Die Liebe

Die Liebe
lässt sich nicht erfassen.
Sie ist da.
Einfach so.
Ich suche,
zu ergründen.
Such’ nach Argumenten,
Gründen.
Finde viel
und liste auf.
Und hab’ doch nie,
den Grund erfasst.

Die Liebe
ist einfach da.
Wie aus dem Nichts,
nicht festmachbar,
Ich will erklären,
will verstehen,
halte fest
und teile mit
– ich stecke fest.

Die Liebe
steht über dem Wort
und dem Verstand,
kennt keinen Grund
und kein Objekt.
Sie ist nur ein Sein
im Hier
und Jetzt.

Rezension: Joël Dicker – Die Geschichte der Baltimores

Drohendes Unheil im Paradies

Marcus Goldman, Protagonist und Erzähler, ist Schriftsteller. Er kauft sich ein Haus in Florida, um in Ruhe seinen nächsten Roman zu schreiben. Es soll der Roman seiner Familie werden.

„Samstag kommen die Baltimores, Sonntag die Montclairs.“ Was angfangs jedoch nur eine liebevolle Zuschreibung war, um uns leichter auseinanderhalten zu können, wurde im Laufe der Jahre zu einer Art Gütesiegel, das eine tiefe Spaltung im eigenen Clan ausdrückte.

Die drei Goldman-Cousins sind ein unzertrennbares Gespann. Hillel und Woody wohnen mit ihrer Familie in Baltimore, Marcus mit seiner in Montclair. wobei er sich dafür schämt, denn bei den Baltimores ist alles grösser, schöner und besser. Aus diesem Grund ist er auch so oft er kann in Baltimore, um mit seinem Onkel Saul, den er sehr bewundert, und Tante Anita, die wunderschön ist, vor allem aber mit seinen Cousins zusammen zu sein. Nichts kann das Trio auseinanderbringen, nicht einmal, dass sie sich in dieselbe Frau verlieben. Das denkt man zumindest, bis es zur Katastrophe kommt. Danach ist nichts mehr, wie es mal gewesen ist.

Joël Dickers Roman Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert war ein Riesenerfolg, die Erwartungen an den neuen Roman waren entsprechend hoch. Gelingt Dicker erneut ein Pageturner? Schafft er es wieder, den Leser zu fesseln und nicht mehr loszulassen? Die Antwort ist eindeutig: Ja. Die Geschichte der Baltimores erzählt die Geschichte einer Familie in Amerika. Von der ersten Seite an weiss man, dass mit der Familie etwas schreckliches passieren wird, aber man hat keine Ahnung was. Ausser ein paar Andeutungen auf die kommende Katastrophe erzählt Dicker unterhaltsam von drei Jungen, ihren Gefühlen, ihrem Werdegang. Es gelingt ihm dabei, gekonnt zwischen den Zeiten zu wechseln, die Gegenwart des Schreibens mit der erinnerten Vergangenheit zu durchmischen und dadurch die Spannung immer grösser werden zu lassen.

Dicker überzeugt einmal mehr mit Erzählkunst auf ganz hohem Niveau: Plastische Figuren, stimmiger Plot, perfekt eingesetzter Spannungsaufbau. Müsste man dem Buch etwas Negatives anlasten, wäre es, dass die doch immerhin 509 Seiten viel zu schnell gelesen sind.

Fazit:
Eines der besten Bücher seit langem. Plot, Sprache, Charaktere – Erzählkunst auf höchstem Niveau. Packend, unterhaltend, wunderbar. Absolut empfehlenswert.

Zum Autor
Joël Dicker
Joël Dicker wurde 1985 in Genf geboren. Der studierte Jurist hat bislang zwei Romane geschrieben: Les Derniers Jours de nos Pères und La Vérité sur l’Affaire Harry Quebert (Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert). Für Letzteren bekam er den Grand Prix du Roman der Académie Française zugesprochen sowie den Prix Goncourt des Lycéens. Das bei einem winzigen Verlag erschienene Buch wurde in Frankreich zur literarischen Sensation des Jahres 2012 und mittlerweile in über 30 Sprachen übersetzt.

Angaben zum Buch:
DickerBaltimoresGebundene Ausgabe: 512 Seiten
Verlag: Piper Verlag (2. Mai 2016)
Übersetzung: Andrea Alvermann, Brigitte Grosse
ISBN-Nr.: 978-3492057646
Preis: EUR 24 / CHF 27.90

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Rezension: Patrick Modiano – Gräser der Nacht

 

Was erinnern wir?

Niemand mehr, mit dem ich darüber reden könnte. Zwei oder drei noch lebende Zeugen müssten sich wohl finden lassen. Doch wahrscheinlich haben sie alles vergessen. Und ausserdem fragt man sich irgendwann, ob es wirklich Zeugen gegeben hat.

