Gestutzte Flügel

Eingeschlossen in den selbstgewählten
Käfig, der so golden glänzt im Licht,
sitzt im Dunkel müdgeworden, einsam
sucht sie durch der Stäbe Ritzen, nach

ersehnter Freiheit, nach dem glitzernd Hellen,
welches draussen schillernd leuchtet, und sich
in den Stäben bricht. Sie umschliessen, und es
dringt kein Funke durch der Stäbe Dicht.

Abgestumpfter Seele Trauer, tief im
Herzen brennt. Es gibt rein nichts, das sie noch
freut,  es gibt rein nichts, das sie noch hält.

Dann und wann ein leises Zucken, dringt durch
Sie, durch Mark und Bein. Es schiesst zum Herzen,
schläft ermattet da dann wieder ein.

©Sandra von Siebenthal

3 Kommentare zu „Gestutzte Flügel

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