Martin F. Mexer: Illustrierte Geschichte der Philosophie (Rezension)

Eine Reise durch die Philosophie von der Antike bis in die Neuzeit

MeyerIlluPhiloEpochen – Autoren – Werke, so heisst der Untertitel dieses reich bebilderten Übersichtswerk über die Geschichte der Philosophie. Martin F. Meyer startet bei den Vorsokratikern und führt den Leser in einer gut verständlichen Sprache durch die Zeit bis hin in die Neuzeit. Dabei bettet er die einzelnen Philosophen immer in ihre Zeit ein, gibt einen kurzen Einblick in ihre persönliche Herkunft und den Werdegang und geht dann auf die zentralen Werke und deren grundlegenden Aussagen ein.

Die Illustrierte Geschichte der Philosophie ist sehr geschmackvoll aufgemacht, das Layout ist schlicht, übersichtlich und überzeugt ästhetisch. Kleine Infoblöcke (in Kreisform, was dem Layout ein gewisses Etwas gibt) bieten schnell erfassbare Überblicke über die vorherrschenden Denker einer Zeit oder aber erläutern deren wichtigsten Theorien. Eine schöne Auswahl an Bildern rundet den Gesamteindruck ab.

Philosophie hat mitunter nicht den Ruf, sehr unterhaltsam und prickelnd zu sein, dieses Buch hat aber Suchtcharakter und es birgt die Gefahr, zur nächsten Buchhandlung rennen zu wollen und alle vorgestellten Bücher gleich auch noch lesen zu wollen. Ich kann es jedem, der sich mal einen Überblick über die Geschichte der Philosophie verschaffen will, nur ans Herz legen. Aber: Nicht nur denen, das Buch ist wirklich einfach eine wunderbare Unterhaltung und man entdeckt ja auch als alter Hase immer wieder etwas Neues oder findet etwas wieder, das in Vergessenheit geriet.

Fazit
Ein sehr fundiertes, umfassendes, lesbares und schön aufbereitetes Buch, das eine breite Übersicht über die Geschichte der Philosophie bietet und zu weiterer Lektüre verleitet. Sehr empfehlenswert.

Zum Autor:
Martin F. Meyer ist Privatdozent am Philosophie-Seminar der Universität Koblenz-Landau

Angaben zum Buch:
Taschenbuch: 186 Seiten
Verlag: J. B. Metzler Verlag (16. März 2016)
ISBN: 978-3476026484
Preis: EUR: 24.95 ; CHF 31.90
Zu kaufen in jeder Buchhandlung vor Ort oder online u. a. bei AMAZON.DE und BOOKS.CH

 

Jane Austen: Stolz und Vorurteil (Rezension)

Liebeswirren und Spiegel der Gesellschaft

Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, dass ein alleinstehender Mann, der ein beträchtliches Vermögen besitzt, einer Frau bedarf.

AustenStolzDieser erste Satz beschreibt gut das Denken der Zeit, in welcher Elizabeth Bennet aufwächst. Er beschreibt vor allem die Haltung von Elizabeths Mutter, die kaum einen anderen Lebensinhalt hat, als ihre fünf Töchter gut zu verheiratet. Ihre Chance sieht sie gekommen, als in der Nachbarschaft ein alleinstehender und reicher Mann einzieht: Charles Bingley. Die älteste Bennet-Tochter verliebt sich denn auch in den von ihrer Mutter so gewünschten Schwiegersohn, eine Liebe, die auf Gegenseitigkeit beruht.

Schwieriger sieht es bei Elizabeth aus. Selber sehr belesen, schlagfertig, von sich überzeugt, hat sie nichts weniger im Sinn, als sich einfach mit einem reichen Mann zu verheiraten. Der letzte, der als Ehegatte in Frage käme, ist Charles Bingleys Freund Mr. Darcy, den sie höchst unsympathisch findet – eine Sicht, die sich aufgrund verschiedener Missverständnisse noch verstärkt.

Jane Austen war erst 21, als sie die erste Fassung von Stolz und Vorteil (unter dem Titel First Impressions) geschrieben hat, allerdings wurde diese von den Verlagen abgelehnt. Über ein Jahrzehnt später nahm sie die Arbeit an der Erstfassung wieder auf und fand schliesslich 1813 auch einen Verlag, der das Buch veröffentlichte.

