Die Fotoschule in Bildern
Warum denn in die Ferne schweifen…? Der Garten vor der Haustür oder der Schrebergarten – und mag er noch so klein sein – ist nicht nur ein bequemes, sondern oft auch ein überaus lohnendes fotografisches Jagdrevier.
Mit dieser Einleitung fängt das erste Kapitel des vorliegenden Fotokurses für Makrofotografie an. Es folgen einzelne Bilder von den drei Autoren, zu jedem Bild plaudert der jeweilige Fotograf aus dem Nähkästchen, erzählt, wie er auf das Motiv stiess und was er dabei beachten musste, um es genau so abzubilden.
Die einzelnen Kapitel lauten wie folgt:
- Im eigenen Garten
- Auf der Wiese
- Im Wald
- Am und im Wasser
- Im Schmetterlingshaus
- In den Morgenstunden
- In der Abenddämmerung
- Makromotive im Winter
- Im Heimstudio
Zwischendurch gibt es immer wieder Exkurse, die sich ausgewählten Themen widmen wie Bildkomosition, fotografische Grundlagen, Bildbearbeitung und andere mehr.
Dieses Vorgehen mag den Leser irritieren, er vermisst vielleicht sogar den ansonsten typischen Lehrgangsaufbau, welcher vom Material über technische Grundlagen geht und – wenn über
haupt – am Schluss noch praktische Übungen anhängt. Es lohnt sich aber, diesem ungewöhnlichen Ansatz eine Chance zu geben, denn erstens liest es sich sehr locker, zweitens erfährt man dabei ganz viel auf unterhaltsame Weise, das vielleicht in Theoriefluten untergegangen wäre, und drittens sieht man, wie unterschiedliche Fotografen mit unterschiedlichem Werkzeug, Blick und Anspruch unterschiedlich auf ihr Objekt zugehen. Zudem ist es interessant zu sehen, wie ein Foto mit gewissen Einstellungen aussieht, da man so ganz genau die einzelnen Einstellungen nachvollziehen kann und sieht, welche Effekte sie nach sich ziehen.
Was sicher wichtig ist für dieses Buch, sind Grundkenntnisse über die wichtigsten Begriffe in der Fotografie (Blende, Verlusszeit, ISO-Wert, Weissabgleich, Belichtung, Brennweite, Schärfentiefe, etc.), da man ansonsten wenig versteht. Zwar sind im Exkurs „Fotografische Grundlagen“ Blende, Belichtungszeit und ISO-Wert kurz beschrieben, mehr Kenntnisse sind aber sicher besser. Auch vom Exkurs über die Bildbearbeitung sollte man sich nicht zu viel versprechen, er ist eher rudimentär und zeigt eher die Haltung der einzelnen Fotografen zum Thema Bildbearbeitung als eine praktische Anleitung. Dies allerdings nur als Hinweis, damit keine falschen Erwartungen an das Buch gestellt werden, denn weder die Grundkenntnisse noch die Bildbearbeitung sind eigentlich Thema dieses Buches und somit ist dieser Abschnitt auch nicht als Kritik zu verstehen.
Alles in allem besticht diese „Fotoschule in Bildern“ durch eine hochwertige Aufmachung, ansprechendes Layout, wunderschöne Bilder und kompetent und lesbar geschriebene Texte.
Fazit:
Eine informative, unterhaltsam zu lesende und hochwertig gestaltete Einführung in die Makrofotografie. Sehr empfehlenswert!
Die Autoren
Eileen Hafke fotografiert seit 2008. Zur Fotografie und gleichzeitig auch zur Makrofotografie kam sie durch den Kunstunterricht in der 12. Klasse. Ihr Schwerpunkt in der Fotografie befindet sich in der künstlerischen Umsetzung von natürlichen Motiven. Sie hat schon verschiedene Gastbeiträge für diverse Internetseiten für Makrofotografen (wie beispielsweise www.makro-treff.de) verfasst. Eileen Hafke ist gelernte Diplom-Juristin.
Manfred Huszar fotografiert seit 23 Jahren. Hauptberuflich arbeitet er in einem Weiterbildungsinstitut; hier war er auch Lehrgangsleiter für den Fachbereich »Berufsfotografie«. Er ist Autor des Fotografieblogs www.zoomyboy.com und hält Makro-Workshops für die LIK Akademie ab.
