„Höre auf deinen Bauch, er wird dir sagen, was richtig ist!“ sagt eine altbekannte Weisheit. Doch: was sagt mein Bauch? Wie sagt er es? Wie höre ich es? Und wie weiss ich, dass es mein Bauch ist, der spricht, dass es nicht die Leber, Niere oder gar eine verinnerlichte Stimme einer Angst, eines andern ist? Was kann ich trauen? Was soll ich folgen?

Und: wenn ich schon solche Probleme habe, mir selber zu trauen, wie kann ich das einem andern? Wie weiss ich, ob er wirklich meint, was er sagt oder nur sagt, was er denkt, dass ich es hören will? Wann ist eine Aussage seine Bauchstimme und wann nur leeres Gerede? Und selbst wenn er sagt, was er fühlt, wer sagt, dass es andauert? Nicht eine Stimme des Moments ist? Was, wenn was heute noch wahr ist, morgen schon Schnee von gestern ist? Eine schöne Erinnerung, etwas, das mal war, nicht mehr ist?

Lebe im Jetzt, schau nicht zurück und nicht nach vorne. Nur das jetzt ist, alles andere ist blosse Illusion. So oder ähnlich sagt es die östliche Philosophie. Das klingt schön und einleuchtend. Ist es die Wahrheit? Oder gilt diese Wahrheit nur im Osten? Vielleicht geboren aus der Not, dass man da aus Gründen von Krieg, Armut, Knappheit an Gütern besser nicht nach vorne schaut, da dieser Blick Unglück verheisst? Oder ist es aber das einzig Richtige, da wir sowieso nur das Jetzt erfahren können, das Morgen nie so sein wird, wie wir es uns ausmalen, da das Ausmalen nur eine Wahrscheinlichkeitsrechnung, keine wirkliche Prophezeihung ist. Nun ist in der Philosophie alles Wissen Wahrscheinlichkeit, da wirkliches Wissen kaum möglich ist. Selbst in den genausten Wissenschaften wird gestriges Wissen immer wieder überworfen und heute gilt ein anderes. Also war das gestrige Wissen, das, was gestern als wahr und richtig erschien, kein Wissen, sondern eine Annahme mit grösstmöglicher Wahrscheinlichkeit – aufgrund des Standes von damals. Und genau so ist das, was ich heute höre von jemandem, das, was dieser heute denkt, dass es wahr ist – im besten Falle, von Lügen wollen wir ein anderes Mal sprechen. Was aber, wenn morgen eine andere Wahrheit wahr ist? Klar kann ich das nicht ändern, selbst wenn ich heute daran denke, dass es so sein könnte und mir damit schon das Heute kaputt mache. Vielleicht denke ich auch daran, um im glücklichen Heute nicht zu sehr abzuheben – dann wäre der Fall im anderen Morgen nicht so gross. Vielleicht habe ich auch nur Angst? Aufgrund von vergangenen Erfahrungen? Vielleicht hoffe ich so sehr, dass das wahr ist, was ich höre, weil ich will, dass es wahr ist, weil ich das, was ich höre, so gerne hören wollte und nun, da ich es höre, nicht mehr loslassen möchte?

Nun könnten wir den Bogen weiter spannen zur Aussage, dass man alles loslassen soll, weil nur dann das Leiden ein Ende hat und alles Verhaftetsein ins Leiden führe. Das wäre dann eine Yogaphilosophie. Und so fliegen wir von Philosophie zu Philosophie, hören in uns hinein und wieder hinaus in die weite Welt der Philosophien, bilden unsere eigenen Philosophien, um sie wieder zu verwerfen, hören wieder in uns hinein, was wir denn nun denken, glauben, hoffen. Und sind am Schluss wieder da, wo wir vorher waren, weil wissen tun wir nichts – wir können nur warten und hoffen und sehen, was da kommen möge – und wie es sich anfühlt. Und: dann auf unseren Bauch hören, was der dazu sagt. Und vermutlich – oder sehr wahrscheinlich – wird der Kopf auch noch was dazu sagen und schon haben wir sie wieder, die Stimmen, die wild durcheinander sprechen. Allerdings scheine ich nicht alleine damit, diese Stimmen hörten schon andere und haben sie sogar in Gedichte verpackt. Danke Herr Fried, für das wohl wahrste Liebesgedicht, das ich kenne.