Jean, ein Schriftsteller, denkt zurück an die Zeit vor 30 Jahren, als er Dannie traf und sich verliebte. Er wusste nicht genau, woher sie kam. Sie schien mehrere Wohnorte zu haben und war sehr verschlossen, beantwortete ungern Fragen. Auch wusste er nicht genau, wie sie hiess, Dannie war wohl nicht ihr richtiger Name, aber er nannte sie so, weil sie ihm so vorgestellt worden war.

Dannie verkehrte mit mysteriösen Typen, die aus Marokko kamen oder Kontakte dahin hatten. Eines Tages wurde Jean sogar gewarnt, er solle sich fernhalten von diesen Menschen.

„Seien Sie vorsichtig! Die können Sie auf sehr schmutzige Wege führen. Ich rate Ihnen, die Verbindungen abzubrechen, solange noch Zeit ist.“

Jean fühlte die Gefahr nicht. Erst 30 Jahre später sieht er langsam die Zusammenhänge, erfährt, was wirklich passiert ist – aber vielleicht auch dann nicht wirklich.

So geht Jean durch die Zeiten, welche sich kreuzen und vermischen. Er liest seine Notizen von damals, die ihm Halt sind gegen das Vergessen. Er erlebt in Gedanken und Träumen nochmals die Vergangenheit und wandelt im Heute auf ihren Spuren.

Mir war als wie im Traum. Das passierte mir damals oft, vor allem nach Einbruch der Nacht. Müdigkeit? Oder jenes seltsame Déjà-vu-Gefühl, das einen ebenfalls aus Schlafmangel überkommt? Dan verschwimmt alles im Kopf, Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft, durch ein Phänomen der Überblendung.

Dieser Satz beschreibt eigentlich den Stil des ganzen Buches. Modiano zeichnet eine Geschichte, die sich über 30 Jahre erstreckt, bei der man nie genau weiss, in welcher Zeit man genau ist – oft weiss es nicht mal der Erzähler. Er pendelt zwischen Träumen, Erinnerungen und der Gegenwart, weiss oft nicht, was Traum, was Wirklichkeit ist. Er stellt Fragen, obwohl ihn die Antworten nicht zu interessieren scheinen, denkt an Menschen, obwohl sie ihm – so sagt er – alle gleichgültig sind.

Gräser der Nacht ist ein nachdenklicher Roman, ein Roman über Liebe, Lügen, Geheimnisse, Identität und Herkunft. Der Roman stellt fragen, wie es der Erzähler auch tut, die Antworten sind selten eindeutig. Modianos Sprache ist fliessend, fast schon monoton. Sie steht damit im Widerspruch zum wilden Durcheinander der Zeiten. Am Anfang kann dieses Monotone und doch Sprunghafte überfordern und auch langweilen. Es braucht seine Zeit, in die Geschichte reinzukommen, aber man sollte sie dem Buch geben, denn es lohnt sich. Einmal gepackt, taucht man ein und ungern wieder aus

Fazit
Die Geschichte fängt langwierig und verworren an, verstrickt sich, wird dichter und packt den Leser dann plötzlich, um ihn nicht mehr loszulassen. Also: Unbedingt durchhalten. Absolut empfehlenswert.

Zum Autor
Patrick Jean Modiano wurde am 30.7.1945 in Boulogne-Billancourt als Sohn einer flämischen Schauspielerin und eines jüdischen Emigranten orientalischer Abstammung geboren. Sein Vater lebte während der deutschen Besatzungszeit im Untergrund und schlug sich mit Schwarzmarktgeschäften durch. Modiano erlebte eine chaotische Nachkriegskindheit: häufige Abwesenheit der Mutter, früher Tod des Bruders und Trennung der Eltern. Modiano widmete sich schon früh dem Schreiben und bereits mit 21 Jahren beendete er seinen ersten Roman. Seitdem publizierte er zahlreiche Romane, Kinderbücher sowie Theaterstücke und Drehbücher. Mit seinem Roman „Eine Jugend“ wurde er in Deutschland bekannt. 2014 ist Modiano mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet worden. Der Autor lebt in Paris.

Angaben zum Buch:
ModianoGräserTaschenbuch: 184 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (22. April 2016)
Übersetzung: Elisabeth Edl
ISBN-Nr.: 978-3423144940
Preis: 9.90 Euro /14.90 CHF

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Rezension: Ursula Fricker – Lügen von gestern und heute

 

Sie hatte ihn kaum gekannt, wie man einen Fremden kennt, dem man vertraut, weil man ihn nicht kennt. Bis es fast zu spät war, hatte sie überlegt, ob sie nicht besser zu hause bliebe, ob es nicht reichte, wenn sie an ihn dächte, und als es schon fast zu spät war, ging sie doch noch los.

