Schon wieder eine Woche um, der zweite Freitagsfüller steht an:
- Thema Nr. 1 ist aktuel – wer mich kennt, wird denken, ich sei krank – putzen. Irgendwie fühlt es sich grad an, als ob so ein Haushalt ein Fass ohne Boden sei. Gestern und heute bin ich Stunden damit beschäftigt, alles so zu putzen und aufzuräumen, dass es mir gefällt. Es ist ja nicht so, dass ich sonst nie putze, es ist immer sauber und aufgeräumt, aber irgendwas reitet mich die Tage grad. Aber: Es hat sich gelohnt. Und ich glaube, ich bin nun fertig… hoff ich… bis ich das nächste sehe. Aber: Solche Putzphasen kommen dann und wann, sind auch ganz schnell wieder vorbei, drum nutz ich sie, wenn sie da ist.
- Auch mal nichts zu tun, keine Pläne zu haben, einfach zu sein, finde ich unbedenklich. Ab und an kommt es mir so vor, als ob alle immer grosse Pläne hätten, Dinge unternehmen. Das fängt schon bei kleinen Kindern an, die jeden Tag ein anderes Programm im Kalender haben, und hört nie mehr auf, wie mir scheint. Ich schaue sogar extra, dass ich genügend freie Zeiten habe, in denen einfach nichts ist, die lass ich mir dann auch nicht nehmen.
- Gestern hätte ich fast wie eine Gluckenmutter ein Tränchen verdrückt, als der Sohnemann in die Ferien flog. Ich war wohl aufgeregter als er, habe die ganze Nacht kein Auge zugemacht. Als er dann weg war, war es schon sehr ruhig hier plötzlich. Gleich danach startete meine Putzwut… (siehe Punkt 1)
- Ich freue mich auf nächste Woche, die einfach frei ist – keine Termine, nichts, dass ich muss, keiner, der etwas von mir will. Ich kriegte den Rat, die Zeit zu nutzen und auch mal wegzufahren, aber ne, das wäre ja schade, denn: So ruhig habe ich die Wohnung nie. Das werde ich geniessen..
- Es würde helfen, wenn jeder erst vor seiner Türe kehrte, bevor er auf den Nachbarn zeigt. Die Welt wäre sauberer und friedlicher (ich habe es wirklich mit dem Putzen, scheint mir…).
- Ich kaufe viel zu viele Bücher bei Amazon –ist aber auch verlockend, alles nur einen Klick entfernt zu haben.
- Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen ruhigen Abend mit einem Glas Wein in meiner blitzblanken Wohnung 😉 , morgen habe ich geplant, nur das zu tun, wonach mir ist und Sonntag möchte ich wiederholen !
Danke für die Inspiration an Barbara, die diese tolle Aktion gestartet hat. Ihr Ursprungspost: HIER
Immer wenn amerikanische Violinistin Julia Ansdell auf ihrer Geige den Walzer Incendio spielt – sie hat ihn von einer Italienreise mitgebracht – verhält sich ihre kleine Tochter merkwürdig. Einmal tötet sie die Katze, dann greift sie Julia an. Keiner hat eine Erklärung, woher die Verhaltensveränderungen der kleinen Lily kommen, weder deren Vater noch herbeigezogene Psychologen. Julias Vermutung, es könnte mit dem Lied zusammenhängen, glaubt aber keiner.
Des Sommers letzte Rosen bringt sicher nicht die neue Erkenntnis in Sachen Gedichten, man findet – vor allem als begeisterter Gedichte-Leser – keine Neuentdeckungen. Auch kann man sich fragen, ob es wirklich nötig ist, Ranglisten aus Gedichten anzulegen – so mutet es ein wenig an. Aber: Es ist ein sehr schön aufgemachtes Buch mit einem ansprechenden Deckblatt, das Layout ist schnörkellos und ganz auf die einzelnen Texte ausgerichtet – ein schönes Geschenk für einen guten Freund, die Mutter oder einen Einsteiger in die Welt der Lyrik.
Was entsteht, wenn eine Frau aus einer Metzgerfamilie, die Literatur liebt, ein Buch schreibt? Wer sich die Frage schon mal gestellt hat, der findet die Antwort in diesem Buch. Cara Nicoletti kam als Kind einer Metzgersfamilie schon früh mit dem Kochen in Berührung. Von klein an zog sie sich aber auch gern mit einem guten Buch zurück. Halfen die Bücher ihr in der Kindheit und Jugend, vor der oft überfordernden Realität zu fliehen, so identifizierte sie sich auch später noch gerne mit den Figuren aus den fiktiven Welten. Noch näher fühlte sie sich ihnen, wenn sie ass, was diese assen, sprich: Sie kochte sich die Rezepte aus den Büchern einfach selber.
Das vorliegende Buch entält eine Zeitreise durch unsere Weltliteratur. 1001 Bücher, die man gelesen haben sollte, bevor man stirbt, will es beinhalten. Ausgewählt wurden diese 1001 Bücher von 157 Schriftstellern, Literaturwissenschaftlern und Journalisten aus der ganzen Welt. Wir lassen uns am Anfang unserer Reise durch die Literatur von Scheherezade aus 1001 Nacht verzaubern, der Weg führt weiter zu Jane Austens Romanen über heiratswillige junge Damen, sticht mit Moby Dick ins Meer, wendet sich nach einer Wegstrecke dem Bildnis des Dorian Gray zu, führt bei Max Frischs Stiller vorbei zu Jakob dem Lügner, um dann weiter zu gehen zum Parfum von Süskind, Henning Mankells Mörder ohne Gesicht und schliesslich bei Swetlana Alexejiewitschs Secondhand-Zeit zu enden.
Gebundene Ausgabe: 224 Seiten