Social Media

Ich lese ja immer mal wieder Tipps und Tricks, wie man auf Social Media durchstartet. Einen verfolgte ich mal und eines meiner Bilder hatte plötzlich 600 Klicks, während der Rest sich bei knapp zwei Stellen tummelte. Und: ich schämte mich. Es war nicht echt. Ich überlegte – so wirklich – das Bild und damit alle Likes – zu löschen. Ich dachte dann, dass das Bild viel schneller Geschichte sei, als ich es löschen könnte – ich denke, ich hatte recht.

Ich höre immer wieder, man müsse eindeutig sein auf Kanälen im Social Media. Nur wenn man fassbar ist, wenn der Content erkennbar ist, wenn die Peergroup sich erkennt (man bemerke meine Kenntnis der Fachbegriffe), hätte man Erfolg.

Ich habe also ein zweites Profil auf Instagram eröffnet. Da stelle ich nun meine (auf fotografischen Anspruch ausgerichteten) Fotos rein. Die ich mag. Ich fotografiere gerne. Und ab und an auch gut (sage ich mal so ganz unbescheiden, wie ich es so wirklich selten fühlen würde – ich bin eher selbstkritisch). Nur: Seit da lösche ich immer mal wieder Bilder, weil ich schlicht falsch eingeloggt bin. (Nebenbemerkung: Meine Spracherkennung erkennt „eingeloggt“ nicht. Sie ist sowas von gestern. Wie ich wohl auch.)

Ja, ich bin Literatin, ich liebe Bücher. Aber mein Gott: Das Leben besteht nicht nur aus Buchstaben. Bei mir zwar sehr – lesend und schreibend. Aber: Es gibt noch mehr. Und bleibe ich nicht immer ich? Wenn jemand sich gestört fühlt durch ein Bild, das nicht ein Buch oder ein Zitat daraus bringt, dann soll das wohl so sein. Ich merke immer wieder: Ich kann mich nicht zweiteilen. ich bin ich. Und ich bin vielschichtig. Und alles, was ich bin, soll bei mir sein.

Damit bin ich wohl nicht so der Bringer auf Social Media. Aber: Ich bin ich. Und ich kann dazu stehen. Ich mag es nicht, mich nach aussen darzustellen. Das zählt zwar heute, ich kann wohl nicht mithalten. Den Preis dafür zahlen wohl viele. Wirklich gewinnen nur einige wenige. Aber ganz viel mehr leiden. ich bleibe mal, wie ich bin. Nicht so wirklich eindeutig. Eher so vielschichtig. Schon mit einer Linie. Und mit Können. Denn: Was ich nicht kann, das tu ich nicht. Von „mach doch mal“ halte ich wenig. Wenn man nicht tut, was einem liegt, wenn man nicht ist, was tief im Herzen liegt, wird man immer nur abarbeiten. Einige kriegen was aufs Konto, die meisten verlieren sich selbst.

Dali: Die Diners mit Gala (Rezension)

Kulinarische und ästhetische Freuden

„Mit sechs Jahren wollte ich Köchin werden.“

Dies schrieb Salvador Dali einst, geworden ist er Maler, einer der Grössten und Bekanntesten. Gaumenfreuden war er aber durchaus nie abgeneigt, wovon die 12 Diners zeugen, die in diesem Buch vorgestellt werden. Salvador Dali hat es verwirklicht, es wurde 1973 zum ersten Mal in französicher Sprache veröffentlicht und enthält 12 Kapitel mit klingenden Namen wie:

Fürstliche Torheiten
Herbliche Kanibalismen
Sodomisierte Zwischengerichte
Weiche Uhren im Halbschlaf
„Ich esse Gala“

Eingeleitet werden Die Diners mit Gala mit „Dalis kleinen Anthologie der Gastronomie“, in welcher man erfährt, wie für Dali Essen beschaffen sein muss, dass es ihm schmeckt:

Wirklich gern ess ich nur das, was eine klare und für den verstand begreifbare Form besitzt. Und wenn ich dieses schreckliche, erniedrigende Gemüse verabscheue, das sich Spinat nennt, so deshalb, weil Spinat formlos ist wie die Freiheit.

In der Folge erwarten den Leser 136 Rezepte von den besten Adressen der damaligen Gastronomie (Lasserre, La Tour d’Argent, Maxim’s – um nur einige zu nennen), die allesamt gut beschrieben sind, so dass sie nachkochbar wären. Wir können damit also das Essen der Diners geniessen, welche Dali mit seiner Gattin und Muse Gala veranstaltete. Dass die Zutaten für heutige Begriffe etwas eigenwillig erscheinen, erstaunt nicht, wenn man bedenkt, wer sie uns hier vorstellt.

