Liebster Award

Nun hat es mich also erwischt. Ich wurde nominiert. Ich muss Fragen beantworten. Ich überleg ja immer noch, wie genau der Award gemeint ist. So, wie er da steht, wäre es der liebste Award – ob es auch weniger liebe gibt? So die Unholde unter den Awarden? Oder ist es ein Award für den Liebsten (hier Blog)? Dann würde da aber ein Bindestrich fehlen. Ich ignoriere das aber nun absichtlich und werde auch nicht drüber schreiben, da ich ja nicht gefragt wurde – hier geht es nur um Fragen. 😉

Nominiert hat mich die liebe Bettina: HIER

    1. Seit wann bloggst Du?

Laaaaaange – ich habe keine Ahnung

      1. Was sind Deine Stärken?

Ich habe Mühe mit eigenen Stärken. Sie zu benennen fällt mir eher schwer, da ich mich dann irgendwie überheblich fühle. Aber wenn ich denn muss: Ich denke, ich kann ziemlich klar und schnell denken, ich habe ein Herz für Menschen, man kann auf mich bauen, wenn man mich braucht.

      1. Welche Farben magst Du am Liebsten?

Türkis und Blautöne. Ausser in kurzen Phasen, wo ich rosa schön finde. Die gehen aber schnell vorbei. Und dann mag ich rosa nicht mehr, nur noch Blautöne. Also eigentlich mag ich ja alle Farben irgendwie… aber wenn…

      1. Wie findest Du Deine innere Mitte am besten?

Das ist aber keine ernsthafte Frage, oder? Yoga, what else?

      1. Was ist für Dich widerstrebend, welcher Typ von Mensch?

Menschen, die ständig nur sich und ihren Profit sehen.

      1. Hast Du Lieblingsmaler, wenn ja, welche?

Schwere Frage. Ich bewundere Picasso für seine Schaffenskraft, für seine Neugier, für seine immense Kreativität und Hingabe an die Kunst. Wenn es darum geht, wessen Bilder mir wirklich sehr gefallen (das tun Picassos natürlich auch), wäre es Franz Marc.

      1. Wenn man Dir einen großen Herzenswunsch erfüllen könnte, was wäre das?

Den gibt es ganz klar – und es wäre kein Wunsch für mich. Welcher es wäre, möchte ich hier aber nicht öffentlich schreiben.

      1. Kaffee – Tee? Pasta – Kartoffeln? Wein – Bier? Vegan/vegetarisch/Fleisch?

Kaffee und Tee, Pasta, Wein, nie konsequent vegan, ab und an schon, vegetarisch ok, Fleisch… lange Jahre nicht, dann wieder, aktuell grad nicht.

      1. Auf welchen SocialMedia bist Du? (Facebook, Twitter, LinkedIN, Instagram, …)

Auf allen hier genannten, nicht auf allen sehr aktiv.

      1. Was sind Deine Schwächen, wo kannst Du am wenigsten widerstehen?

Ich kann schlecht nein sagen. Und: Ich habe immer das Gefühl, mich beweisen zu müssen.

      1. Wie haben wir uns gefunden und weißt Du noch wann?

Über WordPress. Und ich bin so froh drüber.

      • Und hier die Regeln zum Mitmachen:

1. Danke der Person, die dich für den Liebster Award nominiert hat und verlinke den Blog in deinem Artikel. 
2. Beantworte die 11 Fragen, die dir der Blogger, der dich nominiert hat, stellt. 
3. Nominiere 3 (bis 11) weitere Blogger für den Liebster Award. 
4. Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für deine nominierten Blogger zusammen. 
5. Schreibe diese Regeln in deinen Liebster-Award-Blog-Artikel. 
6. Informiere deine nominierten Blogger über den Blog-Artikel

Ich werde niemanden nominieren. Ich würde mich aber freuen, wenn ich die einen oder anderen Antworten lesen könnte. Das wären die Fragen:

      1. Was ist für dich die höchste Tugend?
      2. Was ist Liebe?
      3. Stadt oder Land? Und wieso?
      4. Buch oder Film zuerst?
      5. Hund oder Katze?
      6. Schaust du Serien? Wenn ja, welche und wieso?
      7. Berge oder Meer?
      8. Wenn du die Protagonistin/der Protagonist eines Märchens wärst, welches wäre es?
      9. Hast du ein Lieblingstier? Wieso?
      • Können wir frei entscheiden, was wir wollen, oder sind wir von unserer Vergangenheit, Erziehung, den Genen gar geprägt?
      • Wird wohl jemand die Fragen beantworten, wenn er nicht durch eine Nomination genötigt wurde?

