Soll man fürs Fernsehprogramm bezahlen?

Billag-Gebühren auf dem Prüfstand

Immer wieder schlagen unsere Fernsehgebühren Wellen. Immer werden Stimmen laut, die fordern, diese abzuschaffen. Ja, ich fände das auch nett. Zumal mein Budget nicht unendlich und das Leben teuer ist.

Ich schaue selten fern. Schon gar nicht am Fernseher. Der hängt eher so als dekoratives schwarzes Rechteck in der Stube und wird nie benutzt. Wenn ich am Computer schaue, geht die Auswahl des Programms quer durch die Sender, je nach aktuellen Vorlieben. Meist Zattoo und Netflix. Ich käme auch mit Netflix alleine aus. Wieso also Billag? Was hab ich mit dem Schweizer Fernsehen am Hut?

Ich mag vieles auf SRF. Vieles auch nicht. Manches finde ich höchst fragwürdig. Zum Beispiel die Übertragung stundenlanger Imam-Gebete. Am Sonntag Morgen. Ich möchte auch keine anderen Gebete schauen – aber das bin ich, andere sind anders. Die Mischung macht’s und SRF kriegt die gut hin. Ganz viel hat ganz viel Hand und Fuss – man denke an die Sternstunden, die Doks, die Nachrichtenformate.

Krimi und Liebesschnulz halten sich die Waage, die Informationsformate sind (ok, Arena ausgeschlossen) informativ – ja, für Leistung soll man bezahlen. Heute herrscht aber leider eine Mentalität vor: Ich will möglichst viel und ich möchte es gerne gratis. Irgendeiner verkauft sich sicher für lau. Damit erpresst man dann die, welche für ihre Leistung Geld wollen.

Und die, die so handeln, gehen dann dahin und predigen Ethik und Werte. Sie stellen sich hin und fordern eine menschlichere Welt. Wo man sich so gegenseitig schätzt. Anerkennt, was jeder leistet. Da gebe ich ihnen Recht. So soll es sein. Nur: Das hört dann wohl beim eigenen Geldbeutel auf.

Klar kann man hinterfragen, wofür die gezahlten Gelder gebraucht werden. Schlussendlich sollte das Programm einer möglichst breiten Masse entsprechen und es soll diese über das, was in unserer Welt passiert, informieren. Das passiert aktuell eigentlich sehr gut. Darum werde ich weiter zahlen. Nicht gerne, ich zahle nichts gerne. Aber:

Jeder soll kriegen, was er verdient.

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