Dankbarkeit

Ich wurde kürzlich gefragt, was ich im und vom Jahr 2015 erwarte. Ich habe überlegt und musste sagen:

Ich wünsche mir, dass alles genauso bleibt, wie es ist. Damit wäre ich glücklich.

Ich habe sehr viel, für das ich dankbar bin. Das Jahr 2014 war nicht nur einfach, es hatte viele Hochs und Tiefs, viele schwierige Situationen. Einiges ging zu Ende, einiges fing neu an, manches schien kaputt und war nachher schöner als je zuvor. Das Leben ging seinen Lauf und es ging ihn gut. Nun, am Ende des Jahres, blicke ich auf mein Leben, wie es heute ist und ich kann nur sagen: Es ist wundervoll.

Wofür ich dankbar bin?

  • Für meine wunderbare Familie, die mein Hafen ist
  • Für meine Eltern, auf die ich seit bald 42 Jahren zählen kann
  • Dass ich wunderbare Freunde habe, auf die ich bauen kann und die mir wichtig sind
  • Dass wir alle gesund sind
  • Dass ich beruflich das machen darf, was ich liebe – im 2015 erst recht
  • Dass ich ein Zuhause habe, in dem ich mich wohl fühle
  • Dass ich genug Zeit habe, auch meine Leidenschaft (Bücher) zu pflegen
  • Dass ich überhaupt eine solche Leidenschaft habe
  • Dass wir in einem wunderschönen und im Vergleich sicheren Land wohnen
  • Dass ich ein eigenes Zimmer habe
  • Dass ich klar denken kann
  • Dass ich meine Meinung frei äussern darf – und kann
  • Dass ich auch schweigen kann – und darf
  • Dass ich die Ausbildungen machen konnte, die ich wollte
  • Dass ich neue Ausbildungen machen darf und werde
  • Dass es immer wieder weiter geht
  • Dass ich lachen kann, bis mir die Tränen kommen
  • Dass ich Menschen habe, die mit mir lachen
  • Dass ich weinen kann
  • Dass ich Menschen habe, die mit mir weinen
  • Dass ich Menschen habe, die mir Taschentücher reichen
  • Dass immer helfende Engel da waren, wenn ich sie brauchte
  • Dass ich nicht alles nennen kann, weil es zu viel ist

Das Jahr 2015 steht vor der Tür. Es bringt neue Herausforderungen für mich, auf die ich mich freue. Der Blog hier wird weiter bestehen, ich bin dankbar dafür, dass er sich entwickelt, wie er es tut. Ich bin dankbar dafür, dass da draussen Menschen sitzen, die ihn lesen, die ab und an ihre Gedanken zu meinem Schreiben teilen. Ohne euch wäre der Blog nicht, was er ist. Drum an dieser Stelle ein ganz grosses Danke. Fürs neue Jahr wünsche euch alles nur erdenklich Gute, möge auch in eurem Leben ganz viel sein, wofür ihr dankbar seid. Manchmal muss man es nur sehen.

9 Comments

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  1. Jetzt mal die ganze Übung anders rum und benennen, was alles schlecht war:-) im ernst: vielleicht kann man so lernen, dinge abzustellen? Jedenfalls scheinst du keinen groll zu hegen, auch nicht auf dich und das finde ich gut.
    Alles gute fuer 2015

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    • Groll bringt nichts. Jeder Mensch macht Fehler, auch ich machte sicher welche. Ich kann hinschauen, sie erkennen, kann versuchen, es künftig anders und besser zu machen. Das Jahr 2014 war kein einfaches Jahr. Ich sagte kürzlich zu meinen Eltern, es sei wohl das schlimmste gewesen, das ich je erlebt habe (vor allem die erste Hälfte). Aber das ist nur eine Seite. Es gab auch ganz viele ganz tolle Seiten. Wir neigen oft dazu, den schlechten Dingen viel Gewicht zu geben, dabei die anderen gering zu schätzen. Das las ich gerade wieder bei Pema Chödrön und musste ihr recht geben. Und heute, als ich gefragt wurde, was ich mir für 2015 wünsche, kam meine Antwort wirklich aus ganzem Herzen: Es ist gut, wie es heute ist. Würde es so bleiben, wäre ich glücklich. Denn es ist schon ganz schön viel, wofür ich dankbar sein kann.

      Ich wünsche auch dir alles Gute für 2015. Danke für deine immer sehr durchdachten, weiterführenden Kommentare. Sie regen mich oft zum nachdenken an, bringen neue Facetten, neue Blickwinkel. Dafür bin ich dankbar!

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  2. Und dass all das Gute, das Erfreuliche nach Deinem Sinne weitergeht, das wünsche ich Dir, liebe Sandra, aus tiefstem Herzen.
    Und ich finde es gut, das Negative zwar nicht zu übersehen, wenn möglich gewisse Lehren daraus zu ziehen, aber nicht durch ständiges Auflisten höher zu heben, als es dessen wert ist. Man soll die Vergangenheut auch mal ruhen lassen, sich der Gestaltung und dem Genuss der Gegenwart widmen können.
    Othmar

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