Beba lebt in einem trostlosen Land unter trostlosen Menschen. Trostlose Menschen sind auch hoffnungslose Menschen und oft zeigen sie kaum Gefühle – wohl aus Selbstschutz. Für Beba war das nicht genug, sie wollte mehr vom Leben und Stefan versprach es ihr, er lädt sie in sein Land ein. Als Beba da ankommt, holt Stefan sie nicht ab, sie ist allein. Sie hat Glück, wird aufgefangen, nun arbeitet sie als Prostituierte. Und sie träumt davon, Musikerin zu sein, spart alles Geld, das sie nicht zu ihrer Familie schickt, um die zu unterstützen, für ein Klavier.

Isa fühlte sich angestarrt, gemustert, taxiert. […] An der Kleidung, dachte Isa, sieht man, wer was ist – am liebsten hätte sie sich das Zeug vom Leib gerissen.

Isa ist in einem gutbürgerlichen Haus aufgewachsen, behütet von interessierten Eltern. Das wirft sie diesen nun vor. Sie will ausbrechen, will etwas bewegen. Die Flüchtlinge kommen ihr gerade recht, da kann sie zeigen, was in ihr steckt. Sie kämpft mit allen Mitteln, weiss ab und an nicht, ob der Kampf ihrer Selbstbehauptung oder den Flüchtlingen gilt, aber das ist gar nicht wichtig. Sie hat einen Plan. Alle, die diesen nicht teilen, die ihr denken nicht teilen, haben keine Ahnung. Sie wird ihnen zeigen, was richtig ist.

Es war bizarr. Hier wurde verhandelt, was in einem Rechtsstaat eigentlich unverhandelbar sein sollte: das gleiche Recht für alle. […] war er einfach nur müde? Gleichzeitig entdeckte Otten in sich ein lange vergessenes ehrliches Gefühl der Verantwortung für diese Stadt, für die Menschen in ihr. Sol sollte es sein, so war es aber fast nie.

Otten ist verantwortlich für die harte Politik gegen die Flüchtlinge. Er steht unter Beschuss, nicht nur öffentlich und in der Politik, jemand hat es auf ihn persönlich abgesehen, bedroht sein Haus, bedroht damit sein Leben und das seiner Familie. Früher ist er auf der anderen Seite gestanden, hat gegen die Obrigkeit gekämpft, hatte Ideale. Wo sind sie heute? Ist er ein anderer geworden oder macht er nur, was getan werden muss, weil es schlicht keine andere Lösung gibt?

Drei Leben im Heute, die alle eine Vergangenheit haben. Die Herkunft prägt, sie lässt keinen los. Tief drin legt sie die Fäden und lässt die Menschen bis heute immer wieder zurückdenken, ihren Weg reflektieren, ihr Heute analysieren. So werden diese Menschen erfahrbar, verständlich in ihrem Tun. Sie haben Träume, Wünsche, sie lieben und leben und zahlen alle einen Preis für dieses Leben.

Ursula Fricker ist es gelungen, die gerade sehr aktuelle Flüchtlingsthematik literarisch so zu verarbeiten, dass man sie aus verschiedenen Blickpunkten betrachtet. Sie tut das wenig emotional, sehr objektiv, nie deskriptiv, sondern immer literarisch. Sie webt die Geschichten von verschiedenen Menschen mit unsichtbaren Fäden zusammen, lässt aus drei Geschichten eine werden. Als Leser taucht man in alle diese Welten ein, versteht sie, auch wenn man nicht immer teilt, was die jeweiligen Protagonisten denken oder tun.

Lügen von gestern und heute ist ein Buch über Politik, ein Buch über die Liebe, ein Buch auch über Herkunft und was sie aus einem Menschen macht, wie sie ihn beeinflusst. Es ist ein Buch, das in einer teilweise eigentümlichen Sprache geschrieben ist, indem die Syntax aus der Norm fällt, Sätze teilweise abrupt aufhören oder aber über die beschriebenen Inhalte hinausgehen, indem der Punkt fehlt, einfach ein Komma steht. Es ist ein Buch über Menschen, das in die Tiefe geht, psychologisch ist, ohne zu psychologisieren. Das Buch zeigt Missstände auf, ohne den belehrenden Zeigefinger zu heben. Es ist ein grossartiges Buch!

Fazit
Ein tiefgründiges, nachdenkliches, psychologisches, philosophisches, politisches und menschliches Buch – und noch viel mehr. Ein Buch, das einen in den Bann zieht und nicht mehr loslässt. Sehr empfehlenswert.