Seit ein paar Wochen erhalte ich täglich die korrigierten Weihnachtswunschlisten meines Sohnes. Auf den Hinweis, dass es bis Weihnachten noch eine Weile hin sei und sich die Wünsche noch oft ändern könnten, kommt wenig bis nichts, höchstens ein verächtliches Schnauben ob so viel Unwissenheit und Weltfremdheit einer Mutter. Netterweise räumt der wünschende Bub die veralteten Zettel jeweils selber ab – wohl mehr zum Schutz seiner aktuellen Liste, als aus Ordnugnsbewusstsein und Tischkulturschutz meinereiner. So oder so, ich bin nun im Besitz des Zettels Nummer (gefühlt) 1845, vollgekritzelt (vollgeschrieben würde das Bild nicht treffen) mit irgendwelchen abstrus klingenden StarWars-Artikeln von Lego. Den Ausführungen des Heranwaschsenden, was es mit den StarWars-Figuren und -Schiffen und -Welten auf sich hat, bin ich schon lange nicht mehr gefolgt, ich weiss nur so viel, dass es Gute und Böse gibt und er die Bösen cooler findet. Ich weiss nicht, ob das gut ist. Wohl eher böse? Will ich ein böses Kind? Nein, mein Kind ist gut, das ist wohl der Gegenpol.

So weit so gut, Weihnachten wird kommen – und damit eine Invasion von StarWars-Raumschiffen inklusive böse Männchen (können Legomännchen böse sein? Und wenn ja, was machen sie dann? Mit mir?) Ein paar dieser Objekte haben wir ja schon, ein Schiff in voller Pracht, eines in Einzelteilen, weil das begeisterte Kind in seiner ungestümen Begeisterung drüber stolperte, was das gute (oder böse) Teil nicht verkraftet hat. Wie das Schiff dann im Weltall fliegen soll, wenn es schon solchen Kräften nicht standhält, konnte ich mir verkneifen zu fragen.

Immer noch gut so weit. Doch: wenn seine Weihnachten kommen, dann kommen meine ja auch… was wünsche ich mir denn? Darauf wurde ich gestern so ganz deutlich gestossen, als – Wunder über Wunder – just mein Lieblingslied lief:

http://www.youtube.com/watch?v=yXQViqx6GMY&ob=av2e

Ob ich nun meinem Sohn meinen Weihnachtswunschzettel bringen soll? Ich weiss es nämlich. Ganz genau. Es kam so über mich. Aber Wünsche soll man ja nicht verraten, sonst gehen sie nicht in Erfüllung. Ob das mit Weihnachtswünschen auch so ist? Und irgendwie ist Weihnachten sehr weit weg. So lange warten? Ich glaube, nun haben mein Sohn und ich etwas gemeinsam: wir warten nicht gerne. Weihnachten soll kommen. Jetzt. Sofort. Und wenn nicht? Dann höre ich nochmals das Lied… und nochmals… und nochmals…

Merry Christmas!

Was wäre wenn traf auf hätte ich doch und fragte was hätte ich doch, was gewesen wäre, wenn was hätte ich doch getan hätte, was hätte ich doch hatte tun wollen, aber nicht getan hat. Hätte ich doch sagte darauf, dass es nicht wisse, wieso es nicht getan hat, was es hätte tun wollen, doch dass es immer daran denke, dass es hätte tun sollen, was es hatte tun wollen, weil es sich nun immer frage, was nun wäre, wenn es eben getan hätte, was es hätte tun wollen. Und so fragte hätte ich doch was wäre wenn, was denn nun wäre, wenn hätte ich doch getan hätte, was es hätte tun wollen, aber nicht getan hat. Was wäre wenn überlegte und sagte dann, dass es nicht wisse, was wäre, wenn hätte ich doch getan hätte, was hätte ich doch hatte tun wollen, da es nicht wisse, was hätte ich doch überhaupt hätte tun wollen. Zudem war sich was wäre wenn nicht sicher, ob hätte ich doch überhaupt hätte tun können, was hätte ich doch hätte tun wollen, denn schliesslich musste es ja Gründe gehabt haben, dass hätte ich doch getan hat, was es getan hat oder eben nicht getan hat, was hätte ich doch hätte tun wollen. Hätte ich doch wurde nachdenklich und sagte, dass was wäre wenn eigentlich recht hätte, dass man eben nie wissen könne, was wäre wenn, wenn man nicht getan hätte, was man hätte tun wollen, da man nicht mal wisse, ob man hätte tun können, was man hätte tun sollen oder wollen. Insofern sei die Frage, was wäre wenn, eine überflüssige, da da man nie sagen könne, was wäre wenn, hätte man getan. Was wäre wenn und hätte ich doch umarmten sich als überflüssig und lösten sich in Luft auf.

„Das ist cool!“ sagt das Ich.
„Das ist doof!“ sagt das Ich.
„Pass bloss auf, das ist gefährlich!“ sagt das Ich.
„Nun stell dich nicht so an, das ist ganz leicht!“ sagt das Ich.
„Streng dich ein wenig an, so klappt das nie!“ sagt das Ich.

