11. Juni

„Sei dankbar für das, was du hast; warte auf das übrige und sei froh, dass du noch nicht alles hast; es ist auch ein Vergnügen, noch auf etwas zu hoffen.“ (Seneca)

Es gibt ein Lied von Queen, in dem es heisst: „Ich will alles und ich will es jetzt.“ Wie oft sind wir getrieben von unserer Ungeduld, von unserem Wunsch – oft Drang, fast schon Zwang – Dinge haben zu wollen. Und zwar sofort. Dieses dringende Bedürfnis nach Erfüllung der eigenen Wünsche kann so weit gehen, das Leben zu dominieren.

Von den eigenen Wünschen beherrscht wird man so zum Sklaven, der immer neuen Wünschen hinterher rennt, denn: Sie hören nie auf. Kaum ist einer erfüllt, zeigt sich der nächste. Die Freude an der Erfüllung hält immer weniger lange an.

Bei Lichte betrachtet: Wünsche zu haben, ist schön. Sie erfüllt zu kriegen, ebenso. Aber wären alle erfüllt, wir am Ziel all unserer Träume: Wäre das wirklich erstrebenswert? Und: Was verpassen wir an Freude, wenn wir nur immer gleich dem nächsten Wunsch hinterher rennen? Statt einfach mal innezuhalten, zu sehen, was ist, was gut ist, und dankbar zu sein?

10. Juni

„Nur freie Menschen sind einander wahrhaft dankbar.“ Baruch de Spinoza

Wer kennt sie nicht: Die Mutter, die ihrem Kind sagt, es solle sich bedanken. Sie sagt es im Befehlston. Das Danke des Kindes (wenn es denn kommt) klingt dementsprechend mehr nach Pflichterfüllung denn als Herzensangelegenheit. Und die Freude über einen solchen Dank ist eher klein.

Dankbarkeit lässt sich nicht erzwingen. Sie ist ein Geschenk. Schön, wer sie spürt und ihr Ausdruck verleihen kann.

9. Juni

„Das Undankbarste, weil Unklügste, was es gibt, ist Dank erwarten oder verlangen.“ Theodor Fontane

Hilfe, die nur darauf abzielt, als Held dazustehen und die grosse Dankbarkeit zu erwarten, ist eigentlich keine ehrliche Hilfe, sondern eine Selbstdarstellung. Zwar mag es durchaus sein, dass dem anderen dadurch trotzdem geholfen ist, aber das gute Gefühl bleibt oft bei beiden aus: Man selber weiss, dass das eigene Tun nicht von Herzen kommt, darum bringt es keine Freude. Der andere spürt dasselbe und fühlt sich in der Schuld.

Was ist die Motivation hinter meinem Tun? Wieso helfe ich anderen Menschen? Wieso bin ich für andere da? Tue ich es, weil es mir ein Anliegen ist, dass es ihnen gut geht, oder tue ich es nur, um selber besser dazustehen? Folge ich meinem Herzen oder dem Spruch „Tue Gutes und sprich darüber“?

8. Juni

„In jede hohe Freude mischt sich eine Empfindung der Dankbarkeit.“ Marie von Ebner-Eschenbach

Das Leben ist kein Ponyhof und nicht immer sind die Tage hell und heiter. Schicksalsschläge, schwierige Situationen und Lebensumstände können ganz schön auf dem Magen liegen und aufs Gemüt schlagen.

Wie schön sind dagegen die fröhlichen, beschwingten Tage. Wie gut fühlt es sich an, sich freuen zu können, zu lachen. Es sind Tage, an denen eine grosse Dankbarkeit mitschwingt, dass es sie gibt. Sie zeigen nicht nur das Leben von seiner schönen Seite und lassen dich lebendig fühlen, sie helfen auch, die anderen Tage zu tragen.

7. Juni

„Was ist vergesslicher als Dankbarkeit?“ Friedrich von Schiller

Wem wolltest du schon lange mal danke sagen, hast es aber immer vergessen? Wer war da für dich, als du jemanden brauchtest, und du hast ihm nie gesagt, wie viel dir das bedeutet hat? Wer hat dir einen Abend versüsst, einen wunderbaren Tag beschert, dir ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert?

Heute wäre ein guter Tag, danke zu sagen.

