Ich stiess über Mia HIER  auf diese Fragen. Ich machte ja schon mal solche Bloggeraktionen mit, vom Freitagsfüller über Montagsirgendwas hin zu was weiss ich (man findet es alles im Blog, ich habe schlicht ein Sieb von Gedächtnis, das alles ad acta legt, was erledigt ist – so bleibt Platz für Neues und das kommt ja täglich dazu). Die Aktion stammt von der Brüllmaus, der Ursprungslink zu diesen Fragen ist HIER.

1.) Kommst Du gut mit Schlafmangel zurecht? Wie kämpfst Du gegen die Müdigkeit an?

Ich kannte früher Schlafmangel kaum. Er kam mit den Problemen, die das Leben in mein Dasein warf. Nacht für Nacht wachte ich um 2 oder 3 auf und konnte nicht mehr einschlafen. Sprich: 3-4 Stunden Schlaf pro Nacht, danach stand ich auf. Irgendwann ging ich wirklich auf dem Zahnfleisch. Seit ich wieder zurück auf der Yogamatte bin (ich musste pausieren), schlafe ich besser. Wenn ich mal nicht kann, wende ich etwas an, das Thich Nhat Han in einem Buch erwähnte: Liegen bleiben, bewusst atmen, mit dem Bewusstsein dem Atem folgen. Es hilft oft, wieder einzuschlafen, wenn ich doch mal mit Schlaflosigkeit kämpfe. Und ansonsten stehe ich auf und geh auf meine Yogamatte. Ich praktiziere erst eine fordernde, dann eine meditative Praxis. Und ja, danach fühle ich mich gestärkt für den Tag. Trotz Schlafmangel. Ab und an kommt am Nachmittag ein Zwischentief. Wenn ich kann, mache ich ein paar Yin-Yoga-Übungen oder Atemübungen. Zweites passt ja eigentlich immer rein.

2.) Es gibt Wiedergeburt und weil Du der 300 Milliardendste Gestorbene bist, darfst Du Dir aussuchen, als was Du wiedergeboren wirst. Was wird es sein?

Mein eigener Hund.

3.) Sammelst und benutzt Du Gutscheine, Rabattcoupons und dergleichen?

Ich behielt sie (sammeln wäre zu viel gesagt) lange, nutzte sie nie. Nun werfe ich sie weg. Ich hab sie eh nie dabei, wenn ich einkaufe.

4.) Die Wahl der Qual: ständig an Papier schneiden oder ständig etwas ins Auge bekommen?

Das klingt ein wenig nach „Das Leben ist scheisse, hättest du lieber Kuh- oder Pferdemist?“. Finde ich schade. Ja, das Leben ist nicht immer einfach. Eigentlich selten. Im Buddhismus heisst es, das Leben ist Leiden. Und das ist (zumindest bei mir) sehr oft so. Aber: Es gibt auch in den dunkelsten Stunden gute Seiten. Man muss sie auch sehen wollen. Und: Ganz viel Leid erschaffen wir uns selber. Wenn man das mal erkennt, kann man schon ganz viel mehr Licht ins Dunkel bringen. Das heisst dann nicht, dass man sich nicht mehr am Papier schneidet oder was ins Auge kriegt, aber man sieht auch, was man aufs Papier zeichnen kann und was mit den Augen sehen.

 

Ich wollte zuerst eine 1 bei Titel schreiben. Ich weiss aber nicht, ob ich das nochmals mache. Dieses Mal sprangen mich die Fragen an, drum machte ich mit.

 

 

Nun hat es mich also erwischt. Ich wurde nominiert. Ich muss Fragen beantworten. Ich überleg ja immer noch, wie genau der Award gemeint ist. So, wie er da steht, wäre es der liebste Award – ob es auch weniger liebe gibt? So die Unholde unter den Awarden? Oder ist es ein Award für den Liebsten (hier Blog)? Dann würde da aber ein Bindestrich fehlen. Ich ignoriere das aber nun absichtlich und werde auch nicht drüber schreiben, da ich ja nicht gefragt wurde – hier geht es nur um Fragen. 😉

Nominiert hat mich die liebe Bettina: HIER

    1. Seit wann bloggst Du?

Laaaaaange – ich habe keine Ahnung

      1. Was sind Deine Stärken?

Ich habe Mühe mit eigenen Stärken. Sie zu benennen fällt mir eher schwer, da ich mich dann irgendwie überheblich fühle. Aber wenn ich denn muss: Ich denke, ich kann ziemlich klar und schnell denken, ich habe ein Herz für Menschen, man kann auf mich bauen, wenn man mich braucht.

