Wenn das Streben nach Glück unser Leben beherrscht, erschliessen uns vielleicht nur wenige unserer Handlungen soviel über die Dynamik dieser Suche – mit all ihrer Inbrunst und ihren Paradoxien – wie die Reisen, die wir unternehmen.

debottonreisenIch lese Alain de Bottons Buch Kunst des Reisens in den Sommerferien. Ich sitze zu Hause, sehe auf Facebook, Instagram und Twitter all die Urlaubsbilder, lese, wie toll die Reisen sind. Ich reise im Kopf – oder lese mir mal durch, was Herr de Botton über das Reisen zu sagen hat. Es ist einiges. Er behandelt die Erwartungen, die wir haben, wenn wir eine Reise haben, beschreibt, wie diese enttäuscht werden kann. Er geht von den Vorstellungen weiter zur Anreise, Ankunft, dem Aufenthalt und schliesst mit der Abreise und dem erneuten Ankommen – diesmal zu Hause.

Der Leser macht eine ganze Reise in Gedanken mit, nicht nur an verschiedene Orte, er begleitet Schriftsteller, Philosophen, Maler auf ihren sowie de Botton auf seinen Reisen. Und auch das Reisen selber wird hinterfragt.

Wir werden überhäuft mit Ratschlägen, wohin wir reisen, hören aber nur wenig, warum und wie wir reisen sollten – und das, obwohl die Kunst des Reisens naturgemäss verschiedene Fragen aufwirft, die weder simpel noch trivial sind und deren Betrachtung in bescheidenem Masse zum verstehen dessen beitragen könnte, was griechische Philosophen mit dem schönen Begriff der eudaimonia, der Entfaltung der Persönlichkeit, bezeichneten.

Am Schluss des Buches habe ich erfahren, wieso ich nicht blind jedem Reiseführer folgen muss, wieso ich nicht immer nur Freude haben muss auf Reisen. Ich weiss, wieso mir Kunst die Augen öffnen kann für Orte und dass Reisen auch den Blick auf das Gewohnte verändern kann.

Ich bin ein Reisemuffel. Wobei: Das stimmt nicht ganz. Ich denke immer, ich würde gerne reisen. Und ich mache Pläne für Orte und stelle mir alles vor. Und ganz oft bleibe ich dann doch zu Hause. So bin ich auch in diesen Ferien zu Hause, geniesse es hier, denn: Wann wäre Zürich schöner als im sonnigen Sommer, wann könnte man es mehr geniessen, als wenn alle weg sind, der Garten lacht, der Weisswein gekühlt wartet? Diesmal war ich auf Reisen. Im Geiste. Nicht nur auf einer, auf mehreren. Und das war schön. Und wer weiss: Vielleicht packe ich doch bald mal meine Koffer und setze um, was ich grad für mich aus dem Buch gezogen habe.

Fazit:
Ein inspirierendes, tiefgründiges, unterhaltsames Buch über das Reisen, das von einer unglaublichen Belesenheit des Autors zeugt und Lust aufs Reisen macht – sogar Reisemuffeln. Absolute Leseempfehlung.

Zum Autor:
Alain de Botton
Alain de Botton gründete 2008 die ›School of Life‹, da er der Überzeugung ist, dass man die verschiedenen Lebensbereiche wie Karriere, Liebe, Elternschaft usw. erlernen kann. Mit Charme, Ironie und Neugier entwickelt Alain de Botton seit seinem Romandebüt und Weltbestseller »Versuch über die Liebe« eine Philosophie des Alltags. Alain de Botton lebt mit Frau und Kindern in London. Zuletzt erschienen bei S. Fischer sein essayistisches Werk »Die Freuden der Langeweile« und sein Roman »Der Lauf der Liebe«.

