verbissen ins leben,
verdorben für alles,
was leicht nur wäre.

verloren für genuss,
weil zwang nur herrscht
des noch mehr tuns.

sitzend im café
der möglichkeiten,
keine wählend,

weil freiheit nicht geht
wo druck schlicht
ein muss.

fragen verstummten
ob blindem gehorsam
ohne sinn.

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Für die abc.etüden, Woche 12/13 des Jahres 2019: Die Worte stammen in dieser Woche von Rina und ihrem Blog Geschichtszauberei und lauten: café, verdorben, beissen

Der obligatorische Etüden-Disclaimer: Die Headline heißt: 3 Begriffe in maximal 300 Wörtern (und ja, ich meine das so. 300. NICHT MEHR!).

Der Ursprungspost: HIER

Ich habe schon lange keine Nominierung mehr angenommen oder Fragen beantwortet. Heute wurde ich nicht nominiert, aber inspiriert. Und da ich grad lustig bin, mache ich mich doch mal ans Werk.

Stein des (durchwegs positiven) Anstosses war mein lieber Freund Arno mit diesem Beitrag: HIER

Und hier haben wir die 11 Fragen, alles aus Arnos Lieblingsbereich, wie mir scheint: Kochen und essen:

  1. Warum isst du Fleisch/ kein Fleisch?
  2. Welches Gesetz würdest du im Bundestag verabschieden, um Tiere besser zu schützen?
  3. Was ist der größte Irrtum bei Lebensmitteln, den du immer schon mal aufdecken wolltest?
  4. Gibt es einen genialen Küchentrick, welchen du noch nie verraten hast? Welcher ist das?
  5. Wenn du Gäste mit Essen beeindrucken willst, was zauberst du dann in der Küche?
  6. Erfindest du eigene Rezepte, und wie machst du das?
  7. Woher bekommst du deine Inspirationen? Kochbuch, TV, Internet?
  8. Du hast einen eigenen Garten. Was pflanzt du an? Blumen, Obst und Gemüse oder reicht dir eine schöne Wiese?
  9. Was ist derzeit dein Lieblingsrezept, egal von wem?
  10. Lässt du Besucher gerne in deine Kochtöpfe gucken oder bist du lieber alleine?
  11. Hast du ein ökologisches Projekt für 2019 oder die nahe Zukunft, und was wäre das?

Meine Antworten:

  1. Ich war viele Jahre/Jahrzehnte sogar Vegetarier, dies hauptsächlich aus ethischen Gründen. Heute esse ich gerne Fleisch, da es mir sehr schmeckt und ich auch merkte, dass mein Körper Fleisch braucht. Zudem bin ich immer der Meinung, dass ein bewusster Umgang mit Nahrung (und generell) sinnvoller ist als Ge- und Verbote.
  2. Bestimmungen, die generell dem Tierwohl zugute kommen. Tiere dürfen Nutztiere sein, aber sie sollen die Zeit, die sie leben, ein schönes und erfülltes Leben haben dürfen. Leben beinhaltet den Prozess des Sterbens immer mit. Ein Zuwiderhandeln sollte nach gleichen Massstäben wie entsprechende Strafen in Bezug auf Menschen geahndet werden: Tierquälerei ist Körperverletzung und soll entsprechend bestraft werden.
  3. Ich denke nicht, dass ich etwas neu aufdecken kann, da mir dazu das nötige Fachwissen fehlt. Was ich aber immer wieder anprangere, sind die nicht totzukriegenden Mythen, dass gewisse Lebensmittel gut, andere schlecht sind, einige dick machen, andere nicht. Es ist bei allem immer das Mass, das entscheidet.
  4. Vorbereitung ist alles. Ich koche praktisch jedes Essen frisch und mit frischen Zutaten und brauche kaum je länger als eine halbe Stunde (wenn keine langen Garzeiten nötig sind). Ein kurzes Überdenken des richtigen Ablaufs entkräftet jedes Argument, dass man leider keine Zeit zum kochen hätte.
  5. Selbstgemachtes Apéro-Gebäck kommt immer gut an (und ich liebe es selber sehr). Dann: Ich mag niedergegartes Fleisch sehr gerne, mariniere es immer wieder anders. Vorab einen nicht alltäglichen Salat, gerne auch eine Mischung aus fruchtig-süss und herzhaft, hinterher selbstgemachtes Eis.
  6. Ich lasse mich gerne von Geschmackskombinationen inspirieren und probiere diese dann auf meine eigene Weise aus. Auch kombiniere ich gerne Dinge, die ich mag zu neuen Menus.
  7. Kochbücher und Internet. Pinterest ist dafür eine Goldgrube. Würde ich all meine gesammelten Rezepte da mal kochen wollen, hätte ich mein Leben lang zu tun. Ich koche aber, um ehrlich zu sein, selten nach Rezept, sondern variiere dann immer hier und da.
  8. Ich habe einen Garten, aber keinen grünen Daumen. Das höchste der Gefühle sind Kräuter, die sogar teilweise wuchern. Ansonsten belasse ich es bei einer Wiese, träume aber jedes Jahr davon, doch mal einen Gemüsegarten haben zu wollen…
  9. Ich habe kein Lieblingsrezept. Aktuell liebe ich ganz schlicht Fleisch vom Grill (das ich selber mariniere) und Salat. Das könnte ich täglich essen. Für Gäste kochte ich kürzlich ein Schweinefilet in Whiskeymarinade – das war sehr lecker. Ebenso ein Kalbskotelett mit Kräuterkruste aus dem Ofen… Aber Lieblingsrezepte würde ich die nicht nennen. Geschmortes Kaninchen wäre das Lieblingsrezept des von mir mehrheitlich Bekochten.
  10. Unterhaltung und Gesellschaft habe ich gerne, aber in die Töpfe blicken oder gar Ratschläge geben gar nicht.
  11. Ich versuche nur, meine eigene Ökologiebilanz in einem akzeptablen Rahmen zu halten.