Wer bin ich? Und wer sind die anderen? Wenn ich mich entscheiden soll zwischen all den Stimmen, welches ist dann meine? Und welches ist das Ich, das darüber entscheidet? Und wenn ich entscheide und ich eine Meinung habe und noch andere Meinungen da sind, wo kommen die her? Oder bin ich viele und alles ist Ich – wer sind dann die anderen? Sind das die Geister, die ich rief, um eine ausgereifte Entscheidung treffen zu können? Und nun werde ich sie nicht mehr los, weil sie in meinem Kopf ihre Besenreitstunden vollführen? Sind das die Überbleibsel einer Wissenschaftsanhänglichkeit, die alles zu bedenken auferlegt hatte? Postscientificale Relikte – um es mit einem selbsterfundenen gut klingenden Wort zu benennen, wie es in ebendiesen Kreisen so gerne üblich ist? Klang vor Inhalt, Schein vor Sein. Wie so oft in dieser Welt.

Was ist eigentlich so schlecht am Schein? Kann nicht, was gut scheint, auch gut sein? Dann wäre ja Schein gleich Sein und insofern echt? Und irgendwo scheint ja das Sein immer, da erst durch den Schein das Sein sichtbar, scheinbar gesehen wird. Gäbe es also ohne Schein gar kein Sein? Oder würde es nicht gesehen, trotz seiner Existenz? Denn wenn es kein Sein gäbe, wäre ja nichts. Und auch das Nichts wäre nicht sichtbar. Die Frage, was Nichts wäre, sparen wir auf für einen nächsten Text, da dieser schon zu chaotisch ist. Wer sagt das eigentlich?
„Er ist chaotisch!“ sagt das Ich.
„Er ist kreativ!“ sagt das Ich.
„Er regt zum nachdenken an, also ist er!“ sagt das Ich.
„Er soll gelöscht werden, da er Unsinn ist!“ sagt das Ich.
„Er soll stehen bleiben, da er schon geschrieben ist!“ sagt das Ich.

„RUHE!!“ sage ich

Wenn der Vorhang fällt, möchte man sagen können, seinen Weg gegangen zu sein. Doch wie sieht er aus? Was genau ist „mein Weg“ und wie viele Kompromisse erträgt er? Aus wie vielen verschiedenen Komponenten bildet er sich und wo führt er durch? Wie weiss ich, dass etwas mein Weg ist oder ob es nur ein Weg ist, der durch Gesellschaft, Wünsche, falsche (??) Hoffnungen gepärgt ist? Wir unterliegen so vielen Einflüssen, die Hoffnungen und Bilder prägen: wie stark ist deren Einfluss? Rennen wir nicht oft Bildern hinter her, die nicht wirklich Realität sind, sondern Illusionen und Wunschdenken?

Wer bin ich und wo gehe ich hin? Die wohl wirklich wichtigen Fragen im Leben und die, welche am schwersten zu beantworten sind. Wir verlieren uns in Rollen, sind Vater, Mutter, Arbeiter, Berufler, Mann, Frau – aber sind wir das wirklich? Ist da nicht noch eine tiefer liegende Wahrheit, die hinter all diesen Rollen steckt? Und wie sieht die aus? Und was heisst das für das Leben im Alltag?

Grundsätzlich lässt sich wohl sagen, dass der Mensch kein Einzeltierchen ist. Und genau dieser Umstand sorgt wohl auch für die meisten Schwierigkeiten im Leben. Um den Traum des Miteinanders leben zu können, sind wir schnell gewillt, unseren eigenen Weg zu verlassen, anzupassen, um ihn kompatibel zu machen. Nur geben wir uns dabei immer ein Stück weit auf. Ist der andere nicht zu ebensolchen Kompromissen bereit, wird das so schnell zur Selbstaufgabe, weil man komplett auf die andere Seite wechseln muss, um überhaupt die Chance für ein Miteinander zu haben. Und dann? Ist man fern von seinem Weg, auf unsicherem Gelände, auf dem man sich nicht mehr auf seine Intuition verlassen kann, weil diese auf dem eigenen Weg weiter läuft. Man fühlt sich fremd, unsicher, hilflos und torkelt dahin. Hofft, aufgefangen zu werden und fällt jedes Mal, wenn man es nicht wird, noch tiefer.

Irgendwann kommt man zum Schluss, dass es wohl doch der eigene Weg sein soll. Die Erkenntnis allein beseitigt die Trauer und Unsicherheit nicht. Und die Hoffnung bleibt, dass ein Miteinander möglich bleibt – ohne Selbstaufgabe. Irgendwie – irgendwann. Dass es doch einen Weg gibt, der my way ist und our way sein kann. Dies aber nur, wenn auf beiden Seiten Weggabelungen genommen werden, die zueinander hinführen, die den sicheren eigenen Pfad ein wenig verlassen, um später gemeinsam einen Weg gehen zu können.

http://www.youtube.com/watch?v=_4DJMPGNiD0

Wenn einmal der Wurm drin ist, so scheint es, kehrt er immer wieder. Wie ein treuer Hund, der immer wieder zu seinem Meister zurück kehrt, zeigt er sich immer wieder von Neuem, wenn man gerade gedacht hatte, ihn los geworden zu sein. Es scheint gar, er verhält sich wie sein realer Tiergefährte, welcher in zwei Würmern weiter besteht, wenn man ihn mal mordlustig entzweigehauen hat. So dümpelt man durchs Leben von Aufbau, Erhalt und Zerstörung und irgendwie erscheint mir bei diesem Kreislauf die dritte Phase extrem überdominant und langwieriger. Prägender vor allem. Klar heisst es, dass Leid einen weiter bringt, doch so weit wollte ich doch gar nicht kommen.