Neue Lerninhalte braucht das Kind

Es gibt ein Zitat von Buddha, welches in etwa so lautet:

„Ich lehre euch nicht alle Dinge, die ich weiss, denn ich glaube nicht, dass sie für eure Transformation, eure Heilung und euer Glück wichtig sind. Ich biete euch nur die Dinge an, die ihr wirklich braucht.“

Wie schön wäre es, in unseren Klassenzimmern ginge es genauso zu und her? Wie lebensnah und förderlich wäre es, Lehrer würden Kindern das vermitteln, was sie wirklich brauchen für ihr Leben, für ihr Bestehen in dieser Welt, statt sie mit (so oft unnützem) Wissen abzufüllen?

Wissen ist nicht per se zu verdammen, Wissen ist etwas Wunderbares. Doch es ist nicht primär wichtig. Primär müssten Kindern das lernen, was sie für ihr Leben in der Welt, wie sie sich ihnen präsentiert, brauchen. Faktenwissen, das jeder Computer besser memoriert, gehört da eher nicht dazu, eher sind Fähigkeiten, Werte und soziale Kompetenzen gefragt – all das, was Menschen vom Computer unterscheiden, all das, was Menschen in dieser Welt die Möglichkeit bietet, in ihr zu bestehen und in einem Miteinander zu existieren.

Kinder wollen lernen. Kinder lernen von Natur aus immer. Doch wenn man sie mit Gewalt, Zwang, auch Wut und gar Verzweiflung dazu bringen will, die von einem lebensfremden Bildungsplan auferlegten Inhalte in den Kopf zu beigen, verleidet man ihnen nicht nur oft das Lernen, man macht sie auch krank. Dies oft in mehrfacher Hinsicht. Es gab noch nie eine Zeit, in welcher Kinder so viel krank waren: Depressionen, Burnouts, Suchtkrankheiten – all diese und noch einige mehr sind auf dem Vormarsch. Kinder stehen unter Druck. Und sie merken tief drin wohl auch, wenn man ihnen nicht jegliche Intuition bereits ausgetrieben hat, dass das, was sie tagtäglich vorgesetzt kriegen, mit ihrem Leben herzlich wenig zu tun hat. Dies wohl umso mehr, je intelligenter sie sind, weil sie dann selber erkennen, dass all das Faktenwissen zu leicht abrufbar wäre, würde man sich dem Stand der Welt anpassen und sich nicht so verhalten in der Schule, als ob Computer und all das abrufbare Wissen nicht existierte.

Das heutige Schulsystem leidet unter einem Scheuklappendenken. Es versucht krampfhaft ein Lehrkonzept zu erhalten, das schon vor 200 Jahren überholt war. Es versucht krampfhaft, Wissensinhalte zu vermitteln, die in einer Zeit wie heute nicht mehr adäquat sind in der Form. Es versucht krampfhaft, sich selber weiter am Leben zu erhalten durch das Blockieren innovativer Zugänge zu einem neuen Lernen, zu einer neuen Form von Schule.

Wenn Schule überhaupt noch nötig ist – und ja, ich denke, in der heutigen Form ist sie das nicht -, müsste man zuerst einmal hinschauen, was Kinder wirklich brauchen. Heute und für morgen. Kinder haben Bedürfnisse: Das erste ist, geliebt zu werden. Werden Kinder geliebt, lieben sie auch – es entsteht eine Beziehung. Diese Beziehung ist die wichtigste Grundlage überhaupt. Auf ihr baut alles Weitere auf. Ein zweites ist, zu verstehen. Kinder sind von Natur aus neugierig. Sie wollen wissen, wieso Dinge sind, wie sie sind. Wer kennt nicht all die Fragen nach dem Warum? Wenn man ihnen diese Neugier lässt, wollen Kinder auch lernen. Und sie tun es ohne Druck, Gewalt und Strafandrohungen.

Würde in einer Schule eine Kultur herrschen, in welcher Menschen unter Menschen sind, sich gegenseitig auf Augenhöhe begegnen, von einem Gefühl der gegenseitigen Akzeptanz und Liebe getragen, wäre die notwendige Basis für ein sinnvolles und aus eigenem Antrieb kommendes Lernen gegeben. Dann wäre es Kindern möglich, auf eine gesunde, weil ihrem Naturell entsprechende Weise zu lernen.