Angaben zum Buch:
Taschenbuch: 288 Seiten
Verlag: Fischer Taschenbuch (1. Juni 2003)
ISBN-Nr: 978-3596158041
Preis: EUR 9.95; CHF 14.90
Zu kaufen in jeder Buchhandlung oder aber online u.a. bei AMAZON.DE oder BOOKS.CH

„Man vergisst mich leicht, wenn man meine Traurigkeit vergisst.“

Die Fremde,
die Dir selber fremd,
sie ist:
Gebirg der Wonne,
Meer des Leids,
die Wüste des Verlangens,
Frühlicht der Ankunft.
[…]

BertheauArendtDie Denkerin Hannah Arendt ist seit langem bekannt, die Dichterin wurde bislang wenig beachtet, obwohl Dichtung für Hannah Arendt zeitlebens sehr wichtig war, Heinrich Blücher bezeichnete die Dichtung sogar als Hannah Arendts Heimat – er bezog dies auf ihre eigene Dichtung.

Anne Bertheau geht dieser Dichtung im vorliegenden Buch auf den Grund. Sie tut dies, indem sie sie in der Zeit und damit in Arendts Biographie verortet, immer auch mit Blick auf die theoretischen Werke, die in derselben Zeit entstanden sind. Von Hannah Arendt sind keine Tagebücher im persönlichen Sinne überliefert. Ihr Denktagebuch (LINK) offenbart wenig von ihrem Seelenleben, es ist mehr Zeugnis ihres täglichen Denkens und Arbeitens. Will man mehr über den Menschen und die inneren Vorgänge Arendts erfahren, sind neben ihren zahlreichen Briefen, die das eine oder andere offenbaren, die Gedichte einziges Zeugnis.

Das Buch umfasst drei Teile:

  • Teil 1 behandelt Hannah Arendts eigene Lektüre von Lyrik, ihre Kontakte zu Dichtern als auch poetische Korrespondenzen.
  • Teil 2 wendet sich Arendts theoretischen Aussagen über Sprache allgemein und Dichtung im Besondern zu. Dabei verfügt Arendt über keine eigentlich eigene Ästhetik, vielmehr sind es Gedanken, die sie im Zuge ihrer theoretischen Werke macht, sei es für Vita Activa, wo Kunst als Oberbegriff des Herstellens fungiert, oder für Vom Leben des Geistes, welche sich mit der Metapher und dem Unsagbaren beschäftigt und diese dem Denken unterstellen.
  • Teil 3 setzt schliesslich Arendts eigene Dichtung und ihre Gedanken zu gelesener Dichtung in Beziehung und analysiert, wie das eine das andere beeinflusst hat.

Hannah Arendt war eine Vielleserin und sie las alles: Philosophie, Dichtung sowie Romane (mehrheitlich der deutschen und französischen Literatur). Neben der eigenen Dichtung verspürte sie schon als Kind den Drang, selber zu erzählen und zu gestalten. Gerade aber das Poetische bereitete schon dem Kind Hannah Freude und sollte ihre Dichtung auch prägen, nennt sie doch selber „das poetische der Kinderzeit als Urquell der Dichtung“ und fügt an:

Unausrottbar ist das Poetische, solange es noch das Wundern gibt, das wir in der Kindheit gelernt haben.

Am Dichten mag Hannah Arendt wohl vor allem eines gefallen haben: Die Klarheit der Worte, war sie doch auch im Denken auf Klarheit aus, wollte verstehen, wollte die Dinge auf den Punkt bringen.

Die Allgemeinheit des Dichterischen ist nur verbindlich, wenn sie aus der letzten und schärfsten Genauigkeit des Wortes entspringt, wenn sie jedes Wort beim Worte nehmen weiss.

Es ist Anne Bertheau gelungen, die Dichtung Hannah Arends einerseits im Leben und Denken derselben zu verorten, sowie auch die Einflüsse anderer Menschen auf diese Dichtung offenzulegen. Sie tut dies auf eine sehr kompetente, umfassende, informative und trotzdem gut lesbare Weise.

Fazit:
Eine sehr umfassende, informative und kompetente Analyse von Hannah Arendts eigenem Dichten und deren Verständnis von Dichtung generell. Absolute Leseempfehlung

Zur Autorin:
Anne Bertheau
Anne Bertheau (Dr. phil.), geb. 1971, verfasste ihre Doktorarbeit zu Hannah Arendt und Dichtung an der Universität Paris IV, Sorbonne. Sie forscht zu Hannah Arendt sowie zu dem Revoltebegriff bei Albert Camus (Postdoc-Stipendium DAAD, Maison des Sciences de l’Homme).