Fragen über Fragen….

Lüge oder Wahheit?

 

„Immer die Wahrheit, keine Lügen. Unter keinen Umständen.“

Diesen Spruch hörte ich grad in einer eigentlich sehr seichten Liebesschnulze. Aber ja, das wäre mein Wunsch zum Glück. Ich mag keine Lügen. Egal wie schwer die Wahrheit auch sein mag. Eine Lüge wiegt schwerer.

Thomas Mann sagte mal:

Eine schmerzliche Wahrheit ist besser als eine Lüge.

Das ist genau mein Motto. Bei der Wahrheit habe ich die Wahl, mich zu entscheiden. Und selbst wenn sie mich im ersten Moment wütend macht, traue ich mir zu, am Schluss in Ruhe den richtigen Schluss zu ziehen. Wenn mich aber wer belügt, weil a) den Ausbruch fürchtet und mir b) die sachliche Analyse nicht zutraut – dann ist es zwischen uns nicht weit her.

Wer mich belügt zweifelt meine Denkfähigkeit an (und da reagiere ich sehr heikel) und er stellt sich über mich – indem er mir nicht die Chance gibt, selber Stellung zu einer Realität zu beziehen, von der er weiss.

Wieso lügen wir? Sind Lügen wirklich je sinnvoll? Ich denke nicht. Ich bin gespannt, was ihr denkt!

Lebenswege

Hier sitze ich und schaue zurück. Auf mein Leben, auf den Weg, den ich gegangen bin. Er war wohl nicht das, was man einen linearen Weg nennen würde. Ich wusste nicht mit 4, dass ich Ärztin werden wollte, wurde es und bin seit da glücklich als solche.

Ich habe ursprünglich bei der Veterinär-Medizin immatrikuliert, dann Juristerei begonnen und schlussendlich in Germanistik den Master gemacht. In Philosophie habe ich schlussendlich promoviert, wanderte aber schon da zum Yoga ab. Vor allem mit dem Herzen, der Rest blieb noch ein wenig in der westlichen Wissenschaft. Danach wurde es unruhiger. Ich hatte viele Interessen und wohl auch Talente, probierte sie aus, legte mal die Schwerpunkte auf das eine, dann auf das andere – oft auch gesteuert durch äussere Gründe wie Verletzungen, notwendige Einkünfte, aber auch Inspirationen, Euphorien – und so vieles mehr.

Ich bin nicht kreuz und quer durch die Landschaft der Möglichkeiten gegangen, kam auch immer wieder zu den bald mal gefundenen Verdächtigen zurück (und habe immer bei allem das, was ich von den anderen Bereichen gelernt habe, integriert). Von aussen muss es wohl so ausgesehen haben, als sei da eine, die wild von einer Blume zur andern fliegt, ein Schmetterling, der Nektar sucht.

Das Bild trifft es aber doch gut. Ich suchte Nektar. Ich suchte neue Impulse, um meinen Weg zu dem zu machen, was er sein soll: Meiner. Da sollte alles Platz haben, es sollte ein Ganzes geben, nicht viele Einzelteile, bei denen ich mich für eines entscheiden muss. Und ich denke, das ist mir gelungen. Ich fühle mich heute an einem Punkt, wo ich sagen kann: Das ist mein Weg, den will ich gehen. Und ich habe ganz viel im Rucksack, das den Weg bunt macht, das den Weg spannend macht, was ihn auch kreativ macht.

Solche bunten Wege sind nicht immer einfach zu gehen. Sie werden umso schwerer, weil sie von vielen nicht verstanden werden. Und wir alle möchten verstanden sein, denn nur dann fühlen wir uns dazugehörig. Ich habe vor langer Zeit mal die Geschichte vom Schmetterling und vom Maulwurf hier reingestellt. Sie ist und bleibt wohl meine Lebensgeschichte. Dabei möchte ich nicht werten, ob nun der Schmetterling oder der Maulwurf das bessere Leben führt, beide führen das für sie richtige – so hoffe ich. Schwierig wird es, wenn einer das Leben des anderen leben will oder aber man sich durch die Bewertung von jemandem, der ein anderes Leben fühlt, in seinem Leben falsch fühlt.

Wer kennt nicht die Aussage

Jeder soll nach seiner Façon selig werden.

