22. Juli

Baum

„Ausdauer ist edler als Stärke, und Geduld edler als Schönheit.“ (John Ruskin)

Da steht er. Jahraus, jahrein. Und wächst. In seinem Tempo. Er hat Zeit. Er muss nirgends hin, er strebt nach nichts. Er wächst aus sich heraus. In wachsenden Ringen erweitert er seinen Stamm, bildet ein stabiles Fundament, um in die Höhe zu wachsen. Breitet zugleich seine Wurzeln aus, um einen sicheren Stand zu haben.

Wie oft vergessen wir vor lauter Streben den sicheren Stand im Hier und Jetzt? Wie oft wollen wir zu schnell zu viel, schiessen übers Ziel hinaus? Wie oft wollen wir die Dinge beschleunigen, die schlicht ihre Zeit brauchen?

Wir könnten viel von diesem Baum lernen. Und es mit Rilke halten:

Ich lebe mein Leben in wachseneden Ringen,
die sich über die Dinge ziehen.

Jeder Ring braucht seine Zeit. Und erst, wenn ein Ring vollendet ist, kann ein neuer wachsen. Und wir damit.

Lass dich nicht vom Neid durchbohren

„Lasst alle nur missgönnen,
was sie nicht nehmen können,
und seid von Herzen froh:
Das ist das A und O.“
(Johann Wolfgang von Goethe)

Kürzlich habe ich mich gefragt, wieso auf dieser Welt so viel Neid herrscht. Wieso kann man sich nicht freuen, wenn es jemandem gut geht? Wieso kann man nicht Freude zeigen, wenn jemand etwas erreicht oder kann, das man selber nicht hat? Wieso sitzt man dann da und wird von diesem nagenden Gefühl des Neides durchbohrt, für das man dann einen Kanal sucht? Und wie oft ist dieser Kanal, dass man dem, den man beneidet, ans Bein pinkeln will – wie eine Rache, um ihn zu strafen dafür, dass er einem das antut.

Der einzige, der hier was antut, ist der Neider. Und: Er tut es vor allem einem an: Sich selber.
Neid ist ein Bruder des Zorns. Nur richtet sich der Stachel nach innen. Er bohrt sich tief in deine Eingeweide und schmerzt. Und wozu? Sicher kann man diesen Schmerz überdecken durch einen böswilligen Akt gegen den Beneideten. Nur: Weder hat oder kann man nachher, was dieser hat, noch hält die Deckkraft ewig an. Ganz schnell spürt man wieder den bohrenden Stich und oben drauf drückt wohl noch das Gewissen…

Wenn du dich also wieder einmal dabei ertappst, dass sich ein leises Neidgefühl in dir regt (was ja durchaus menschlich ist), sei dir bewusst, was draus wird, wenn du es wachsen lässt. Und: Sollte dir jemand mal aus Neid Böses wollen, sei milde, denn er ist durch seinen Stachel gestraft genug.

Das eigene Leben ausdenken

„Wer sich alles vorstellen kann, kann das Unmögliche schaffen.“ (Alan Turig)

Wenn du an dich denkst, was denkst du dann? Dass du gut bist? Schön? Wundervoll? Dass du schaffen wirst, was du dir vornimmst? Dass du deines Glückes Schmied bist? Du dir – frei nach Pipi Langstrumpf – die Welt machst, wie sie dir gefällt? Oder bist du doch eher der Selbstkritische Typ, der hier ein Kilo zuviel und dort eine Hirnzelle zu wenig bemängelt, überall Gefahren sieht und lieber mal tief stapelt, da der Fall bekanntlich bei Hochmut tief ist?

Nur: Was soll werden, wenn nicht mal du an dich glaubst? Wer soll es dann tun? Und wie abhängig wärst du von all den Stimmen. Was, wenn sie ausblieben? Und mal ehrlich: Kannst du ihnen glauben? Denkst du nicht viel mehr, dass sie nicht wissen, wovon sie reden, dich nur nicht gut genug kennen, dir schlicht zu viel zutrauen?