      1. Welche Farben magst Du am Liebsten?

Türkis und Blautöne. Ausser in kurzen Phasen, wo ich rosa schön finde. Die gehen aber schnell vorbei. Und dann mag ich rosa nicht mehr, nur noch Blautöne. Also eigentlich mag ich ja alle Farben irgendwie… aber wenn…

      1. Wie findest Du Deine innere Mitte am besten?

Das ist aber keine ernsthafte Frage, oder? Yoga, what else?

      1. Was ist für Dich widerstrebend, welcher Typ von Mensch?

Menschen, die ständig nur sich und ihren Profit sehen.

      1. Hast Du Lieblingsmaler, wenn ja, welche?

Schwere Frage. Ich bewundere Picasso für seine Schaffenskraft, für seine Neugier, für seine immense Kreativität und Hingabe an die Kunst. Wenn es darum geht, wessen Bilder mir wirklich sehr gefallen (das tun Picassos natürlich auch), wäre es Franz Marc.

      1. Wenn man Dir einen großen Herzenswunsch erfüllen könnte, was wäre das?

Den gibt es ganz klar – und es wäre kein Wunsch für mich. Welcher es wäre, möchte ich hier aber nicht öffentlich schreiben.

      1. Kaffee – Tee? Pasta – Kartoffeln? Wein – Bier? Vegan/vegetarisch/Fleisch?

Kaffee und Tee, Pasta, Wein, nie konsequent vegan, ab und an schon, vegetarisch ok, Fleisch… lange Jahre nicht, dann wieder, aktuell grad nicht.

      1. Auf welchen SocialMedia bist Du? (Facebook, Twitter, LinkedIN, Instagram, …)

Auf allen hier genannten, nicht auf allen sehr aktiv.

      1. Was sind Deine Schwächen, wo kannst Du am wenigsten widerstehen?

Ich kann schlecht nein sagen. Und: Ich habe immer das Gefühl, mich beweisen zu müssen.

      1. Wie haben wir uns gefunden und weißt Du noch wann?

Über WordPress. Und ich bin so froh drüber.

      • Und hier die Regeln zum Mitmachen:

1. Danke der Person, die dich für den Liebster Award nominiert hat und verlinke den Blog in deinem Artikel. 
2. Beantworte die 11 Fragen, die dir der Blogger, der dich nominiert hat, stellt. 
3. Nominiere 3 (bis 11) weitere Blogger für den Liebster Award. 
4. Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für deine nominierten Blogger zusammen. 
5. Schreibe diese Regeln in deinen Liebster-Award-Blog-Artikel. 
6. Informiere deine nominierten Blogger über den Blog-Artikel

Ich werde niemanden nominieren. Ich würde mich aber freuen, wenn ich die einen oder anderen Antworten lesen könnte. Das wären die Fragen:

      1. Was ist für dich die höchste Tugend?
      2. Was ist Liebe?
      3. Stadt oder Land? Und wieso?
      4. Buch oder Film zuerst?
      5. Hund oder Katze?
      6. Schaust du Serien? Wenn ja, welche und wieso?
      7. Berge oder Meer?
      8. Wenn du die Protagonistin/der Protagonist eines Märchens wärst, welches wäre es?
      9. Hast du ein Lieblingstier? Wieso?
      • Können wir frei entscheiden, was wir wollen, oder sind wir von unserer Vergangenheit, Erziehung, den Genen gar geprägt?
      • Wird wohl jemand die Fragen beantworten, wenn er nicht durch eine Nomination genötigt wurde?

Fragen über Fragen….

Ich stiess über Miasraum (LINK) auf diesen Fragebogen, den sie auch über sieben Ecken fand. Spannende Fragen, denen ich mich gerne stellen möchte. Und während ich das hier schreibe, weiss ich noch nicht, wo es enden wird. Ich leg einfach mal los.

Zorn

  1. Würdest du je einen anderen Menschen schlagen?

In der Theorie nicht, da ich absolut nicht aggressiv bin, aber: Ich habe es schon getan. Als mir jemand gegen meinen Willen zu nah kamen. Ich bin nicht stolz drauf.

  1. Was ist dein persönliches Lieblingsärgernis?

Menschen, die sich über dich stellen, die sich für etwas Besseres halten und dir die Welt erklären wollen.

  1. Würdest du gegen jemanden einen Groll hegen? Oder kannst du es einfach loslassen?
    Groll hilft nie und schadet nur – aber nie dem anderen, nur mir selber. Trotzdem bin ich nicht gefeit.

Trägheit

  1. Kannst du etwas nennen, das du jeden Tag tun solltest, aber was du trotzdem nicht tust?
    Ich bin relativ pflichtbewusst. Ab und an denke ich: Zu sehr… also: Nein.
  1. Wann hast du zum letzten Mal eine faule Ausrede gemacht?
    Ich habe keine Ahnung, ich versuche, solche zu vermeiden.
  1. Wie lange hast du heute Morgen die Schlummertaste gedrückt?
    Mache ich nie, ich stehe beim ersten Ton auf.