Man kommt auf diese Welt, naiv, unverdorben, erhofft sich nur das Beste, malt sich das Leben in den buntesten Farben aus und merkt von Jahr zu Wahr, wie Illusionen sterben und das reale Leben sich zeigt in seiner ab und an grausamen, ab und an kaltherzigen, ab und an untragbaren Art. Man glaubt immer wieder an Fenster, die aufgehen, wenn Türen zuschlagen, hält den Kopf oben und die Ohren steif, wie es einem gutmeinende Zeitgenossen raten, findet immer wieder den Ausweg aus dem eigenen Leid – um ins nächste zu geraten. Das scheint der ewige Lauf der Dinge und es hilft wohl nur, diesen zu akzeptieren.
Nun kann dieser Lauf tröstend sein, weil zwingend auf den Abbau wieder ein Aufbau folgt. „Nach em Räge schiint d’Sunne“ – allein: auf die Sonne folgt genau so sicher auch wieder der Regen. Und damit die nächste Traufe, in die man sich legen kann. Legen ist noch die positivste Art, da rein zu geraten, oft stürzt man rein, unvermittelt, ungewollt, ungebremst. Und sieht sich liegend und zappelt oft wie ein Käfer, welcher auf den Rücken gefallen ist oder wie der Frosch im Milchtopf.
Zu düster alles? La vita e bella? Selbst in dem Film sieht man doch, dass alles nur Schein, nur Illusion ist. Das, was dahinter steht ist ungleich düsterer. Und doch gibt es sie natürlich, die kleinen schönen Momente, die einem wieder Hoffnung geben, die einen denken lassen, dass da doch noch was Schönes kommen kann, dass nicht alles nur schwarz ist, sondern viele Farben da sind. Und ab und an erlebt man es, dass man sich in Farbe fühlt und aufgehoben und denkt: doch, so soll es sein, so soll es bleiben.
Das Aber lasse ich beiseite, denn: was bleibt ist Glaube, Liebe, Hoffnung – am stärksten aber ist die Liebe. Nun gut… zu der äussere ich mich mal nicht und setze auf die Hoffnung, auch wenn ich nach wie vor der Meinung bin: ohne Liebe ist alles nichts.

Was ist Zuhause? Was braucht ein Ort, um Zuhause zu sein? Wie kann man an einem Ort wohnen und Heimweh haben? Was fehlt? Kann ein Ort für sich Zuhause sein oder machen es die Menschen, die da sind? Grundsätzlich würde ich sagen die Menschen sind es, nur kann man sich an Menschen hängen? Sich auf sie verlassen? Wird man nicht zwangsläufig immer und immer wieder verletzt, wenn man das tut? Macht man sich nicht verletzlich? Wie oft erträgt man Verletzungen? Das Aufdecken von Illusionen?

Wo liegt das Glück? In einem selber heisst es. Wozu also bräuchte man dann andere Menschen? Orte würden genügen, man hätte sich dabei. Im Grunde genommen bräuchte man nicht mal die, man wäre selbstgenügsam in seinem Glücklichsein. Losgelöst von allem Aussen.
Das wäre wohl die Erleuchtung – ich bin weit von dem Zustand entfernt und merke nur: Glück ist anders und ich habe Heimweh. Wonach? Das ist nun die Frage…

Da schreibt man über 3 Jahre hinweg an einer Arbeit zur Erlangung der Doktorwürde. Oft zweifelt man, oft hadert man, ist nah am Aufgeben, beisst sich wieder durch und vollendet schliesslich das Werk. Geschafft. Denkt man. Wie naiv! Jetzt geht es erst richtig los. Formulare sind gefordert, welche persönlich aufs Büro gebracht werden sollen. Als Kind der technischen Errungenschaften moderner Zeiten versteht Frau das nicht und ruft auf besagtes Büro an, ob es wirklich notwendig ist, persönlich zu kommen, da a) der Weg weit und b) das Kind schulpflichtig ist, beides nicht mit den kargen Öffnungszeiten zusammen passt. Sie sind unerbittlich, einzige Möglichkeit: jemand anders könne für mich aufs Büro kommen und mich anmelden. Vorbei kommen muss jemand, Post geht nicht. Ob ich den Briefträger schicken könnte? Wohl kaum.

