Das Skandalöse stirbt – und wir damit

Ich lese viel. Und ich schaue auch gern fern. Kriterium: Es muss gut sein – für mich. Es muss eine Botschaft haben, Inhalt, mich berühren. Es muss Tiefe haben, eine Geschichte, und Personen, die mich fesseln. Ich muss mich einfühlen können und mitfiebern. Sie dürfen mir fremd sein, aber nicht irreal. Ich mag keine Eierköpfe und auch keine mit allen Problemen dieser Erde beladenen Charaktere. Ich mag das Leben, wie es ist – und ich will etwas darüber erfahren.

Vor einigen Jahren war ich an einer Vernissage. Ausgestellt waren die Bilder von Veit Relin, Exmann von Maria Schell. Einer der Besucher war Franz Xaver Kroetz, zwar schon geschieden von der Tochter des Künstlers, trotzdem noch im Kreis. Ich kam mit ihm ins Gespräch und wir diskutierten darüber, was die Literatur und das Erzählerische in heutigen Tagen so schwer macht. Wir fanden bald einen Nenner:

Die Skandale von gestern sind heute zum Gähnen.

Wir schaukeln uns hoch in unserem Blutrausch. Krimis werden immer brutaler. Reichte vor einigen Jahren ein Toter, müssen es heute 10 sein. Sah man damals einen Blutsee, ist es heute ein Massaker – drunter wirkt es nicht. Verfolgt man die Staffen von Criminal Minds, waren die Verbrechen schon immer perfid, aber die Blutmenge und die Perversion steigerten sich von Staffel zu Staffel.

Wir sind Junkies und wir stumpfen ab. Was früher Nervenkitzel war, weckt heute kaum noch ein müdes Gähnen. Und wer mithalten will, springt auf den Zug auf. Will man das nicht, bleibt nur noch, eine neue Form zu finden. Man setzt Zeit und Raum ausser Kraft oder irritiert den Leser sonst auf eine Weise, die er noch nicht kennt.

Wir streben nach Neuem, wir werden immer schneller müde und gelangweilt von dem, was wir kennen. Wir schauen nicht mal mehr genau hin – ein kurzer Blick, abgehakt, durchgewunken. Schliesslich sehen wir schon in den Nachrichten und all den Medien genug Leid – da muss Fiktion einen drauf setzen. Und so töten wir langsam die Fiktion – weil wir uns selber töten. In unserem Empfinden.

Vorsätze

Ich setze sie
so Jahr für Jahr –
und teilweis’ auch mal
zwischendurch.

Ich glaube dran
und will sie auch!
Sie leuchten ein,
sie klingen gut.

Dann sitz ich da
und überdenke,
sehe mich
und diesen Plan.

Und merke dann,
das bin ich nicht!
Ich lass’ sie fallen,
Stück für Stück.

Nun sitz ich da
und bleibe halt
die, die ich bin
bis nächstes Jahr.

Jahresrückblick – erster Teil

Gestern kam es eiskalt über mich: Es ist so weit. Zeit, in mich zu gehen und zurückzublicken. Auf das Jahr, das war. Ich erinnere mich noch gut an letztes Jahr. Ich dachte, dass es schlimmer nicht kommen könne, was schon fast eine positive Sicht war. Zumindest eine Hoffnung.

Es kam anders. Das laufende Jahr war wohl das härteste, das ich je erlebt habe. Und das auf allen Ebenen. Und trotzdem musste es immer irgendwie weiter gehen. Und es ging weiter. Das allein ist schon ein Gewinn. Zu sehen, dass man Dinge bewältigen kann, dass einen nichts unterkriegen kann. Natürlich hätte ich gerne auf den Beweis verzichtet, ich hätte gut ohne leben können. Aber nun denn. Es kam, wie es kam. Und ich (er-)trug es.

Mein Leben ist nicht schlecht. Ganz vieles ist sicher ganz gut. Anderes weniger. Man neigt natürlich dazu, das zu sehen, das plagt. Der Rest ist gut, den sieht man nicht. Muss man ja nicht, denn er funktioniert ja. Es bleibt der Fokus auf dem, das Einsatz fordert. Und das ist meist das, was runterzieht. Nur: Wenn der Blick nur noch auf der Abwärtsspirale ist, wo soll die Kraft herkommen, oben zu bleiben? Das klappt nicht.