Völlerei

  1. Isst du Fleisch?
    Ich starte grad den nächsten Versuch, es (wieder – ich war viele Jahre Vegetarier) zu lassen.
  1. Wie viel Alkohol hast du zu einem gegebenen Zeitpunkt getrunken?
    Was ist ein gegebener Anlass? Ich habe so oder so kein festes Mass. Ich höre auf, wenn es sich nicht mehr gut anfühlt. Und das tut es für mich, wenn nicht mehr klar denken kann.
  1. Was isst du am liebsten: Süßigkeiten, fetthaltige oder salzige Lebensmittel?
    Salzig. Süss mag ich kaum, fettig auch eher wenig.

Geiz

  1. Wie viele Kreditkarten hast du?
    Eine.
  1. Was würdest du mit einer Million Euro tun?
    So weiterleben wie bisher – einfach mit einem sichereren Ruhekissen.
  1. Würdest du lieber reich oder berühmt sein?
    Am liebsten wäre ich schlicht zufrieden und glücklich. Was dabei hilft, nehme ich – wobei ich nicht denke, dass es eines von den Beiden wäre….

Stolz

  1. Ärgerst du dich, wenn du den ersten Platz nicht erlangst?
    Wenn ich an Wettbewerben teilnehme, will ich auch gewinnen. Alles andere ist irgendwie sinnfrei.
  1. Würdest du mogeln, um eine bessere Note zu bekommen?
    Nein
  1. Worauf bist du wirklich stolz?
    Dass ich immer wieder aufstehe.

Wollust

  1. Wie viele Menschen haben dich nackt gesehen (außer Familie, Ärzte, usw.)?
    Es war mir nie bewusst, dass ich die zählen müsste…
  1. Was ist dein Lieblingskörperteil an anderen Menschen?
    Oberarme…
  1. Hat je eine Prostituierte dich angemacht?

Neid

  1. Welches Objekt hat ein Freund von dir, das du auch für dich selbst haben willst?
    keins
  1. Wer würdest du am liebsten sein, wenn du jemand anders sein könntest?
    Niemand, den ich kenne
  1. Welches physische Attribut würdest du an dir selbst ändern?
    Keine Ahnung – darüber möchte ich auch nicht nachdenken.

 

Vor einiger Zeit startete ich mit dem ersten Fragebogen von Max Frisch Fragebogen (HIER), der zweite folgte (Thema Ehe: HIER), dann der dritte (HIER) – wir kommen zur vierten Runde, das Thema ist dieses Mal die Hoffnung. Hier ist auch wieder nur eine Auswahl aus den Fragen des Fragebogens, den ganzen findet ihr im am Schluss genannten Buch.

Fragebogen IV

  1. Wissen Sie in der Regel, was sie hoffen?

Meistens schon. Ich bin aber nicht immer sicher, ob es auch gut ist, wenn es eintrifft.

  1. Beneiden Sie manchmal Tiere, die ohne Hoffnung auszukommen scheinen, z. B. Fische in einem Aquarium?

Mit Fischen habe ich keine Erfahrung. Ich beneide ab und an meinen Hund um sein Leben, es muss sehr entspannt und schön sein – so wirkt er auf alle Fälle meistens. Hoffnungen hat er aber durchaus, wie mir scheint. Immer nach dem Abendessen hofft er ganz offensichtlich auf einen Knochen für sich. Und den kriegt er dann auch meistens, da er in seiner hoffnungsvollen Haltung (und vor allem seinem Blick aus Knopfaugen) unwiderstehlich aussieht.

  1. Welche Hoffnung haben Sie aufgegeben?

Wirklich aufgegeben wohl keine – zumindest keine, die ich noch als wünschenswert erachte, wenn sie eintreffen würde. Ich male mir nur die Chancen auf Erfolg ab und an verschwindend klein aus, aber: Die Hoffnung stirbt trotz allem zuletzt.

  1. Kann Hass eine Hoffnung erzeugen?

Das wäre in meinen Augen keine Hoffnung, sondern ein Rachegedanke.

  1. Hoffen Sie angesichts der Weltlage: a) auf die Vernunft? b) auf ein Wunder c) dass es weitergeht wie bisher?

Weder noch. Am ehesten hoffe ich auf ein zunehmendes Bewusstsein, was wir tun, auf mehr Einsicht, dass keiner allein überleben kann, dies nur im Miteinander geht, und auf mehr Menschlichkeit.

