Freitagsfüller – Klappe, die Vierte

Wer hat an der Uhr gedreht…. zum Glück hört ihr mich nicht singen, das ist nämlich etwas, das ich ganz und gar nicht kann – auf alle Fälle ist schon wieder Freitag, Zeit für den nächsten Freitagsfüller, meinen vierten.

  1. Schon wieder  – ich sagte es bereits: Freitag. Diese Woche hatte ich Probleme mit den Wochentagen. Da ich kaum Termine auswärts hatte, konnte ich, was ich am liebsten mag, meinen eigenen Rhythmus leben und musste dazu nie in die Agenda schauen. So fragte ich mich sicher jeden Tag mal, welcher Tag denn grad wäre – nicht dass es wirklich wichtig gewesen wäre. Heute weiss ich es aber gut: Freitag. Drum haue ich hier auch fleissig in die Tasten.
  2. Diese Woche habe ich mit Mühe und Not einen Wetterfrust abgewehrt. Es war durchgängig grau in grau, eher feucht und kühl. Da half nur noch ein Krug heisser Tee, Kerzen und Weihnachtslieder – ok, das mit den Weihnachtsliedern stimmt nicht, der Rest aber schon.
  3. Die beste Pizza der Welt ist für mich die, welche es nie zur Pizza schaffte. Ich mache nämlich gerne aus Pizzateig Brötchen. Dazu walle ich den Teig aus, belege oder bestreiche ihn mit den verschiedensten Dingen, rollte den Teig auf und schneide ihn dann in Stücke. Super lecker!
  4.  Ich habe heute mal gesucht, was eigentlich eine Binsenweisheit ist. Natürlich weiss ich, was es bedeutet, nämlich: eine allgemein bekannte Tatsache – aber: Wo kommt der Ausdruck her? Gestossen bin ich auf eine lateinische Wendung (nodum in scirpo quaerere = Stengelknoten auch an der Binse suchen) und auf ein Gleichnis aus dem Altgriechischen, das von König Midas handelt, welchem Eselsohren gewachsen sind. Damit niemand davon Wind kriegt, liess er sich die Haare wachsen – einzig sein Barbier wusste Bescheid, musste sich aber verpflichten, niemandem davon zu erzählen. Er hielt sich dran, wollte seinem Herzen trotzdem Luft verschaffen und rief die Nachricht in ein Erdloch. Da hatte er die Rechnung aber ohne die Binsen gemacht, die trugen die Botschaft weiter, bis alle Binsen davon sprachen. Da haben wir sie dann: die Binsenwahrheit.

Sollte jemand noch nicht eingeschlafen sein beim Lesen, kann der nun bei 5 weiterlesen – ich verspreche, ich halte keine Vorträge mehr.

  1.  Der Austausch von Nettigkeiten liegt mir gar nicht. Ich bin kein Freund von Smalltalk und Floskeln. Fragen wie „Wie geht es dir?“ sind zur Selbstverständlich geworden, kaum einer will wirklich eine Antwort hören, geschweige denn wissen, wie es dem anderen wirklich geht. Auch die vielen Worte, die nur ausgesprochen werden, um die Stile zu überbrücken, gehen mir oft auf die Nerven. Das ist wohl der Grund, dass ich oft eher still bin, da ich schlicht nicht immer etwas zu sagen habe. Und bevor ich einfach etwas sage, schweige ich lieber.
  2.  Ich bin fest überzeugt: Gedankenlosigkeit ist die Wurzel allen Übels. Aber trotzdem ist es auch ab und an mal schön, die Leichtigkeit des Daseins zu geniessen, in den tag zu leben, fünfe grad sein zu lassen. Ich mag zum Beispiel seichte Filme, die mich unterhalten, die etwas fürs Herz dabei haben, viel Humor. Dabei schalte ich ab, lache vor dem Bildschirm und geniesse es, einfach mal nicht denken zu müssen. So gestärkt kann ich mich dann auch wieder dem Denken zuwenden. Und ich hoffe, wenn es drauf an kommt, nicht gedankenlos handelnd durchs Leben zu gehen.
  3. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen ruhigen Abend mit einem Glas Wein, , morgen habe ich geplant, – wer mich kennt, ahnt es wohl schon – den Tag ruhig anzugehen. Am Morgen stehen die üblichen Erledigungen wie putzen, einkaufen und ähnliches an, danach findet man mich mit einem Buch auf dem Sofa, vielleicht mal am Klavier, wenn es mal trocken ist, auf einem Hundespaziergang. Am Sonntag möchte ich den Samstag wiederholen, ersetze aber die Erledigungen durch einen Film, vermutlich „Die Buddenbrooks“!

Danke für die Inspiration an Barbara, die diese tolle Aktion gestartet hat. Ihr Ursprungspost: HIER

4 Comments

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  1. Das Schlimme an SmallTalk ist doch vor allem, dass man die Antworten meist schon weiß. Das Wetter beispielsweise kriegt man selbst mit und wenn dich jemand fragt, wie es dir geht (und es nicht gerade die beste Freundin ist), antwortet man auch „gut“, obwohl es nicht so ist – bei mir ist das jedenfalls so. Mit Leuten, die mir wichtig sind, ist es nicht nötig, SmallTalk zu betreiben, wir reden entweder „richtig“, oder schweigen gemeinsam, was meiner Meinung nach sehr angenehm sein kann, wenn man die Person neben einem sehr mag.
    Ein schönes Wochenende :),
    MissMouse

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