Ich möchte fliegen,
brauch’ den Boden,
möchte frei sein,
brauch’ den Halt.
Ich möchte eilen,
brauche Ruhe,
möchte schweben,
tauche tief.
Hier sitze ich
und möchte wollen,
doch ich muss nehmen,
was ich brauch.
Denkzeiten – Sandra von Siebenthal
Philosophie und Lebens-Kunst
Ich möchte fliegen,
brauch’ den Boden,
möchte frei sein,
brauch’ den Halt.
Ich möchte eilen,
brauche Ruhe,
möchte schweben,
tauche tief.
Hier sitze ich
und möchte wollen,
doch ich muss nehmen,
was ich brauch.
Träume waren’s,
schöne, bunte,
Sonnenstrahlen
in der Nacht.
Wolken kamen,
legten langsam
dichte Schleier
vor den Schein.
Zurück bleibt Dunkel,
bleibt die Nacht,
Ich schlafe ein und
such den Traum.
Sie schaute ihn an, er schaute zurück.
Sie nippte am Wein.
Ihr Schoss wurde nass.
Daneben gekippt .
Du reichst mir die Hand,
ich nehme sie an.
Du blickst zu mir hin,
ich fühl mich geseh’n.
Du läufst mit mir los,
vor uns liegt der Weg.
Ich nehm’ deine Hand
und fühle den Halt.
Ich seh’ deinen Blick,
bin nicht mehr allein.
Mit dir geh’ ich weiter,
als ich je geglaubt,
mit dir scheint das möglich,
was ich mir erhofft..
wohin gehst du?
fragte ich mich
und wusst’ es nicht.
Was ist das Ziel.
wo der Weg?
Ich fand ihn nicht.
Wer hält dich,
wenn du fällst?
Ich sah um mich.
Wer trägt dich,
wenn du müde bist?
da kam die Nacht.
ich fragte dich
du sagtest nichts.
du wolltest nicht
ver-antworten
was ich Fragende
hören könnte.
ausgesprochen
nichts sagend
Scheisse ist,
wenn du fühlst,
was dir gut tut,
aber merkst,
dass du es
nicht leben kannst.
Oder kannst du?
Siehst es nicht?
Oder musst du?
Kannst es nicht?
Oder willst du?
Solltest nicht?
Auf dem Felsen
läuft er stetig bis zum
Abgrund hin.
Schwingt den Kopf
und stösst an Grenzen,
kann nicht flieh’n.
Was ihm bleibt, ist einerlei.
Wie ein Pendel
bis es steht.
Scheisse!
Mein Wort
zur Nacht.
Unschön?
Ach was.
Kurz,
prägnant,
einprägsam!
Zu kurz gegriffen?
Absolut.
Aber:
Wen kümmert’s?
Feierabend.
Wollte frei sein
stiess an Stäbe,
wollte fliehen,
sah die Tür.
Konnte rütteln,
konnte schreien,
kein Entkommen,
alles zu.
Bei dem Sehnen,
all dem Langen,
vergass ich eines,
sah es nicht.
Was ich hatte,
was auch gut war,
wär vergangen,
wär ich weg.
Frei von Ketten,
frei von Schönem,
kommt das Eine,
folgt der Rest.
Einen Preis,
muss ich wohl zahlen,
was mir bleibt,
ist meine Wahl.
Ich rieche dich
an mir
nehme dich
in meinen Traum
fühle dich
in mir
versinke
bleibe
verlieb dich nicht
in mich
reicht es nicht,
dass ich hier sitze?
ich mag nicht mehr,
es sitzt sich schlecht.
zieh deiner Wege,
freue dich.
ich sitze noch,
und geh dann auch
wohin auch immer.
kümmert es?
Keine Worte
Nur noch Fühlen.
Schreibe nieder,
streiche durch.
Fliege hoch
und tauche nieder.
Frage viel
und weiss doch nichts.
Wo führt es hin,
was wird es werden?
Es fehlt die Antwort,
fehlt das Ziel.
Gib mir ein Zeichen,
zeig’mir Wege.
Ich möcht’ sie sehen,
werde sie geh’n.
Was wirklich zählt?
Das ist nur eines:
Wir geh’n zusammen,
geh’n als wir.
Die Jugend ist ja gar verdorben,
was wird nur noch aus unsrem Morgen.
Es ist ein Elend – merkt euch des,
das sagte schon der Sokrates.
©Sandra Matteotti
Ich stelle mir vor,
das Wasser wäre deine Hand,
die mich zärtlich berührt,
sanft über meine Haut gleitet,
jeden Winkel erkundet.
Ich stelle mir vor,
der Schaum wäre dein Kuss,
der prickelt auf meiner Haut,
mir einen Schauer über den Rücken jagt,
indem er über meinen Körper perlt.
Ich stelle mir vor,
die Hitze, die mich durchdringt,
käme von dir,
weil deine Hände
und deine Küsse
tun, was sie tun.