Ich bin also dankbar dafür, dass ich immer wieder all das sehen konnte, was gut war. Und da gab es doch einiges. Manchmal ganz kleine Dinge, manchmal wunderbare Gesten von wundervollen Menschen. Ab und an einfach so eine Blume am Wegesrand, dann wieder ein liebes Wort. Sie waren wir Knaufe an einer Kletterwand. Der Abgrund war da, aber ich hielt mich, weil sie mich hielten. Und ich einen nach dem andern fassen konnte.

Und da stehe ich nun. Und blicke zurück. Es war kein schönes Jahr. Kein einfaches Jahr. Es war grausam und einiges steht noch bevor. Und doch. Es gab viel Schönes. Und das hat mich gehalten. Ich hielt mich daran. Und das Schöne geht weiter. Und ich möchte es weiter sehen.

Ich möchte

Ich möchte
verrückt sein
auf Tischen tanzen
einfach tun
nicht überlegen.

Ich möchte
Worte schreiben
keine Leser denken
einfach reihen
Wort an Wort

Ich möchte
Bilder malen
Farbe setzen
zeichnen
ohne Perspektive.

Ich möchte
Witze machen
nie verletzen
frei sein
ohne Grenzen.

Gilmore Girls – das Ende

Nun bin ich also durch. Ersehnte ich diesen Augenblick eine Weile, so kam er nun doch zu schnell. Die erste Folge des Revivals fand ich schrecklich. Die zweite war ok – teilweise eine zu grosse Überspitzung des sonst schon Überspitzten. In der dritten Folge wurde ich warm, um in der vierten mitzuleiden, mitzufiebern, mich in Tränen zu ergiessen und mich auch wieder zu freuen.

Das Ende war schön. In meinem Sinne. Der Schlusssatz der wohl einzige, den ich hätte gelten lassen können. Ich las – bevor ich da war – von verschiedenen Seiten, dass dieses Ende nicht das Ende sein könne. Ich bin anderer Meinung: Es ist das perfekte Ende.

Das Ende ist sicher so, dass es nun weiter gehen könnte. Man müsste aber Altes aufwärmen. Klar wäre es schön, weiter in Stars Hollow sein zu können. Klar wäre es schön, wäre das nicht das Ende, denn irgendwie wurde der Ort ein Zuhause und die Menschen wurden Freunde. Aber: Die Geschichte würde nicht gewinnen. Und das wäre irgendwie schade.

Die Serie sprach mich sicher an, weil ich mich in ganz vielen Rollen wiedererkannte. In anderen Punkten erkannte ich eigene Sehnsüchte – und ich dachte diese weiter. Die Serie war wunderbar menschlich und in ihrer Normalität nicht abgehoben. Es war nicht schwer, mich zu identifizieren. Das sogar mit verschiedenen Charakteren.

Es war toll. Es war schön. Ich weine Lorelai und Rory ein wenig nach und bin grad etwas aufgeschmissen. Keine Serie spricht mich an, kein Film packt. Nicht mal die Bücher überzeugen. Ich brauch nun wohl Zeit, Abschied zu nehmen. So ein bisschen. Klingt doof? Egal. Ich bin so.

Gilmore Girls – die neue Staffel

Ich habe alle 7 Staffeln in Rekordzeit hinter mich gebracht. Ok, die Erfahrung war nicht neu, aber ich wollte die neuen Folgen nicht ohne Anschluss schauen. ich schwankte zwischen kreischender Verehrung und genervter Abneigung. Trotzdem blieb ich dran, es war irgendwie meine Familie geworden. Dann fing nun die neue Staffel an.

Sagte ich vorher schon ab du an, die ganze Sache wäre zu aufgesetzt, setzte diese Folge einen drauf. Die ersten Minuten erinnerten mich an ein Laien-Sommer-Theater auf dem Dorf. Ach so witzige Dialoge werden runtergerattert mit theatralisch gegen den Himmel gedrehten Augen. Die Protagonisten werden reihum vorgeführt. Alle in ihren Eigenheiten überzeichnet. noch mehr als vorher schon.

Und dann setzt der Lokal-Troubadour ein… und ich fühle mich zu Hause. Es ist aber auch fies, Winteratmosphäre zu nehmen mit Weihnachtsdeko. Dafür bin ich anfällig. Der ewig präsente Lorelai-Liebhaber ist auch wieder präsent. ich schwankte in den vergangenen zwei Wochen zwischen „Nimm ihn“ und „der taugt nicht für dich“. Grad fühlt er sich gut an.