Die Rezepte werden begleitet von Fotografien der gedeckten Tafeln, Illustrationen aus der Hand Dalis wie auch zum Thema passenden Bildern des surrealistischen Malers. Die Illustrationen der 12 Kapitelanfänge sind aus dem Werk von Hieronymus Bosch entnommen.

Das Buch darf mit Fug und Recht als wahre Augenweide bezeichnet werden, wozu auch die hochwertige Aufmachung beiträgt. Wenn auch nicht alle Rezepte jedem Gaumen schmeicheln mögen, so ist doch das eine oder andere dabei, welches auszuprobieren in den Fingern juckt. Jedes Kapitel wird mit wenigen Zeilen eingeleitet, die nicht nur vom Witz des Autors zeugen, sondern auch sonst einiges über ihn verraten.

Fazit
Ein wunderbar anzuschauendes, ab und an zum Schmunzeln anregendes und durchaus auch zum Kochen animierendes Buch. Absolut empfehlenswert.

Angaben zum Buch:
dalidinersGebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Taschen Verlag (25. September 2016)
ISBN: 978-3836508759
Preis: EUR: 49.99 ; CHF 68
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Wann ist ein Künstler Künstler?

Heute las ich auf FB die Frage, wann ein Mensch Autor genannt werden könnte. Da diese Frage relativ einfach zu beantworten ist, da Autor ein relativ klar definierter Begriff ist (Autor ist grundsätzlich ein Verfasser eines Textes – und der muss in Umfang, Art und Verwendung nicht definiert werden), wollte der Fragende wohl mehr erfahren. Und das hat er.

Es hagelte nur so Antworten. Wirklich interessant waren die Antworten derer, die sich als Autoren von anderen Schreibenden abheben wollten. Autor, so hiess es vehement, sei nur, wer ein Buch bei einem Verlag veröffentlicht hätte. Alle anderen wären nur Hobby-Schreiberlinge. Sie wurden auch nicht müde zu betonen, dass sie selber für (gleich) mehrere Verlage schrieben und das beim Finanzamt angäben (das Finanzamt scheint in dem Fall sehr wichtig zu sein). Sie gestanden bei dieser sehr finanzorientierten Definition immer ein, dass man nicht zwingend davon leben könne, wenn man die Kriterien erfüllt. Ich war froh, denn ich hatte von den Namen noch nie gehört, geschweige denn was von ihnen gelesen. Autor sei – das war trotzdem ihr Fazit – nur einer, dessen Text mindestens einmal gekauft wurde.

Nun erachte ich Schreiben durchaus als Kunst (mal mehr mal weniger kunstvoll). Ich wagte also todesmutig den Vergleich mit der Malerei. Gaugin, so mein Einschub, sei also ein Hobbymaler gewesen. Die Antwort: Zu Lebzeiten wohl. Zum Künstler wurde er erst posthum. Ich war dann still. Und dachte mir meines.

Hätte Gauguin es ebenso gesehen, gäbe es wohl kein Bild von Tahiti. Ganz viel Kunst wäre nie entstanden, würde man Kunst nur am Geldfluss messen. Ja, einige Kunst bringt viel Geld. Aber auch ganz viel Mist bringt viel Geld. Kunst am Geld festzumachen, erachte ich als falschen Weg. Natürlich würde ich mir wünschen, dass Künstler leben könnten von ihrer Kunst. Ich hätte Gauguin all die posthumen Millionen gegönnt. Generell wäre es schön, dass Kunst einen Wert hätte, der es dem Schaffenden ermöglichen würde, zu überleben. Und zu schaffen.

Aber: Kunst nur daran zu messen? Damit würde man der Kunst die Seele rauben. Kunst wäre keine Auseinandersetzung mehr mit dem Leben, mit der Welt, sie wäre blosser Kommerz. Und nein, ich sage damit nicht, dass jede Kunst, die Geld bringt, keine ist. Es gibt zum Glück Künstler, die früh genug entdeckt und gefördert und bezahlt werden. Der Umstand, wer dieses Glück hatte und wer nicht, entscheidet kaum über die Qualität ihrer Kunst, es sagt schlicht mehr über die Umstände aus, denn: Es gibt ganz viel finanzierte und veröffentlichte Kunst (Literatur), die schlicht nur Schrott ist, genauso gibt es viel an Kunst, das in Schubladen, Ateliers und Kellern auf Entdeckung wartet.

Ob etwas Kunst ist, sollte sich aus dem Werk selber definieren, nicht daraus, ob es Geld brachte. Produziert jemand nur, um Geld zu kriegen, ist es selten Kunst. Kann sein, muss nicht. Das ist nicht verwerflich. Wir müssen alle leben. Nur: Wenn wir dann aufs hohe Ross steigen und alle anderen abstufen, dann sitzen wir schlicht auf dem falschen Pferd. Ich bin dankbar für all die Künstler, die auch ohne finanziellen Erfolg weiter machten. Wie viele Meisterwerke in allen Bereichen wären uns verwehrt gewesen sonst.