Würde zudem die Schule realisieren, dass die Lerninhalte sich den gegebenen Veränderungen, die noch dazu immer schneller voranschreiten und so eine Zukunft erahnen lassen, in welcher das bis anhin Gelernte wenig brauchbar und umsetzbar ist, könnte sie sich auf die wirklich wichtigen Inhalte konzentrieren: Fähigkeiten, Werte und soziales Verhalten. Das heisst nicht, dass fortan Wissen keinen Platz mehr haben sollte, aber es sollte mehr den Kindern überlassen sein, welches Wissen ihnen wichtig ist und auf welche Weise sie sich dieses aneignen können. Lehrer wären in einer solchen Schule nicht per se Vermittler, sondern zugewandter Wegbegleiter.

Ich bin überzeugt, dass aus einer solchen Schule lebenskompetente, gesunde und motivierte Persönlichkeiten ins Leben hinaus gingen und dieses in die Hand nehmen könnten und wollten. Ich bin überzeugt, dass solche Menschen nicht von Maschinen ersetzt werden können, weil sie nicht versuchen, mit diesen zu konkurrieren, sondern sich auf ihre eigenen Stärken berufen und diese einsetzen können. Ich bin überzeugt, dass damit eine Zukunft realisiert würde, in welcher Menschen friedlicher miteinander leben könnten und sie Maschinen nicht als Gefahr, sondern als wertvolle Unterstützung sehen könnten, welche ihnen möglich macht, mehr als Mensch unter Menschen und nicht als funktionierendes Rad im Getriebe zu agieren.

6. Juni

„Wen die Dankbarkeit geniert,
Der ist übel dran;
Denke, wer dich erst geführt,
Wer für dich getan!“ Johann Wolfgang von Goethe

Warst du schon einmal in einer Situation, die dir peinlich war, in der du Hilfe benötigt und sie auch erhalten hast? Wie froh warst du um die Hilfe? Nur: Weil die Situation schon so peinlich war, wäre jede Erinnerung daran auch peinlich – und ein Danke hätte für dich die Peinlichkeit wieder geweckt. Und du dachtest, wenn du dich nun bedankst, nachdem alles vorbei ist, erinnerst du auch den anderen an deine Peinlichkeit. Und du unterliessest den Dank.

Wem war damit gedient? Keinem. Im Gegenteil. Situationen sind, wie sie sind, ab und an auch peinlich, schambehaftet, unangenehm. Hilfe ist immer ein wertvoller Dienst und in der Situation, in welcher man sie braucht, mehr als willkommen. Der Dank wird es beim Helfenden ebenso sein. Er wird nicht mehr oder weniger an deine Peinlichkeit denken, sondern sich freuen über die Wertschätzung, die du ihm durch deinen Dank zuteil werden lässt.

5. Juni

„Worauf wir auch immer warten mögen – Seelenfrieden, Zufriedenheit, Gnade, die innere Wahrnehmung der Fülle -, es wird kommen, doch nur dann, wenn wir bereit sind, es mit offenem und dankbarem Herzen zu empfangen.“ (Sarah Ban Breathnach)

Hast du schon mal ein Kind beobachtet, dass unbedingt eine Katze streicheln wollte, die nicht gestreichelt werden wollte? Es rennt der Katze hinterher und diese rennt davon. Das dauert, bis das Kind müde ist, sich hinsetzt oder abliegt. Und bei kleinen Kindern passiert es oft, dass sie dann einschlafen. Und: Nicht selten kommt dann die Katze und legt sich dazu.

Genauso ist es mit vielen Dingen in unserem Leben: Wir rennen ihnen verbissen und fast blind vor Eifer hinterher. Manche Dinge brauchen ihre Zeit und die richtige Haltung, dann passieren sie von selber. Das heisst nicht, man müsste nichts dafür tun, nur erzwingen kann man das meiste nicht.