Hannah Arendt
(eigentlich Johanna Arendt)
Geboren am 14. Oktober 1906 in Linden bei Hannover als Tochter jüdischer Eltern. Obwohl sie sich keiner religiösen Gemeinschaft anschloss, sah sie sich immer als Jüdin.
Studium bei Martin Heidegger (die Liebschaft ist wohlbekannt) und später Promotion bei Karl Jaspers. 1933 Flucht nach Frankreich, 1940 Internierung im Lager Gurs, aus welchem ihr die Flucht gelang. 1941 Ankunft in New York. Verschiedene Tätigkeiten fürs Überleben und auch aus Überzeugung, daneben Publikation mehrerer Artikel. Später Lehrtätigkeit und mehrere für die Philosophie herausragende Werke (Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft, Eichmann in Jerusalem, Vita Activa). Sie stirbt am 4. Dezember 1975 in New York.

Angaben zum Buch:
Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: transcript; Auflage: 1 (3. Juni 2016)
ISBN-Nr: 978-3837632682
Preis: EUR 44.99; CHF 5.90
Zu kaufen in jeder Buchhandlung vor Ort oder online u. a. bei AMAZON.DE und BOOKS.CH sowie beim Verlag selber.

Denken und Schreiben im Dienste des Verstehens

‚Denken ohne Geländer’, das ist es in der Tat, was ich zu tun versuche.

Hannah Arendt hat 28 dicht beschriebene Schreibhefte hinterlassen, in denen sie ihre täglichen Gedanken, Ideen, Theorien notierte, entwickelte, ausführte. Sie reflektierte darin ihre Lektüre, definierte politische und philosophische Begriffe oder leitete Zusammenhänge im Weltgeschehen her. In ihrem Interview mit Günter Gaus sagte sie zum Grund ihres Schreibens:

Ich muss verstehen. Zu diesem Verstehen gehört bei mir auch das Schreiben. Das Schreiben ist, nicht wahr, Teil in dem Verstehensprozess.

ArendtDenktagebuchDiese 28 Hefte sind in den vorliegenden zwei Bänden enthalten. Sie lassen den Leser teilhaben an den Denkprozessen einer der grössten Denkerinnen. Anhand der Lektüre der Denktagebücher lassen sich Arbeitsprozesse an den grossen Werken nachvollziehen, lässt sich aber auch Einblick in die Persönlichkeit Hannah Arendts gewinnen. Zwar fehlen intime Innenbetrachtungen oder Beschreibungen aus dem eigenen Leben, allerdings sind dann und wann doch kürzere oder längere Gedanken – oft in Form von Gedichten – eingestreut, die den Menschen Hannah Arendt sichtbarer werden lassen.

Die Herausgeberin rundet das Tagebuch mit einem sehr informativen Nachwort ab, indem sie auf die Struktur der Originaldokumente eingeht, deren Funktion erläutert und auch wichtiges Hintergrundwissen liefert. Im Anhang hilft ein thematisches Inhaltsverzeichnis, sich gezielt bestimmte Themen Hannah Arendts aufzufinden, ein Personen- und Sachregister ermöglichst die Begriffsuche. Die ausführlichen Anmerkungen helfen beim Leseverständnis durch wissenswerte Querbezüge oder Erklärungen und ein Wörterverzeichnis greift die in den Tagebüchern verwendeten griechischen Begriffe. Schliesslich sind die von Hannah Arendt häufig zitierten Bücher bibliographisch erfasst, so dass man auf Hannah Arendts Lesespuren wandeln kann.

Die vorliegenden Bücher sind eine Schatzkammer für alle, die sich für Hannah Arendt und ihr Denken interessieren und eine editorische Meisterleistung.

Fazit:
Ein Zeugnis messerscharfen und tiefgründigen Denkens, ein Einblick in die Persönlichkeit der Denkerin Hannah Arendt und eine editorische Meisterleistung. Absolut empfehlenswert.

Zur Autorin:
Hannah Arendt
(eigentlich Johanna Arendt)
Geboren am 14. Oktober 1906 in Linden bei Hannover als Tochter jüdischer Eltern. Obwohl sie sich keiner religiösen Gemeinschaft anschloss, sah sie sich immer als Jüdin.