Ich wünsche mir, dass jeder Künstler den Mut hat, seinen Weg zu gehen. Dass er sich nicht abhalten lässt von solchen Aussagen, die wohl mehr von der Profilierung der Aussprechenden zeugen als von einem Kunstverständnis. Künstler zu sein, hat selten mit Wohlstandswillen zu tun, es ist meist der Wunsch, sich auszudrücken. In einer Welt, die ist, wie sie ist. Wenn es gehört werden will – zu Lebzeiten des Künstlers –, umso schöner.

James Patterson: Das 10. Gebot (Rezension)

Angriffe auf Frauen und ein verschwundenes Baby

Inhalt

Mit nichts als einem neongrünen Plastikumhang bekleidet stolperte das Mädchen eine dunkle Strasse entlang. Sie hatte Todesangst und grässliche Schmerzen, Krämpfe, die wie ständig wiederkehrende Schläge auf ihre Eingeweide einprasselten und immer schlimmer wurden.

Patterson10Lindsay Boxer hat endlich geheiratet, doch schon bald holt sie der grausame Alltag wieder ein: Ein junges Mädchen irrt blutüberströmt durch die Strassen, sie hat gerade entbunden und ihr Baby ist verschwunden. Sie kann sich an nichts erinnern. Zur gleichen Zeit häufen sich auch Fälle von Angriffen auf Frauen, welche vergewaltigt und halb bewusstlos liegengelassen werden.

Wird Lindsay das Baby noch lebend finden? Wer ist überhaupt der Vater und was ist mit dem Mädchen wirklich passiert? Hängt der Fall mit den Vergewaltigungen zusammen? Die Polizei tappt im Dunkeln und hat auch genügend andere offene Fälle, so dass Lindsays Chef wenig erfreut ist, dass Lindsay einem eigentlich abgeschlossenen Fall nachforscht und damit auch noch Yuki, ihrer Freundin und stellvertretenden Bezirksstaatsanwältin in die Quere kommt, die neuerdings die Freundin desselben Chefs ist.

Beurteilung
Es geht mal wieder hoch her beim Women’s Murder Club. Der zehnte Fall ist an Spannung kaum zu überbieten, die gewohnt kurzen Kapitel erhöhen noch zusätzlich das Tempo, so dass man kaum zum atmen kommt während des Lesens – von weglegen ganz zu schweigen.

Patterson hält den Spannungsbogen geschickt hoch durch die Wechsel zwischen den Fällen, die geschickt gesetzten Cliffhanger ziehen den Leser förmlich durch die Geschichte. Die privaten Geschichten der vier Frauen entwickeln sich kontinuierlich weiter, so dass ein roter Faden durch die ganze Reihe ersichtlich ist. Trotzdem ist auch dieser Fall unabhängig von den anderen 9 Fällen gut zu lesen und zu verstehen.

Fazit:
Ein Pageturner durch und durch: Geschickt gesetzte Cliffhanger in einem tempo- und spannungsreichen Thriller. Absolute Leseempfehlung.

Der Autor
James Patterson, geboren 1947, sagt von sich selbst: „Ich bin schnell. Ich bin ein Ja-Nein-Typ, ich hasse Vielleichts.“ Und er ist tatsächlich so schnell, dass er an mehreren Romanen gleichzeitig arbeitet und pro Jahr mitunter fünf Titel auf Platz 1 der Bestsellerlisten landet. Begonnen hat seine Karriere, als er mit 27 Jahren den „Edgar Allan Poe Award“ für seinen ersten Roman „Die Toten wissen gar nichts“ bekam. Seitdem arbeitet er pausenlos an den Thrillern der „Alex-Cross“-Reihe oder schreibt über Detektiv Lindsay Boxer und den „Women’s Murder Club“ (siehe auch Der 1. Mord, Die 2. Chance, Der 3. Grad, Die 4. Frau, Die 5. Plage, Die 6. Geisel, Die 7 Sünden, Das 8. Geständnis, Das 9. Urteil, Das 10. Gebot, Die 11. Stunde und Die Tote Nr. 12). Hinzu kommen weitere Romane sowie Sach- und Kinderbücher. Patterson hat Englische Literatur studiert und war einige Jahre Chef einer Werbeagentur. Heute lebt er mit seiner Familie in Palm Beach City, Florida.

Angaben zum Buch:
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Blanvalet Verlag (9. Mai 2014)
Übersetzung: Leo Strohm
ISBN-Nr: 978-3442383597
Preis: EUR 8.99 / CHF 13.90
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Picasso: Über Kunst (Rezension)

„Malerei ist Poesie“ – Picasso über die Kunst

Das schmale Bändchen enthält Auszüge aus Picassos Gedanken zum Thema Kunst und auch zum Leben als Künstler. Es ist ein kurzer Zusammenschnitt verschiedener Aussagen, die Picasso im Rahmen von Gesprächen mit Freunden gemacht hat.