Stolz und Vorurteil thematisiert auf eine zeitlose Art das Thema Liebe durch Schwierigkeiten, Missverständnisse, Hoffnungen und auch Glück hindurch. Auch entbehrt der Roman nicht einer gewissen Komik und einer wunderbaren Ironie, mit welcher einzelne Figuren und Situationen dargestellt werden.

Der Roman ist aber auch mehr als eine blosse Liebesgeschichte, er ist ein gesellschaftskritisches Zeugnis einer Zeit, in welcher Frauen als höchstes Ziel die Ehe mit einem Mann haben durften. Auch werden die verschiedenen Gesellschaftsschichten und die (eher negative )Bedeutung von Arbeit darin blossgelegt.

Bei der dtv Verlagsgesellschaft wurde der wunderbare Roman (wie übrigens viele weitere Klassiker) in einer bezaubernden Geschenkausgabe publiziert. Für Liebhaber schöner Bücher fast ein Muss

Fazit:
Eine humorvolle, ironische, wunderbar lesbare Liebesgeschichte, die darüber hinaus auch die Gesellschaft des angehenden 19. Jahrhunderts unter die Lupe nimmt. Absolute Leseempfehlung.

Zum Autor
Jane Austen
In Jane Austens Romanen spiegeln sich die gesellschaftlichen Verhältnisse ihrer Zeit in einzigartiger Klarheit. Eine Frau – ob adelig oder nicht – hatte nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten, sich in Beruf oder gesellschaftlichem Engagement zu entfalten. Nur durch die Heirat mit einem reichen und weltoffenen Ehemann konnte sie eine gewisse Freiheit erlangen. In diese Zeit wurde Jane Austen am 16. Dezember 1775 geboren als siebtes von insgesamt acht Kindern eines englischen Pfarrers. Es war eine belesene und gebildete Familie, zwei ihrer Brüder brachten es gar zum Admiral. Ihr selbst hingegen gelang das Kunststück, ihre Verlobung einen Tag später wieder zu lösen und trotz schwerer Krankheit ein relativ unabhängiges Leben als unverheiratete Frau zu führen. Nach außen hin führte sie ein ereignisloses Leben im elterlichen Pfarrhaus. Ihre Romane jedoch – neben ›Mansfield Park‹ (1814) sind dies vor allem ›Verstand und Gefühl‹ (1811), ›Stolz und Vorurteil‹ (1813), ›Emma‹ (1816), ›Northanger Abbey‹ (1817) und ›Anne Elliot oder Die Kraft der Überredung‹ (1817) – erfreuen sich heute weltweit einer millionenfachen Leserschaft. Fast alle sind mehrfach erfolgreich verfilmt worden.

Angaben zum Buch:
Gebundene Ausgabe: 456 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (1. Oktober 2012)
Übersetzung: Helga Schulz
ISBN: 978-3423141604
Preis: EUR 9.95 / CHF 14.90
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Ich trage, was ich will

Heute las ich irgendwo einen Artikel einer Frau, die sich selbstbewusst gab und fand, Frau (Mann wohl auch, irgendwie war das kein Thema) könne alles tragen, egal wie alt sie ist und welche Konfektionsgrösse sie trage.

Natürlich darf sich jeder kleiden, wie er will. Sogar bis zur absoluten Blamage. Wenn er sich wohl fühlt? Oft hat das „Ich trage, was ich will“ einfach was extrem Trotziges und Trotz ist irgendwie ein wenig Pubertär.

Nicht jedes Kleidungsstück schmeichelt jedem. Manches möchte man schlicht nicht sehen, manches liefert den Tragenden nur dem Spott der anderen aus. Wenn jemand etwas unbedingt tragen will: Fein, soll er machen. Wenn er aber insgeheim leidet, sollte er auf gute Freunde vertrauen können, die ihm sagen, was passend (zu ihm, nicht zu irgendwelchen Werten), was eher blossstellend ist. Das hat wenig mit „hirnrissigen Regeln“ zu tun, sondern mehr mit gesundem Menschenverstand. Wenn ich als 154 cm grosse eher runde Frau einen weiten Wallemantel trage, wirke ich schlicht wie eine Kugel. Wenn ich mich als 190 cm grosse dünne Frau auf 15 cm High Heels stelle, dazu alles kurz und knapp bemesse, wirke ich wie eine Bohnenstange, die drauf wartet, dass die Bohnen gepflanzt werden.