Studium bei Martin Heidegger (die Liebschaft ist wohlbekannt) und später Promotion bei Karl Jaspers. 1933 Flucht nach Frankreich, 1940 Internierung im Lager Gurs, aus welchem ihr die Flucht gelang. 1941 Ankunft in New York. Verschiedene Tätigkeiten fürs Überleben und auch aus Überzeugung, daneben Publikation mehrerer Artikel. Später Lehrtätigkeit und mehrere für die Philosophie herausragende Werke (Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft, Eichmann in Jerusalem, Vita Activa). Sie stirbt am 4. Dezember 1975 in New York.

Angaben zum Buch:
Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
Verlag: Piper Verlag (6. Auflage 1. Oktober 2006)
ISBN-Nr: 978-3492248235
Preis: EUR 48; CHF 63

Zu kaufen in jeder Buchhandung vor Ort oder online u. a. bei AMAZON.DE und BOOKS.CH

 

Briefe 1939 bis 1975

ArendtAndersSchreib1925 lernen sich Hannah Arendt und Günther Stern (er nannte sich bald darauf Günther Anders) in Marburg in den Seminaren des gemeinsamen Lehrers Martin Heidegger kennen und heiraten 1929. Die Ehe war für Arendt mehr Flucht den Leidenschaft, war sie doch zur Zeit des Kennenlernens noch in einer heimlichen Beziehung mit ihrem Professor Martin Heidegger – eine Beziehung, die fraglos keine Zukunft hatte. Durch einen Wechsel des Studienortes und die Ehe mit Günther Stern hoffte Hannah Arendt, Stabilität und ein Gefühl von Zuhause zu kriegen.

Die Ehe war nicht lange glücklich, trotzdem lebten Arendt und Anders bis 1933 zusammen in Berlin und arbeiteten in dieser Zeit an gemeinsamen Publikationen. Als sich die politische Lage für Juden in Deutschland zuspitzte, flohen die beiden nach Paris, wo sie sich aber mehr und mehr auseinander lebten. 1936 lernte Hannah Arendt ihren zweiten Mann Heinrich Blücher kennen, eine Beziehung, die bis zum Tod desselben von gemeinsamen Werten und Liebe getragen war.

Hannah Arendt und Günther Anders schafften es, eine Freundschaft zu bewahren. Anders war es auch, der Blücher und Arendt half, in die USA auszuwandern, als die Lage in Europa zu gefährlich wurde.

Der vorliegende Briefwechsel ist ein Zeugnis dieser Freundschaft. Er zeugt aber auch von den Erschwernissen des Auswanderns und den unterschiedlichen Umgang der beiden damit, berichtet über gemeinsame Bekannte – Zeitgenossen wie Walter Benjamin, Heidegger, Adorno.

Neben dem Briefwechsel beinhaltet das Buch auch gemeinsam verfasste Text, unter anderem zu Rilkes Duineser Elegien. Abgerundet wird das Buch durch zwei tabellarische Lebensläufe der Briefschreiber sowie einen ausführlichen und informativen Anmerkungsteil sowie eine Bibliographie der in den Briefen erwähnten Publikationen.

Fazit
Ein Briefwechsel, der nicht nur Zeugnis einer Freundschaft ist, sondern auch Zeitzeugnis. Sehr empfehlenswert!

Zu den Autoren und der Herausgeberin
Hannah Arendt (1906 – 1975) und Günther Anders (1902 – 1992) lernten sich 1925 in einem Seminar Martin Heideggers kennen und waren von 1929 bis 1937 miteinander verheiratet. Beide zählen zu den bedeutendsten Denkern des 20. Jahrhunderts. Das Hauptwerk der streitbaren politischen Theoretikerin ist Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft, das des „wahrscheinlich schärfsten und luzidesten Kritikers der technischen Welt“ (Jean Améry) Die Antiquiertheit des Menschen.
Kerstin Putz studierte Germanistik und Philosophie an der Universität Wien und ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an Forschungsprojekten zum Nachlass von Günther Anders am Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien.

