Das Leben

Die Zeit rast, manchmal schleicht sie. Alles hat seine Zeit, doch manchmal hat man keine. Die Zeit vergeht, ab und an steht sie auch still. Ab und an wünscht man sich, sie würde stehen bleiben, dann wieder verläuft sie im Sande. Die Zeit muss eine sadistische Natur sein, tut sie doch oft das, was man nicht möchte. Wenn sie vergehen soll, macht sie extra langsam, soll sie bleiben, verfliegt sie wie im Flug.

Und wie sie so vorbei geht, nimmt das Leben seinen Lauf. Manchmal nimmt man es auch in die Hände, packt es an. Das Leben kann pures Überleben sein, aber auch Lebensfreude beinhalten. Es kann eine Last sein oder Leichtigkeit beinhalten in seinem Sein. Niemand sagte, es sei leicht und es ist eines der härtesten und endet immer mit dem Tod.

Vermutlich ist es einfach Schicksal. Es ist vorbestimmt. Manchmal meint es das Schicksal nicht gut mit einem, dann wieder fordert man es heraus. Es gibt Menschen, die vertrauen drauf, andere erachten es als Zufall. Das Schicksal kann einem den liebsten Menschen nehmen oder aber Menschen zusammen führen und sie lieben sich; wenn das Schicksal will bis ans Lebensende.

Liebe ist eine Himmelsmacht. Sie ist das höchste der Gefühle, bringt aber auch den grössten Schmerz. Ohne Liebe ist alles nichts und nichts ist ohne Liebe. In der Liebe ist alles erlaubt, doch gilt im Krieg dasselbe. Liebe und Hass liegen nah beieinander. Man soll seinen Nächsten lieben, doch kann niemand in Frieden leben, wenn es dem Nächsten nicht gefällt. Alte Liebe rostet nicht, aber Liebe ist ein Jungbrunnen. Manches tut man um der Liebe zur Sache willen, doch sollte man Menschen Lieben. Geld oder Liebe?

Geld regiert die Welt. Geld ist Macht. Geld macht nicht glücklich, aber es beruhigt. Manche verdienen ein Schweinegeld, andere eine Heidengeld. Dinge können ein Vermögen kosten, aber manche Dinge sind nicht käuflich. Manche Dinge kriegt man für einen Appel und ein Ei, andere sind unbezahlbar. Es gibt Leute, die werfen das Geld auf die Strasse, andere nehmen es in die Hand, um es mit vollen Händen auszugeben. Geld stinkt nicht und nichts kostet die Welt. Zeit ist Geld.

Manchmal geht die Zeit aus. Und man hat vor lauter Geld scheffeln vergessen zu lieben, vergessen zu leben. Das wäre nicht Schicksal, denn das hätte man in der Hand.

9 Comments

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  1. Und ich nehme mir allabendlich mit grosser Freude die Zeit, genügend Zeit, die Blogs unter Denkzeiten zu lesen und im Gehirn und Herz zu betrachten. Daher danke ich auch der Autorin für die Zeit, die sie der Aufzeichnung ihrer Gedanken „opfert“🎆😀
    Die hier 🐌 nimmt sich auch die nötige Zeit zum verschieben und ist doch immer zügig unterwegs. Nicht dem Geld nachjagend, sondern einem gute Plätzchen zum leben.
    Wer für sich selber genügend Zeit in ruhiger Umgebung nimmt, genügend Zeit, einfach mal zu sein, ohne auch nur das geringste zu tun, einfach zu sein um des Seins willen, nimmt sich wohl auch nicht das Leben, sondern schenkt sich Ruhe und Besinnung auf wahre Werte.

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    • Mir geht es um die Gedanken an sich, mein persönliches Leben ist hier nicht Thema. Natürlich steckt das auf eine Weise drin, auf welche sei dahingestellt. Ein Text ist ein Text und hat damit immer auch ein Eigenleben, das er nicht zuletzt durch die Rezeption erhält.

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      • Ja, das war eine zu private Frage, die man aber durchaus pauschal und unverbindlich beantworten könnte. Alte Liebe rostet nicht? Ich kann das unterschreiben. Viele Menschen empfinden erschreckenderweise ja gar nichts mehr für ihre Verflossenen, nicht einmal Hass.

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        • Dazu müsste man wohl Liebe definieren. Gleichgültigkeit wäre das, was du beschreibst, ob Hass besser ist, weiss ich nicht, da wäre eine Wertung drin, die ich bei dir implizit lese. Hass mag vielleicht am Anfang da sein, oder besser Wut, Ärger, Enttäuschung (Hass ist so ein grosses Wort). Wirklich gleichgültig bin ich selten gegen Menschen, schon gar nicht gegen solche, mit denen ich mal verbunden war. Ob es noch Liebe ist oder blosse Verbundenheit durch Erinnerungen, ist schwer zu sagen. Das ist dann wohl individuell und fusst auf dem persönlichen Liebesverständnis, wie ich denke.

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          • Hass empfinde ich sehr destruktiv. Klar kann man sagen, dass Gefühlskälte eine Art von Selbstzerstörung ist, indem man die eigenen Gefühle abschneidet. Allerdings würde ich es nicht so absolut sehen wollen. Wenn man sich trennt, die Gründe sind vielfältig, kann es auch sein, dass der Mensch, der einem mal sehr nah war, einfach immer weiter weg driftet im eigenen Leben. Diese Distanz kann zu einer Gleichgültigkeit dem Menschen gegenüber führen, weil er schlicht nicht mehr Teil des aktuellen Lebens ist. Das muss aber ja nicht generell für alle anderen Menschen auch gelten, da kann man ja fühlen. Zudem ist Gleichgültigkeit doch nicht zwingend gefühllos, sondern es drückt nur mangelndes Interesse aus. Es bleibt dahingestellt, ob man wirkliche Gleichgültigkeit überhaupt empfinden kann, da man ja grundsätzlich keinem Menschen wirklich Böses an den Hals wünscht (es sei denn aus Hass, was damit impliziert, dass man dann eigentlich gefühlskalt zulässt, dass er leidet, was bei der Gleichgültigkeit nicht gegeben wäre). So gesehen wäre auch die interesselose Haltung am anderen nicht gleich-gültig im Wortsinne.

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