Ich weiss auch nicht, ob ich Orangenhaut am Po einer wie auch immer gealterten Frau sehen möchte, die ihren Rock noch über dem Slip enden lässt. Ebenso finde ich den Bierwanst des Mannes nicht wirklich attraktiv, wenn er ihn unterm zu kurzen und taillierten Lacost-Leibchen rausblitzen lässt. Nur: Interessanterweise war der Herr gar kein Thema in dem Artikel. Man schrieb nur für (eigentlich mehr und gegen) die Frau. Und die soll können. Und dürfen. So alles. Weil sie es kann. Und darf. Sie ist ja frei. Und jeder, der einschränkt, ist hirnrissig. Wie ist das denn mit den weissen Socken in Sandalen der Herren? Den Bierbäuchen, die raushängen? Wie ist es mit Unterhemden oder gar nackten Oberkörpern bei Nicht-Adonissen? Dann müssten die alle auch können. Können sie?

Keiner kann alles tragen. An Flachbusigen-Unrundigen sehen dekoltierte und enganliegende Kleider schlicht schrecklich aus. Ebenso ist bauchfrau bei Grösse 54 nicht wirklich schön (bei der Bohnenstange übrigens nicht schöner). Und dazwischen gibt es ganz viel. Schlussendlich entscheidet jeder für sich. Aber: Er muss wissen, was er aussagen will, was er ertragen kann und vor allem: Wieso er es macht. Nur aus Trotz? Das fände ich schlicht (Spät-)Pubertär. Weil es ihm gefällt? Was genau dran?

Hier der Artikel, der mich anregte: LINK

Stefanie Hiekmann: Partyfood – einfach gut

HiekmanPartyIch koche gerne und hole mir dazu auch immer wieder Inspiration aus Kochbüchern. Teileweise koche ich genau nach Rezept, oft hole ich mir einfach Ideen zu Kombinationen, Geschmäckern, die ich dann selber kreativ verarbeite. Zu diesem Zweck zog grad kürzlich dieses wunderbare Buch bei mir ein.

Egal ob das nächste Gartenfest ansteht, ein Geburtstag oder spontaner Besuch vor der Tür steht: Mit diesen Rezepten liegt man immer richtig. In diesem kleinen Büchlein finden sich 20 Rezepte für kleine Snacks, die man entweder einzeln anbieten oder aber zu einem grossen Buffet kombinieren kann. Damit man am Schluss nicht mit vielen Resten dasteht oder aber die Gäste mit knurrendem Magen wieder heimgehen, gibt Stefanie Heizmann auch gute Tipps, die richtige Menge abzuschätzen.

Auf einer Seite des Buches findet sich immer ein gekonnt in Szene gesetztes Bild, auf der anderen Seite das Rezept mit gut nachvollziehbarer Zubereitungsanleitung. Egal ob kleine Süppchen, Salate, Mini-Flammkuchen oder gesunder Knabberspass: Mit diesen Snacks wird die nächste Party ein voller Erfolg.

Fazit:
Das kleine Buch ist übersichtlich und sinnvoll aufgebaut sowie ästhetisch präsentiert. Auch ungeübte Köche und Bäcker werden damit Partyerfolge erzielen. Absolut empfehlenswert.

Zum Autor
Stefanie Hiekmann ist Journalistin und Foodbloggerin. Im Mittelpunkt ihrer Rezepte stehen Saisonale Obst- und Gemüsesorten. Auf ihrem erfolgreichen Blog schmecktwohl zeigt sie kreative Rezeptideen und anspruchsvolle Foodfotografien, die Lust aufs Selberkochen machen.

Angaben zum Buch:
Gebundene Ausgabe: 48 Seiten
Verlag: Edition Michael Fischer (11. April 2017)
Preis: EUR: 9.99 ; CHF 14.90
Zu kaufen in jeder Buchhandlung vor Ort oder online u. a. bei AMAZON.DE und BOOKS.CH

 

 

Verplant

Die,
welche die Sekretärin
Termine auf dem Golfrasen
planen lassen,
sind auch die,
welche für Bürosex
eine Gebrauchs
anweisung
brauchen.