So lese ich also die Öffnungszeiten, packe Formulare und Kind ein und fahre in die Grossstadt meiner Alma Mater. Gemeinsam stapfen wir die Treppen hoch (ok, die Formulare werden nach wie vor getragen) und kommen ausser Atem vor der gewünschten Tür an, wo wir lesen: Wir sind umgezogen. Wir machen uns auf, die vielen gerade erklommenen Treppenstufen wieder hinunter zu steigen, um das Haus zu wechseln, da natürlich wieder in den obersten Stock zu laufen (viiiiele Treppen hinauf), wo wir an der Tür lesen dürfen: Unsere Öffnungszeiten haben geändert. Irgendwie lese ich Donnerstag nicht mehr als offenen Nachmittag – just der aktuelle Tag wurde eliminiert. Meine Laune – eh schon im Keller – hat bald Ölbohrniveau. Innerlich grummelnd, leise fluchend klopfe ich an die Tür, welche sich – Wunder über Wunder – auch öffnet und ein bekannter Kopf – Gott sei Dank – schaut raus. Die alten Öffnungszeiten würden noch bedient, meint die nette Dame, allerdings sei die zuständige Frau in der Mittagspause – mit unbekanntem Rückkehrtermin.
Es zeigt sich dann doch noch jemand, der zuständig ist und diese Frau setzt mich an einen Computer, welcher gerade hängt. Kann es ja mal geben. Ich soll meine Daten, die auf allen mitgebrachten Formularen auch stehen, neu eintippen. Gesagt getan. Der Computer hängt schon wieder, meine Daten sind verschwunden. Wenigstens nicht auf ewig, sie tauchen nach kurzem Zittern und Bangen wieder auf. Doch die nächste Hiobsbotschaft taucht schon auf: es fehlt noch ein Gesuch meines Professors für den 2. Referenten. Kann ja nicht angehen, dass eine Professorin einer anderen Uni einfach so, ohne Gesuch, an der hiesigen Uni referiert. Ich habe nun Gesuch an den Professor gestellt, ob er ein Gesuch stellen könnte.
Es scheint, man muss den Doktor hart verdienen. Formalismus heisst die hohe Hürde. Ich hoffe, ich knacke die auch noch.

Alles hat seinen Preis im Leben, man hat nie alles. Die Kunst, glücklich zu sein, bedingt, den Fokus auf das zu richten, was man hat und nicht darauf, was einem fehlt. Man muss schätzen, was gut ist und damit den dafür gezahlten Preis akzeptieren und annehmen.


Wichtig ist vor allem auch zu sehen, was wirklich passiert im Leben, im Jetzt und was wir nur aus Mustern der Vergangenheit heraus interpretieren. Oft sehen wir Dinge, die gar nicht da sind, hören Dinge, die gar nicht so gesagt wurden, weil wir einmal erlebt haben, gesehen haben, gehört haben, was wir sahen und hörten und erlebten. Die Vergangenheit und ihre Erlebnisse haben ihre Spuren tief in unsere Seele gebrannt und wir geraten immer wieder in diese ausgebrannten Spuren. Fast wie Magnete ziehen sie unsere Sinne an und lassen uns reagieren, wie wir es tun.

Vergangenheit lässt Ängste entstehen, die uns im Umgang mit dem Leben und den Menschen vorsichtig machen. Aus diesen Ängsten heraus können wir nicht mehr frei auf andere zugehen, uns nicht mehr ganz auf sie einlassen. Wir bauen Mauern, behalten Abstand, versuchen, uns vor neuen Enttäuschungen zu schützen und produzieren gerade durch diese Distanz die nächste Enttäuschung, weil der andere sich durch unsere Distanz selber verunsichert fühlt und seinerseits auf Distanz geht.

Aber kann man einfach vergessen? Tabula rase und los geht es ohne irgendwelche Prägungen und Muster? Wohl kaum. Der Mensch wurde durch das, was er erlebte zu dem, was er ist. Vergangenheit prägt, Erinnerung bildet Identität. Wichtig ist aber, sich bewusst zu sein, was man tut, wie man reagiert und wieso man das tut. Indem man sich immer wieder fragt, wieso Gefühle aufkommen, wie sie es tun, wieso man reagiert, wie man es tut, werden wir uns unserer selbst und unserer internen Muster bewusst und können vielleicht ab und an Gegensteuer geben, wenn wir nur aus vergangenheitsbezogenen Ängsten heraus dabei sind, jemandem in der Gegenwart unrecht zu tun oder uns gar in unser eigenes Unglück zu stürzen.

