3 Kommentare zu „Gefangen

  1. Zu Mathias Claudius:

    Der Mensch
    wird Mensch
    durch seine Mutter

    der Mensch ist Zeit
    in seiner kurzen Zeit

    im Mutterleib
    im keimt
    die Seele

    aus ihrem Urgrund
    mit der Schulung
    durch die Mutter

    denn vorher war
    da weder Gott
    noch Wort

    der Tag erzählt
    dem geworfenen Kinde

    uns allen
    die Geschichten
    der Mannsbilder
    deren Trug Lug
    und Wahn
    gefährdet
    bis ins hohe Alter

    der Zweifel
    an der Unfehlbarkeit
    von Wahrheit
    macht das Mädchen
    frei von unzüchtigem
    Übergriff
    der eigenen Erfahrung

    die Frau allein
    gibt der Welt
    das Leben weiter
    trotz dem
    tagtäglichen
    Frauenmord
    rund um die Erde

    die Versklavung
    der Frau
    der Krieg
    trifft Unschuldige
    Frauen und Kinder

    wogegen
    die Stellvertreter Gottes
    über den Sieg
    der Feinde
    seit Jahrtausenden

    in heiligen Hallen
    frohlocken
    und Hosianna
    singend beten

    das Leben
    in in allem
    von der Mutter
    ist uns ein Geschenk

    die Vorfahren
    kehren wieder
    im Drama
    der Seele
    in der kein
    Mensch
    den Autor spielen
    darf und kann

    wir müssen
    das Leben
    in allem
    im kleinen
    im einfachen
    gestalten

    so gut
    es der Mensch
    in seiner
    Unvollkommenheit
    es kann

    danach
    und vordem
    war keine Welt

    wir sind
    aus dem Nichts
    heraus die Gewordenen
    zu unserem
    Ende zurück
    ins Nichts
    bestimmt und bestellt

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