Angaben zum Buch:
Gebundene Ausgabe: 286 Seiten
Verlag: C. H. Beck Verlag (29. August 2016)
Herausgeberin: Kerstin Putz
ISBN: 978-3406699108
Preis: EUR: 29.95 ; CHF 42.90
Zu kaufen in jeder Buchhandlung vor Ort oder online u. a. bei AMAZON.DE und BOOKS.CH

 

Was uns die Philosophen zu sagen haben

Es ist noch nicht lange her, da räumte ich ein paar Bücher weg und stiess dabei auf ein altes Notizbuch mit der Aufschrift „Sinnsprüche“. Es enthielt kurze, flüchtig zu Papier gebrachte Zitate von Philosophen, auf heder Seite einen. […]
Der Grund für diese Entscheidung – und für dieses Notizbuch – lag darin, dass ich gehofft hatte, von den grossen Philosophen ein paar Orientierungshilfen zu bekommen.

Wie lebt man ein gutes Leben, was ist ein gutes Leben überhaupt? Das hoffte Daniel Klein zu erfahren, als er sein kleines Notizbüchlein mit Zitaten grosser Philosophen anlegte. Er ergänzte die Sammlung über viele Jahre, bis das Buch irgendwann auf dem Dachstock verschwand, wo er es mit fast achtzig Jahren wieder fand, drin blätterte und beschloss, ein Buch daraus zu machen.

KleinPhilosophieTag39 Zitate vereinte er zu diesem Buch, von Aristoteles über Epikur, Ralph Waldo Emerson, David Hume bis hin zu Blaise Pascal und Reinhold Niebuhr. Zwar weiss er nun in seinem Alter, dass er wohl naiv war, zu glauben, dass ihm die Philosophen sagen könnten, wie er zu leben hätte. Und doch: Immer mal wieder während des Lebens fand er wieder Sprüche und schrieb sie nieder, denn die Frage, wie man das bestmögliche Leben führe, beschäftigte die Philosophie doch über tausende von Jahren, war eine ihrer zentralsten Fragen überhaupt.

Jedes Zitat ergänzt Daniel Klein mit einem persönlichen Kommentar, der einerseits das Zitat ein wenig verortet und erhellt, andererseits aus seinem Leben und seinen Erfahrungen erzählt. So ist ein wunderbares Buch entstanden, in das man immer mal wieder reinschnuppern, etwas für sich rausziehen und weiterleben kann – vielleicht sogar ein wenig besser als zuvor.

Verdirb dir nicht die Freude an dem, was du hast, indem du dir wünschst, was du nicht hast; denke daran, dass das, was du heute hast, einst zu den Dingen gehörte, von denen du nur träumtest. (Epikur)

Fazit
Ein kleines, feines, unterhaltsames, tiefgründiges und zum Nachdenken anregendes Buch. Sehr empfehlenswert.

Zum Autor:
Daniel Klein
Daniel Klein, Jahrgang 1939, studierte Philosophie in Harvard. Nach einer kurzen Station als Gagschreiber beim Fernsehen arbeitet er seit vielen Jahren als Autor und Ghostwriter. Er ist Koautor des Buches „Plato und Schnabeltier gehen in eine Bar“, das in 26 Sprachen übersetzt wurde. Klein lebt mit seiner Familie in New England.

Angaben zum Buch:
Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
Verlag: Piper Verlag (1. März 2016)
Übersetzung: Ralf Pannowitsch
ISBN: 978-3492057509
Preis: EUR: 18 ; CHF 26.90
Zu kaufen in jeder Buchhandlung vor Ort oder online u. a. bei AMAZON.DE und BOOKS.CH

Eine Reise durch die Philosophie von der Antike bis in die Neuzeit

MeyerIlluPhiloEpochen – Autoren – Werke, so heisst der Untertitel dieses reich bebilderten Übersichtswerk über die Geschichte der Philosophie. Martin F. Meyer startet bei den Vorsokratikern und führt den Leser in einer gut verständlichen Sprache durch die Zeit bis hin in die Neuzeit. Dabei bettet er die einzelnen Philosophen immer in ihre Zeit ein, gibt einen kurzen Einblick in ihre persönliche Herkunft und den Werdegang und geht dann auf die zentralen Werke und deren grundlegenden Aussagen ein.