Den Einstieg in seine Gedanken macht das Zitat:

Ich sage nicht alles, aber ich male alles.

Dass er doch einiges gesagt hat, beweist unter anderem das vorliegende Bändchen. Es folgen nämlich Gedanken zur Malerei und ihrem Zweck in der Welt:

Malerei ist nicht erfunden worden, um Wohnungen auszuschmücken! Sie ist eine Waffe zum Angriff und zur Verteidigung gegen den Feind.

zur Existenz des Künstlers:

Der Künstler ist wie ein Sammelbehälter von Empfindungen

zu Bildern und deren Einordnung:

In den Museen sieht man nur „misslungene Bilder“. Was wir jetzt als „Meisterwerke“ ansehen, sind die Werke, die sich am weitesten von jenen Regeln entfernten, die die Meister der betreffenden Epoche aufstellten.

aber auch Philosophien zum Leben an sich:

Die Persönlichkeit kommt nicht dadurch zustande, dass man eine sein will. Wer darauf versessen ist, originell zu sein, verliert nur seine Zeit und täuscht sich; wenn er überhaupt etwas erreicht, so ahmt er nur nach, was ihm selbst gefällt, und wenn er noch darüber hinausgeht, bringt er etwas zuwege, das ihm nicht einmal mehr ähnlich sieht.

und der Welt, die Picasso um sich wahrnahm:

…weil der Mensch aufgehört hat, einfach zu sein. Er wollte weiter sehen und verlor die Fähigkeit, das zu begreifen, was er vor Augen hatte.

Daniel Keel hat die Aussagen zusammengestellt und sie mit Verweis auf das jeweilige Buch, aus welchem sie entnommen wurden, thematisch gegliedert. Abgerundet wird das Ganze mit sieben Zeichnungen des Meisters.

Fazit
Eine Auswahl von Zitaten Picassos, die einen Einblick in das Denken und Wirken des eigenwilligen Malers gewähren und Lust auf mehr machen. Sehr empfehlenswert.

Angaben zum Buch:
PicassoKunstTaschenbuch: 128 Seiten
Verlag: Diogenes Verlag (1988)
ISBN-Nr.: 978-3257216745
Preis: EUR 8.90 / CHF 13.90

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Frank Berzbach: Die Kunst, ein kreatives Leben zu führen. Anregung zu Achtsamkeit.

Kreativität als ein Leben in Freiheit

Kreativität wird erst zur Lebensform, wenn wir nicht aufhören, darüber nachzudenken, welchen Sinn unsere Arbeit hat, welche Richtung wir einschlagen wollen und wie wir die Welt besser hinterlassen. Die gute Botschaft … besteht darin, dass wir jederzeit die Möglichkeit haben, die Richtung zu ändern.

Frank Berzbach richtet sich mit diesem Buch an Menschen, für die „Kreativität eine grundsätzliche Lebensform ist“. Im Zentrum steht dabei die Frage „Wie wollen wir leben?“. Der Autor hat mit diesem Buch nicht nur einen Ratgeber unter vielen geschrieben, der zeigen soll, wie das Leben besser wäre. Er hat basierend auf Philosophie, Psychologie und Zen Buddhismus Werte und Wege zusammengetragen, wie das Leben so lebbar wird, wie man sich das selber wünscht.

Sie sind zwar nicht immer ihres Glückes Schmied, aber noch weniger sind sie NUR Opfer der Umstände.

Berzbach geht der Frage nach, was Kreativität ausmacht, wo wir uns beim Leben derselben im Weg stehen und wie wir sie in unseren Alltag integrieren. Er zeigt auf, wie wir diesen Alltag kreativ leben können. Wir alle sind immer äusseren Umständen unterworfen, können selten einfach von jetzt auf gleich alles umkrempeln und nur noch das leben, was wir gerade als für unsere eigene Entwicklung nötig und wichtig erachten. Wichtig ist aber, das Leben mit Achtsamkeit zu beschreiten, die Dinge nicht nur zu tun, weil sie grad gefordert sind. Indem wir uns bewusst werden, was wir selber vom Leben erwarten, können wir dem Leben auch die Richtung geben, die wir uns wünschen, die uns entspricht – und müssen uns nicht nur treiben lassen und Zwängen ausgeliefert sehen.

Bei all dem steht eine Balance zwischen Verstand und Gefühl im Zentrum. Gerade ein kreatives Leben ist auf Gefühle angewiesen, nur die rationale Herangehensweise an die Welt führt zu wenig weit. Trotzdem ist es wichtig, den Verstand zu gebrauchen, denn alles andere wäre dumm:

Dummheit ist entweder fremdgesteuert und hält sich an alle Befehle oder sie ist permanent egoistisch und feiert die prinzipielle Verweigerung.