Es ist immer wichtig, sich für die Gegenwart zu entscheiden. Die Vergangenheit können wir nicht mehr ändern, die Zukunft liegt nicht in unseren Händen, ist ungewiss, so viel wir auch in ihre potentielle Sicherheit stecken. Das einzige, was jetzt da ist und was wir wirklich in die Hand nehmen können, ist die Gegenwart. Und hier gilt es, uns zu entscheiden und nach diesem Entscheid zu leben. Dabei hat alles seinen Preis. Jeder Entscheid für etwas ist ein Entscheid gegen etwas anderes. Alles hat man nie. Aber was man hat, ist viel – wenn man es nur sieht und schätzt. Oft haben wir aber die Tendenz, dem nachzutrauern, was wir nicht (mehr) haben. Wir vermissen, was wir so gerne hätten und vernachlässigen dabei, was wir wirklich haben. Unser Unglück ist damit hausgemacht.

Glück ist: zu sehen, was man hat.

Oft sind wir mit dem Kopf gar nicht da, wo das Leben gerade spielt. Wir wünschen uns an andere Orte, hasten voran, planen die Zukunft und verpassen dabei die Gegenwart. Durch diese Haltung verpassen wir so viel an Schönheit, an Genuss, an Leben. Wir rennen durch die Gegenwart mit Blick auf die Zukunft, schweifen vielleicht noch ab und an in die Vergangenheit mit den Gedanken und lassen die gegenwärtigen Reaktionen durch diese steuern. Wo ist das Jetzt dabei?

Wir sollten uns bewusst werden, dass das Leben nur jetzt stattfindet. Was war, wird nie mehr sein, was kommt, ist noch nicht. Nur das Jetzt haben wir in dem Moment und dieses Momentane sollten wir annehmen, es ausfüllen, es leben. Nur so kann wirkliche Zufriedenheit und sogar Glück entstehen, wenn wir im Jetzt aufgehen und dieses ausfüllen. Mit unseren Gedanken, mit unseren Sinnen, mit unserem Ich.

Wir alle sehnen uns nach Nähe, können sie aber doch nicht immer zulassen. Während wir einerseits die Nähe brauchen und suchen, schaffen wir uns selber immer wieder Distanz, indem wir Angst oder gar Ekel aufbauen, welcher uns dann dazu bringt, die Nähe zu meiden und unsere Selbstsicherheit wieder zu erlangen.

Nähe schafft Unsicherheit. Je näher uns jemand kommt, desto gefährlicher kann er für unsere Sicherheit werden. Wollen wir auf der sicheren Seite bleiben, müssen wir die Nähe meiden. Distanz heisst das Zauberwort, es zu erreichen gibt es Mittel und Wege.

Grosse Nähe ist durch zwei Dinge möglich:

– Liebe
– Gewalt

Während die Gewalt klar abgelehnt wird, weil sie etwas ist, das wir nicht wollen (normalerweise), sehnen wir uns nach Liebe, erachten sie als gut und wertvoll. Die Nähe, die mit der Liebe einhergeht, brauchen wir für unser Wohnbefinden, fürchten uns aber gleichzeitig davor, weil der Mensch, der uns so nahe kommt, uns auch viel antun könnte, wenn er das wollte. Er durchdringt die Sicherheitsmauern, die wir um uns gebaut haben, um uns zu schützen, er durchdringt alles, wenn wir es nur zulassen. Es aber zuzulassen erfordert Vertrauen und es birgt immer ein Mass an Unsicherheit. Dieses ist umso grösser, je schlechter die Erfahrungen der Vergangenheit sind, da wir dann viel Leid durch diese Nähe ertragen mussten, so dass wir dieses Leid vermeiden wollen.

Wir fangen also an, Strategien zu entwickeln, wie wir die Nähe in Distanz umwandeln können, wie wir vermeiden können, dass uns jemand so nahe kommt, dass er uns wieder weh tun kann. Wir entwickeln Ängste, die uns Mauern für unsere eigene Sicherheit bauen lassen, so dass wir uns wieder sicherer fühlen, geschützt fühlen. Und langsam nimmt die Nähe ab, die Sicherheit zu. So lange, bis wir alleine da stehen und uns wieder nach Nähe sehnen… und dann fängt das Spiel von vorne an…

Beziehungen und Freundschaften sterben leise – nämlich dann, wenn die Gespräche verstummen…

Wenn Menschen sich finden, zusammen kommen, etwas zwischen ihnen entsteht, denkt man, dass man etwas für die Ewigkeit gefunden hat. Man tauscht sich aus, spricht, kehrt das Innerste nach Aussen, es entsteht eine Vertrautheit, eine Nähe. Die Zeit vermag dieses Gefühl auszubauen, indem sie gemeinsame Erlebnisse einbaut, welche zu Erinnerungen werden und so das Wir-Gefühl stärken.

Wie kommt es, dass irgendwann eine Wende kommt? Nähe schwindet, Gespräche verstummen, Distanz Einzug hält? Wer beginnt das Schweigen und wieso? Könnte man nicht einfach weiter reden und alles wäre wieder gut?

