Schreibeinladung für die Textwoche 16.17
Heute stiess ich über sieben Ecken (besser über sieben Blogs) auf ein Schreibprojekt, das ich witzig fand: Aus drei Wörtern soll eine Kurzgeschichte mit maximal 10 Sätzen entstehen. (Hier geht es zum Originalbeitrag: LINK)
Die Wörter dieser Woche sind:
Duschvorhang
Leichenschmaus
Frühlingsgefühle
Gespendet hat dieses bunte Potpurri an Wörtern die Betreiberin des Blogs Ruhrköpfe
Frei aus dem Bauchheraus – los geht’s:
Psycho 2.0
Als ich heute Morgen den Duschvorhang zur Seite schob, sass sie da, dick und fett mit langen, haarigen Beinen, und blickte mich aus grossen, dunklen, unheilversprechenden Augen an. Ich konnte den lauten Schrei nicht zurückhalten, auch wenn es mir für die wohl noch schlafenden Nachbarn leid tat, die nun wohl senkrecht im Bett standen, aber schliesslich kam es nicht jeden Tag vor, dass eine Spinne in Grösse eines Pfennigstücks in meiner Badewanne sitzt. (Hatte ich schon von meiner Spinnenphobie erzählt?)
Von meinem Schrei angelockt, kam sogleich mein todesmutiger Kater hinzu, schaute mich aus seinen runden Augen an. Er stürzte sich, quasi als Ritter ohne Furcht und Tadel, auf die Spinne, was sich als nicht ganz einfach herausstellte, war diese doch eher flink, ganz im Gegensatz zu meiner eher gemächlichen Fellnase. Am Ende siegte das Gute, der Kater leckte sich genüsslich die Barthaare – was für ein Leichenschmaus.
Draussen zwitscherten fröhlich die Vögel, so langsam kamen auch bei mir wieder Frühlingsgefühle auf.
Nach einem heftigen Streit mit ihrem Freund besucht Sammi ihre Freundin Candy, die beiden planen einen Mädelsabend. Als Sammi früher als ihre Freundin zurück in die Wohnung will, bietet sich der Barkeeper hilfsbereit an, sie hinzufahren. Diese Hilfe hätte Sammi besser nicht angenommen, denn auf der Fahrt betäubt er sie und setzt sie in der Folge im Australischen Busch aus – die Jagd hat begonnen. Schafft es Sammi, selber Polizistin, ihrem Verfolger zu entkommen und was unternimmt die Polizei, um den Verbrecher, der schon mehrere Frauen auf dieselbe Weise gejagt und umgebracht hat, zu fangen? Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.
Ich weiss nicht, wieso wir ins Gespräch kamen, es war auf Twitter oder Facebook, wir trafen uns schnell real. Danach trafen wir uns wöchentlich. Du trankst immer Apfelschorle mit Zitrone. Ich meist Wasser oder Tee. Wir sprachen über Gott und die Welt. Mehrheitlich sprachst du, ich kam kaum zu Wort. Das war nicht schlimm, ich höre gerne zu und ich hatte selten viel zu erzählen – du schon. Deine ganze Lebensgeschichte hast du mir ausgebreitet.