Nominieren werde ich niemanden. Ich würde mich aber natürlich freuen, wenn jemand die folgenden Fragen interessant fände und sie beantwortet:

  1. Hast du ein Hobby, etwas, bei dem plötzlich alles wie von selber fliesst, du alles um dich vergisst?
  2. Hast du einen Wohlfühlort, von dem du weißt: Wenn ich da bin, dann fühle ich mich wohl, dann geht es mir gut?
  3. Wenn es dir nicht gut geht, was tust du, um das zu ändern?
  4. Fallen dir auf Anhieb drei Stärken von dir ein?
  5. Bist du nachtragend oder denkst du eher schnell „vergeben und vergessen“?
  6. Hast du einen Traum, den du gerne noch verwirklichen würdest?
  7. Gibt es etwas, das du bereust in deinem Leben?
  8. Wenn dir eine Fee drei Wünsche (egal was) erfüllen würde, du aber etwas von dem, was du hast (nicht zwingend materiell) abgeben müsstest, ohne zu wissen was, würdest du es tun?
  9. Kämpfst du lieber dafür, Unrecht aus der Welt zu schaffen, oder aber dafür, Gutes in die Welt zu bringen?
  10. Bist du frei in deinem Tun und wollen? Wenn nicht, wer bestimmt?
  11. Wenn du noch einen Tag zu leben hättest, wie würdest du ihn verbringen?

 

Einst kam vom Hof die Steiner Liesel
daher ganz flott und so pompös,
sie wollt fürs Auto Biodiesel,
weil Umweltschutz sei gar famös.

Der Garagist, der schaute gross
und meinte knochentrocken:
„Von Diesel lass die Hände bloss,
sonst wird dein Wagen bocken.“

„Dann lauf ich halt anstatt zu fahren,
das gäbe erstens stramme Waden,
und da sie viel zu bleich auch waren,
könnten’s dann gleich sonnenbaden.

Zudem ist das Laufen gar
noch schonender als Diesel,
und eines ist ja eh mal klar:
Ich bin flink ganz wie ein Wiesel.“

Der Mann schaute noch grösser nun,
verstand die Welt gar nimmer,
das war ja ein verrücktes Huhn,
nein: Die war noch schlimmer.

