Fragestunde: 11 Antworten und 11 neue Fragen

Ich habe schon lange keine Nominierung mehr angenommen oder Fragen beantwortet. Heute wurde ich nicht nominiert, aber inspiriert. Und da ich grad lustig bin, mache ich mich doch mal ans Werk.

Stein des (durchwegs positiven) Anstosses war mein lieber Freund Arno mit diesem Beitrag: HIER

Und hier haben wir die 11 Fragen, alles aus Arnos Lieblingsbereich, wie mir scheint: Kochen und essen:

  1. Warum isst du Fleisch/ kein Fleisch?
  2. Welches Gesetz würdest du im Bundestag verabschieden, um Tiere besser zu schützen?
  3. Was ist der größte Irrtum bei Lebensmitteln, den du immer schon mal aufdecken wolltest?
  4. Gibt es einen genialen Küchentrick, welchen du noch nie verraten hast? Welcher ist das?
  5. Wenn du Gäste mit Essen beeindrucken willst, was zauberst du dann in der Küche?
  6. Erfindest du eigene Rezepte, und wie machst du das?
  7. Woher bekommst du deine Inspirationen? Kochbuch, TV, Internet?
  8. Du hast einen eigenen Garten. Was pflanzt du an? Blumen, Obst und Gemüse oder reicht dir eine schöne Wiese?
  9. Was ist derzeit dein Lieblingsrezept, egal von wem?
  10. Lässt du Besucher gerne in deine Kochtöpfe gucken oder bist du lieber alleine?
  11. Hast du ein ökologisches Projekt für 2019 oder die nahe Zukunft, und was wäre das?

Meine Antworten:

  1. Ich war viele Jahre/Jahrzehnte sogar Vegetarier, dies hauptsächlich aus ethischen Gründen. Heute esse ich gerne Fleisch, da es mir sehr schmeckt und ich auch merkte, dass mein Körper Fleisch braucht. Zudem bin ich immer der Meinung, dass ein bewusster Umgang mit Nahrung (und generell) sinnvoller ist als Ge- und Verbote.
  2. Bestimmungen, die generell dem Tierwohl zugute kommen. Tiere dürfen Nutztiere sein, aber sie sollen die Zeit, die sie leben, ein schönes und erfülltes Leben haben dürfen. Leben beinhaltet den Prozess des Sterbens immer mit. Ein Zuwiderhandeln sollte nach gleichen Massstäben wie entsprechende Strafen in Bezug auf Menschen geahndet werden: Tierquälerei ist Körperverletzung und soll entsprechend bestraft werden.
  3. Ich denke nicht, dass ich etwas neu aufdecken kann, da mir dazu das nötige Fachwissen fehlt. Was ich aber immer wieder anprangere, sind die nicht totzukriegenden Mythen, dass gewisse Lebensmittel gut, andere schlecht sind, einige dick machen, andere nicht. Es ist bei allem immer das Mass, das entscheidet.
  4. Vorbereitung ist alles. Ich koche praktisch jedes Essen frisch und mit frischen Zutaten und brauche kaum je länger als eine halbe Stunde (wenn keine langen Garzeiten nötig sind). Ein kurzes Überdenken des richtigen Ablaufs entkräftet jedes Argument, dass man leider keine Zeit zum kochen hätte.
  5. Selbstgemachtes Apéro-Gebäck kommt immer gut an (und ich liebe es selber sehr). Dann: Ich mag niedergegartes Fleisch sehr gerne, mariniere es immer wieder anders. Vorab einen nicht alltäglichen Salat, gerne auch eine Mischung aus fruchtig-süss und herzhaft, hinterher selbstgemachtes Eis.
  6. Ich lasse mich gerne von Geschmackskombinationen inspirieren und probiere diese dann auf meine eigene Weise aus. Auch kombiniere ich gerne Dinge, die ich mag zu neuen Menus.
  7. Kochbücher und Internet. Pinterest ist dafür eine Goldgrube. Würde ich all meine gesammelten Rezepte da mal kochen wollen, hätte ich mein Leben lang zu tun. Ich koche aber, um ehrlich zu sein, selten nach Rezept, sondern variiere dann immer hier und da.
  8. Ich habe einen Garten, aber keinen grünen Daumen. Das höchste der Gefühle sind Kräuter, die sogar teilweise wuchern. Ansonsten belasse ich es bei einer Wiese, träume aber jedes Jahr davon, doch mal einen Gemüsegarten haben zu wollen…
  9. Ich habe kein Lieblingsrezept. Aktuell liebe ich ganz schlicht Fleisch vom Grill (das ich selber mariniere) und Salat. Das könnte ich täglich essen. Für Gäste kochte ich kürzlich ein Schweinefilet in Whiskeymarinade – das war sehr lecker. Ebenso ein Kalbskotelett mit Kräuterkruste aus dem Ofen… Aber Lieblingsrezepte würde ich die nicht nennen. Geschmortes Kaninchen wäre das Lieblingsrezept des von mir mehrheitlich Bekochten.
  10. Unterhaltung und Gesellschaft habe ich gerne, aber in die Töpfe blicken oder gar Ratschläge geben gar nicht.
  11. Ich versuche nur, meine eigene Ökologiebilanz in einem akzeptablen Rahmen zu halten.