Lerncoaching

Lernen ist eigentlich eine Lebensform. Jeder Mensch kommt als lernendes Wesen zur Welt. Sieht man einen Säugling, wie er sich langsam aufrichtet, dann zu krabbeln und schliesslich zu laufen lernt, zeigt sich dies deutlich. Im Laufe der Zeit kann es aber dazu kommen, dass Menschen das Lernen verlernen. Die Gründe dafür können vielschichtig sein. Plötzlich steht man ein einem Punkt und will lernen, aber

  • man weiss nicht wie
  • es bleibt einfach nichts hängen
  • die Konzentration bleibt aus
  • man kann keine Motivation aufbringen
  • man leidet gar unter Prüfungsangst

 

Hier setzt das Lerncoaching an. Grundsätzlich ist zu sagen, dass nicht jeder Mensch gleich ist und es darum auch nicht eine einzig richtige Art zu lernen gibt. Das Lerncoaching als wichtiger Teil in einer Schule, in welcher autonomes Lernen gefördert wird, hilft, Lernstrategien und – techniken zu entwickeln, die zum individuellen Lerntyp passen. Wichtig beim Lernprozess sind aber nicht nur die Technik und die Strategie, sondern auch Themen wie Motivation, Ausdauer, Zielsetzungen, Konzentration und die geeignete Umgebung.

Das Lerncoaching hilft dabei

  • sich selber Ausbildungsziele zu setzen
  • die Verantwortung über den eigenen Lernprozess zu übernehmen
  • innerhalb verschiedener Ziele Prioritäten zu setzen
  • die geeignete Lernmethoden für die individuellen Ziele zu finden
  • sich zu motivieren
  • Lernfortschritte zu kontrollieren und einzuordnen
  • besser mit Frustrationen im Bereich des Lernens und der Schule umzugehen
  • mit Stresssituationen umzugehen
  • mit Prüfungsangst umzugehen

Wichtig ist die Einsicht, dass man für das eigene Lernen selber verantwortlich ist. Das lässt und erfordert ein gutes Mass an Autonomie. Die Aufgabe eines Lerncoachs ist es, den Lernenden auf dem Weg dahin zu begleiten. Zuerst finden der Lerncoach und der Schüler zusammen heraus, was für ein Lerntyp der Lernende ist. So verschieden Menschen sind, so verschieden können auch die passenden Methoden sein, die zu ihnen und den selbst gesetzten Zielen passen. Danach geht es darum, die passenden Rahmenbedingungen zu schaffen:

Welche Lernumgebung fördert das eigene Lernen, wie um welche Zeit fällt lernen am leichtesten, wie viel Zeit braucht man, um ein Ziel zu erreichen und welches ist die passende Methode, dies zu tun? Aufgrund solcher Fragen kann der Lernende seinen persönlichen Lernweg definieren und hat auch ein Mittel in der Hand, die eigenen Fortschritte zu prüfen.

Ein Lerncoaching ist also nicht an Fachbereiche gebunden und hilft auch nicht, ein spezifisches Prüfungsthema zu bearbeiten, sondern es hilft dabei, Lernenden die Fähigkeiten in die Hand zu geben, ihren eigenen Lernweg zum persönlichen Ziel zu finden und zu gehen.

4. Juni

„Ich bin dankbar, nicht weil es vorteilhaft ist, sondern weil es Freude macht.“ (Seneca)

Oft hört man, Menschen seien Egoisten. Sie täten nur, was ihnen nützt. Wieso also sollte man dankbar sein? Was man brauchte, hat man nun, alles weitere dient einem nicht mehr. Wobei: Tut es das wirklich nicht? Einerseits zeigt Dankbarkeit dem anderen Wertschätzung und macht ihn dadurch sicher geneigter, zu einem anderen Zeitpunkt wieder zu helfen.

Dankbarkeit gibt auch mir selber ein gutes Gefühl. Ich habe die Möglichkeit, dankbar zu sein, das bedeutet, mir ist etwas Gutes widerfahren. Das aktive Wahrnehmen desselben verdoppelt noch das Gefühl des „Mir geht es gut.“

Nun nur aus diesen Gründen einen Dank auszusprechen, wäre aber nicht nur berechnend, es würde auch wenig bringen, denn: Was nicht gefühlt ist, zeigt auch keine Wirkung. Nie bei einem selber, selten bei anderen.

