Sich mit Liebe begegnen

Ein liebend Auge ist ein milder Richter. (Theodor Fontane)

Wenn du einen geliebten Menschen anschaust, fallen dir ganz viele liebe und schöne Dinge auf. Auch gegenüber seinen Fehlern und Schwächen, die eigentlich eher kleine Einzigartigkeiten sind als Mängel, bist du grosszügig, hast ab und an sogar ein Lächeln auf den Lippen, wenn dir wieder eine auffällt.

Wie gehst du mit dir selber um? Auch so grosszügig? Oder verurteilst du dich viel mehr für alles, was nicht perfekt ist? Würdest du mit jemand anders genauso rigoros umgehen, wie du es teilweise mit dir selber tust? Und wenn nein, wieso tust du es bei dir selber?

Liebe beginnt immer bei einem selber. Der Liebe wohnt immer auch eine Spur Grossmut mit. Sie lässt das Auge gnädiger taxieren, lässt die Urteile milder ausfallen. Liebe will Frieden schaffen und bewahren, nicht Krieg und Streit kultivieren. Liebe will verzeihen, nicht strafen oder gar Rache üben.

Liebe lässt Milde und Gnade walten, statt unbarmherzig zu verurteilen.

1 Comment

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  1. „Ein liebend Auge ist ein milder Richter.“ – Theodor Fontane

    Ja, der Richter muß vergleichen, abwägen, beurteilen und entscheiden. Das verlangt Verstandes-Aktion und der Verstand ist der Herr der Ordnung.

    Die Liebe kennt dergleichen nicht, sie ist nicht rational.

    Liebe erreicht uns aus der Vertikalen,
    Verstand agiert auf der Horizontalen.

    Und ja, je mehr wir der Liebe in uns Raum lassen, desto weniger ist Strenge möglich.

    Der reinen Liebe ist
    Richten unmöglich.

    – Nirmalo

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