Wenn zum eigenen Denken dann noch die leidenschaftliche Hingabe an eine Tätigkeit kommt, gepaart mit Achtsamkeit für die eigenen Gefühle und Befindlichkeiten sowie die unserer Umwelt, kommen wir einem kreativen Leben schon viel näher.

Die Formel für Kreativität ist einfach. Finde heraus, was dich belastet, und lese es ab, so, wie man einen übervoll bepackten Koffer abstellt, den man viel zu lange getragen hat. Wenn wir frei sind und uns nichts beunruhigen kann (…), dann wird die in uns befindliche Schöpfung, egal was sie im Einzelnen sein mag, herausfliessen, völlig natürlich und einfach.

Fazit:
Ein inspirierendes und motivierendes Buch, das tief abgestützt ein kreatives Leben und Wege, es zu leben, aufzeigt. Sehr empfehlenswert.

Zum Autor
Frank Berzbach
Frank Berzbach, geboren 1971, hat in Köln und Bonn Pädagogik, Psychologie und Literaturwissenschaft studiert und an der Goethe-Universität in Frankfurt/Main promoviert. Nach einigen jahren in der Bildungsforschung war er Fahrradkurier für einen schönen Buchladen. Er unterrichtet Psychologie und Kulturpädagogik an der ecosign/Akademie für Gestaltung und an der Fachhochschule Köln.

Angaben zum Buch:
BerzbachBroschiert:192 Seiten
Verlag: Verlag Hermann Schmidt (10. April 2013)
ISBN-Nr.: 978-3874398299
Preis: EUR 29.80 / CHF 45.90

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Werk und Schöpfer

Oft hörte ich: Den Künstler lese oder höre ich nicht, dessen Bilder schau ich mir nicht an – weil: Er war menschlich, politisch, ethisch auf einer Linie, die meiner nicht entspricht, oder er ist gar so untragbar ist, dass man den Menschen mit allem, was er hervorbrachte, ignorieren müsste.

Die Frage, die sich mir hier stellt, ist: Kann man den Faden so spinnen in der Kunst – und generell? Ist jemand, der auf einer – oder mehreren – Ebene(n) daneben griff, auf allen Ebenen und absolut zu verdammen? Kann jemand, nur weil er irgendwo falsch lag, nicht irgendwo auch richtig liegen? Was ist der richtige Umgang mit Menschen, die sich menschlich oder ethisch disqualifizieren? Was ist der richtige Umgang mit dem, was sie sagen, tun, schaffen?

Zum Beispiel
Michael Jackson. Ein Meilenstein der Popmusik. Kaum einer kennt den Namen nicht, gewisse Lieder haben sich so eigebrannt, dass man beim ersten Takt weiss, was es ist. Aber – bei aller musikalischen Leistung – es gab eine dunkle Seite. Immer wieder kamen Gerüchte auf, er sei pädophil. Die (juristische) Gewissheit gab es nie, die Gerüchte und Fakten reichten aber, den Verdacht als begründet zu sehen in der Allgemeinheit. Was macht das mit seinem Werk? Darf man das noch hören? Ist Thriller plötzlich weniger gut?

Ein weiteres Beispiel
Ezra Pound – Wegbereiter der modernen Lyrik und Faschist. „Muss“ man ihn lesen, weil er lyrisch etwas zu bieten hat, weil er ein Meilenstein der Literaturgeschichte ist, oder sollte man ihn meiden, weil er ein Gedankengut vertrat, das nicht zu vertreten ist?

Noch ein Beispiel gefällig?
Was ist mit Heidegger? Ein Nazi? Sind seine Texte zum Denken, seine klaren Analysen zur Zeit und zum Sein hinfällig, weil er der falschen Ideologie anhing (für eine Zeit)?

Zählt das Werk für sich oder ist es immer auf den Schöpfer begrenzt? Kann ich Michael Jacksons Musik mögen, ohne damit Pädophilie zu verharmlosen? Muss ich mich von Pound distanzieren, weil ich den Faschismus/Nationalsozialismus und alle seiner Unterstützer damit als verabscheuenswürdig erachte? Kann einer, der einer falschen Ideologie folgt, trotzdem etwas Wertvolles und Wahres sagen?

Wie geht man damit um? Jedes Werk hat einen Schöpfer und es ist von diesem durchtränkt. Durchtränkt eine Ideologie das ganze Werk oder kann daneben was blühen? Ganz unbedarft?

Ich frage.

Achim Sommer (Hrsg.). – The World of Tim Burton (Rezension)

Manchmal sind die normalen Menschen die Monster

Zeichnen war ein Ventil für mich, um auszudrücken, was immer ich fühlte, um aus der geisttötenden Einförmigkeit der Vorstadt auszubrechen. (T.B.)

