Ein gutes Leben leben

„Es ist nie zu spät, so zu sein, wie man es gerne gewesen wäre.“ (George Eliot)

Wenn ich am Ende meines Lebens zurückschaue: Was für ein Mensch möchte ich gewesen sein? Wie müsste ich gewesen sein, dass ich dann sagen kann: Ich war ein guter Mensch und ich habe ein gutes Leben geführt?

Wir müssen nicht so lange warten damit, der Mensch zu sein, der wir sein wollen. Wir müssen auch nicht so lange warten, anzufangen das Leben zu leben, das wir gerne leben würden. Wir können heute hinschauen und uns fragen:

Lebe ich das Leben, das ich leben möchte? Ist es ein gutes Leben, eines, das mir und meinen Werten entspricht? Bin ich der Mensch, der ich gerne sein möchte? Was könnte ich tun, um noch mehr dieser Mensch zu sein?
Wenn wir eine dieser Fragen mit nein beantworten müssen, stellt sich die Frage: Was kann ich ändern? Manches ist vielleicht im Moment unabänderlich, wenn wir aber wissen, was uns stört, können wir vielleicht an unserer Haltung etwas ändern oder aber Veränderungen planen, so dass wir heute schon die Aussicht auf eine solche haben. Bei anderen Dingen können hier und jetzt neue Wege gehen. Hier liegt es in unserer Verantwortung, so zu leben und zu sein, wie wir es gerne täten und wären.

Und irgendwann stehen wir dann am Ende unseres Lebens und können zufrieden sagen:

Das war MEIN Leben und es war ein gutes.

11 Comments

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  1. Nun ja, das kann man im Prinzip nicht mehr wirklich sagen, denn wenn das eigene Leben eines WAR, ist man TOT und kann nichts mehr sagen. Und solange man es noch sagen kann, WAR es noch nicht das (komplette) eigene Leben und lässt sich noch nicht abschließend beurteilen. Aber der Weg ist das Ziel …

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    • Das ist natürlich eine sehr spitzfindige Sicht. Ich teile sie aber nicht ganz, da ich denke, dass es doch Menschen gibt, die auf dem Sterbebett ihr Leben Revue passieren lassen. Und natürlich ist es dann noch immer ein Leben, sie leben es noch, damit hast du recht. Ich möchte hier auch nicht weiter Worte klauben, ich denke, mein Gedankengang ist klar.

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  2. „Es ist nie zu spät, so zu sein, wie man es gerne gewesen wäre.“ – George Eliot

    Dahinter steckt die Idee, daß wir anders sein könnten, als wir sind.
    Und sobald wir dieser Idee glauben schenken.., beginnt der Streß.

    Mein Vater sagte zu uns Geschwistern kurz vor seinem Tod: „Im Grunde habt ihr euch nicht verändert.“ So ist es einfach. Ich meinerseits bin der Selbe, der ich schon immer war.

    Es gibt Leute, die jahrelang „an sich arbeiten“ und sehr viel Geld für alle möglichen Kurse ausgeben. Veränderungen? Wenn sie geschahen, blieben sie mir verborgen.

    Eine Frau, die ihren Mann umgebracht hatte, nach ihrer Entlassung in einer Talk-Show: In der damaligen Situation würde sie es genau so wieder tun, sagte sie.

    Die Vorstellung, wie jemand gerne sein würde oder „gerne gewesen wäre“, ist eine Vorstellung, eine Phantasie, weiter nichts.

    Wir kommen als ein bestimmter Typ hier auf der Erde an, werden an der Oberfläche ein bißchen zurechtgestutzt (konditioniert) und machen ein paar Erfahrungen. Dann dürfen wir wieder gehn.

    Das Leben schickt uns in bestimmte Situationen und wir denken, daß wir sie gewählt hätten, daß wir alles im Griff haben, daß wir die Dinge entscheiden.

