Ich bin Teil von etwas Grossem

„Mitgefühl und Wohltätigkeit befreien uns aus dem Gefängnis der Selbstbezogenheit und geben uns das Gefühl, Teil von etwas Grossem zu sein.“ (Thupten Jinpa)

Wenn wir nur mit uns selber beschäftigt sind, sehen wir uns oft als Nabel der Welt – und leiden entsprechend. Denn: Sobald etwas nicht läuft, wie wir das wollen, sehen wir uns als Opfer, denken, wir wären alleine damit und nur uns träfen solche Missstände.

Wir sind nicht allein. Alle Menschen erfahren Leiden. Alle Menschen wünschen sich Glück. Im Wissen darum erfahren wir, dass wir alle in einem Boot sitzen. Aus diesem Wissen kann sich Mitgefühl entwickeln. Das Überschreiten der eigenen Grenzen, das Gefühl der Verbundenheit lassen uns besser mit dem eigenen Leid umgehen. Wir treten hinaus aus den selbst gebauten Mauern und fühlen uns plötzlich als Teil eines Ganzen, nicht mehr als Einzelwesen, dem allein alles Leid zufällt.

Wenn wir aus diesem Mitgefühl heraus auch Gutes tun, Leidenden helfen, ihr Leid zu mindern, erfahren wir unsere Selbstwirksamkeit. Aus dieser speist sich wiederum ein gutes Gefühl auch in und für uns selber.

Niemand ist eine Insel. Die gegenseitige Anteilnahme und das gegenseitige Mitgefühl helfen, als Mensch unter Menschen in einer menschlichen Welt zu leben.

3 Comments

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  1. „Mitgefühl und Wohltätigkeit befreien uns aus dem Gefängnis der Selbstbezogenheit und geben uns das Gefühl, Teil von etwas Grossem zu sein.“ – Thupten Jinpa

    Echtes Mitgefühl ist etwas Edles.

    Wohltätigkeit kann ein Sprößling echten Mitgefühls sein.

    Aber so, wie der Thupten Jinpa hier über Mitgefühl und Wohltätigkeit spricht, macht er eine Falle auf.

    Die Falle ist eine alte
    mit Namen Egoismus.

    Natürlich hat er Recht damit, daß wir, wann immer wir etwas für Andere tun, oder wir uns um etwas Anderes kümmern als um uns selbst, wir aus der Enge der Selbstbezogenheit herauswachsen. Auch ist es so, daß es uns gut tut, daß es gesund ist und daß sich gelegentlich sogar ein paar angenehme Gefühle einstellen.

    So weit, so gut.

    Die Falle besteht darin, daß wir die Vorstellung von Mitgefühl und Wohltätigkeit zu Ego-Zwecken mißbrauchen können.

    Das geschieht, wenn wir etwas vermeintlich Edles tun wollen, um uns gut zu fühlen, um uns als „guten Menschen“ sehen zu können, oder wenn wir uns gute Gefühle verschaffen wollen, indem wir uns als „Teil von etwas Großem“ wähnen.

    In Wirklichkeit ist unser Ansinnen in diesem Fall alles andere als „edel“.

    Echtes Mitgefühl bemerken wir nicht einmal. Ein Moment des Mitgefühls wird nicht als „besonders“ erlebt; er ist unspektakulär.

    In die Falle tappen wir dann nicht so leicht, wenn uns die jeweilige Motivation klar bewußt ist. Wenn wir sie uns ohne romantische Schnörkel ansehen können, wenn wir sicher sein können, daß das Ego in keiner Weise involviert ist und wenn wir in Bezug auf uns selbst ohne jede Erwartung (!) handeln.

    Einen heiteren Letzten
    wünscht Nirmalo

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  2. Nachtrag zu Wohltätigkeit und Mitgefühl:
    .

    Wohltätigkeit kann aus verschiedenen Gründen, Motiven und Erwartungen bestehen, selbst aus den egoistischsten – aber dennoch für Andere (und den Wohltäter) hilfreich sein.

    Mitgefühl geschieht NUR in
    Abwesenheit von Erwartung.

    💥

    Sylvester-Grüße… 🎄 🍸 🍾 ✨

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  3. Vorhin zufällig entdeckt und angesehen.

    Könnte ja sein, daß diese 5 Tipps so kurz vor Jahresschluß auch andernorts erwünscht sind. 🎈

    5 Tipps für mehr Glück und Freude im Neuen Jahr

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