TB1Schon als Kind zeigte sich Tim Burtons zeichnerisches Talent, mit 13 Jahren drehte er seinen ersten Film. Nach einem Studium in Trickfilmkunst, finanziert durch die Disney-Studios und der Mitwirkung an mehreren Zeichentrickfilmen trat er auch als Autor und Regisseur den Erfolgskurs an (der Kurzfilm Vincent ist preisgekrönt).

Das Max Ernst Museum in Brühl holte nun mit der Ausstellung The World of Tim Burton das zeichnerische und malerische Werk des US-amerikanischen Popkünstlers nach Deutschland und macht sie hier einem breiten Publikum bekannt. Begleitend zu dieser Ausstellung ist der vorliegende Ausstellungskatalog erschienen. Als Einstieg fasst Prof. Dr. Jürgen Wilhelm (Vorstandsvorsitzender der Stiftung Max Ernst) die einzelnen Stationen und Meilensteine des originellen und kreativen Künstlers zusammen und setzt diesen in eine dialogische Beziehung zu Max Ernst. Auf zwei kurze Einleitungen durch den Herausgeber Achim Sommer sowie die Kuratorin Jenny He folgen eine kurze Stellungnahme von Tim Burton und seine Gefühle zu dieser Ausstellung sowie ein Interview, das Achim Sommer und Patrick Blümel (Ausstellungsassistent) mit Tom Burton geführt haben.

TB2Das Herzstück des Buchs sind sicher die 60 Seiten mit Bildern aus der Ausstellung. Sie bestechen durch ihre phantasievollen Szenerien, die makabren Ideen, gruselige, skurrile und abgründige Charaktere.

Manchmal fühle ich mich wie ein Alien, der zu nichts und niemandem in seinem Umfeld einen Zugang findet. (T.B.)

Tim Burton zeichnet eine surreale Welt, in der es thematisch immer wieder um den Tod und das Leben danach geht und die Beziehungen zwischen verschiedenen Welten aufgegriffen werden. Seine Helden sind oft Aussenseiter, melancholische, depressive Helden, welche unter der Welt um sie leiden.

Wie viele Menschen habe ich mich Aussenseitern immer verbunden gefühlt. Nicht in der Lage zu sein, dazuzugehören, das Gefühl, dass alles, was man anfasst, in der Luft zerrissen oder in den Schmutz gezogen wird…Es ist schön zu sehen, wenn ein Aussenseiter der Held ist – zu sehen, dass Anderssein nicht heissen muss, dass man nichts zu bieten hat und dass mitunter die sogenannten normalen Menschen die eigentlichen Monster sind. (T.B.)

Den Abschluss des Buches macht eine ausführliche und reich bebilderte Biographie des Künstlers. Alle Texte sind in Deutsch und Englisch verfasst.

Die Ausstellung ist noch bis am 3. Januar 2016 im Max Ernst Museum in Brühl zu sehen.

Fazit:
Ein informatives und sehr schön gestaltetes Buch zu einem aussergewöhnlichen Künstler, das den Betrachter in neue – skurrile, abgründige und auch zum Nachdenken anregende – Welten entführt. Absolut empfehlenswert.

Angaben zum Buch:
TimBurtonCoverGebundene Ausgabe: 120 Seiten
Verlag: Hatje Cantz Verlag (14. August 2015)
ISBN-Nr.: 978-3775740296
Preis: EUR 24.80 / CHF 34.90

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Steven Naifeh, Gregory White Smith – Van Gogh. Sein Leben (Rezension)

Das Leben und Scheitern eines Jahrhundertmalers

„Dieser Mensch ist entweder verrückt, oder er lässt uns alle weit hinter sich.“

Dem ersten Teil der Aussage von Camille Pissarro haben wohl viele in Vincent van Goghs Umfeld zugestimmt. Vincent van Gogh war alles andere als ein gewinnender Mensch. Er war störrisch, eigensinnig, eigenbrötlerisch, ablehnend, teilweise ungepflegt. Er war aufbrausend, fanatisch in allem, was er wollte, fordernd und nicht sehr umgänglich. Ob diese Eigenschaften Grund für sein ständiges Scheitern bei allem, was er anpackte, waren oder aber er so wurde, weil er von klein auf in seinen Sehnsüchten und Wünschen verstossen wurde und nicht reüssierte, ist schwer zu sagen. Fakt ist, dass er erst mit 30 Jahren zur Malerei kam, der Weg davor steinig war, der danach nicht weniger.

Vincent van Gogh wurde in eine Familie hineingeboren, in der Zusammenhalt und Familiensinn grossgeschrieben wurden. Diese Werte ins Herz gepflanzt muss es umso schmerzlicher gewesen sein, immer der Aussenseiter, gar der verstossene, „missratene“ Sohn zu sein. Vincent schwankte zwischen verzweifelten Annährungsversuchen und trotziger Abkehr von der Familie. Und er litt. Teilweise so sehr, dass er in Depressionen verfiel, sich völlig zurückzog von den Menschen und vom Leben – nicht dass er in weniger depressiven Momenten sehr sozial veranlagt gewesen wäre.