Die Illustrierte Geschichte der Philosophie ist sehr geschmackvoll aufgemacht, das Layout ist schlicht, übersichtlich und überzeugt ästhetisch. Kleine Infoblöcke (in Kreisform, was dem Layout ein gewisses Etwas gibt) bieten schnell erfassbare Überblicke über die vorherrschenden Denker einer Zeit oder aber erläutern deren wichtigsten Theorien. Eine schöne Auswahl an Bildern rundet den Gesamteindruck ab.

Philosophie hat mitunter nicht den Ruf, sehr unterhaltsam und prickelnd zu sein, dieses Buch hat aber Suchtcharakter und es birgt die Gefahr, zur nächsten Buchhandlung rennen zu wollen und alle vorgestellten Bücher gleich auch noch lesen zu wollen. Ich kann es jedem, der sich mal einen Überblick über die Geschichte der Philosophie verschaffen will, nur ans Herz legen. Aber: Nicht nur denen, das Buch ist wirklich einfach eine wunderbare Unterhaltung und man entdeckt ja auch als alter Hase immer wieder etwas Neues oder findet etwas wieder, das in Vergessenheit geriet.

Fazit
Ein sehr fundiertes, umfassendes, lesbares und schön aufbereitetes Buch, das eine breite Übersicht über die Geschichte der Philosophie bietet und zu weiterer Lektüre verleitet. Sehr empfehlenswert.

Zum Autor:
Martin F. Meyer ist Privatdozent am Philosophie-Seminar der Universität Koblenz-Landau

Angaben zum Buch:
Taschenbuch: 186 Seiten
Verlag: J. B. Metzler Verlag (16. März 2016)
ISBN: 978-3476026484
Preis: EUR: 24.95 ; CHF 31.90
Zu kaufen in jeder Buchhandlung vor Ort oder online u. a. bei AMAZON.DE und BOOKS.CH

 

Eine Reise durch die Philosophie von der Antike bis in die Neuzeit

Epochen – Autoren – Werke, so heisst der Untertitel dieses reich bebilderten Übersichtswerk über die Geschichte der Philosophie. Martin F. Meyer startet bei den Vorsokratikern und führt den Leser in einer gut verständlichen Sprache durch die Zeit bis hin in die Neuzeit. Dabei bettet er die einzelnen Philosophen immer in ihre Zeit ein, gibt einen kurzen Einblick in ihre persönliche Herkunft und den Werdegang und geht dann auf die zentralen Werke und deren grundlegenden Aussagen ein.

Die Illustrierte Geschichte der Philosophie ist sehr geschmackvoll aufgemacht, das Layout ist schlicht, übersichtlich und überzeugt ästhetisch. Kleine Infoblöcke (in Kreisform, was dem Layout ein gewisses Etwas gibt) bieten schnell erfassbare Überblicke über die vorherrschenden Denker einer Zeit oder aber erläutern deren wichtigsten Theorien. Eine schöne Auswahl an Bildern rundet den Gesamteindruck ab.

Philosophie hat mitunter nicht den Ruf, sehr unterhaltsam und prickelnd zu sein, dieses Buch hat aber Suchtcharakter und es birgt die Gefahr, zur nächsten Buchhandlung rennen zu wollen und alle vorgestellten Bücher gleich auch noch lesen zu wollen. Ich kann es jedem, der sich mal einen Überblick über die Geschichte der Philosophie verschaffen will, nur ans Herz legen. Aber: Nicht nur denen, das Buch ist wirklich einfach eine wunderbare Unterhaltung und man entdeckt ja auch als alter Hase immer wieder etwas Neues oder findet etwas wieder, das in Vergessenheit geriet.

Fazit
Ein sehr fundiertes, umfassendes, lesbares und schön aufbereitetes Buch, das eine breite Übersicht über die Geschichte der Philosophie bietet und zu weiterer Lektüre verleitet. Sehr empfehlenswert.

Zum Autor:
Martin F. Meyer ist Privatdozent am Philosophie-Seminar der Universität Koblenz-Landau

Angaben zum Buch:
MeyerIlluPhiloTaschenbuch: 186 Seiten
Verlag: J. B. Metzler Verlag (16. März 2016)
ISBN: 978-3476026484
Preis: EUR: 24.95 ; CHF 31.90

Zu kaufen in jeder Buchhandlung vor Ort oder online u. a. bei AMAZON.DE und BOOKS.CH