Wer denkt, mit einem Sorry seien alle Verletzungen Geschichte und das Leben gehe einfach weiter, der füllt auch Wasser in eine zerbrochene Vase, um Blumen reinzustellen.
@Sandra Matteotti
Denkzeiten – Sandra von Siebenthal
Philosophie und Lebens-Kunst
Wer denkt, mit einem Sorry seien alle Verletzungen Geschichte und das Leben gehe einfach weiter, der füllt auch Wasser in eine zerbrochene Vase, um Blumen reinzustellen.
@Sandra Matteotti
Wenn man ständig damit hadert, was man nicht kann, verpasst man die Freude darüber, was man kann.
@Sandra Matteotti
Manchmal zieht man sich ins Alleinsein zurück, um sich vor der Einsamkeit des blossen Nebeneinanders zu schützen.
@Sandra Matteotti
Wenn alle, die über die je mal über die Stränge schlugen, wegfallen, wird es ziemlich leer.
@Sandra Matteotti
Manchmal muss man vieles tun, das nicht passt, um herauszufinden, was passt.
@Sandra Matteotti
Du wirst alt, wenn du oft Menschen sagst: Das habe ich auch schon getan.
©Sandra Matteotti
Wenn du nur für andere tust, nichts je zurück kommt, bist du selber blöd.
@Sandra Matteotti
Sich über Dinge zu ärgern, die man nicht ändern kann, ist wie Pilze zu kochen, die man nicht essen sollte.
©Sandra Matteotti
Lass dir von keinem den Rücken einschmieren, der dir nicht auch den Regenschirm hält.
©Sandra Matteotti
Manchmal muss das Leben erst schwierig werden, damit man seine guten Seiten erkennt.
©Sandra Matteotti
Es gibt immer mehr, die wissen, wie man richtig leben sollte, als solche, die es wirklich leben.
©Sandra Matteotti
Wenn es kommt, wie es kommt, ist es halt, wie es ist.
©Sandra Matteotti
Heute gelesen:
Ich bereue nicht meine Vergangenheit, sondern die Zeit, die ich für falsche Menschen geopfert habe.
Schon inhaltlich könnte man 1000 Fragen stellen. Indem ich die Zeit geopfert habe, gehört das zur Vergangenheit. Insofern bereut man ja immerhin einen Teil der Vergangenheit. So gelesen, fehlte ein „nur“ im Nebensatz. Lassen wir den Inhalt der Sprache mal beiseite und betrachten den Kontext.
Weisse Schrift vor einem unscharfen Bild, welches eine (halbe – man sieht sie nur bis unter die Schultern) Frau auf dem (Ping-Pong?-)Tisch sitzend von hinten zeigt. Wie dieses Bild zum Inhalt der Sprache passt, liesse sich nun fragen. Vielleicht insofern, als man nur den Rücken sieht, die Vergangenheit also als dahinter liegend bildlich erfasst worden ist? Auch das lassen wir offen.
Aber dann: Wer kommt auf die Idee, das so typographisch umzusetzen? Welchen Sinn ergibt das nicht zusammenpassende Sammelsurium von Schriften? Was sollen die Schriften in den Teilbereichen aussagen? Und: Wieso hat man die Zeilen so gesetzt, dass die Zeilenumbrüche in keinem Verhältnis zu irgendeinem Teilsinn des Ganzen stehen?
Vermutlich denke ich wieder einmal zuviel. Darauf kommt es nicht an. Worauf aber sonst?