3. Juni

„Die Kälte der Welt rührt daher, dass wir das, was wir an Dankbarkeit empfinden, denen, denen sie gilt, nicht genugsam kundgeben.“ (Albert Schweizer)

Wann hast du das letzte Mal „Danke“ gesagt? Wenn uns jemand etwas gibt, Gesundheit wünscht, in dem Moment geholfen hat, geht ein Danke noch schneller von den Lippen. Wie oft danken wir aber den Menschen, die tagtäglich um uns sind, für uns sind, mit uns sind? Danken einfach dafür, dass sie da sind, dass sie uns gut tun, dass sie uns Gutes wünschen?

Wem könntest du heute „Danke“ sagen?

2. Juni

„Denken und danken sind verwandte Wörter; wir danken dem Leben, in dem wir es bedenken.“ (Thomas Mann)

Ich habe in einer schwierigen Zeit damit begonnen, jeden Abend den Tag Revue passieren zu lassen und drei Dinge zu suchen, für die ich dankbar bin. Und: Egal, wie schwierig der Tag war, ich fand immer drei Dinge. Nicht immer grosse, ab und an kleine, fast schon banale, aber doch wohltuende.

Diese Praxis der aktiven Dankbarkeit hat mir sehr geholfen, das Leben umfassender zu sehen. Sie hat mir geholfen, auch in dunklen Momenten die lichtvollen Momente wahrnehmen zu können. Und über die Zeit hinweg merkte ich, wie ich besser mit den Herausforderungen umgehen konnte, die das Leben brachte, einfach, weil tief in mir immer auch Dankbarkeit mitschwang für das Gute, das jeden Tag präsent ist – wenn man es sieht.

1. Juni

„Wäre das Wort „Danke“ das einzige Gebet, das du je sprichst, so würde es genügen.“ (Meister Eckhart)

Es gibt ein Lied, in welchem es heisst: „Danke für diesen guten Morgen, danke, für jeden neuen Tag….“ Und ja, es ist kein hochstehendes Lied, eher so ein banales mit einer simplen Melodie, einem einfachen Text. Sowas belächelt man gerne. Bis man innehält und denkt: Wie, wenn nicht so?

Ist nicht jeder neue Tag ein Geschenk? Eines, mit dem man eigentlich nicht rechnen kann und es doch tut? So selbstverständlich? Und wenn dann nicht alles so läuft wie geplant, hadert man noch. Ohne zu überlegen, dass schon der Tag eigentlich ein Geschenk war.

Wir müssen nun nicht alle mit einem Dauergrinsen durch die Welt laufen, gewisse Tage sind schwieriger als andere, und doch: Jeder Tag ist ein Geschenk und keiner ist selbstverständlich. Wir haben jeden Tag einen Grund, dankbar zu sein.

Fragen, nicht Antworten

„Wichtig ist, nie aufzuhören zu fragen.“ (Albert Einstein)

„Wieso ist die Banane krumm?“
„Wo geht die Liebe hin, wenn sie geht?“
„Was passiert mit dem Licht im Kühlschrank, wenn die Tür schliesst?“

Wann haben wir aufgehört, Fragen zu stellen? Wann haben wir aufgehört, Antworten zu suchen zu den Fragen und stattdessen im Internet zu suchen? Wann haben wir aufgehört, Phantasie zu haben und stattedessen Autoritäten zu folgen?

Für uns ist es nicht mehr wichtig, wichtig ist nur noch, wie wir wieder zurück kommen. Unsere Kinder hätten noch eine Chance, das Fragen nicht zu verlernen und das Phantasieren zu behalten. Wollen wir sie ihnen nicht geben? Und mit ihnen wieder dahin zurück kommen?

Wer glaubt, alle Antworten zu kennen, ist kaum mehr als ein Besserwisser, sicher aber kein Weiser. Wenn schon Sokrates wusste, dass er nichts weiss, er drum Fragen stellte und keine Antworten lieferte, wer würde es besser können? Zumal: Das Orakel von Delphi sah Sokrates als klügsten Menschen….vermutlich gerade drum, weil er Fragen stellte.

Wenn du also wieder einmal denkst, alles zu wissen: Stell dir die einfache Frage: Weiss ich das wirklich? Ist es nicht bloss eine Meinung? Und wenn dir wieder mal jemand weismachen will, dass er alles weiss und das noch besser: Frag dich auch: Weiss der das wirklich, oder ist es nicht schlicht seine Meinung?