Man schreibt sie dem preussischen König Friedrich II. zu. Das sollte sich jeder Mensch immer wieder sagen – und auch fragen: Was ist meine Façon? Und: Wenn man wieder mal dahin gehen will und die Wege anderer kritisieren, könnte man sich an Voltaire erinnern, der sagte:

Was ist das: Toleranz? Es ist die schönste Gabe der Menschlichkeit. Wir sind alle voller Schwächen und Irrtümer; vergeben wir uns also gegenseitig unsere Torheiten. Das ist das erste Gebot der Natur.

Und eigentlich könnte man dann alle reden lassen. Und man könnte einfach nur denken:
Du hast nichts begriffen. Wie sagte der Dalai Lama so schön:

Kriege entstehen aus dem Scheitern, das Menschsein der Anderen zu verstehen.

Gustav Klimt. Sämtliche Gemälde (Rezension)

KlimtEs ist wohl nicht zu viel gesagt, wenn man behauptet, dass wohl jeder schon mal ein Bild von Gustav Klimt gesehen hat. Vor allem seine ganz berühmten Werke wie „Der Kuss“ oder „Adele Bloch-Bauer“, über welches auch ein sehr empfehlenswerter Film gedreht wurde (Die goldene Frau) sind noch heute sehr präsent. Klimt (14. Juli 1862 – 6. Februar 1918) war schon zu Lebzeiten bekannt, er genoss grosses Ansehen, vor allem auch bei anderen Künstlern (einer von Klimts grossen Verehrern war übrigens Egon Schiele, welcher in seiner Direktheit, den Finger auf die Tabus der Gesellschaft zu legen, noch über Klimt hinauswuchs.). Mit seinen oft provokativen und auch erotischen Bildern ebnete er den Weg in die Avantgarde, brachte er neuen Wind in die Wiener Malerei. Noch heute gilt er als bekanntester Vertreter des Wiener Jugendstils.

Der vorliegende Bildband präsentiert die Gemälde Gustav Klimts, angefangen bei der frühen Salonmalerei über die Frauenporträts bis hin zu den Landschaften der späteren Jahre. Auch dem landläufig weniger bekannten zeichnerischen Werk wird Rechnung getragen. Die sehr informativen und kompetenten Begleittexte helfen, die Bilder, ihre Entstehung und Wirkung zu verstehen, sie liefern Detailwissen und schärfen den Blick auf das grossartige Werk dieses Künstlers.

Das Buch ist die etwas verkleinerte Version eines früheren Buches, welches damals 150 Euro kostete. Klein ist es aber immer noch nicht mit fast 26 cm Breite, 35 cm Höhe und 5 cm Dicke, was auch gewichtsmässig im wahrsten Sinne des Wortes zu Buche schlägt. Der Kraftakt lohnt sich aber: Eine überzeugende Gestaltung, ein sehr ansprechendes Layout und fantastische Reproduktionen machen das Buch zu einem wahren Kunstwerk.

Fazit
Ein grossartiges, tiefgründiges und sehr hochwertig gestaltetes Buch, das die Bilder des grossartigen Künstlers Gustav Klimt wunderbar präsentiert. Absolut empfehlenswert.

Zum Herausgeber:
Tobias G. Natter ist ein international geschätzter Fachmann für die Kunst in Wien um 1900. Er war lange Zeit an der Österreichischen Galerie Belvedere in Wien tätig, zuletzt als Chefkurator. Zudem arbeitete er als Gastkurator an der Tate Liverpool, der Neuen Galerie New York, der Hamburger Kunsthalle, der Schirn in Frankfurt am Main und dem Jüdischen Museum Wien. Von 2006 bis 2011 leitete er das Vorarlberger Landesmuseum in Bregenz und war von 2011 bis 2013 Direktor des Wiener Leopold Museums. Im Jahr 2014 gründete er das Unternehmen Natter Fine Arts, das sich auf die Schätzung von Kunstwerken und die Entwicklung von Ausstellungen spezialisiert hat. Bei TASCHEN sind von ihm Gustav Klimt. Sämtliche Gemälde, Kunst für alle. Der Farbholzschnitt in Wien um 1900 und Egon Schiele. Sämtliche Gemälde 1909-1918 erschienen.

Angaben zum Buch:
Gebundene Ausgabe: 604 Seiten
Verlag: Taschen Verlag (24. November 2017)
Herausgeber: Tobias G. Natter
ISBN: 978-3836566599
Preis: EUR: 50 ; CHF 68
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