Trotz der Nähe leben beide beteiligten Menschen in einem Beziehungsgefüge ihr eigenes Leben, erleben ihre eigenen Dinge und werden von denen geformt, geprägt und verändern sich so. Diese Veränderung kann man teilen, man kann sich aber auch dazu entschliessen, sie als seine eigene Sache anzusehen und sie für sich zu erleben. Der andere bleibt dabei aussen vor.

Je prägender nun der verändernde Faktor ist, je tiefer er in ein Leben eingreift, desto mehr von diesem Leben ist plötzlich versperrt für den anderen. Das schafft unweigerlich Distanz. Gespräche verstummen, weil das Lebensprägende nicht mehr einfliesst und so wird es still und stiller. Und mit der Stille nimmt langsam das Gefühl eines Abschieds Überhand. Klar kann man festhalten, klar kann man weiter sprechen, übers Wetter, die neusten Trends, was in der Welt passiert. Das alles sind aber bezogen auf zwei Menschen belanglose Dinge, sie schaffen keine Nähe, sie füllen bloss Leere. Leere, die trotz allem deutlich fühlbar bleibt. Und irgendwann erträgt man die Leere nicht mehr, will sich ihr nicht mehr aussetzen. Vor allem, weil man merkt, dass es keine Brücken gibt, so lange man aus dem Lebensinhalt verbannt ist.

Es gibt den Spruch, dass wenn einer geht, der andere schon längst gegangen ist. Dies ist bezogen auf einen Seitensprung in einer Beziehung so, aber auch in Freundschaften. Wenn einer die Beziehung verlässt, tut er das oft, weil der andere schon lange nicht mehr anwesend war. Das kann verschiedene Gründe haben, doch wenn dieser nicht frühzeitig selber merkt, dass er in die Beziehung zurück sollte, wird er den Weggang des anderen schwer aufhalten können. Die Chance besteht, aber nicht jeder Bruch ist zu kitten.

Im Nachhinein ist es schwer, zu sehen, wer wirklich den ersten Schritt tat. Vor allem ist das Leben nicht immer linear und vor allem nie kausal. Es führt nicht einfach eines zum anderen, sondern viele kleinen Dinge passieren, ausgelöst von etwas, das wiederum andere Ursachen hatte. Nicht alle Ursachen liegen in einem Leben, nicht alle sind klar nachzuvollziehen. Das Leben hat seine eigenen Gesetze und Mechanismen, uns bleibt nur, uns bewusst zu sein, was wir tun und denen Sorge zu tragen, die wir in unserer Nähe haben wollen. Und: die ziehen zu lassen, die sich Distanz verschaffen.

Wer weiss, was die Zukunft bringt. Vielleicht führen Wege, die sich mal trennten, wieder zusammen, auf die eine oder andere Weise. Sicher ist, dass alles seinen Sinn und seine Zeit hat.

Es war einmal ein kleines Mädchen, das war hübsch und lieb und nett und alle hatten es lieb. Wenn es auftauchte, war es der Mittelpunkt aller, wurde als Sonnenschein und Prinzessin bezeichnet, behandelt und gefeiert. Das kleine Mädchen lernte, dass es durch seinen Liebreiz der Liebling aller ist und es liebte in seiner unbedarften Art alle Menschen, weil die auch zu ihm so lieb waren.

Das kleine Mädchen hatte schnell gelernt, dass es, wenn es liebenswürdig und nett ist, alles kriegt, was es will. Wenn es geliebt werden will, wenn es etwas haben will: einfach lieb und nett sein – man kriegt es. Liebenswürdig zu sein erschien so der Preis für alles, das man haben will, man konnte damit erreichen, dass man geliebt wird. Und was anderes sollte man sich wünschen, als dass einen die anderen mögen?

Diese Haltung dringt tief und wird zum Muster. Man liebt die Welt und wird geliebt. Doch irgendwann funktioniert das nicht mehr. So sehr man liebt, man kriegt nicht mehr alles, man stösst an, man wird zurück gewiesen, man wird verletzt. Man merkt, dass das, was als kleines Mädchen so gut funktioniert hat, plötzlich nicht mehr geht und man immer mehr Wunden davon trägt durch die eigene liebenswürdige Art. Man lernt, dass die eigene Liebe zu den Menschen oft blind ist und ausblendet, dass nicht alle andern Menschen auch lieb sind, sie einem nicht nur Gutes wollen.

Vor allem aber hat man nie gelernt, das zu kriegen, was man will, indem man drum bittet. Man musste nie um etwas bitten, man kriegte einfach, weil man liebeswürdig war. Und je länger je mehr bleibt man mit seinen Wünschen und Träumen und Bedürfnissen auf der Strecke. Weil man nie gelernt hat, darum zu bitten, für sie einzustehen, sie einzufordern. Und diese mangelnde Übung macht es fortan nicht einfach. Es müssen nicht mal die bösen anderen sein, die einem die Bedürfnisse nicht zugestehen, diese werden von uns einfach nicht dringlich genug formuliert, weil wir es nicht gewohnt sind, es nicht geübt haben, es uns nicht zugestehen.