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Für die abc.etüden, Woche 20.17: 3 Worte, maximal 10 Sätze. Die Worte stammen in dieser Woche von Ludwig Zeidler (poesiegarage) und lauten: Golfrasen, Gebrauchsanweisung, Bürosex.

Der Ursprungspost: HIER

Das waren herausfordernde Wörter, weil so gar nicht meine Welt. Blieb nur, mich in Opposition zu stellen.

Alles Werbung oder was?

Gerade sah ich ein Werbevideo. Ein Coach (mir gewogene Leser kennen meine Gefühle gegenüber dieser Gattung) warb für sich und seine Idee. Natürlich tat er das nicht plump, er sagte nicht:

Kommt alle her, ich bin der Beste und durch mich werdet ihr auch die Besten!

Er erzählte eine Geschichte. So ganz harmlos. Erzählte, dass er Läufer sei, erzählte, dass es dabei gewisse Dinge brauche. Hatte nette Bildchen auf Karten, die er zu Stichworten aufs Pult warf. Es war nett, harmlos. Die Stimme plätscherte beruhigend dahin. Man sass so da, sah zu und nickte ein wenig.

Ich war aber grad eher nicht nickend gepolt. Ich sah plötzlich dies und das und machte mir diese und jene Gedanken. Das kommt ab und an über mich. So sage ich nun auch nicht, dass ihr nun ganz gut aufpassen sollt und ich am Schluss recht habe, ich erzähle einfach eine Geschichte:

Ich sah ein Video eines Coaches. Alles, was er sagte, klang nett und gut. Dann fiel mein Blick auf seine Hände. Von da war der Weg nicht weit zu seinen Hemdsärmeln. Die ragten aus den Sakkoärmeln hervor. Ich habe mal gelesen, so getragen und zur Schau gestellt signalisiere das Publikumsnähe. Als Redner sage man:

Ich bin einer von euch.

Vor den Hemdsärmeln prangte eine sehr – wirklich sehr – grosse Uhr. Das Sakko war nicht schwarz, sondern in einem glänzenden Anthrazit gehalten. Das Hemd nicht reinweiss, sondern mir Punkten. Die Botschaft:

Ich kann mir was leisten, ich kauf nicht von der Stange und ich weiss, was gerade modern ist.

Im Hintergrund stand ein Flipboard mit einer Zeichnung. Das Flipboard war nie in Gebrauch, es stand quasi nur so rum. Die Zeichnung drauf in einfachen, energischen Strichen gehalten und durchaus passend – das aber nicht zu offensichtlich.

Und so sass ich da und fand es irgendwie schade. Um sich gegen immer mehr Werbeangebote schützen zu können, muss man drauf trainiert werden, Signale zu deuten, damit man ihnen nicht wehrlos erliegt. Alles wird zur Botschaft, alles kann eingesetzt sein. Was ist echt? Rutscht das Sakko einfach mal nach hinten? Mag man einfach Punkte? Ist alles eingesetzt oder blosser Zufall?

Klar, das könnte man nun die Evolution des modernen Menschen bezeichnen. Erkenne die Gefahren und wappne dich dagegen. Und doch beklage ich, dass die immer grösser werdende Deutungswut in Bezug auf alle nur erdenklichen Ebenen menschlichen Daseins dazu beiträgt, dass keiner mehr einfach so sein und tun kann. Jeder fragt sich:

Was heisst das denn nun? Was sagt es über mich aus?

Und auch:

Was meint der denn nun?

Aber natürlich war das immer schon so. Das ist übrigens das beliebteste Argument derer, die eigentlich nichts zu sagen haben, aber doch was sagen wollen. Man kann das deuten.

Lebenskreis

meeres
rauschen im ohr
blut im kreis
lauf des menschen
der vorwärts geht
über sich hinaus
wächst
und tief drin
kind bleibt

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Für die abc.etüden, Woche 19.17: 3 Worte, maximal 10 Sätze. Die Worte stammen in dieser Woche von Jaecki Lindenau aus Berlin und lauten: Meer, Mensch, Kind.

