James Patterson: Das 10. Gebot (Rezension)

Angriffe auf Frauen und ein verschwundenes Baby

Inhalt

Mit nichts als einem neongrünen Plastikumhang bekleidet stolperte das Mädchen eine dunkle Strasse entlang. Sie hatte Todesangst und grässliche Schmerzen, Krämpfe, die wie ständig wiederkehrende Schläge auf ihre Eingeweide einprasselten und immer schlimmer wurden.

Patterson10Lindsay Boxer hat endlich geheiratet, doch schon bald holt sie der grausame Alltag wieder ein: Ein junges Mädchen irrt blutüberströmt durch die Strassen, sie hat gerade entbunden und ihr Baby ist verschwunden. Sie kann sich an nichts erinnern. Zur gleichen Zeit häufen sich auch Fälle von Angriffen auf Frauen, welche vergewaltigt und halb bewusstlos liegengelassen werden.

Wird Lindsay das Baby noch lebend finden? Wer ist überhaupt der Vater und was ist mit dem Mädchen wirklich passiert? Hängt der Fall mit den Vergewaltigungen zusammen? Die Polizei tappt im Dunkeln und hat auch genügend andere offene Fälle, so dass Lindsays Chef wenig erfreut ist, dass Lindsay einem eigentlich abgeschlossenen Fall nachforscht und damit auch noch Yuki, ihrer Freundin und stellvertretenden Bezirksstaatsanwältin in die Quere kommt, die neuerdings die Freundin desselben Chefs ist.

Beurteilung
Es geht mal wieder hoch her beim Women’s Murder Club. Der zehnte Fall ist an Spannung kaum zu überbieten, die gewohnt kurzen Kapitel erhöhen noch zusätzlich das Tempo, so dass man kaum zum atmen kommt während des Lesens – von weglegen ganz zu schweigen.

Patterson hält den Spannungsbogen geschickt hoch durch die Wechsel zwischen den Fällen, die geschickt gesetzten Cliffhanger ziehen den Leser förmlich durch die Geschichte. Die privaten Geschichten der vier Frauen entwickeln sich kontinuierlich weiter, so dass ein roter Faden durch die ganze Reihe ersichtlich ist. Trotzdem ist auch dieser Fall unabhängig von den anderen 9 Fällen gut zu lesen und zu verstehen.

Fazit:
Ein Pageturner durch und durch: Geschickt gesetzte Cliffhanger in einem tempo- und spannungsreichen Thriller. Absolute Leseempfehlung.

Der Autor
James Patterson, geboren 1947, sagt von sich selbst: „Ich bin schnell. Ich bin ein Ja-Nein-Typ, ich hasse Vielleichts.“ Und er ist tatsächlich so schnell, dass er an mehreren Romanen gleichzeitig arbeitet und pro Jahr mitunter fünf Titel auf Platz 1 der Bestsellerlisten landet. Begonnen hat seine Karriere, als er mit 27 Jahren den „Edgar Allan Poe Award“ für seinen ersten Roman „Die Toten wissen gar nichts“ bekam. Seitdem arbeitet er pausenlos an den Thrillern der „Alex-Cross“-Reihe oder schreibt über Detektiv Lindsay Boxer und den „Women’s Murder Club“ (siehe auch Der 1. Mord, Die 2. Chance, Der 3. Grad, Die 4. Frau, Die 5. Plage, Die 6. Geisel, Die 7 Sünden, Das 8. Geständnis, Das 9. Urteil, Das 10. Gebot, Die 11. Stunde und Die Tote Nr. 12). Hinzu kommen weitere Romane sowie Sach- und Kinderbücher. Patterson hat Englische Literatur studiert und war einige Jahre Chef einer Werbeagentur. Heute lebt er mit seiner Familie in Palm Beach City, Florida.

Angaben zum Buch:
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Blanvalet Verlag (9. Mai 2014)
Übersetzung: Leo Strohm
ISBN-Nr: 978-3442383597
Preis: EUR 8.99 / CHF 13.90
Zu kaufen in Ihrer Buchhandlung vor Ort oder online u.a. bei AMAZON.DE und BOOKS.CH

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