„Glück ist Liebe, nichts anderes. Wer lieben kann, ist glücklich.“ (Hermann Hesse)

Wir Menschen streben nach Liebe. Von klein an sind wir auf Liebe angewiesen, ungeliebte Kinder verkümmern – und ebenso tun es Erwachsene. Oft schränken wir Liebe zu sehr ein, denken nur an eine Partnerschaft, wenn wir an Liebe denken und sehen uns als leidend, weil wir keine Liebe erfahrung durch den fehlenden Partner.

Liebe geht viel weiter. Liebe ist nicht auf ein Objekt beschränkt, sondern eine Grundhaltung, die aus einem offenen und mitfühlenden Herzen entspringt und auf das Leben und die lebenden Wesen bezieht – eingeschlossen uns selber.

Stell dir am Ende eines Tages mal die Frage: Bin ich heute lieb mit mir umgegangen? Und lasse den Tag Revue passieren. Wie oft warst du unzufrieden mit dir? Wie oft hast du dich innerlich kritisiert, hast geschimpft und gehadert? Oft schon wegen Kleinigkeiten.

Wir können keinen Partner herbeizaubern, aber wir können uns selber liebevoll behandeln. Und wenn uns das gelingt, können wir aus diesem liebenden Herz heraus unsere Liebe auf andere Wesen ausdehnen. Und wenn dieses ganze Herz von Liebe erfüllt ist, wird sich das Glück einstellen. Wie von selber.

wo du wohl bist
so weg von hier?
was du wohl tust
so weit von mir?
was du wohl siehst
am neuen ort?
was er dir ist?
ein neuer hort?

was ich wohl bin
in deiner welt?
ob was du siehst,
dir auch gefällt?
ich sitze hier,
in unsrer welt,
aus der du bist
lang abbestellt.

warst einfach weg,
ein keiner frug.
warst einfach weg,
fast ein betrug.
der mir dich nahm,
so unverhofft,
doch weiss man wohl,
dass dies kommt oft.

ich schaue hoch,
zum Himmelszelt,
ich schaue hoch
in deine welt,
sie scheint so fern,
doch du bist da,
im aussen weg,
im herzen nah.

©Sandra Matteotti

Ich denk an dich und sehne mich
Nach deinem Blick und deiner Nähe.
Bist du auch stur und unbeugsam,
bringst mich so oft um den Verstand,
die Liebe wiegt die Schwächen auf
und Eigensinn ist Wesenskern.

Was bleibt ist echt, was zählt ist Wert,
und meine Liebe, du mein Herz,
ist gross und warm und tief.
Ich danke dir für uns’re Zeit
und schreib dir dies Gedicht.

©Sandra Matteotti

dass ich dich liebe
ist die frage nicht
es ist ganz schlicht
was aus mir spricht
alles durchdringt
und dann da bleibt
und sich einschreibt
in haut und haar
und die geschicht
die nun wir zwei
zum leben bringen
und dabei auch
manchmal ringen
um ein wort
und für so vieles
für ein wir
und gegen ziele
die mit pfeilen
wir getroffen
da wo es grad
schwächen gab
allein es konnte nur
der eine treffen
der ganz tief auch
sonst eindringt
das bist schlicht du
ansonsten keiner
bist nur du
ich liebe dich

©Sandra Matteotti

You are my day –
you make me live,
You are my air –
you make me breathe.
You are my night –
you make me dream,
You are my sun –
you make me gleam.
You are my light –
you make me see,
You are my life –
you make me be !

©Sandra Matteotti

Hand in Hand
begehen wir
die Welt
auf allen Strassen.

Herz und Hirn
vereinen sich
und schlagen dann
den gleichen Takt.

Und holpert es
doch dann und wann,
dann wissen wir
das Eine:

Auf jedes Tief
folgt bald ein Hoch,
und jeder Schritt
bringt uns ans Ziel.

So gehen wir
den Lebensweg
und wachsen ständig
neu daran:

Wir stehen näher,
steigen höher,
lieben tiefer,
blühen auf.

@Sandra Matteotti

20. 03. 2019

Ab und an möchte ich
in die Welt raus schreien,
möchte es allen sagen,
möchte schlicht danke sagen,
dass es dich gibt.

Ich möchte laut Lieder singen,
und durch Zimmer springen,
möchte Tänze tanzen,
und vor Glück zerspringen,
weil es dich gibt.

Ab und an möchte ich
auch mal im Stillen
in mich gehen,
und dann dich da sehen,
weil es dich gibt.

Ich möchte Träume träumen,
und Verse reimen,
möchte Bilder malen,
und für mich zelebrieren,
dass es dich gibt

©Sandra Matteotti