Der Ursprungspost: HIER

David Foenkinos: Das geheime Leben des Monsieur Pick (Rezension)

Vom Pizzabäcker zum Starautor

Eine Besonderheit des Konzepts dieser Bibliothek liegt zudem darin, dass die Autoren ihren Platz in den Regalen frei wählen dürfen. Bevor man das eigene Anti-Vermächtnis einreiht, kann man noch ein wenig in den Werken der ebenfalls verstossenen Kollegen blättern.

Ein bretonischer Pizzabäcker schreibt heimlich einen Roman, den niemand will. So endet das Buch in der Bibliothek für von Verlagen abgelehnte Manuskripte und wäre da wohl auch für alle Tage liegen geblieben, hätte es nicht zufällig eine junge Lektorin gefunden. Das Buch wird ein Renner und mischt Frankreich, die Verlagsszene, Autoren und die Medien auf. Es bleibt kein Stein auf dem anderen. Kann es wirklich sein, dass ein Mann, der – so seine Witwe – Zeit seines Lebens kein Buch gelesen hat und höchstens mal eine Einkaufsliste schrieb, plötzlich einen so grandiosen Roman geschrieben hat? Wann und wie hat er das getan?

Der Erfolg ruft – das liegt in der Natur des Menschen – Neider hervor, welche dem geheimnisvollen Romanschreiber und dessen Geheimnis auf die Spur kommen wollen.

FoenkinosPickDavid Foenkinos hat die Bibliothek der abgelehnten Manuskripte nicht erfunden, die gibt es wirklich: Die Richard Brautigan Library an der Westküste der USA. Ausgehend von dieser, wie er fand, schönen Idee schrieb er den vorliegenden Roman um Monsieur Pick. Entstanden ist ein satirischer und unterhaltsamer Roman, welcher den Buchmarkt kritisch unter die Lupe nimmt: Das Leiden an der Welt von erfolglosen Schriftstellern ist ebenso Thema wie blutrünstige Kritiker und die Mechanismen von nach Erfolg gierenden Verlagen.

Das Buch ist locker und leicht zu lesen, die Geschichte stimmig, wenn auch ab und an etwas zu sehr mit plakativen Allgemeinplätzen und Klischees behaftet. Auch fehlt mir hier ein wenig das Einfühlsame, das Tiefe, das Foenkinos beispielsweise bei seinem Buch Charlotte so meisterhaft beherrschte. Sehr gelungen ist die Wende am Schluss, welche der ganzen Geschichte nochmals neuen Auftrieb gibt. Alles in allem eine wunderbare Geschichte, die neben dem Unterhaltungswert auch immer wieder zum Nachdenken anregt.

Fazit:
Eine unterhaltsame, witzige, teilweise satirische Geschichte. Sehr empfehlenswert!

Zum Autor
David Foenkinos
David Foenkinos, 1974 geboren, lebt als Schriftsteller und Drehbuchautor in Paris. Seit 2002 veröffentlicht er Romane, darunter den Millionenbestseller „Nathalie küsst“, der von Foenkinos selbst (zusammen mit seinem Bruder Stéphane) mit Audrey Tautou und François Damiens in den Hauptrollen verfilmt wurde. Seine Bücher werden in rund vierzig Sprachen übersetzt. Sein neuer Roman, „Charlotte“, wurde 2014 mit dem Prix Renaudot und dem Prix Goncourt des lycéens ausgezeichnet und hat sich allein in Frankreich rund eine halbe Million Mal verkauft.

Christian Kolb (Übersetzung)
Christian Kolb wurde 1970 geboren und studierte französische Literatur und Filmwissenschaft in Berlin und Paris. Neben den Romanen von David Foenkinos übersetzte er u. a. auch Nicolas Fargues „Die Rolle meines Lebens“. Er lebt in Berlin.

Angaben zum Buch:
Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt (13. März 2017)
Übersetzung: Christian Kolb
ISBN-Nr.: 978- 3421047601
Preis: EUR 19.99 / CHF 28.90
Zu kaufen in jeder Buchhandlung vor Ort oder online u. a. bei AMAZON.DE und BOOKS.CH