Sandra Malz ist Autodidaktin und hat sich in den letzten Jahren ein umfangreiches Wissen über die Makrofotografie angeeignet. Ihr fotografischer Schwerpunkt liegt auf der Makro-Tierwelt. Ihre Motive findet sie hauptsächlich direkt vor ihrer Haustür in der Lüneburger Heide. Wenn es die Zeit zulässt, gibt sie ihr Wissen auch in Makro-Workshops weiter. Hauptberuflich arbeitet sie als Hörgeräteakustikerin.
Angaben zum Buch:
Taschenbuch: 330 Seiten
Verlag: Rheinwerk Verlag (27. Dezember 2016 )
ISBN-Nr: 978-3836242844
Preis: EUR 34.90 / CHF 47.90
Zu kaufen in Ihrer Buchhandlung vor Ort oder online u.a. bei AMAZON.DE und BOOKS.CH
Es gibt eigentlich keine Regeln, was in ein Skizzenbuch gehört, das kann von der Tasse Kaffee vor einem über einzelne Bäume und Blumen bis hin zu ganzen Landschaften alles sein. Es muss auch nicht beim Zeichnen bleiben, ergänzende Notizen können dazu beitragen, beim Wiederbetrachten den gezeichneten Moment noch genauer wieder vor Augen zu führen.
Wer hat nicht schon versucht, das eigene Haustier zu fotografieren, während dieses sich gar nicht modellike verhielt und sich meist just dann bewegte, wenn man den Auslöser drückte? Entstanden sind dann oft Fotos mit Katzen, die aus dem Bild laufen oder verwackelte Hundeköpfe. Damit ist nun Schluss.
Im vorliegenden Buch nehmen drei Tierfotografen den Leser mit auf eine Reise durch die Tierfotografie. Sie erklären anhand eigener Fotos, wie es zu den Aufnahmen kam und worauf man achten muss, um ein gutes Bild zu erhalten. Dabei erfährt man, dass es nicht immer nur auf das Hauptmotiv – das Tier – ankommt, sondern auch die Umgebung wichtig ist. Man lernt, dass manchmal eine kleine Änderung der Perspektive eine grosse Auswirkung auf das Gelingen haben kann oder wie man Licht gezielt einsetzt, um Wirkung zu erzielen.
Wer Fotoschulen kennt, die mit viel technischen Begriffen daherkommen und am Schluss ein paar Übungen anhängen, der mag zuerst irritiert sein. Aber: Es lohnt sich, diesem ungewöhnlichen Ansatz eine Chance zu geben, denn erstens liest es sich sehr locker, zweitens erfährt man dabei ganz viel auf unterhaltsame Weise, das vielleicht in Theoriefluten untergegangen wäre, und drittens sieht man, wie unterschiedliche Fotografen mit unterschiedlichem Werkzeug, Blick und Anspruch unterschiedlich auf ihr Objekt zugehen. Zudem ist es interessant zu sehen, wie ein Foto mit gewissen Einstellungen aussieht, da man so ganz genau die einzelnen Einstellungen nachvollziehen kann und sieht, welche Effekte sie nach sich ziehen.
Mit diesem Versprechen leitet Dietmar Spehr seine Einführung in die digitale Fotografie ein. Wer dabei nur Bahnhof versteht, weil er keine Ahnung hat, was eine Blende oder Belichtungszeit ist, der hat das richtige Buch in den Händen, denn der Autor hält, was er verspricht.
Wer möchte nicht auch gut zeichnen können und sagt sich immer wieder: Ich kann nicht zeichnen, ich lass es sein. Jean-Vincent Sénac zeigt, dass es ganz einfach ist, ein Huhn zu zeichnen:
Das Festhalten eines Augenblicks ist immer subjektiv. Man entscheidet sich als Zeichner dafür, was man zeichnet und was man weglässt, sowie auch für die Art der Zeichnung. Piotr Sonnewend widmet sich in diesem Buch dem Monochromen Zeichnen. Er führt ein in die verschiedenen Papiere, die zum Zeichnen geeignet sind und wie man damit die Welt darstellen kann. Auch stellt er das geeignete Zeichenmaterial vor, indem er bei jedem aufzeigt, wie man damit arbeitet und wozu es am besten eingesetzt wird. Auch dem zeichnerischen Konzept und der Komposition widmet er sich, um aufzuzeigen, wie solche Vorüberlegungen das fertige Bild beeinflussen können.
