A room of one’s own

Ich bin auf der Flucht
Und immer zuviel.

Ich mag nicht so sein,
mich drückt das Gefühl.

Es fehlt mir der Raum,
ich selber zu sein.

Es fehlt mir der Ort,
der mir ein Daheim.

Es fehlt mir die Zeit,
das Meine zu tun,

Es fehlt mir Stund’,
mal in mir zu ruh’n.

Ich bin auf der Flucht,
vor euch und auch dir,

ich zieh mich zurück,
verkriech mich in mir.

Da scheint einzig Schutz,
vor zu grossem Schmerz,

doch bin ich allein,
verlor das Deinwärts.

©Sandra von Siebenthal, 8. 8. 2021

9 Kommentare zu „A room of one’s own

  1. weil wir eins und doppelt sind_
    wir verzweifeln durch die Zwei
    und spüren nicht mehr, dass wir Eins sind.
    Das Hexeneinmaleins ist eigentlich keins –
    spürst du hinterm zwei die eins.
    Das Geh-Heim-nis:
    wir sind entwurzelt
    seit dem Ur-Sprung und dem Ur-Teil über uns.
    Sind aber eins und auch keins.
    Tat twam asi.
    Aus Neu-Gier nach vorn
    kommt die Begegnung mit der Alt-Gier
    vor unserer Entwurzelung.

    Auch das Begehren kann sich umkehren.

    „Sex“ wurzelt im secare, dem Trennen.

    Herz
    aus Erz
    wird
    durch Schmerz
    wie Scherz
    geschmolzenes
    Erz.

    HeART of gold.
    Learn your heart through ART.

    Meditiere mal über Michelangelos
    „Erschaffung Adams“.
    Goethe sagte nur für dieses Bild
    des Papsttum-Durchschauers
    sind die Blutströme der Menschheit gerechtfertigt.
    Meditations-Anregung: die Gottesfigur
    bringt gemeinsam mit Mutter Lethe
    den Adamas, den Kot-Entstammenden
    ins Lebenslicht.

    Diechter Dieter hat dir ein Echo gegeben.

    Gefällt 2 Personen

  2. ja ein Bruchstück des Lebens, das wir sind.
    Mein bäuerlicher Großvater, mein Lotse Laotse sagte.
    es gibt das Wort Freu dich nicht zu früh…
    wer kennt schon das Gegenstück: verzweifle nicht zu früh.
    Vielleicht ist es in bäuerlicher Sprache glaubwürdiger als in klassischer oder gar hermetisch-esoterischer. Auch diese Ebenen des Ausdrucks meinen letztlich eines.

    Wer ganz arg verzweifelt, melke eine Ziege, sie wird die Melkerin dankbar als Erlöserin ablecken.
    Viel-Leicht kommt das Ver2felt sein daher, dass wir nicht mehr 1fach sein können und wollen. Wir wollen was wir sollen. Tiere erziehen uns dazu, dass wir sollen und wollenver!einigen. Wenn du Milch willst, füttere mich, hab mich lieb und melke mich. Wenn du als Mensch dir Gutes tun willst, such dir einen Sexpartner oder eine bessere Anstellung und Verstellung egal. Wird langweilig. Melke mich und nimm das, was ich verkostetet habe, in dir auf. Es ist nur kostbar was kostbar ist. auch der größte Professor ißt nur Mist.
    Und muss froh sein, dass er sich nicht als Bauer beweisenmuss und hochgestochener Lug und Trug ins nicht kostbare Gebrabbel verkommen,

    Gefällt 1 Person

  3. Na na wär käme dennn nicht darauf. Zwischen Lust und Frust, zwischen lüstern und lustig bleibt immer das große Augenzwinkern der wahren Menschlichkeit.

    Falls gar nix mehr erscheint: Dschuang Dsi lesen, atmen und tun. Zwischen Tag und Nacht, zwischen Tod und Leben, Glück und Unglück, Männlein und Weibchen gibt es das große Inter-ESSE,
    das Sein zwischen den Unterschieden.
    Ist aber jetzt nicht wichtig , es besteht ja immer

    Gefällt 1 Person

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