6. April

„Wir werden alles unserem Nutzen Widerstrebende, das uns begegnet, mit Gleichmut ertragen, wenn wir uns bewußt sind, daß wir unsere Pflicht erfüllt haben, und daß das Vermögen, welches wir haben, sich nicht soweit erstreckt, daß wir es hätten vermeiden können, und daß wir nur ein Teil der Natur sind, deren Ordnung wir folgen.“ (Baruch de Spinoza)

Wenn wir vor einer Aufgabe stehen, die knifflig erscheint, kommen schnell auch mal Ängste auf: „Was, wenn ich es nicht schaffe?“, „Bin ich gut genug?“ Und wir malen uns aus, wie wir durch Prüfungen fallen, uns blamieren bei einem Vortrag, eine gestellte Aufgabe nicht bewältigen und vielleicht sogar ausgelacht werden.

Nur: Wir sind Menschen mit Stärken und Schwächen. Wenn wir eine Aufgabe angehen, kann sie gelingen oder misslingen, das liegt in der Natur der Sache. Ein Misslingen ist aber kein Scheitern, denn das wäre es erst, würden wir die Aufgabe meiden aus Angst, sie nicht zu meistern. Wenn wir also alles tun, was wir können, um uns einer Aufgabe zu stellen, ist das genug. Egal, wie es dann rauskommt. Wir haben uns nichts vorzuwerfen und jeder, der darüber lachen würde, wäre es nicht wert, dass wir ihn ernst nehmen.

Wir sind nicht perfekt und müssen es nicht sein. Wenn wir tun, was wir tun können, reicht das. Es ist genug.

2 Comments

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    • Wie wahr. Wir wachsen in einer Kultur auf, in der Fehler zu machen verpönt ist. Das ist oft der Tod jeglicher Kreativität und auch der Neugier für neue Möglichkeiten und Wege.

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