2. Mai

„Wenn du gehst, geh; wenn du sitzt, sitze; wenn du bist, sei!“ (Osho)

Wir können uns angestrengt aufs Meditationskissen setzen, tagelang Atemachtsamkeit üben. Auch können wir eifrig Yogastellungen auf der Yogamatte praktizieren. Nur: Wenn wir die Achtsamkeit nicht ins Leben hineintragen, sie nicht im Alltag integrieren bei dem, was gerade anfällt, wird sie uns nichts von all dem offenbaren, was sie für unser Leben bewirken könnte.

Achtsamkeit fängt im Alltag an. Sie fängt bei ganz alltäglichen Dingen wie kochen, waschen, putzen an, geht weiter über unsere Wahrnehmung von Situationen im Leben und unseren Umgang mit Menschen. Achtsamkeit bedeutet, in jedem Moment ganz bei dem zu sein, was wir gerade tun. Wenn wir kochen, kochen wir. Wir schneiden bewusst das Gemüse klein, nehmen es wahr, riechen es, spüren den Widerstand beim Durchschneiden. Wir mischen die Zutaten, rühren, riechen, schmecken, sehen, fühlen auch den Dampf aus dem Topf auf unserer Haut beim Umrühren. Und wenn das Essen fertig ist, essen wir es mit derselben Achtsamkeit.

Diese Art von Achtsamkeit im Alltag können wir zu jeder Zeit an jedem Ort praktizieren. Worauf warten wir noch?

4 Comments

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  1. Hm. Das klingt stark danach, als könne es rasch in verkrampften Stress ausarten. Und dann: nein danke! Wenn ich lebe, lebe ich. Und wenn ich NICHT wahrnehmen will, dass ich gerade einen faden Beitrag schreiben, doofes Gemüse schnipseln, ein diätmäßig schmeckendes Essen zu mir nehmen muss, dann ignoriere ich das. Ganz automatisch und ohne jede Achtsamkeitsanstrengung. Ich mag dieses Modewort einfach nicht, sorry.

    Gefällt 2 Personen

    • Das darf so sein, jeder wie er mag. Und ja, das Modewort und alle damit verbundenen Kurse, Ausbildungen und ähnliches mag ich auch nicht. Einige Inhalte und Gedanken aber sehr.

      Gefällt 1 Person

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