Zum Autor
Ursula Fricker, 1965 in Schaffhausen geboren, studierte Sozialarbeit in Bern, arbeitete in einem Heim für geistig behinderte Menschen und in der Theaterpädagogik. Neben journalistischen Texten veröffentlichte sie bislang drei Romane. Ihr Debütroman, ‚Fliehende Wasser‘, erschien 2004 und wurde mit dem Einzelwerkspreis der Schweizerischen Schillerstiftung und mit einem Werkjahr der Stadt Zürich ausgezeichnet. Es folgten 2009 ‚Das letzte Bild“ und 2012 ‚Außer sich‘, nominiert für den Schweizer Buchpreis im selben Jahr.

Angaben zum Buch:
FrickerLügenGebundene Ausgabe: 368 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (22. April 2016)
ISBN-Nr.: 978-3423280730
Preis: 21.99 Euro /28.90 CHF

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Rezension: Bettina Tietjen: Unter Tränen gelacht. Mein Vater, die Demenz und ich

Als am Sonntagabend gegen 22 Uhr mein Handy klingelt, weiss ich noch nicht, dass dieser Anruf mein Leben verändern wird.

Bettina Tietjens Vater ist an Demenz erkrankt. Zuerst waren es nur kleine Vergesslichkeiten, die nach und nach mehr wurden. Es ist bald klar, dass er nicht ewig im eigenen Haus leben kann, als der Umzug ins Seniorenheim dann ansteht, bringt er viele Veränderungen mit sich .

Bettina Tietjen begleitet ihren Vater in den zweieinhalb Jahren im Heim intensiv, erlebt eine ganz neue Nähe mit ihm. Sie beschreibt mit viel Humor die fröhlichen Momente, die Herausforderungen und auch die Ängste. Demenz ist ein Abschied auf Raten, der traurig macht und auch verzweifeln lässt, trotzdem beinhaltet die Zeit des Abschieds auch viele wunderbare Momente. Von all dem handelt dieses Buch.

Zum Autor
Bettina Tietjen, geboren 1960, arbeitete nach ihrem Germanistik- und Romanistikstudium als Moderatorin, Reporterin und Autorin für den RIAS Berlin, die Deutsche Welle, den WDR und diverse Printmedien. Seit 1993 ist sie beim NDR-Fernsehen Gastgeberin auf dem Roten Sofa der Sendung »DAS!«. Außerdem empfängt sie einmal im Monat prominente Gäste in ihrer Freitagabend-Talkshow, seit 2015 zusammen mit Alexander Bommes („Bettina und Bommes“). Seit 2008 talkt sie auch im Radio in ihrer Sendung »Tietjen talkt« bei NDR 2. Bettina Tietjen ist verheiratet und lebt mit ihrer Familie in Hamburg.

Fazit
Ein wunderbar einfühlsames, persönliches, humorvolles, tiefügründiges, trauriges, menschliches Buch. Sehr empfehlenswert!

Angaben zum Buch:
TietjenTränenGebundene Ausgabe: 304 Seiten
Verlag: Piper Verlag (9. März 2015)
ISBN-Nr.: 978-3492056427
Preis: EUR 19.99 / CHF 29.90

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Rezension: Marjaleena Lembcke: Wir bleiben nicht lange

Jeden Morgen sagte sie zu ihrem Krebs: Du wirst mich nicht besiegen.
Der Krebs muss wissen, dass er einen starken Gegner hat, sagte sie.

Nach der Kindheit in Finnland trennen sich die Wege von Sisko und Mirja. Sisko geht nach England, Mirja nach Deutschland. Als Sisko an Krebs erkrankt, reist Mirja zu ihr und die Schwestern kommen sich wieder näher. Gemeinsam erleben sie ihre Kindheit nochmals durch ihre Erinnerungen.

In einer kurzen, knappen Sprache erzählt Marjaleena Lembcke die Geschichte der ungleichen Schwestern, lässt durch die bruchstüchhaften Erinnerungen die ganze Familiengeschichte langsam ans Tageslicht treten. Durchbrochen werden die Erinnerungen von aktuellen Ereignissen, die gezeichnet sind von Siskos Krankheit.

Fazit
In dichter Sprache bruchstüchhaft zusammengewürfeltes Mosaik eines Lebens – intensiv, bitter, schlicht und doch tief. Empfehlenswert.

Zum Autor
Marjaleena Lembcke wurde 1945 in Kokkola/Finnland geboren und studierte Theaterwissenschaften und Bildhauerei. Seit 1967 lebt sie in der Nähe von Münster in Westfalen. Sie schreibt für Kinder und Jugendliche ebenso wie für Erwachsene. Für ihre Bücher wurde sie vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis 1999, und mehrfach nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis. Ihr Werk wurde bisher in elf Sprachen übersetzt.