Eigentlich schade, denn damit stehst du dir selber im Weg. Statt Sklave deiner eigenen Abwertungen und der Bestätigung anderer zu sein, mal dir aus, was du haben willst. In allen Farben. Und fühle dich, als ob es so wäre. Wie fühlt es sich an? Wie sieht es aus? Wie riecht es? Hörst du was? Aktiviere in deiner Vorstellung alle Sinne. Und freue dich an dem, was du siehst. Wer weiss schon, was alles möglich ist, so lange er es nicht probiert?

Spuren in der Welt

Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren der Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir gehen. (Albert Schweitzer)

Was ist dir wichtig im Leben? Was sind deine Werte? Worauf möchtest du dein Leben aufbauen, wie dein Leben leben? Und: Wenn du mal nicht mehr bist, was soll von dir bleiben?

Wir leben in einer Welt, in der wir oft nach Dingen wie Erfolg, Geld, Ehre, Ruhm und Macht streben. Und oft denken wir, dass wir glücklich wären, wenn wir nur erst etwas erreicht haben. Sind wir es wirklich? Vielleicht kurz, doch das Gefühl geht schnell wieder. Und irgendwie geht es immer noch schneller wieder, zurück bleibt der Drang, noch mehr erreichen zu wollen. Wem wollen wir eigentlich etwas beweisen? Denken wir wirklich, dass Leistung uns erst liebenswert macht?

Wieso lieben wir andere Menschen? Weil sie all das haben, wonach wir täglich streben? Oder nicht doch eher durch ihr Sein, ihr Wesen? Liebenswert ist ein Mensch doch dann, wenn er in seinem Tun und Sein Liebe sprechen lässt. Ein Leben, das auf Liebe baut, ist eines, das Spuren hinterlässt in den Herzen derer, die das Glück hatten, um so einen Menschen herum zu sein. Was könnte schöner sein, als Spuren in den Herzen anderer Menschen zu hinterlassen? Was erstrebenswerter als der Mensch zu sein, der das Leben anderer durch sein Sein bereichert hat?

Verzeihen

„Wir sollten immer verzeihen, dem Reuigen um seinetwillen, dem Reulosen um unseretwillen.“ (Marie von Ebner-Eschenbach)

Jeder Mensch ist wohl schon einmal verletzt worden. Manche Verletzungen gehen weit zurück und noch immer wirken sie in uns. Wir denken zurück an das, was war, spüren, wie Gedanken zu drehen beginnen, Gefühle ausgelöst werden, wir sogar körperlich fühlen, wie schon der blosse Gedanke an die vergangene Verletzung nachwirkt.

Die Nachwirkungen sind aber nicht nur gefühlt und gedacht, sie zeigen sich auch in unserem Verhalten. Aus der gemachten Erfahrung heraus agieren wir in Zukunft anders, möglichst so, dass uns das nie mehr passieren kann, was uns so zusetzte. Auf die Weise lassen wir Menschen, die neu in unser Leben treten, ausbaden, was uns Menschen früher angetan haben – und wir verunmöglichen damit eine wirkliche Beziehung mit dem aktuellen Menschen.

Wir können das vergangene Unrecht nicht ungeschehen machen. Wir haben nur die Wahl, wie wir heute damit umgehen. Wir können das Ganze immer weiter mit uns herumtragen und damit unser heutiges Leben vergiften. Oder aber wir lassen es los und schauen nach vorne. Um das zu können, ist es wichtig verzeihen zu lernen. Wenn wir dem anderen Menschen verzeihen, was er uns antat, befreit uns das auch selber.

Verziehen heisst nicht vergessen. Es heisst auch nicht, dass wir den anderen Menschen wieder in unser Leben lassen. Vielleicht ist es für uns besser, den Abstand zu wahren, aber nun mit einem befreiten Gefühl im Herzen. .

