wer will ich sein
und: wer kann ich werden?
wer bin ich schon und
sehe es nicht?

was will ich tun
und: was kann ich wollen?
wo muss ich sollen und
will es schlicht nicht?

wo will ich hin
und: wer führt das steuer?
was ist mein weg und
geh ich ihn schon?

©Sandra Matteotti

so tun als ob
und einfach sein
als wäre nichts
und die welt
noch hell und rein

einfach lachen
ungeweint
die tränen lassen
die schon drängen
hin zum fluss

spiele spielen
wider diesen
ernsten ernst
und rollen füllen
selber leer

so tun als ob
und dabei hoffen
dass bald mal ernst
was grad noch
spiel

@Sandra Matteotti

Nebelschwaden laden
ihre schweren Massen
in Wogen durchs Land.

Häuserzeilen weilen
hinter grauem Schleier
zu Säulen erstarrt.

Blätterleichen weichen
von den kahlen Ästen
die Bäume wie tot.

Wassertropfen klopfen
ihre letzten Male
dann frieren sie ein.

Jahresenden senden
ihren dunklen Abgesang
in Moll eingehüllt.

©Sandra Matteotti

dankbarkeit für das
was ist und

demut auch weil es
so ist und

wissend dann dass nie
nur das was

man so ist ausreicht
dafür und

prägend ist da man
nur ist wer

man so ist als
produkt von dem

was war und geht
dann weiter

tut halt so das was
man so kann und

will es auch nur
fehlt halt

so dieses eine:
Demut…

©Sandra Matteotti

 

Theodor Storm (1817 – 1888)

Wer je gelebt in Liebesarmen

Wer je gelebt in Liebesarmen,
Der kann im Leben nie verarmen;
Und müsst’ er sterben, fern, allein,
Er fühlte noch die selge Stunde,
Da er gelebt an ihrem Munde,
Und noch im Tode ist sie sein.

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Projekt „Lyrische Helfer“ – Ein Gedicht, wenn man liebt

mir fehlt ganz schlicht

der eine…
mit dem man einfach
reden kann

der erste
wenn was auf
der Seele brennt

der eine
mit dem man
Schönes teilt

Der mit dem
man gerne
Wein geniesst

der welcher
versteht wie man
so selber denkt

wenn ich es
selber nicht
versteh’

©Sandra Matteotti