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Für die abc.etüden, Woche 30.18: 3 Worte, maximal 10 Sätze. Die Wortspende für die Textwoche 30.18 kommt von Yvonne von umgeBUCHt

Sie lautet: Biodiesel, pompös, sonnenbaden

Der Ursprungspost:HIER

Sie: „Ganz schön schwül heute…. UIIIIIII, was war das denn?“

Er: „Ich könnte dir das natürlich gleich verraten, aber das wäre nur halb so lustig, drum rate mal – du hast drei Versuche.“

Sie: „Nicht dein Ernst, oder? Du weißt genau, dass ich solche Spiele hasse, nun spuck schon aus.“

Er: „Nun sei doch keine Spassbremse, rate!“

Hätte er mal gesehen, was sie in der Hand hält, er hätte gesagt, dass es eine Fledermaus war, die in dunkelster Nacht und damit ungesehen, lautlos und nur durch den nahen Lufthauch gefühlt an ihr vorbeischwirrt war und sie erschreckt hatte.

Die Moral von der Geschicht’?

Provoziere erschreckte Frauen nicht, schon gar nicht mit besserwisserischen Ratespielchen… die Polizei fand nur das blutüberströmte Messer neben seiner Leiche und glaubte der immer noch erschreckt wirkenden Frau (die zwei Semester an der Schauspielschule waren also doch für etwas gut gewesen – man sollte Weiterbildungen nie unterschätzen, auch wenn sie nicht gleich eingesetzt werden können), dass es Notwehr war aufgrund der Todesangst, die ihr eine aus dem Nichts auftauchende und hautnah durchhuschende Gestalt eingejagt hätte….

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Für die abc.etüden, Woche 28.18: 3 Worte, maximal 10 Sätze. Die Wortspende für die Textwoche 28.18 kommt von Natalie aus dem Fundevogelnest

Sie lautet: Fledermaus, schwül, verraten

Der Ursprungspost: HIER

Die Sprache verroht, es
ist ein Vergehen.
Worte, sie sterben,
was kommt, ist nur Bruch.

Was früher mal hold, ist
heute voll krass und
Schönes, das nennen sie
fett und voll geil.

Ich wünschte, es gäb’
eine Sprachpolizei, die
kümmerte sich um
diesen Verfall.

Dann würden wir reden,
wie Goethe einst schrieb und
hätten uns sicher
auch wieder lieb.

Denn Sprache, sie bildet
Charakter und Denken,
sie formt so den Menschen
in seinem Sein.

Drum wähle die Worte
behutsam und klug, denn
was du heut sagst, wirst
du morgen sein.

©Sandra Matteotti

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Für die abc.etüden, Woche 27.18: 3 Worte, maximal 10 Sätze. Die Wortspende für die Textwoche 27.18 kommt von Werner Kastens (wkastens.wordpress.com)

Sie lautet: Sprachpolizei, verroht, vergehen

Der Ursprungspost: HIER

Ab und an macht die blosse Artikulation den anderen so misslaunisch, dass es schwer ist, nochmals ans wirkliche Thema anzukoppeln – geschweige denn an die Beziehung.

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Für die abc.etüden, Woche 19.18: 3 Worte, maximal 10 Sätze. Die Wortspende für die Textwoche 11.18 kommt von Frau M.Mama (meinnameseimama.com)

Sie lautet: Artikulation, misslaunisch, koppeln

Der Ursprungspost: HIER

Ich habe geschrieben,
dir ganz viele Briefe,
und habe versiegelt,
all meine Worte.
Bin in Gedanken geschlendert,
getaucht in Gefühl.

Ich möchte mit Pfauen
augen dich sehen
und nie mehr nur
eine Minute hier stehen,
wenn du nicht hier bei und
neben mir stehst.

Ich möchte dich brauchen
und auch vermissen.
Ich möchte dich küssen,
und nie wieder missen.
Ich möchte so gerne
schlicht mit dir nur sein.

Doch was ich geschrieben,
steckt hinter den Siegeln,
die niemand gebrochen,
da niemand gewahr.
So bleibt mein Geheimnis, was
ich dir sagen will.

Du drehst deine Runden
und weißt von nichts, nicht
von Gefühlen zu dir.
Und doch fühle ich mich
dir tief drin im Herzen
so unendlich nah.

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Für die abc.etüden, Woche 11.18: 3 Worte, maximal 10 Sätze. Die Wortspende für die Textwoche 11.18 kommt von Natalie aus dem Fundevogelnest

Sie lautet: Pfauenauge, versiegelt, schlendern.

Der Ursprungspost: HIER