zu viel;
Gib deinem Wunsche Maß und Grenze,
Und dir entgegen kommt das Ziel.

Wie dumpfes Unkraut laß vermodern,
Was in dir noch des Glaubens ist:
Du hättest doppelt einzufodern
Des Lebens Glück, weil du es bist.

Das Glück, kein Reiter wird’s erjagen,
Es ist nicht dort, es ist nicht hier;
Lern‘ überwinden, lern‘ entsagen,
Und ungeahnt erblüht es dir.

(Geburtstagsgedicht)
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Projekt „Lyrische Helfer“ – Ein Gedicht, wenn man das Glück sucht oder glücklich ist, oder wenn man Geburtstag hat

Oft wollen wir zu viel, denken, mehr sei besser. Oft denken wir, wir hätten mehr verdient, und sehen nicht, was wir schon haben. Glück ist nicht, mehr zu haben. Glück ist zu sehen, was gut ist, und sich dran zu freuen. Nicht das Streben führt zum Glück, sondern das Geniessen.