Die Folgen sind nun länger – doppelt so lange. Ich weiss grad nicht, ob ich mich freue oder ärgere. Nach zwei Wochen Dauer-Stars-Hollow hatte ich mir ein schnelleres Ende erhofft. Weiss aber noch nicht genau, wohin es mich dann verschlägt. Pläne habe ich viele, aber ich fürchte trotz allem ein Vermissen. Wie bei einem langjährigen Liebhaber, der einem eigentlich nicht gut tut, den man aber doch nicht vergessen kann und sich bei ihm irgendwie zu Hause fühlt – irgendwie so, wie es Lorelais Allzeit-Bereit-Liebender ist.

Doch: Who the fuck ist Paul? Rory hat also einen neuen Freund. Man hat ihn nie gesehen und möchte ihn gleich wieder vergessen. Und man fragt sich, wo sie alle sind. Die, welche man nie ganz toll fand, aber auch nicht so schlecht. Sie waren nicht perfekt, aber doch irgendwie… süss. Aber Paul???

Lorelai und ihr aktueller Bettgenosse führen sich ein wenig so auf wie ein altes Ehepaar, bei welchem der Frau die Wolle zum Weiterstricken ausging. Ich bin nah dran, dem Fernseher den Saft abzudrehen. Nicht nur hat mir die Marathon-Schauerei die Gilmores zu offensiv vor Augen geführt. (Die Liebe überwog trotzdem) Soll ich die Gefahr eingehen, diese Liebe durch 4 überlange Folgen ganz einzumotten?

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Artikel zu den ersten 7 Staffeln: HIER

Und dann träume ich…

Und dann träume ich. Von einem Leben. Wild und ungebändigt. Und ich gehe los. Und lebe. Einfach so. Ohne die Grenzen. Ohne die Beschränkungen. Ich tue. Was ich tun will. Und geniesse. Ohne hinterfragen. Ohne zögern. Oder zweifeln.

Und dann träume ich. Und ich bin glücklich. Im Traum. Denn ich tue. Was ich tun will. Und muss. Weil ich ich bin. Und sein muss. Und sein will. Ich bin nicht perfekt. Aber ich bin so. Ohne Krone. Einfach ich.

Und dann kommen sie. Die Fragen. Zweifel. Das Zögern kommt hinterher. Erst zögerlich. Dann schnell. Und schneller. Im Gleichschritt. Mit den Zweifeln. Ob ich kann. Was ich will. Ohne zu tun. Was ich muss. Oder denke. Zu müssen.

Und dann
wache ich auf.

Lieblingsbücher zum Zweiten

Gestern schrieb ich über Lieblingsbücher und zitierte eine Liste der 100 liebsten Bücher der Deutschen. Heute möchte ich die Liste von BBC nachreichen. Das Projekt hiess The Big Read und BBC ermittelte dabei die liebsten Romane der Nation.

