Der Wunsch, geliebt zu werden

Philosophische Praxis

Wir alle wollen geliebt werden. Und oft wurde uns vermittelt, dass wir etwas zu leisten hätten, auf eine gewisse Art zu sein hätten, damit man uns liebt. Und so versuchen wir dann, so zu sein, wie wir sein sollen. Manchmal sind wir dann ziemlich weit von dem entfernt, wer wir selber sind oder wären, wir hoffen aber, dadurch liebenswerter zu werden – weil wir ja die Vorgaben erfüllen. Nur: Sehr oft gelingt das nicht, denn solche Scheinidentitäten wirken so, wie sie sind: Aufgesetzt, nicht authentisch.

Bei Lichte betrachtet, ist es auch nicht wirklich liebenswert, aus purem Opportunismus etwas vorzuspielen, was gar nicht stimmt. Das ist in dem Falle aber oft egal, denn: Der Zweck heiligt die Mittel. So belassen es manche dabei und fahren vordergründig gut. Zwar werden sie nicht wirklich geliebt, aber sie haben Erfolg. Das deckt eine Zeit lang die Ur-Sehnsucht nach Liebe, dient quasi als Ersatz. Bleibt…

Ursprünglichen Post anzeigen 398 weitere Wörter

2 Comments

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  1. Ich setze mich mit diesem Thema, immer wieder bezüglich der Eltern- Kind Rollen auseinander. Das Drama des begabten Kindes war zum beispiel so eine Lektüre.
    Das Fundament der Selbstliebe wird schon in frühen Jahren gelegt.

    Gefällt 1 Person

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