Freitagsfüller – Klappe, die neunte

Es ist wieder soweit: Der Freitag ist da und damit auch der Freitagsfüller. Es war eine sehr anstrengende Woche – vor allem emotional. Ich bin froh, ist Freitag, auch wenn der nochmals ein paar schwierige Situationen mit sich bringt. Aber danach ist Wochenende und das sieht diese Woche noch mehr so aus, wie sonst schon immer: ruhig. Und los geht es:

  1. Jetzt kann man hier in der Wohnung endlich wieder atmen – vor allem ansatzweise. Ich wurde am frühen Morgen von einem beissenden Brandgeruch geweckt. Ich lief durch die Wohnung, fand nichts. Ich schaute beim Kind, ob das in seinem Zimmer Unsinn machte –nichts. Da ich durch den Gestank nicht mehr schlafen konnte, stand ich um 4 auf… um 5 liess mir dieser Geruch doch keine Ruhe, ich suchte wieder die Wohnung ab, schaute in den Abstellraum, wo auch die Mikrowelle steht, öffnete die… und hatte die Ursache. Das Kind hatte Tassenkuchen gemacht und war eingeschlafen – der Schalter viel zu lang eingestellt. Die Tasse war gefüllt von einem schwarzen Klumpen, die ganze Mikrowelle innen braun und alles zusammen stank zum Himmel. Ich habe nun eingeweicht, geschruppt, gesprayt, geschruppt, gelüftet, gesprayt, Räucherstäbchen geschwenkt… langsam geht es wieder. Was für ein Morgen.
  2.  Unsicherheit auszhalten ist für mich fast unmöglich. Wir hatten nun in letzter Zeit einige Situationen, die mit langem Warten und Unsicherheit daher kamen. Immer heisst es wieder: In zwei Tagen wissen wir mehr – nach zwei Tagen kommt ein Sorry, man wisse doch nichts, es ginge nochmals zwei Tage. Oder Wochen? Oder…
  1. Es macht Spaß, kreativ zu sein, Dinge auszuprobieren. Immer wieder lerne ich: Fehler gibt es nicht, man kann aus allem was machen, wenn man kreativ an die Dinge ran geht. Und so versuche ich, aus meinem eher geordneten Naturell ein wenig auszutreten und zu improvisieren. Immer mehr. Was daraus entstanden ist diese Woche, seht ihr dann am Sonntag wieder.
  2. Mein kreativer Weg wird mein Highlight der 2. Jahreshälfte. Und wohl der Halt, den ich dringend brauche bei dem, was uns als Familie bevorsteht auf verschiedenen Ebenen.
  3. Ich frage mich, ob es Menschen gibt, die ein Leben haben, das einfach locker flockig plätschert. Ab und an macht es in den sozialen Medien den Anschein, dass dem so wäre. Nicht dass man mich falsch versteht, ich gönne es jedem von Herzen. Ich hätte auch gern ein wenig mehr davon.
  4. Ich hoffe, dass ich am Ende des Jahres sagen kann, all der Aufwand, all die kaputten Nerven, all die erschöpfenden Situationen und Umstände auszuhalten, das war es wert. Weil: Alles ist gut und wir sitzen fröhlich mit einem Glas Champagner da und stossen auf ein neues Jahr an, das kommt.

Die Nummer sieben kann ich eigentlich meistens übernehmen:

  1. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen ruhigen Abend mit einem Glas Wein, morgen habe ich geplant, neben allen Wochenenderledigungen wie putzen, einkaufen und dergleichen mit dem Hund spazieren zu gehen, viel zu zeichnen und zu lettern, etwas zu lesen und dann den Tag ausklingen zu lassen. Am Sonntag möchte ich wieder viel zeichnen, lettern, lesen, meinen Sonntagsfilm schauen und hoffentlich viel Ruhe haben.