Du bestimmst, was du siehst

I am what I am
And what I am needs no excuses
I deal my own deck
Sometimes the aces sometimes the deuces
It’s one life and there’s no return and no deposit
One life so it’s time to open up your closet
Life’s not worth a damn till you can shout out
I am what I am*

Wir alle wollen geliebt werden. Und oft wurde uns vermittelt, dass wir etwas zu leisten hätten, auf eine gewisse Art zu sein hätten, damit man uns liebt. Und so versuchen wir dann, so zu sein, wie wir sein sollen. Manchmal sind wir dann ziemlich weit von dem entfernt, wer wir selber sind oder wären, wir hoffen aber, dadurch liebenswerter zu werden – weil wir ja die Vorgaben erfüllen. Nur: Sehr oft gelingt das nicht, denn solche Scheinidentitäten wirken so, wie sie sind: Aufgesetzt, nicht authentisch.

Es braucht ab und an Mut, sich selber zu sein. Man kennt sich zu gut, kennt so viele Schwächen, nennt die gar Fehler, fürchtet, damit an- und abzustossen. Vielleicht hilft es, wenn wir mal genauer hinschauen: Sind es bei anderen Menschen nicht oft auch die Eigenheiten, die Schrulligkeiten, die sie liebenswert machen? Lieben wir wirklich perfekte Menschen oder aber Menschen, die authentisch sind, die auch mal Schwächen zeigen, die einfach in der ganzen Bedeutung des Wortes Mensch sind?

Wenn uns also wieder mal jemand nur liebenswert findet, wenn wir tun was er will und sind, wie er will, sollten wir uns selber genug wert sein, auf den Menschen zu verzichten. Wirkliche Liebe wird da nie zu erwarten sein.

Wie schön ist doch das Gefühl, zu wissen: Ich werde geliebt. Weil ich bin. Und weil ich bin, wie ich bin. Als ich. Und wie schön ist das Gefühl, genau so lieben zu dürfen. Einen Menschen. Weil er ist. Und ist, wie er ist. Als du.

___________

*Ich bin was ich bin
und was ich bin, braucht keine Entschuldigung.
Ich spiele mein eigenes Spiel,
ab und an sind es Assen, ab und an Würfel.
Es gibt dieses eine Leben und keine Umkehr kein Lager,
ein Leben, also öffne dein Kämmerchen,
denn das Leben ist nichts wert, bis du nicht rausschreien kannst:
Ich bin, was ich bin!
(Lied von Gloria Gaynor)

Ich bin, was ich bin

I am what I am
And what I am needs no excuses
I deal my own deck
Sometimes the aces sometimes the deuces
It’s one life and there’s no return and no deposit
One life so it’s time to open up your closet
Life’s not worth a damn till you can shout out
I am what I am*

Wir alle wollen geliebt werden. Und oft wurde uns vermittelt, dass wir etwas zu leisten hätten, auf eine gewisse Art zu sein hätten, damit man uns liebt. Und so versuchen wir dann, so zu sein, wie wir sein sollen. Manchmal sind wir dann ziemlich weit von dem entfernt, wer wir selber sind oder wären, wir hoffen aber, dadurch liebenswerter zu werden – weil wir ja die Vorgaben erfüllen. Nur: Sehr oft gelingt das nicht, denn solche Scheinidentitäten wirken so, wie sie sind: Aufgesetzt, nicht authentisch.

Es braucht ab und an Mut, sich selber zu sein. Man kennt sich zu gut, kennt so viele Schwächen, nennt die gar Fehler, fürchtet, damit an- und abzustossen. Vielleicht hilft es, wenn wir mal genauer hinschauen: Sind es bei anderen Menschen nicht oft auch die Eigenheiten, die Schrulligkeiten, die sie liebenswert machen? Lieben wir wirklich perfekte Menschen oder aber Menschen, die authentisch sind, die auch mal Schwächen zeigen, die einfach in der ganzen Bedeutung des Wortes Mensch sind?

Wenn uns also wieder mal jemand nur liebenswert findet, wenn wir tun was er will und sind, wie er will, sollten wir uns selber genug wert sein, auf den Menschen zu verzichten. Wirkliche Liebe wird da nie zu erwarten sein.

Wie schön ist doch das Gefühl, zu wissen: Ich werde geliebt. Weil ich bin. Und weil ich bin, wie ich bin. Als ich. Und wie schön ist das Gefühl, genau so lieben zu dürfen. Einen Menschen. Weil er ist. Und ist, wie er ist. Als du.