Angaben zum Buch:
LembckeBleibenGebundene Ausgabe: 192 Seiten
Verlag: Verlag Nagel & Kimche AG (22. Februar 2016)
ISBN-Nr.: 978-3312006885
Preis: EUR 19.90

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Rezension: Gisa Klönne: Die Wahrscheinlichkeit des Glücks

Der Anrufer war nicht ihre Tochter, statt Aline redete eine Männerstimme auf sie ein, eine fremde Stimme mit niederländischem Akzent, die seltsam gebrochen klang und ihre Botschaft viel zu schnell hervorschleuderte, nein schrie, immer wieder dieselben Worte, und noch bevor Frieda irgendetwas verstand, fühlte etwas tief in ihr bereits, welch furchtbarer, grausamer, nicht wiedergutzumachender Fehler ihre gestohlene halbe Stunde gewesen war.

Drei Generationen, eine Geschichte. Henny, Mutter von Frieda, einer Astrophysikerin und Grossmutter von Aline, einer jungen Tänzerin, lebt durch ihre Demenz immer mehr in der Vergangenheit und kämpft mit den Geistern derselben. Sie schenkt ihrer Enkelin zu deren Verlobung eine Schachtel mit geheimnisvollem Inhalt, der die junge Frau so durcheinander bringt, dass sie aufgescheucht auf die Strasse rennt und von einem Auto erfasst wird. Ihr Leben hängt an einem seidenen Faden, es ist an Frieda, Licht ins Dunkel zu bringen und das Geheimnis hinter der Schachtel zu lüften.
Mit der Suche nach der Wahrheit kommt sie auch ihrer eigenen Vergangenheit auf die Spur. Damit gerät die bislang so ordentlich eingerichtete Welt der ehrgeizigen Wissenschaftlerin ins wanken.

Autor
Gisa Klönne, geboren 1964, ist die Autorin von mittlerweile fünf erfolgreichen Kriminalromanen um die Kommissarin Judith Krieger. Daneben legte die unter anderem mit dem Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnete Autorin mit »Das Lied der Stare nach dem Frost« und »Die Wahrscheinlichkeit des Glücks« aber auch zwei Familienromane vor. Gisa Klönnes Romane sind Bestseller und wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Sie lebt als freie Schriftstellerin in Köln.

Fazit
Liebe, Lebenslügen, Geheimnisse und Verrat vor dem Hintergrund historischer Ereignisse in Siebenbürgen/Rumänien geschrieben in einer lesbaren Sprache. Berührend, spannend, tiefgründig. Sehr empfehlenswert!

Angaben zum Buch:
KlönneGlückTaschenbuch: 480 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch (1. März 2016)
ISBN-Nr.: 978-3492308212
Preis: EUR 9.99 / CHF 29.90

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Facebook – da traut man sich was

Kürzlich kam es auf Facebook zu einer Diskussion. Das Thema interessierte mich nicht wirklich, trotzdem habe ich (mein Fehler) irgendwann (mehr beiläufig, denn durchdacht) einen Kommentar dazu gegeben. Die selbsternannten Experten in der Sache schossen sich gleich auf mich ein, drehten mir die Worte im Mund rum, bis ich sagte, die Diskussion sei für mich hier beendet. Dies kam nicht gut an, ich fühlte mich schuldig des Diskussionsabbruchs, schob was nach, um dann zu hören:

Liebe Sandra, ich habe dich hier missbraucht, um etwas zu beweisen.

Erst wollte ich schreiben, dass dies weder logisch noch formal als Beweis qualifiziere, ich liess es, denn: Einem Menschen, der Menschen MISSBRAUCHT, um seine Wahrheiten durchzudrücken, muss ich nicht noch mehr Aufmerksamkeit geben. Besagte Person schoss noch ein paar mal gegen mich, es schien ihr wichtig, ich liess es stehen.

Kurz darauf stellte ich ein Bild einer Yogapose ins Netz. Eine FB-Freundin meinte, mir sagen zu müssen, dass das Bild eklig sei, da ich viel zu dünn sei. Ich solle das sofort löschen. Überhaupt könne man bei dem Anblick nie glauben, dass ich überhaupt je esse, was ich ab und an ins Netz stelle. Früher hätte ich mich gerechtfertigt, von vielen Stunden auf der Matte und anderen Dingen erzählt. Ich habe den Kommentar gelöscht und sie entfreundet.