Wenn er sich nicht um gute Gesellschaft bemühe, komme es daher, weil man „als Maler auf andere gesellschaftliche Bestrebungen verzichten muss“. Wenn er „zeitweilig unter Schwächeanfällen, Nervosität und Melancholie“ leide, liege es an „einer Eigenheit in der Natur jedes Malers“. Wenn er ein unruhiges, unkonventionelles Leben führe, dann weil es „zu meinem Beruf passt. […] Ich bin ein armer Maler.“

Er suchte zwar immer Anschluss, am liebsten familiären, war aber nicht in der Lage, diesen lange aufrecht zu erhalten. Er überwarf sich mit allen Menschen, die er anfänglich verehrte, die es auch gut mit ihm meinten.

Als er endlich zur Kunst fand, ging er darin auf. Wie alles zuvor betrieb er auch die Malerei fanatisch. Er war einerseits dankbar für jede Anleitung, die er finden konnte, schlug Ratschläge aber trotzdem schnell in den Wind, um seinen eigenen Weg zu gehen.

Sehr ausführlich beschreiben Steven Naifeh und Gregory White Smith Vincent van Goghs Leben und Schaffen. Quellen, Briefe und ältere Biographien fanden Eingang in dieses 1200 Seiten starke Buch, welches ein Leben präsentiert, das vom Scheitern geprägt war. Es bettet das Leben dieses Suchenden ein in den zeitlichen Kontext und legt seine Bezüge zur Umwelt, zu den Menschen seiner Zeit offen. Es zeigt auf, was Vincent van Gogh bewegte, umtrieb, teilweise auch umstiess. Sachlich, akribisch, nie langweilig entfaltet sich der gequälte Lebensweg eines Menschen, der von Sehnsüchten geplagt war, die sich nie erfüllten, und der ob seines eigenen Scheiterns verzweifelte – um sich dann doch wieder aufzuraffen und in ein neues Abenteuer zu stürzen. Die Malerei war das letzte. Auch da war der Weg hart, doch er ging ihn durch alle Schwierigkeiten hindurch. Glücklich hat er ihn nicht gemacht, aber unsterblich.

Fazit:
Ein Standardwerk – Genauer und detaillierter kann man das Leben und Schaffen eines Künstlers nicht erzählen. Sehr empfehlenswert.

Angaben zum Buch:
VanGoghGebundene Ausgabe: 1216 Seiten
Verlag: S. Fischer Verlag (9. Oktober 2012)
ISBN-Nr.: 978-3100515100
Preis: EUR 34 / CHF 48.90

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Jodi Picoult: Bis ans Ende der Geschichte (Rezension)

Die Vergangenheit schläft nie

Jede Erinnerung ist eine Papierblume im Ärmel eines Zauberers, gerade eben noch unsichtbar und gleich darauf so gegenwärtig und blühend, dass ich mir nicht vorstellen kann, wieso sie sich die ganze Zeit versteckt hatte.

picoultendeSage Singer hat ihre Mutter bei einem Autounfall verloren und ist seit da durch eine Narbe gezeichnet. Sie entzieht sich gerne den Menschen, so dass ihr der Beruf der Bäckerin, den sie mit Leidenschaft ausübt, gerade recht kommt. Regelmässig besucht sie eine Trauer-Selbsthilfegruppe, wo sie auf Josef trifft. Josef ist auch Kunde in der Bäckerei, in der Sage arbeitet. Immer sitzt er da mit seinem Dackel und hat sein kleines Notizbuch auf dem Tisch.

Zwischen Josef und Sage entsteht eine Freundschaft. Beide waren sie allein, beide fühlen sie sich verstanden.

Es ist ein Unterschied, ob man die Vergangenheit mit jemandem teilt oder sie allein durchlebt. Es fühlt sich weniger nach Wunde, eher nach Verband an.

Eines Tages bittet Josef Sage um einen Gefallen: Sie soll ihn umbringen. Er erzählt ihr von seiner Vergangenheit als SS-Soldat. Sein Tod soll Sühne sein für seine Schuld. Sage steht vor einem Dilemma. Ist die Erfüllung dieses Wunsches moralisch legitim? Gesetzlich ist sie sicher nicht.

Bis ans Ende der Geschichte ist ein sehr vielschichtiger Roman. Er behandelt die unterschiedlichsten Themen, die alle für sich romanfüllend gewesen wären: Trauer nach einem Verlust, der Umgang mit eigenen Schwächen, Vergangenheitsbewältigung nach dem Holocaust – auf beiden Seiten, denn Sages Grossmutter ist eine Überlebende des Regimes.