1. The Lord of the Rings, JRR Tolkien
2. Pride and Prejudice, Jane Austen
3. His Dark Materials, Philip Pullman
4. The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy, Douglas Adams
5. Harry Potter and the Goblet of Fire, JK Rowling
6. To Kill a Mockingbird, Harper Lee
7. Winnie the Pooh, AA Milne
8. Nineteen Eighty-Four, George Orwell
9. The Lion, the Witch and the Wardrobe, CS Lewis
10. Jane Eyre, Charlotte Brontë
11. Catch-22, Joseph Heller
12. Wuthering Heights, Emily Brontë
13. Birdsong, Sebastian Faulks
14. Rebecca, Daphne du Maurier
15. The Catcher in the Rye, JD Salinger
16. The Wind in the Willows, Kenneth Grahame
17. Great Expectations, Charles Dickens
18. Little Women, Louisa May Alcott
19. Captain Corelli’s Mandolin, Louis de Bernieres
20. War and Peace, Leo Tolstoy
21. Gone with the Wind, Margaret Mitchell
22. Harry Potter And The Philosopher’s Stone, JK Rowling
23. Harry Potter And The Chamber Of Secrets, JK Rowling
24. Harry Potter And The Prisoner Of Azkaban, JK Rowling
25. The Hobbit, JRR Tolkien
26. Tess Of The D’Urbervilles, Thomas Hardy
27. Middlemarch, George Eliot
28. A Prayer For Owen Meany, John Irving
29. The Grapes Of Wrath, John Steinbeck
30. Alice’s Adventures In Wonderland, Lewis Carroll
31. The Story Of Tracy Beaker, Jacqueline Wilson
32. One Hundred Years Of Solitude, Gabriel García Márquez
33. The Pillars Of The Earth, Ken Follett
34. David Copperfield, Charles Dickens
35. Charlie And The Chocolate Factory, Roald Dahl
36. Treasure Island, Robert Louis Stevenson
37. A Town Like Alice, Nevil Shute
38. Persuasion, Jane Austen
39. Dune, Frank Herbert
40. Emma, Jane Austen
41. Anne Of Green Gables, LM Montgomery
42. Watership Down, Richard Adams
43. The Great Gatsby, F Scott Fitzgerald
44. The Count Of Monte Cristo, Alexandre Dumas
45. Brideshead Revisited, Evelyn Waugh
46. Animal Farm, George Orwell
47. A Christmas Carol, Charles Dickens
48. Far From The Madding Crowd, Thomas Hardy
49. Goodnight Mister Tom, Michelle Magorian
50. The Shell Seekers, Rosamunde Pilcher
51. The Secret Garden, Frances Hodgson Burnett
52. Of Mice And Men, John Steinbeck
53. The Stand, Stephen King
54. Anna Karenina, Leo Tolstoy
55. A Suitable Boy, Vikram Seth
56. The BFG, Roald Dahl
57. Swallows And Amazons, Arthur Ransome
58. Black Beauty, Anna Sewell
59. Artemis Fowl, Eoin Colfer
60. Crime And Punishment, Fyodor Dostoyevsky
61. Noughts And Crosses, Malorie Blackman
62. Memoirs Of A Geisha, Arthur Golden
63. A Tale Of Two Cities, Charles Dickens
64. The Thorn Birds, Colleen McCollough
65. Mort, Terry Pratchett
66. The Magic Faraway Tree, Enid Blyton
67. The Magus, John Fowles
68. Good Omens, Terry Pratchett and Neil Gaiman
69. Guards! Guards!, Terry Pratchett
70. Lord Of The Flies, William Golding
71. Perfume, Patrick Süskind
72. The Ragged Trousered Philanthropists, Robert Tressell
73. Night Watch, Terry Pratchett
74. Matilda, Roald Dahl
75. Bridget Jones’s Diary, Helen Fielding
76. The Secret History, Donna Tartt
77. The Woman In White, Wilkie Collins
78. Ulysses, James Joyce
79. Bleak House, Charles Dickens
80. Double Act, Jacqueline Wilson
81. The Twits, Roald Dahl
82. I Capture The Castle, Dodie Smith
83. Holes, Louis Sachar
84. Gormenghast, Mervyn Peake
85. The God Of Small Things, Arundhati Roy
86. Vicky Angel, Jacqueline Wilson
87. Brave New World, Aldous Huxley
88. Cold Comfort Farm, Stella Gibbons
89. Magician, Raymond E Feist
90. On The Road, Jack Kerouac
91. The Godfather, Mario Puzo
92. The Clan Of The Cave Bear, Jean M Auel
93. The Colour Of Magic, Terry Pratchett
94. The Alchemist, Paulo Coelho
95. Katherine, Anya Seton
96. Kane And Abel, Jeffrey Archer
97. Love In The Time Of Cholera, Gabriel García Márquez
98. Girls In Love, Jacqueline Wilson
99. The Princess Diaries, Meg Cabot
100. Midnight’s Children, Salman Rushdie

Was mir auffällt ist, dass hier keine Titel deutscher Autoren vertreten sind, auch die Franzosen fehlen. Während die Deutschen doch einige Bücher aus fernen Ländern und anderen Sprachen zu lieben scheinen, bleiben die Engländer ihrem Sprachkreis treu. Ob es dafür eine Erklärung gibt?

Wie sieht es bei euch aus? Lest ihr lieber deutsche Autoren oder englische oder kann man das nicht sagen? Wenn ihr fremdsprachige Autoren lest, bevorzugt ihr die Originalsprache oder lest ihr doch lieber die Übersetzung?