___________

*Ich bin was ich bin
und was ich bin, braucht keine Entschuldigung.
Ich spiele mein eigenes Spiel,
ab und an sind es Assen, ab und an Würfel.
Es gibt dieses eine Leben und keine Umkehr kein Lager,
ein Leben, also öffne dein Kämmerchen,
denn das Leben ist nichts wert, bis du nicht rausschreien kannst:
Ich bin, was ich bin!
(Lied von Gloria Gaynor)

30. Juni

„Glück ist Selbstgenügsamkeit.“ Aristoteles

Erich Fromm sagte mal, dass nur der eine Beziehung führen kann, der allein sein kann. Nur wer sich selber eine gute Gesellschaft ist, kann eine Beziehung auf Augenhöhe führen. Wenn ich mir selber nicht genug bin, brauche ich den anderen, um die Lücken zu stopfen. Ich trete mit Erwartungen an ihn auf und degradiere ihn zum Erfüller.

Es kann nur einen geben, der mich ganz macht: Mich selber.

21. Juni

„Das Glück gehört denen, die sich selber genügen.“ (Aristoteles)

Was wollen wir nicht alles haben im Leben, und vergessen dabei oft, was wir schon alles haben. Und verpassen damit das Glück, das in der Zufriedenheit liegt. Das ist umso bedauerlicher, da sich Glück selten einstellt (zumindest nicht dauerhaft), wenn wir erreichen, was wir so dringend gewollt hatten. Denn dann stellt sich viel eher der nächste Wunsch ein.

20. Juni

„Je schöner und voller die Erinnerung, desto schwerer ist die Trennung. Aber die Dankbarkeit verwandelt die Erinnerung in eine stille Freude.“ Dietrich Bonhoeffer

Als mein Vater starb, war das für mich sehr schwer, da er mir sehr viel bedeutet hat. Wo ich auch war, was ich auch tat, es weckte Erinnerungen – und sei es nur, dass ich dachte, ich könnte ihn anrufen, wie ich es immer tat. Wo anfangs viel Trauer war, wuchs mehr und mehr Dankbarkeit. Eine ganz tiefe Dankbarkeit dafür, ihn in meinem Leben gehabt zu haben, mit ihm so viel erlebt zu haben.

Trennungen sind nicht immer einfach, nur: Sie sind dann schwer, wenn das, was vorher war, schön war. Dafür können wir dankbar sein. Manchmal vielleicht auch erst nach der ersten Trauer, dann aber trägt diese Dankbarkeit durch die Zeit.

Am Ende wird alles gut

Es gibt den Schlamm und es gibt die Lotusblüte, die aus dem Schlamm wächst. Wir brauchen den Schlamm, um eine Lotusblüte zu machen.“ (Thich Nhat Hanh)

Kennst du das auch, dass dir etwas passiert im Leben und du davon überzeugt bist, dass dies nun ein grosses Unglück ist, etwas, von dem du denkst, dass du es lieber nicht erlebt hättest? Und irgendwann später blickst du zurück und denkst, das aufgrund genau dieses Vorfalls, etwas Positives gewachsen ist. Der Dichter Rainer Maria Rilke schrieb einst einem jungen Schrifsteller, dass er froh sei um seine düsteren Stunden, da er sonst nie in der Lage gewesen wäre, zu schreiben. Was wäre uns entgangen.

Die Dinge sind nicht per se schlecht oder gut, wir bewerten sie aufgrund unserer Massstäbe so. Wir tun dies nicht nur aus subjektiver Wahrnehmung, sondern auch aus einer sehr beschränkten, da wir nie das grosse Ganze sehen, sondern nur einen kleinen Ausschnitt desselben. Das bedeutet nicht, dass wir in Zukunft jeden Schicksalsschlag freudig begrüssen werden, aber vielleicht hilft der Gedanke im Hinterkopf, dass aus allem etwas Gutes wachsen kann – wenn wir es zulassen. Frei nach dem Motto:

Am Ende wird alles gut. Und ist es nicht gut, ist es nicht das Ende.