Jodi Picoult schafft es, sehr glaubwürdige und stimmige Charaktere zu erschaffen, die alle ihre Geschichten als Erzählstränge in den Roman einbringen und diese langsam zu einem Netz weben. Das Buch regt zum Nachdenken an, es stellt viele ethische Fragen, auf die man Antworten finden muss und will.

Ab und an hat der Roman Längen, ganze Abschnitte erscheinen als sehr weit hergeholt und wenig zielführend, haben aber am Schluss ihren Sinn im Ganzen. Ein sehr durchdachtes, gut durchkomponiertes literarisches Werk, das sich dann und wann etwas zu sehr in die Länge zieht durch die Beschreibung zu vieler Details. Damit steht Jodi Picoult aber nicht alleine da, diese – wenn man es denn so nennen will – Schwäche teilt sie mit ganz Grossen der Literatur.

Fazit:
Ein kunstvoll durchkomponiertes, mit plastischen Figuren beseeltes, zum Nachdenken anregendes Werk, das einige Längen aufweist. Sehr empfehlenswert.

Die Autorin
Die gebürtige New Yorkerin Jodi Picoult eroberte im Sturm die Herzen ihrer Leser. Vor allem ihr Talent , mit Feingefühl vielschichtige zwischenmenschliche Beziehungen zu beschreiben, schätzen ihre Fans. Die 1967 geborene Autorin lebt heute mit ihrem Mann und ihren Kindern in Hanover, New Hampshire. Bereits während ihres Studiums widmete sie sich dem Schreiben und arbeitete zunächst als Texterin und Lehrerin. Ihren ersten Roman verfasste sie 1992, als sie mit ihrem ersten Kind schwanger war. Damit sie für ihre Bücher effektiv recherchieren kann, hat ihr Mann seinen Beruf aufgegeben. Jodi Picoult kann so die Schauplätze ihrer Romane besuchen, um eine genaue und authentische Beschreibung zu liefern. Kein Wunder also, dass man mit ihren Romanhelden jedes Mal mitfiebert, als ob sie wirklich wären.

Angaben zum Buch:
Taschenbuch: 576 Seiten
Verlag: Penguin Verlag (22. August 2016)
Übersetzung: Elfriede Peschel
ISBN-Nr: 978-3328100515

Preis: EUR 10 / CHF 14.90
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Das Walt Disney Film Archiv (Rezension)

Die Animationsfilme 1921 – 1968

Mickey Mouse und seine Nachfolger – ein Blick hinter die Kulissen

Walt Disney ist vor 50 Jahren, am 15. Dezember 1966 gestorben. Auf einer Farm in Missouri aufgewachsen, begann er 1919 mit der Produktion von Trickfilmen. Es sollten aber noch 9 Jahre vergehen bis zu seinem Durchbruch: Steamboat Willie – Mickey Mouse hat seinen Auftritt.

Denkt immer daran, dass die ganze Sache mit einer Maus begann. (Walt Disney)

waltdisneyMit Mickey Mouse begann das, was man wohl als eine Erfolgsgeschichte sondergleichen bezeichnen könnte. Es folgten Filme, welche das Herz von Kindern und Erwachsenen auf der ganzen Welt erfreute: Schneewittchen, Das Dschungelbuch, Pinocchio oder Peter Pan, um nur einige zu nennen.
Der vorliegende – nicht nur inhaltlich – gewichtige Band zeigt, wie die Filme in den Studios entstanden sind. Es werden verschiedene Entwürfe der Figuren und Szenerien gezeigt, welche wieder verworfen wurden, um schliesslich die endgültige Version zu finden. Die Bilder werden von einem erklärenden Text begleitet, so dass man als Leser Film für Film nachverfolgen kann, wie der Schaffensprozess ablief, was alles nötig war, um schlussendlich einen den fertigen Film zu haben.

Das Buch liefert nicht nur Hintergrundwissen, es weckt auch Erinnerungen: Wer erinnert sich nicht an die Filme, wer blickt nicht wieder mit glänzenden Augen auf all die Vertrauten aus Kindertagen? Das Buch selber wurde für die deutschen Leser in der Originalfassung auf Englisch belassen, wird aber von einer Broschüre mit den deutschen Texten begleitet. Die hochwertige Aufmachung und das ungewöhnliche Format (das Buch misst 33 x 48 cm und wiegt über 6 kg) machen dieses Buch zusätzlich zu einer ausserordentlichen Leseerfahrung.

Fazit:
Informative und ästhetisch aufbereitete Hintergrundinformationen zu einem der grossen Filmproduzenten mit dem Nebeneffekt, wundervolle Kindheitserinnerungen zu wecken. Sehr empfehlenswert.

Angaben zum Buch:
Gebundene Ausgabe: 624 Seiten
Verlag: Taschen Verlag (15. Oktober 2016)
ISBN-Nr.: 978-3836552899
Preis: EUR 150 / CHF 187.90
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