  1. Können Sie ohne Hoffnung denken?

Hoffnungslosigkeit ist ein sehr lähmendes Gefühl. Da fällt mitunter alles schwer, auch das Denken. Hoffnungslosigkeit kann aber auch das Resultat von zu viel Denken sein. Wenn man in einer Abwärtsspirale denkt, mögliche negative Folgen ausmalt und alles in düstere Farben kleidet, führt genau dieses Denken zur Hoffnungslosigkeit. Vielleicht ist es dann und wann sogar sinnvoll, mit dem Denken aufzuhören und sich mal abzulenken. Das kann vieles sein: In die Natur gehen, zeichnen, lesen, tanzen, singen – alles, was hilft, den Kreislauf der Gedanken zu unterbrechen. Und dann, wenn wieder Hoffnung da ist, langsam und behutsam wieder zu denken beginnen.

  1. Was erhoffen Sie sich von Reisen?

Neue Eindrücke, Inspirationen, Anreize – aber auch: Eine Auszeit, Ruhe für mich, mal dem Alltag entkommen.

  1. Wenn Sie jemand in einer unheilbaren Krankheit wissen: machen Sie ihm dann Hoffnungen, die Sie selber als Trug erkennen?

Nein, das fände ich nicht richtig. Grundsätzlich würde ich mit ihm über andere Themen sprechen als über seine Krankheit, da er diese ja selber kennt. Wenn er aber darüber sprechen will, dann würde ich ihm zuhören und versuchen, auf ihn einzugehen.

  1. Was erwarten Sie im umgekehrten Fall?

Dasselbe. Ich hasse Lügen, ich hasse Beschwichtigungen oder Schönfärberei.

  1. Muss eine Hoffnung, damit Sie in ihrem Sinn denken und handeln, nach Ihrem menschlichen Ermessen erfüllbar sein?

Wenn eine Hoffnung nur auf Erfüllung eines Zieles ausgerichtet ist, das Handeln und Denken nur Mittel zum Zweck ist dahin, dann wohl kaum. Allerdings erachte ich solche Ziele und Hoffnungen als wenig sinnvoll. Wenn einer nur schreibt, weil er reich werden will, nur malt, weil er umjubelt werden will, selber aber nicht gerne schreibt oder malt, dann sollte er wohl besser damit aufhören, wenn er denkt, es eh nie dahin zu schaffen. Wieso sich vergebens quälen? Wenn man aber gerne malt und schreibt, dabei klar auch mal denkt, es wäre schön, das würde mal jemandem Freude bereiten, dann wird man auch weitermachen, wenn das nie eintritt. Gauguin hätte kein Bild gemalt sonst, Fontane hätte das Schreiben beendet, zu gross waren seine Zweifel oft, Kafka wollte sogar alles verbrennen… er hat es also geschrieben, obwohl er nicht an den Erfolg glaubte. Langer Rede kurzer Sinn: Ich würde keinen Weg gehen wollen, nur um ein Ziel zu erreichen. Wenn ich aber einen Weg mag, gehe ich ihn auch, wenn das Ziel unerreichbar scheint.

  1. Hoffen Sie auf ein Jenseits?

Ich hoffe nicht, dass es das gibt! Irgendwann muss mal fertig sein.

Vielleicht regen euch die Fragen ja auch an? Wenn ihr mitmachen wollt, würde ich mich sehr freuen, wenn ihr mir den Link zu eurem Beitrag in den Kommentar schreibt und/oder diesen Beitrag hier bei euch verlinkt. #FrischsFragebogen

Zum Autor
Max Frisch
Max Frisch (1911-1991), einer der bedeutendsten deutschsprachigen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, konnte nicht nur mit dem Wort etwas erschaffen: Er arbeitete auch erfolgreich als Architekt. Über journalistische Arbeiten und erste literarische Versuche fand er schließlich seinen eigenen Stil als Autor. In seinen Essays, Erzählungen, Hörspielen, Dramen und Romanen war er nicht nur ein großer Literat, sondern auch ein streitbarer Humanist. Sein kritischer Geist rieb sich an seiner Schweizer Heimat ebenso wie an Demagogen in aller Welt – um doch anlässlich seines 75. Geburtstags ernüchtert festzustellen: „Am Ende der Aufklärung steht das goldene Kalb.“ Bekannt wurde er u. a. mit den Romanen „Stiller“, „Homo Faber“ und „Sein Name sei Gantenbein“ sowie Theaterstücken wie „Andorra“ und „Triptychon“.

Angaben zum Buch:
FrischFragebogenTaschenbuch: 96 Seiten
Verlag: Suhrkamp Verlag (24. August 1998)
ISBN: 978-3518394526
Preis: EUR 6 / CHF 9.90

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