Doktor Faustus: Thomas Manns Autobiographie des Schreibens

Er schrieb, skizzierte, studierte und kombinierte […]

Die grosse Präsenz dargestellten Schaffens legt den Gedanken nahe, dass der Prozess der Entstehung grundlegend ist für diesen Roman. Thomas Mann reflektiert zeit seines Lebens sein eigenes Sein und Arbeiten, hält in seinem Tagebuch säuberlich seine Fortschritte und Beschwerlichkeiten beim Schreiben fest. Trotzdem ist die Intensität, wie dies hier im Doktor Faustus geschieht, herausragend.

Thomas Mann schaltet in seinen Roman einen Erzähler ein, welcher sein eigenes Schreiben immer wieder thematisiert. Dieser Erzähler hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn zu überliefern, dies in seiner Position als dessen Freund.

Dies alles sage ich, um den Leser daran zu erinnern, unter welchen zeitgeschichtlichen Umständen die Niederschrift von Leverkühns Lebensgeschichte vonstattengeht, und ihn bemerken zu lassen, wie die mit meiner Arbeit verbundene Aufregung ständig bis zur Ununterscheidbarkeit in eins verschmilzt mit derjenigen, die durch die Erschütterung des Tages erzeugt wird.

Neben dessen Leben erzählt er auch viel von dessen Schaffen. Der Leser gewinnt Einblick in die Entstehung der Werke des genialen Künstlers. Zu dieser romanimmanenten Häufung von Darstellungen von Schaffensprozessen schreibt Thomas Mann einen Roman über seinen eigenen Schreibprozess am Doktor Faustus.Im vorgestellten Buch wird Thomas Manns Schreibprozess analysiert und in der Folge den Schreib- und Schaffensprozessen Zeitbloms und Leverkühns gegenübergestellt. Die dabei offensichtlichen Parallelen werden auf ihre Aussage für das Buch und das Schaffen Thomas Manns geprüft.

Dem Teufelsgespräch kommt sowohl im Werk „Doktor Faustus“ sowie im vorliegenden Buch eine besondere Stellung zu.

Zu kaufen bei: AMAZON.DE und BOOKS.CH

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