    Oberflächlich können wir mit der Idee gut leben,
    doch falls wir mal etwas genauer hinschauen…

    Eine interessante
    🌈 Arbeitswoche
    wünscht Nirmalo

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    • Sehe ich anders. Oft verstellen wir uns für Anerkennung, um gemocht zu werden. Zu sein, wie man ist, es sich zuzutrauen, zu gestatten, ist nicht selten eine Herausforderung. Das braucht auch Mut. Den wünsche ich mir.

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  3. Sandra: „Oft verstellen wir uns für Anerkennung, um gemocht zu werden.“

    Dann mußt du sehen, wie wichtig dir die Anerkennung von Außen ist, um entscheiden zu können, ob du darauf verzichten kannst – weil genug Liebe in und zu dir selbst vorhanden ist.

    Sämtliche Erwartungen und Wünsche an Andere machen uns abhängig. Besonders die versteckten! 🙂 Wir müssen uns verbiegen oder meinen, uns verbiegen zu müssen, weil wir glauben, in die Nicht-Existenz zu fallen, zu sterben, wenn uns keiner mehr mag.

    Sandra: „Zu sein, wie man ist, es sich zuzutrauen, zu gestatten, ist nicht selten eine Herausforderung.“

    Wenn man die Rebellion in der Pubertät (sie ist die Zeit dafür) nicht gewagt hat, hängt einem die Angst (authentisch zu sein) ein Leben lang nach. Streß ohne Ende.

    Das ist, wie Fahrradfahren lernen mit 90. Die Angst wird mit den Jahren nicht geringer, im Gegenteil.

    Aber… auch mit 90 kann man was wagen!

    Sandra: „Das braucht auch Mut. Den wünsche ich mir.“

    Einfach machen, was sich richtig anfühlt.
    Wurscht, was die Anderen sagen oder denken.

    Ich hab das Schwimmen nicht an Land gelernt, sondern weil mich der Sportlehrer „ins kalte Wasser geschmissen“ hatte. In dem Moment spürte ich, wie sehr das Wasser trägt, wie leicht ich aus der Tiefe hoch komme. Ab sofort zählte ich zu den Schwimmern.

    War eine gute Erfahrung.

    Viel Spaß 😎 beim
    Experimentieren!

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    • Du schreibst immer sehr analytisch, quasi über den Dingen stehend. So als quasi schon erkannt Habender. Dadurch im Wissen, was den anderen noch abgeht. Schön, wenn man eine solche Selbstsicherheit in sich trägt, hinzustehen.

      Nur: Wenn ich schreibe, dass ich verstehe, dass nicht jeder kaltes Wasser mag, und denke, dass es auch nicht jeder mögen muss, weil einer vielleicht eher der Wanderer als der Schwimmer ist, heisst nicht, dass ich selber nie geschwommen bin, es gehasst hätte, es nie mögen möchte, aus irgend einer Erfahrung heraus schreibe. Es heisst bloss: Ich verstehe, dass es so ist. Und: Nicht jeder muss das mögen, können, schon getan haben. In meinen Augen. Leben sind individuell.

      Mit besten Grüssen

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  4. Hallo Sandra!

    Sandra: „Du schreibst immer sehr analytisch“

    Ich selber würde es eher „betrachtend“ nennen.

    Die Text-Sequenzen in „“ stelle ich voran, damit jeder sofort wissen kann, worauf ich mich beziehe.

    Sandra: „…quasi über den Dingen stehend“

    Ja, da ist was dran: Angenommen du hast ein Problem; lösen kannst du es nicht aus der Froschperspektive, sondern nur aus der Draufsicht. Dann stehst du „über den Dingen“.

    Den zweiten Teil hab ich nicht verstanden. Mein erstes Schwimm-Erlebnis sollte bloß ein Beispiel dafür sein, daß es sich lohnt, gelegentlich Neues oder Fremdes zu probieren und daß es oft nicht sinnvoll ist, auf das Eintreffen des Mutes zu warten. Bezogen hierauf:

    Sandra: „…Mut. Den wünsche ich mir.“

    Abendgrüße! ⭐
    von Nirmalo

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