Es geht mir nicht drum, dass keine Kritik sein darf. Ich kann diskutieren, gerne auch kontrovers. Aber: Ich möchte a) den Respekt gewahrt wissen und b) in den sozialen Medien eigentlich entspannen und mich nicht danach schlecht und schlechter fühlen.

Was ich mich aber frage: Ist das die Welt heute? Jeder pisst dem anderen ans Bein? Weil man es kann, weil man ja seine Meinung haben und sagen darf – egal, was dabei rauskommt, egal, wen man verletzt, egal, was man kaputt macht? Freie Meinung über allem?

Ich möchte hier nicht falsch verstanden werden: Die Meinungsäusserungsfreiheit ist wichtig und richtig und ein Grundrecht, das für mich unanfechtbar ist. Aber: Kann man damit wirklich alles rechtfertigen? Noch vor diesem Grundrecht steht nämlich:

Die Würde des Menschen ist unantastbar.

Die Reihenfolge ist nicht beliebig, sie ist durchaus hierarchisch. Allerdings scheint das keinen mehr zu kümmern im Zeitalter der schnellen Kommentar-Klick-Online-Gesellschaft. Man schiesst munter drauf los. Ist einer verletzt? Sein Problem! Ich lebe die Meinungsäusserungsfreiheit und überhaupt: Was kümmern mich die Gefühle anderer, Hauptsache ich habe meinen Spass und bin cool. Vielleicht ist es doch kein Zufall, dass man Social Media mit SM abkürzt?

Das Tattoo

Claudia wusste: Nun war es soweit, nun musste eines her. Sie machte nun schon seit vielen Jahren Yoga, in der Szene hatten alle Tattoos. Also viele. Also eigentlich war egal, wer eines hat, sie wollte eines. Zwar sagte sie schon lange, dass sie gerne eines hätte, aber den Schmerz scheue und nicht wisse, was genau und wo, aber so ganz durchringen konnte sie sich nie. Das war nun anders. Sie wusste genau, was es sein sollte. Und sie wusste auch, wo es hin musste:

  • Ein Schriftzug auf den Fussrist
  • Ihr Logo auf den Deltoid (sorry, Fachgesimpel: Schulter-Oberarm)
  • Ein Om-Zeichen auf den Knöchel
  • Ein Schriftzug auf den inneren Oberarm
  • Ein Schriftzug auf den Nacken

Weitere sollten folgen – natürlich eines nach dem anderen, aber begonnen würde mit dem Fuss.

Nachdem das nun mal klar war, ging es darum, den richtigen Tätowierer zu finden. Wer könnte besser helfen als Facebook? Claudia startete also eine Umfrage und erhielt fast so viele Namen wie Antworten kamen. Aber: Ein Name kam mehrfach, den wollte sie. Der Zufall wollte es, dass der auch gleich um die Ecke von ihr war – umso besser. Claudia griff kurz entschlossen zum Hörer (sich innerlich selber über ihre Entschlossenheit freuend).

Nach kurzem klingeln hob Matteo ab. Der gewünschte Tätowierer sei leider in den Ferien, ob auch ein anderer gehe. Claudia verneinte. Matteo wollte in einer Woche wieder anrufen, dann sei der Körperkünstler zurück. Die Zeit verrann, auch der versprochene Termin für den Rückruf. Eines Tages klingelte das Telefon. Matteo. Sie könnten nun einen Termin abmachen. Claudia schluckte leer. Das kam nun doch sehr unvermittelt. Leicht stotternd meinte sie: „Super, machen wir……. wann?“

Matteo: „Morgen?“

Claudia:…..

…. ….. …

…. …. ….

Claudia: „Nein, morgen kann ich unmöglich!“

Matteo: „Ok, Montag in 2 Wochen.“

… … …

Claudia schluckt (wohl laut hörbar) und sagt (leicht zögerlich): „Ok, prima, das passt.“

Matteo: „Gut, dann buch ich dir den Termin bei Raffael, du musst nur eine Vorauszahlung machen – online oder kommst du vorbei?“

Claudia (noch immer mit ganzer Froschfamilie im Hals): „Öhm, also, ich denke, also…wohin müsste ich kommen?“

Matteo: „Na, in die Filiale XYZ.“

Claudia überlegt… Aus ihrer Recherche wusste sie, dass ihr gewünschter Stecher (also mit Tinte) nicht in der Filiale agierte.

Claudia: „Wer ist der Tätowierer?“

Matteo: „Raffael – deiner ist krank, wir wissen nicht, wann er wieder da ist.“

[Regieanweisung: Ein (ganz bestimmt gut hörbarer) Plumps des Steins, der von Claudias Herzen fiel.]