Minimalismus: Vom Brauchen und Sammeln

Ich bin kein Sammler. So generell. Ich trenne mich gerne von Dingen, die ich nicht mehr brauche, einfach weil sich so schnell so viel ansammelt – und ich finde, dass es dann nur noch als Ballast wirkt und teilweise fast erschlägt. All die vollen Schränke, der überfüllte Keller, die überquellenden Schubladen – und ja, die gefüllten Bücherregale. Ich habe immer wieder Bücher weggegeben und auch weggeworfen (bitte keine Aufschreie, wenn keiner sie will, bleibt wenig anderes übrig) und doch… es sind immer noch viele. Sehr viele. Und bei vielen weiss ich, dass ich sie wohl nie mehr lese. Und dann nehme ich sie in die Hand und denke: Was, wenn doch? Es gab in der Vergangenheit schon Bücher, die ich neu kaufen musste… weil ich das alte aus eben dem Grund weggegeben hatte.

Was bei Büchern anfängt, geht bei anderem weiter. Ganz viel liegt über Monate, Jahre unangetastet. Aber könnte man es nicht mal wieder brauchen? Gerade weil ich so vielseitig bin und immer mal wieder Neues ausprobiere oder Altes neu entdecke.

Vor einigen Jahren starb der Vater meines damaligen Freundes. Meinem Freund fiel es zu, das Haus zu räumen, um es dann verkaufen zu können. Er brauchte dafür Monate. Das Haus war vom Keller bis unters Dach voll gestopft. Mit Dingen, die offensichtlich schon lange keiner mehr in den Händen gehabt hatte. Ich dachte damals so bei mir: Das soll bei mir niemandem zufallen. Das möchte ich keinem zumuten.

Im Moment wäre es nicht ganz so schlimm wie bei besagtem Vater, aber noch immer wäre es viel. Und ich mute das aktuell mir zu. Dinge, die weder Freude bereiten noch Sinn ergeben in meinem persönlichen Leben, bevölkern mein Zuhause. Sie schauen mir aus Regalen entgegen, stehen dicht gereiht hinter Schranktüren, stapeln sich im Keller, in Schubladen und in Abstellkammern.

Kann ich sie einfach loslassen? Kann ich mich davon trennen? Hängen nicht Erinnerungen dran? Haben sie nicht einen Wert, den ich hochachten müsste? Kann ich einen Literaturklassiker weggeben? Das ist hohe Kunst? Oder die grossen Philosophen. Sind sie mehr Wert als ein aktueller Krimi? So ideell? Und praktisch?

Ab und an überkommt mich der Wunsch, einfach rigoros auszumisten. Weg mit allem, was ich nicht brauche. Wenn ich mir meinen Lebensabend ausmale, könnte ich mir gut vorstellen, irgendwo in einem ganz kleinen Häuschen zu leben mit dem, was mir wichtig ist – das wären dann wohl meine Kamera plus Zubehör, mein Computer, meine Bildbände und Lyrikbücher (vielleicht noch mein Klavier, wenn ich bis dahin endlich mal wieder spielen lernte… und irgendwie fallen mir grad noch ein paar mehr Dinge ein… )

…. nur wäre bis dahin noch viel zu tun… zum Glück bleibt noch ein wenig Zeit….

Wie habt ihr es so mit dem Wegwerfen? Bringt Besitz Glück oder ist zu viel Besitz Ballast?

13. Juni

„Der Dank ist für kleine Seelen eine drückende Last, für edle Herzen ein Bedürfnis.“ Georg Christoph Lichtenberg

Oft fühlen wir uns klein, wenn wir Hilfe brauchen. Um Hilfe zu bitten, fällt vielen Menschen schwer. Nur: Kein Mensch kann alles und kein Mensch kann für sich allein existieren. Wir alle sind voneinander abhängig. Und jeder ist darauf angewiesen, dass andere Dinge tun, die man selber nicht tun kann. Nur in diesem Miteinander ist ein Leben und ein Überleben überhaupt möglich.

Klein ist also nicht der, welcher Hilfe braucht, sondern der, welcher diese nicht zu schätzen weiss.