Prinzessin Insomnia leidet unter einer schweren Schlafkrankheit. Teilweise kann sie ganze Wochen nicht schlafen, kein Mittel hilft. Zwar war diese Schlaflosigkeit sehr anstrengend und die Prinzessin litt auch dann und wann darunter, sie brachte aber auch Vorteile mit sich: Ihre Sinne wurden geschärft. So konnte sie nach drei schlaflosen Nächten das Gras wachsen hören, nach vier Musik riechen, nach neun Tagen Farben schmecken – und noch vieles mehr. Sie sah auch Gestalten, die nur für sie sichtbar waren und auch das nur nach einer bestimmten Anzahl schlafloser Nächte. Gerne hätte sie darüber eine wissenschaftliche Arbeit verfasst, nur: Wer sollte ihr glauben?
Wie schon
Taschenbuch:176 Seiten
Es gelingt Franz Hohler, seine Spaziergänge durch wunderbare Sprachbilder und den Blick für die kleinen Details nicht nur lesbar, sondern auch erfahrbar zu machen. Entstanden sind so 52 kurze Texte gespickt mit Erinnerungen des Autors an Kindertage, aktuellen Momentaufnahmen und scharfsinnigen Kommentaren und Gedanken, die nicht selten ein Augenzwinkern mit im Gepäck haben . Nach der Lektüre dieses Buches wird man die Welt beim nächsten Spaziergang mit anderen Augen betrachten. Am liebsten würde man gleich die Schuhe binden und losgehen.
C: David Foenkinos: Charlotte
G: Max Frisch: Mein Name sei Gantenbein
L: Thomas Mann: Lotte in Weimar
U: Fernando Pessoa: Das Buch der Unruhe des Hilfsbuchhalters Bernardo Soares
Z: Thomas Mann: Der Zauberberg
Ich lese Alain de Bottons Buch Kunst des Reisens in den Sommerferien. Ich sitze zu Hause, sehe auf Facebook, Instagram und Twitter all die Urlaubsbilder, lese, wie toll die Reisen sind. Ich reise im Kopf – oder lese mir mal durch, was Herr de Botton über das Reisen zu sagen hat. Es ist einiges. Er behandelt die Erwartungen, die wir haben, wenn wir eine Reise haben, beschreibt, wie diese enttäuscht werden kann. Er geht von den Vorstellungen weiter zur Anreise, Ankunft, dem Aufenthalt und schliesst mit der Abreise und dem erneuten Ankommen – diesmal zu Hause.
Wer war er, der Mann, der die berühmten Kinderbücher Emil und die Detektive, das Fliegende Klassenzimmer oder Pünktchen und Anton schrieb? Wer steckt hinter den bissigen und doch auch melancholischen Gedichten? Wer hinter den gesellschaftskritischen Romanen?
McInerney nannte unter anderem Tante Lisbeth und Armanet erinnerte sich, dass dieses Buch viele Jahre früher auch von André Gide genannt worden war. Eine Entscheidung für etwas ist immer auch eine Absage an anderes. Die Idee mit der einsamen Insel ist ein Gedankenkonstrukt, das durch die Unmöglichkeit eines Wechsels der Wahl ein noch grösseres Gewicht gibt – das weiss man spätestens dann, wenn mit einem mit Büchern bepackten Koffer in den Urlaub reist und dann merkt, dass einen keines der mitgebrachten Bücher anspricht. Wie ginge es einem da auf einer einsamen Insel, von der man nicht einfach nach Zwei Wochen wieder heimfährt? Oder ist der Aufenthalt gar nicht für immer? Die Dauer wird nie genannt, man geht meist aber davon aus, dass man da festsitzt.
Patricia Duncker gelingt es im vorliegenden Roman, den Leser von der ersten Seite an zu fesseln und mitzureissen. Immer tiefer taucht man selber in die Welt des Ich-Erzählers, später in die von Paul Michel und vor allem: in die Geschichte der beiden ein.