Das ist der Zeitpunkt, an dem man merkt, dass man was ändern muss. Die Liebenswürdigkeit, die zur Liebessucht verkam, kann man nicht einfach ausschalten, denn sie ist eine wahre Sucht mit all ihren Mechanismen und Funktionen. Man hat in der Forschung herausgefunden, dass Liebe und Sucht viele ähnliche Rezeptoren bedienen, insofern ist die Liebessucht eine doppelte Sucht, eine, welcher kaum beizukommen ist. Nur will man nicht ständig wieder auf die Nase fallen und fängt an, sich schützen zu wollen. Man sucht nach Auswegen, welche man in der Flucht oder in Stacheln erkennt. Die Stacheln kann man wahlweise nach aussen oder nach innen richten. So oder so wird jemand verletzt. Oder aber man verliebt sich in ein Biest, so dass man wieder verletzt wird.

Es ist ein Muster, das erkannt und durchbrochen werden will.

Was ist die Lösung? Die Lösung steckt in der Therapie durch Gleiches. Gleich und gleich gesellt sich gerne und so wie man in der Homöopathie Krankheiten mit Erregern therapiert, so kann man diese Liebessucht mit gleichem therapieren: mit Liebe. Nämlich mit der Liebe zu sich selber. Man selber kann sich die Grenzen aufzeigen, welche man sonst vergebens sucht oder erst erfährt, wenn man schon verletzt ist.

Liebe dich selbst! Einmal mehr das Heilmittel. Und sicherlich kein schlechtes. Aber nicht immer einfach zu erreichen, weil wir zu sehr damit beschäftigt sind, an uns rumzumäkeln, mit uns selber ins Gericht zu gehen und uns zu verurteilen. Und trotzdem: Liebe dich selber.

Wenn man sich erst mal selber liebt, erkennt man, was man sich wünscht und setzt sich dafür ein, wie man es auch tun würde für jemanden anders, den man liebt. Man möchte, dass es dem, den man liebt, gut geht und tut das, was es dazu braucht. Im eigenen Fall heisst das, dass man dahin gehen muss, seine Wünsche anzubringen, für seine Bedürfnisse einzustehen und sie andern gegenüber zu formulieren. Man gesteht sich das Recht zu, diese Wünsche zu haben und erachtet sich als wertvoll genug, sie erfüllt zu kriegen. Man ist liebenswürdig zu sich selber, indem man sich selber gefällt und dafür sorgt, dass man eben erhält, was man sich wünscht.

Das heisst nicht, dass man nun zum egoistischen Narzissen werden muss, der seine Wünsche auf Gedeih und Verderben durchsetzen will, der andern gegenüber nicht mehr liebenswürdig und nett ist, sondern es geht darum, für sich selber einzustehen und nicht darauf zu hoffen, dass die anderen einen durchs Leben tragen.

Man hört immer wieder, dass das richtige Mass wichtig ist. Doch wie lässt sich dieses bestimmen? Was ist richtig, was ist falsch? Was zu viel, was zu wenig?

Wenn ich Aufmerksamkeit brauche, wie viel ist zu viel Wunsch nach Aufmerksamkeit? Was ist zu wenig Aufmerksamkeit, so dass der gefühlte Mangel rechtens ist und nicht aus einem übersteigerten Bedürfnis kommt? Kann man überhaupt von zu wenig oder zu viel sprechen oder impliziert das schon eine unangebrachte Wertung?

Wer setzt das Mass? Und wie geht man mit Ungleichgewichten um? Wenn weniger kommt, als man braucht? Mehr gegeben wird, als man erträgt? Mehr gefordert wird, als man geben kann?

Ist Aufmerksamkeit, die auf Wunsch gegeben wird, gleich viel wert wie die, welche von Herzen kommt? Kann solche, die auf Wunsch kommt, nicht auch von Herzen kommen, da man sie ja dem anderen zu liebe gibt?

Was passiert, wenn immer weniger kommt, als man braucht? Verkümmert man dann? Stirbt man innerlich leise ab? Wie eine Blume ohne Wasser? Müsste man lernen, genügsamer zu werden? Oder um die Aufmerksamkeit kämpfen? Bedeutet der Kampf nicht, dass man dem andern nachrennt? Verliert man nicht ein Stück Gesicht dabei? Müsste Aufmerksamkeit nicht kommen, wenn man jemandem wichtig ist? Ist Aufmerksamkeit nicht ein Barometer der Wichtigkeit, des Stellenwertes, den man bei einem anderen Menschen hat?

Fragen über Fragen, einfach so dahingeworfen…