#abcliteraturchallenge – Runde 3

Ich habe eit auf Instagram bereits zwei Durchgänge der #abcliteraturchallenge gemacht, daraus entstanden dann zwei Artikel hier im Blog:

Bei den ersten beiden Runden lief ich jeweils mit dem Nachnamen der Autoren das Alphabet ab. Nun habe ich eine dritte Runde durchgeführt, dieses Mal musste ein Wort des Titels mit dem entsprechenden Buchstaben des Alphabets beginnen. Es hat wieder unglaublich viel Spass gemacht, die einzelnen Bücher zu suchen, sie in die Hand zu nehmen, an die Lesemomente damit zurückzudenken. Dieses waren die Titel der dritten Runde

A: Theodor Fontane: L’Adultera
Dieser Roman von Theodor Fontane, er ist einer meiner liebsten, handelt von Liebe und Verrat. Er stellt den Beginn einer Reihe von Frauenromanen in Fontanes Werk dar und nimmt dabei als Ausnahme ein glückliches Ende.

B: Thomas Mann: Buddenbrooks
Die Saga um den Untergang einer Lübecker Kaufmannsfamilie – ein wunderbares Buch von dem Schriftsteller, der mein Leben wohl wie kein anderer begleitet und auch geprägt hat. Ich war immer fasziniert von seiner Persönlichkeit, von seiner Familiengeschichte, sein Werk ist von einer Tiefe und Vielschichtigkeit, wie man sie sonst selten findet. Ich glaube, er ist wohl einer der Schriftsteller, die man entweder liebt oder hasst – so ein bisschen mögen geht kaum.

FoenkinosCharlotteC: David Foenkinos: Charlotte
Die Geschichte von Charlotte Salomon, die aus Berlin nach Südfrankreich flüchtet wegen den Nazis, wo sie für eine kurze Zeit ihren Traum vom Künstlerleben verwirklichen kann. „Das ist mein Leben“ – mit diesen Worten übergibt sie einem Vertrauten einen Koffer voller Bilder. Ein wunderbares Buch, das ich jedem nur ans Herz legen kann.
HIER die ganze Rezension.

D: Mitch Albom: Dienstags bei Morrie
Der vielbeschäftigte Journalist Mitch erfährt, dass sein ehemaliger Professor sterbenskrank ist. Einem ersten Besuch folgen regelmässige Dienstagsbesuche, die allen Beteiligten viel vermitteln. Ein Buch über das Leben und das Sterben, ein Buch voller Wärme und Tiefe. Auch sehr gelungen ist die Verfilmung. Auch das eine absolute Leseempfehlung!

E: Claire Fuller: Eine englische Ehe
Mehr „E“ im Titel ging kaum. Ein wunderbares Buch über die Liebe, das gelebte und das nur ersehnte Leben, über eine Ehe, über Verrat, Verlust, Sehnsucht. Hat mich sehr berührt.
HIER die ganze Rezension.

F: Erich Kästner: Fabian
Erich Kästners Fabian – eine Grossstadtsatire mit dem feinen Blick für die kleinen und grösseren Verlogenheiten der Gesellschaft.
HIER die ganze Rezension.

IMG_2862G: Max Frisch: Mein Name sei Gantenbein
Max Frisch geht in „Mein Name sei Gantenbein“ der Frage nach, was Wirklichkeit eigentlich ist. Ein Mann steht im leeren Wohnzimmer, die Ehe ist gescheitert, und er fragt sich: Was ist wirklich geschehen? Und dann erfindet er seine eigene Geschichte…

H: François Lelord: Hektors Reise oder die Suche nach dem Glück
Der Psychiater Hector ist immer für seine Patienten da, doch es macht ihn traurig, dass er sie nicht glücklich machen kann. Das will er ändern und er reist im die Welt, um das Geheimnis des Glücks zu lüften. Ein wunderbares Buch!

I: Theodor Fontane: Irrungen, Wirrungen
Irrungen, Wirrungen dreht sich um eine nicht standesgemässe Beziehung zwischen einem Baron und einer Näherin. Während die Verliebten den Standesunterschied ignorieren wollen, duldet die Gesellschaft und damit die herrschende Moral diese Liaison nicht…

J: Ödön von Horvath: Jugend ohne Gott
Jugend ohne Gott- kann man nach einem Weltkrieg noch an Gott glauben? Oder wenn ein junger Mensch stirbt? Wie soll man sich verhalten, wenn die Gesellschaft offensichtlich in eine inhumane Richtung abdriftet? Wenn Menschen abgewertet werden aufgrund ihrer Hautfarbe? Mit diesen Fragen schlägt sich ein Lehrer in der Geschichte rum.

K: Christa Wolf: Kassandra
Kassandra, die Geschichte einer Königstochter und Seherin, die ihren eigenen Tod vorhersieht und diesen in Kauf nimmt, um nicht ihre Autonomie aufgeben zu müssen.
HIER ein Artikel zum Buch.