Gilmore Girls

gg3Am 25. November kamen die neuen Folgen von Gilmore Girls auf Netflix. ich nahm das zum Anlass, die ganzen 7 Staffeln nochmals zu schauen. Dieses Mal hatte ich den Vorteil, das ganze Vergnügen nicht in kleinen Etappen zu geniessen, sondern quasi im Schnellzug durch die Geschichte zu fahren. Wobei… Aber von vorne

gg1Gilmore Girls – Lorelai ist alleinerziehende Mutter von Rory und wohnt mit dieser ins Stars Hollow. mit 16 wurde Lorelai schwanger, floh in der Folge aus ihrem sehr gut betuchten Zuhause vor ihrer überdominanten Mutter und dem beruflich eingespannten Vater. Sie lebte in der Folge ein Leben, das (irgendwie aus Prinzip) komplett gegensätzlich zu dem Leben ihrer Eltern war und sie wollte in der Folge auch nichts mehr mit den Eltern zu tun haben – bis Rory auf eine Privatschule will und Lorelai ihre Eltern um die Studiengebühren bitten muss. Bedingung dafür ist, dass Rory und Lorelai fortan immer freitags zum Nachtessen kommen. Spannungen sind vorprogrammiert.gg

Das alles wird garniert mit spitzigen Bemerkungen, Witz und Sarkasmus. Es werden Bücher, Filme und Musikstücke zitiert, Beziehungsdramen diskutiert und Dramen zelebriert. Lorelai schwankt zwischen Männern und Einsamkeit, Rory tut es ihr gleich. Als Zuschauer sitzt man da und fühlt sich mit der Zeit als Mitbewohner. Man ist unter Freunden, fiebert mit, welcher Mann das Herz wirklich erobern wird, weint mit, wenn es nicht klappt.

gg2Nun kommt das grosse Aber: So sehr ich die Serie liebte all die Jahre: Sie an einem Stück zu schauen, überforderte. Die Witze wurden schal, das Verhalten von Lorelai wirkt mit der Zeit bemühend und das Schwanken zwischen Männern ermüdete. Das ist schade. Drum mein Tipp: Mit Massen geniessen, dann kann man sich zwischendurch erholen und die Witze sind erfrischend, das Leben beschaulich und man leidet mit, mal freudig lachend, mal weinend.

Gilmore Girls – Fortsetzung

Gilmore Girls – das Ende

Mehr zur Serie:

Lieblingsbücher

Immer wieder stösst man auf Fragen wie:

Was ist dein Lieblingsbuch? Welches Buch hat dich am meisten berührt, inspiriert im Leben?

Ich kann die Frage nicht beantworten, denn es sind zu viele Bücher, die ich liebe und liebte. Auch gibt es Bücher, die ich zu gewissen Zeiten liebte, später nicht mehr – und auch umgekehrt.

Zeitungen haben Ranglisten der besten Bücher der Woche, des Monats, des Jahres, es gibt einen Literaturkanon mit Büchern, die man gelesen haben muss. Kürzlich stiess im im Netz auf die Liste der 100 liebsten Bücher der Deutschen. Auch wenn ich eigentlich wenig von Listen halte, da ich immer finde, dass Literatur Stimmungs- und Geschmackssache ist, so mag ich diese Listen auch wieder. Sie zeigen, was andere Menschen gerne lesen, geben vielleicht auch den einen oder andern Tipp, was man selber noch lesen könnte – wobei ich dafür keine Anregung bräuchte, meine Liste der noch zu lesenden (oder wieder zu lesenden) Bücher wächst sowieso ins Unermessliche.