Mit dem Grundton der Überzeugung sagte Claudia resolut: „Nein, einen anderen Künstler lasse ich nicht an meine Haut! Ich wünsche ihm gute Besserung und ruft wieder an, wenn er gesund ist.“

Matteo versprach, das zu tun. Claudia kriegte erstmals seit dem Anfang des Telefonats wieder gut Luft.

Der Weg der Gelassenheit

Kürzlich regte ich mich auf. Aber sowas von. Ich weiss gar nicht mehr, worüber, aber: Das ist meist eh nicht relevant, man regt sich ja über alles auf. Man überlegt dabei selten, was man sich selber damit antut, sondern man ist grad so schön drin in der Aufgeregtheit. Schliesslich hat man ja Grund. Sagt man sich.

Ein Bekannter meinte süffisant: „Macht Yoga nicht gelassen?“ Meine Antwort war klar schlagfertig: „Du kanntest mich vor Yoga nicht.“ Aber es hing nach. Da war in der Tat noch Luft nach oben.

Heute fühlte ich mich in der Theorie bereit für den Weg. Frei nach dem Motto

Du hast ein Problem? Kannst du es lösen? Prima, wieso sorgst du dich? – Du kannst es nicht lösen? Wieso sorgst du dich?“

gehe ich nun den Weg der Gelassenheit. Seit ich ihn gehe, sind doch schon ein paar Stunden vergangen. Ich behaupte nicht, er wird immer gelingen, aber: In der Theorie klappt er schon ganz gut!

Wer bin ich?

Wie oft
hab’ ich mich gefragt,
was andere erwarten?
Wie oft
habe ich gemacht,
was andere forderten?
Oder dacht’ ich nur,
sie fordern es?
Weil ich selber dachte,
es müsste sein?

Woher kamen
die Gedanken?
Aus Erfahrungen,
die ich gemacht?
Von falschen Erwartungen?
Oder gar
von mir?
Hab ich es
in andere
projiziert?

Wer bin ich,
wenn ich nur erfülle?
Müsst’ ich nicht
ich sein?
Um wirklich
zu sein?
Wer bin ich?
Und:
Wer bestimmt’s?

Die Frau – nur Objekt?

Du bist ein toller Mensch. Ich bin gern mit dir zusammen.

Wer hört es nicht gerne. Wer möchte nicht gemocht werden? Der Mensch ist ja grundsätzlich ein soziales Wesen (auch wenn ich bei mir ab und an daran zweifle, da ich sehr gerne allein bin, Zeit für mich brauche, Jubel und Trubel eher meide.

Und doch: Es ist schön, wenn man Menschen um sich hat, mit denen man gerne zusammen ist, gerne spricht, auf einer Welle schwingt. Umso trauriger ist es, wenn diese plötzlich auf Distanz gehen. Nicht, weil man etwas falsch gemacht hätte, nur, weil man eine Frau ist, die keine Beziehung will.

Das schmerzt. War man nicht mal ein toller Mensch? Gilt das nur so lange, wie man als „Objekt“ verfügbar ist? Ich weiss, das ist sehr plakativ und krass ausgedrückt, aber irgendwo stimmt die Reduktion doch. Klar, es kann keiner für seine Gefühle. Klar ist auch, dass es schmerzen kann, mit jemandem zu „verkehren“ (das ist nicht zweideutig gemeint), in den man unerwidert verliebt ist. Nur verliebt sich ja nicht gleich jeder aufs erste Wort. Und es ist mir nun doch schon einige Male passiert.

Sind Frauen per sei einfach mal Beziehungsobjekte? Oder gar doch nur Sexobjekte? Wo bleibt das „Mit dir kann ich gut reden“, „du bist intelligent“ und „ich fühle mich wohl in deiner Gesellschaft“, wenn die Option auf mehr stirbt? Stirbt mit? War nie da und nur Schleimerei?

So oder so: Es bleibt ein schaler Geschmack zurück und ab und an der Gedanke, mich generell zurückzuziehen, da ich darauf einfach keine Lust mehr habe.

Apfelringe – oder: Meine Zähne – oder: Gesund essen

Ich komme ja langsam in ein Alter (hüstel), in dem man schauen muss, was man tut, um gesund zu bleiben. Das war in ganz jungen Jahren (hüstel) noch nicht so wichtig (ok, wäre es auch gewesen, wurde aber erfolgreich ignoriert und dies hatte keine offensichtlichen Auswirkungen), sollte nun aber in Angriff genommen werden. Frau will ja noch ein Weilchen leben und dabei nicht aussehen, als ob sie schon eine ganze Weile gelebt hätte.