IMG_2839L: Thomas Mann: Lotte in Weimar        
Eines meiner Lieblingsbücher von Thomas Mann: Goethes Jugendliebe (Werthers Lotte) kommt nach 50 Jahren nach Weimar und will, selbst eine ältere Dame, den in die Jahre gekommenen Künstler besuchen. Thomas Mann selber nannte das Stück „lustspielhaft“, ich stimme ihm zu. Unbedingt lesen!!!!
HIER die ganze Rezension.

M: Miep Gies: Meine Zeit mit Anne Frank
Ein berührendes Buch, ein Stück Zeitgeschichte: Miep Gies hatte die Familie Frank lange versorgt in ihrem Versteck in einem Amsterdamer Hinterhaus, bis jemand die Familie verriet. Ein Buch, das ich sehr ans Herz legen möchte.

N: Doris Lessing: Das goldene Notizbuch
„Das goldene Notizbuch “ ist die Geschichte einer Frauenfreundschaft, eine Geschichte, die in London und Südafrika spielt in der Mitte des 20. Jahrhunderts.

O scheint vergessen gegangen zu sein oder ich fand keines – ich weiss es gar nicht mehr. Ich hätte nun natürlich schummeln können und noch schnell eines einfügen, aber das mache ich nicht.

P: Theodor Fontane: Die Poggenpuhls
Die Geschichte der Witwe Poggenpuhl und ihrer drei Töchter und zwei Söhne, die nichts mehr haben als den „guten alten Namen und drei Krönungstaler“. Eine Milieustudie, ein Familienbild und ein Gesellschaftsbild, eine nett daherkommende Geschichte mit doppeltem Boden und kleinen Spitzen.
HIER die ganze Rezension.

Q: Joël Dicker: Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert
Ein grossartiges Buch: was ist wirklich passiert in Aurora vor 33 Jahren? Als das Skelett der damals verschwundenen Nola im Garten ihres einstigen Geliebten gefunden wird, gerät der Schriftsteller Harry Quebert in Tatverdacht.

R: Friedrich Dürrenmatt: Der Richter und sein Henker
Der schwerkranke Inspektor Bärlach im Kamf von Gut und Böse, sich immer wieder fragend: „Was ist der Mensch?“

S: Max Frisch: Antwort aus der Stille
„Stiller“ wäre wohl naheliegender gewesen, ich habe mich aber für dieses Buch entschieden: „Antwort aus der Stille“ ist die Geschichte eines jungen Mannes, der einen Berg bezwingen will und dabei immer auch mit sich selber kämpft.
HIER die ganze Rezension.

T: Rainer Maria Rilke: Das Florenzer Tagebuch
Zwar ist er bekannter für seine Lyrik, aber seine immensen Briefwechsel sowie die Tagebücher haben durchaus Werkcharakter und zeigen viel über Rilkes Wesen und seine Haltung zu seiner Umwelt.

IMG_2905U: Fernando Pessoa: Das Buch der Unruhe des Hilfsbuchhalters Bernardo Soares
Pessoas Buch der Unruhe, die Geschichte des Hilfsbuchhalters Soares. Ein Buch über Träume, die Bilanzen des Lebens, die Masken im Alltag, das Nachdenken über das Leben und dessen Sinn.

V: Thomas Mann: Der Tod in Venedig
Der berühmte Schriftsteller Gustav von Aschenbach fährt zur Erholung nach Venedig, verfällt einem Knaben und versucht bis zur eigenen Entwürdigung, Eindruck auf diesen zu machen.

W: Theodor Fontane: Wanderungen durch die Mark Brandenburg
„Erst die Fremde lehrt uns, was wir an der Heimat besitzen.“ Mit diesen Büchern wollte Fontane die Mark Brandenburg bekannt machen, er wollte sie historisch und menschlich porträtieren und ihr so seinen Respekt zollen.

Mit dem X ist es jedes Mal dasselbe: Ich habe keines. Auch das Y fiel diesmal aus. Den Abschluss macht:

IMG_2920Z: Thomas Mann: Der Zauberberg
Die Geschichte von Hans Castorp, der sich mit der verführerischen Macht des Todes auseinandersetzt im Sanatorium in Davos, und der schliesslich in einem Traum einen quasi kategorischen Imperativ fürs Leben erfährt: „Der Mensch soll um der Güte und Liebe willen dem Tod keine Herrschaft einräumen über seine Gedanken.“ Mit dem Gedanken wacht er auf und kämpft sich ins Leben zurück.

Es war eine schöne Runde, ich glaube, ich mache wohl wieder einmal eine Runde. Ich muss mir noch überlegen, was ich dann als Kriterium nehme – eine Idee habe ich schon.

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