Nominieren werde ich niemanden. Ich würde mich aber natürlich freuen, wenn jemand die folgenden Fragen interessant fände und sie beantwortet:

  1. Hast du ein Hobby, etwas, bei dem plötzlich alles wie von selber fliesst, du alles um dich vergisst?
  2. Hast du einen Wohlfühlort, von dem du weißt: Wenn ich da bin, dann fühle ich mich wohl, dann geht es mir gut?
  3. Wenn es dir nicht gut geht, was tust du, um das zu ändern?
  4. Fallen dir auf Anhieb drei Stärken von dir ein?
  5. Bist du nachtragend oder denkst du eher schnell „vergeben und vergessen“?
  6. Hast du einen Traum, den du gerne noch verwirklichen würdest?
  7. Gibt es etwas, das du bereust in deinem Leben?
  8. Wenn dir eine Fee drei Wünsche (egal was) erfüllen würde, du aber etwas von dem, was du hast (nicht zwingend materiell) abgeben müsstest, ohne zu wissen was, würdest du es tun?
  9. Kämpfst du lieber dafür, Unrecht aus der Welt zu schaffen, oder aber dafür, Gutes in die Welt zu bringen?
  10. Bist du frei in deinem Tun und wollen? Wenn nicht, wer bestimmt?
  11. Wenn du noch einen Tag zu leben hättest, wie würdest du ihn verbringen?

 

7 Comments

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  1. Hallo Sunny, deine Antworten 5 und 9 klingen sehr verfüherisch. Bei Nr. 2 stimme ich dir voll zu. Ein Tier mag geschlachtet werden, aber auf dem Weg dahin sollte es wirklich artgerecht gehalten werden, und wenn das mehr Geld kostet, ist das eben so! Auch deine Fragen sind sehr ansprechend, und fast bin ich versucht mich daran zu probieren 😉

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  2. Ein Hobby, bei dem ich alles vergesse? Das ist tatsächlich kochen, denn da bin ich im Tunnel 🙂 Mein Wohlfühlort ist immer die Nähe meiner Frau, aber als tatsächliche Umgebung wäre es die Küche (ich komme gerade etwas eindimensonial rüber, gelle 🙂 ). Wenn ich schwere Phasen habe, lege ich mich hin und konzentriere mich auf gute Dinge. Dafür habe ich eine ganze Zeit gebraucht, aber jetzt kann ich innerhalb einer Stunde mein Gemüt positiver stimmen. Drei Stärken klingt wie beim Bewerbungsgespräch, und jeder sieht Stärken etwas anders. Ich gebe wirklich nicht schnell auf, ich kann zum Kotzen ehrlich sein und bin sehr loyal, solange mir dieselbe Eigenschaft entgegengebracht wird. Das klingt erst einmal gut, kann aber für den Gegenüber anstrengend werden 😉 Ich war nie nachtragend und ein durchweg versöhnlicher Mensch, es sei denn meine rote Linie wurde überschritten, dann findet mein weiteres Leben ohne den anderen statt! Mein Traum wäre eine sehr lange Reise durch Südamerika und sogar die Antarktis, zu all den Orten, welche ich schon beschrieben habe 🙂 Ich bereue tatsächlich nichts, denn ich habe alles immer so gemacht, dass ich mit den Konsequenzen leben konnte, falls es welche gab. Für drei Wünsche könnte ich auf Materielles gut verzichten, denn ich hänge da an nichts, doch bei anderen Werten verzichte ich lieber auf die gute Fee 😉 Ich bringe lieber Positives in die Welt, weil ich nach 20 Jahren gemerkt habe, dass es eine Menge Kraft kostet gegen Windmühlen zu kämpfen! Ich unterwerfe mich nicht wirklich zivilen Zwängen und bin zumindest derzeit finanziell unabhängig, aber wer ist schon wirklich frei? An meinem letzten Tag würde ich mit meinen lieben Menschen einfach nur draußen sitzen wollen, etwas essen, Musik hören und du wärst idealerweise dabei. Danke, dass ich hier nochmal mitmachen durfte 🙂

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  3. Ich mag Deine bodenständigen Antworten. Auch ich war viele Jahre Vegetarierin, hatte aber während der Schwangerschaft wieder Fleisch zu essen angefangen und gemerkt, dass es mir gut tut. Tiergerechte Haltung auf jeden Fall. Immer frisch zubereitet… könnte ich mich verbessern,… zum Glück werde ich von meinem Mann kräftig unterstützt. Er liebt es, neue Gerichte auszuprobieren…. Ganz liebe Grüße. Priska

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