Ich kaufte mir also Apfelringe. Die sind quasi wie Pommes Chips (steckt ja sogar Apfel im Nahmen drin), nur in gesund. Dachte ich. So als Knabberspass für zwischendurch also die perfekte Lösung. Davon ging ich aus. Wer hier nun mutwillig ein Aber hineinlesen will, dem sei gesagt, dass er den guten Ringen zu wenig Vertrauen schenkt und vorschnell urteilt, aber: Er hätte recht. Ein bisschen.

Ich steckte einen solchen Ring in den Mund. Es gab sie ja in verschiedenen Geschmacksvarianten, von neutral über Vanille bis hin zu Zimt. Ich wählte alle, probierte zuerst die Zimtvariation. Ich hatte ihn also im Mund, den gesunden Knabberspass mit Zimtgeschmack. Er war wirklich lecker zimtig. Ich wollte zubeissen, doch das ging nicht. Das Teil war irgendwie hartgummig von der Konsistenz. Aber lecker im Geschmack. Ich versuchte es mit lutschen, wäre doch gelacht, wenn ich den Ring nicht weich kriegte. Ich lutschte lange, der Geschmack war mittlerweile weg, wirklich beissbar war das gute Teil noch immer nicht.

Ich gab mir Mühe, mahlte, malmte, biss. Langsam spürte ich eine marginale Verkleinerung. Es waren nun zwei Teile. Mehr Geduld hatte ich nicht mehr. Ich versuchte, diese runter zu würgen. Es kratzte im Hals (also immer noch nicht weich genug), blieb mal kurz stecken, rutschte dann mit einem Schmerz runter.

Ich habe die Natur- und die Vanille-Version gleich mit dem angebrochenen Pack der Zimtäpfel entsorgt und mir das Original von Zweifel geholt. Knack, knack, knack – weg. Und lecker sind sie allemal. Gesund? So gesund kann etwas auch nicht sein, das man a) nicht beissen, b) nicht lutschen und c) nicht ohne Aufreissen der gesamten Speiseröhre schlucken kann.

Rückenschmerzen – Physiotherapie, die Erste

Claudia war brav. Sie glaubte zwar nicht wirklich an die Wirksamkeit verordneter Übungen, trotzdem machte sie einen Termin bei der Physiotherapie aus. Die vom Herrn Doktor empfohlene Physiotherapeutin war zeitnah nicht frei, ihr Mitarbeiter, Herr Bäcker aber schon. Er sei gut, wurde Claudia am Telefon versichert, er könne ihr sicher helfen. Sie hoffte es.

Der Termin kam und Claudia fuhr zum Ort des Geschehens. Kein Parkplatz weit und breit. Der einzige, den sie fand, lag so, dass sie quasi von zu Hause hätte laufen können. Nun denn. Diese Hürde nahm sie und sass alsbald wartend im entsprechenden Zimmer. Dann kam er. Er war hübsch. Wenigstens etwas. Sie folgte ihm in den Behandlungsraum, entledigte sich – der Aufforderung folgend – ihrer Kleidung und fand sich alsbald in diversen Vor- und Rückbeugen wieder. Der adrette Herr Bäcker klopfte auf Knie und Füsse, tastete Wirbel für Wirbel ab und drückte auch sonst ein wenig rum. Dann schaute er Claudia an und sagte es. Das Unwort.

„Ich zeige Ihnen eine Übung.“

Claudia sah ihn an. „Ich hatte eigentlich auf eine Massage gehofft“, sagte sie.

„Nein, es gibt keine Massage, wir machen Übungen“, sagte Herr Bäcker ernst.

Claudia versuchte ihr Glück nochmals, indem sie meinte, die kenne sie, die hülfen nix und sie hätte eigentlich auf ein wenig Spa, ein bisschen Wellness gehofft.

Der nette Bäcker lächelte breit – und er hatte ein umwerfendes Lächeln. Das half aber nicht über seine Sturheit hinweg, er wollte diese verdammte Übung und Claudia sollte sie machen.

IMG_8103Claudia gab nach, liess sich die Übung zeigen und machte sie pflichtschuldig nach. Sie solle eine ganz leichte Rückbeuge machen, da ihr 5. Lendenwirbel in der Beweglichkeit eingeschränkt sei, wie der gute Mann meinte. Claudia dachte an ihre täglichen Yogastellungen, die mehrfach eine um Stufen grössere Rückbeuge beinhalteten, sagte aber nichts mehr und beugte sich wie vorgezeigt leicht zurück und wieder vor, zurück und wieder vor. Das solle sie nun täglich machen. Mit der Verordnung ein breites und umwerfendes Lächeln. Claudia beschloss, zu gehorchen – zwar wenig überzeugt von der Übung, aber aus grosser Sympathie zu Herrn Bäcker heraus.

Ob es geholfen hat, so ganz wider Erwarten? Die Auflösung folgt nächstes Mal.