Hier die 100 liebsten Bücher der Deutschen:
1. Der Herr der Ringe, JRR Tolkien
2. Die Bibel
3. Die Säulen der Erde, Ken Follett
4. Das Parfüm, Patrick Süskind
5. Der kleine Prinz, Antoine de Saint-Exupéry
6. Buddenbrooks, Thomas Mann
7. Der Medicus, Noah Gordon
8.Der Alchimist, Paulo Coelho
9. Harry Potter und der Stein der Weisen, JK Rowling
10. Die Päpstin, Donna W. Cross
11.Tintenherz, Cornelia Funke
12. Feuer und Stein, Diana Gabaldon
13. Das Geisterhaus, Isabel Allende
14. Der Vorleser, Bernhard Schlink
15. Faust. Der Tragödie erster Teil, Johann Wolfgang von Goethe
16. Der Schatten des Windes, Carlos Ruiz Zafón
17.Stolz und Vorurteil, Jane Austen
18. Der Name der Rose, Umberto Eco
19. Illuminati, Dan Brown
20. Effi Briest, Theodor Fontane
21. Harry Potter und der Orden des Phönix, JK Rowling
22. Der Zauberberg, Thomas Mann
23. Vom Winde verweht, Margaret Mitchell
24. Siddharta, Hermann Hesse
25. Die Entdeckung des Himmels, Harry Mulisch
26. Die unendliche Geschichte, Michael Ende
27. Das verborgene Wort, Ulla Hahn
28. Die Asche meiner Mutter, Frank McCourt
29. Narziss und Goldmund, Hermann Hesse
30. Die Nebel von Avalon, Marion Zimmer Bradley
31. Deutschstunde, Siegfried Lenz
32. Die Glut, Sándor Márai
33. Homo faber, Max Frisch
34. Die Entdeckung der Langsamkeit, Sten Nadolny
35. Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins, Milan Kundera
36. Hundert Jahre Einsamkeit, Gabriel Garcia Márquez
37. Owen Meany, John Irving
38. Sofies Welt, Jostein Gaarder
39. Per Anhalter durch die Galaxis, Douglas Adams
40. Die Wand, Marlen Haushofer
41. Gottes Werk und Teufels Beitrag, John Irving
42. Die Liebe in den Zeiten der Cholera, Gabriel Garcia Márquez
43. Der Stechlin, Theodor Fontane
44. Der Steppenwolf, Hermann Hesse
45. Wer die Nachtigall stört, Harper Lee
46. Joseph und seine Brüder, Thomas Mann
47. Der Laden, Erwin Strittmatter
48. Die Blechtrommel, Günter Grass
49. Im Westen nichts Neues, Erich Maria Remarque
50. Der Schwarm, Frank Schätzing
51. Wie ein einziger Tag, Nicholas Sparks
52. Harry Potter und der Gefangene von Askaban, JK Rowling
53. Momo, Michael Ende
54. Jahrestage, Uwe Johnson
55. Traumfänger, Marlo Morgan
56. Der Fänger im Roggen, Jerome David Salinger
57. Sakrileg, Dan Brown
58. Krabat, Otfried Preußler
59. Pippi Langstrumpf, Astrid Lindgren
60. Wüstenblume, Waris Dirie Will
61. Geh, wohin dein Herz dich trägt, Susanna Tamaro
62. Hannas Töchter, Marianne Fredriksson
63. Mittsommermord, Henning Mankell
64. Die Rückkehr des Tanzlehrers, Henning Mankell
65. Das Hotel New Hampshire, John Irving
66.Krieg und Frieden, Leo N. Tolstoi
67. Das Glasperlenspiel, Hermann Hesse
68. Die Muschelsucher, Rosamunde Pilcher
69. Harry Potter und der Feuerkelch, JK Rowling
70. Tagebuch, Anne Frank
71. Salz auf unserer Haut, Benoîte Groult
72. Jauche und Levkojen , Christine Brückner
73. Die Korrekturen, Jonathan Franzen
74. Die weiße Massai, Corinne Hofmann
75. Was ich liebte, Siri Hustvedt
76. Die dreizehn Leben des Käpt’n Blaubär, Walter Moers
77. Das Lächeln der Fortuna, Rebecca Gablé
78. Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran, Eric-Emmanuel Schmitt
79. Winnetou, Karl May
80. Désirée, Annemarie Selinko
81. Nirgendwo in Afrika, Stefanie Zweig
82. Garp und wie er die Welt sah, John Irving
83. Die Sturmhöhe, Emily Brontë
84. P.S. Ich liebe Dich, Cecilia Ahern
85. 1984, George Orwell
86. Mondscheintarif, Ildiko von Kürthy
87. Paula, Isabel Allende
88. Solange du da bist, Marc Levy
89. Es muss nicht immer Kaviar sein, Johanns Mario Simmel
90. Veronika beschließt zu sterben, Paulo Coelho
91. Der Chronist der Winde, Henning Mankell
92. Der Meister und Margarita, Michail Bulgakow
93. Schachnovelle, Stefan Zweig
94. Tadellöser & Wolff, Walter Kempowski
95. Anna Karenina, Leo N. Tolstoi
96. Schuld und Sühne, Fjodor Dostojewski
97. Der Graf von Monte Christo, Alexandre Dumas
98. Der Puppenspieler, Tanja Kinkel
99. Jane Eyre, Charlotte Brontë
100. Rote Sonne, schwarzes Land, Barbara Wood

Was haltet ihr von dieser Liste? Gibt es Bücher, die in euren Augen dringend noch mit drauf müssten? Oder Bücher, welche ihr ganz schlimm findet und nicht versteht, wieso sie drauf sind?

Ich bin gespannt!