Danke für die Inspiration an Barbara, die diese tolle Aktion gestartet hat. Ihr Ursprungspost: HIER

6 Comments

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  1. Vielleicht gibt es ein paar dieser Sonnenkinder, die federleicht durch Leben schlendern. Aber ich glaube, die Mehrzahl der Menschen hat große Lebenskämpfe zu fechten oder zu ertragen. Für die Kreativen ist das nochmal schwieriger, weil die Ungewissheit den Kopf besetzt…Dafür leuchten wir manchmal ein bisschen heller als andere… 🙂
    PS: Gegen schlechte oder auch Brandgerüche hilft ein Teller voll gemahlenem Kaffee…

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  2. Grüß‘ Dich, liebe Sandra,

    schon wieder Freitag?! Eigentlich ist es mir gar nicht recht – es war wieder Mal so viel diese Woche, deshalb ist sie bei mir so gerast! Manchmal möchte ich die Zeit anhalten. Es wäre auch schön, wenn man sich „ein Päckchen zwei Stunden extra“ schenken lassen könnte 😉

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    Kann mir sehr gut vorstellen, dass Du sehr froh bist, dass sie (endlich) um ist. Diese Woche – die mit so viel Unsicherheit, Hinhalten, Warten und Hoffen gekennzeichnet war. Das ist Streß pur! Das ist eine ganz große seelische Belastung.
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    Freue mich um so mehr, dass Du über Dein Zeichnen einen Kanal gefunden hast, der Dir Entspannung und Muße gibt, diese brisanten Alltagssituationen zu meistern! Chapeau, wie kreativ Du dabei bist! Bin gespannt, was Du uns am Sonntag präsentieren wirst.
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    Denke, dass „jeder sein Bündel“ hat, das er tragen und sehr oft „schleppen“ muss. Bei denjenigen, bei denen es so toll aussieht, wird uns meines Erachtens eine Fassade präsentiert. Wenn wir hinter die Kulissen schauen, ist der „Lack ab“.

    Auch ich habe so einiges, was es zu „Managen“ gilt. Und es ist wahrhaftig kein Spaziergang, als Frau den MANN im Business zu stehen. Es gibt Momente, da wird die Belastung sehr heftig. Für mich gibt es zwei Kanäle, diesem Umstand „Herr“ zu werden:
    – entweder ein AusPowern via Sport oder
    – ein Erden und Entspannen im Garten und in der Natur.
    Und zur besonderen Konzentration oder zur Motivation gibt es ja seit Neuestem Gedichte!
    Du siehst, jeder hat so seine Methoden.

    Bei der Gelegenheit fällt mir auf, dass das Bewältigen einer besonderen Situation in der deutschen Sprache immer maskulin umschrieben wird, schau‘ mal:

    – entweder „stehen wir unseren MANN“ (ts, s, s … und auch noch „stehen“ 😉)
    – oder wir müssen „einer Sache HERR werden“.

    Incroyable!!! Das fällt mir hier, da ich meine Gedanken niederschreibe zum ersten Mal auf.

    Danke für Deinen Freitagsfüller
    und hab‘ ein schönes Wochenende
    ❤ 😘 🚴 bT!NA ❤ 😘 🚴

    Gefällt 1 Person

    • Liebe Bettina, danke für deine Zeilen.

      Ja, du hast recht, wir verwenden in unserer Sprache oft Metaphern, die sich eingebürgert haben. Da früher alles auf die Männer ausgerichtet war – zumindest das, wo es sich zu behaupten galt – sind diese Redewendungen meist auch männlich. Ich habe als Prüfungsthema im Studium die Verwendung von Metaphern im Sprachgebrauch gehabt, ein sehr spannendes Thema. Die Theorie von einigen geht dahin, dass wir unser Verhalten, Denken und Sein ändern könnten, wenn wir unsere Sprechweisen und den Metapherngebrauch ändern würden. Wir verwenden auch in Diskussionen kriegerische Wendungen wie „ich schlage dich mit meinen Argumenten“, überhaupt „schlagende Argumente“ – um nur zwei zu nennen.

      Ich wünsche dir einen guten Wochenausklang und dann einen guten Start ins Studium.

      Liebe Grüsse
      Sandra

      Gefällt 1 Person

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