Sinn des Lebens

Was hat das Leben
für einen Sinn?
Was ist der Lohn,
was der Gewinn?

Ist es nur Geld,
oder auch Ruhm?
Muss ich was tun
oder wer sein?

Ist Kunst nur Krempel,
braucht es sie?
Brauchen Götter Tempel,
wozu bauen wir die?

Wer definiert die Werte
wieso zerstören wir sie?
Gibt es noch Hoffnung?
Und: Wo finden wir sie?

©Sandra Matteotti

Selbstgerechtigkeit

Vom weichen Sessel. Sitzend
richten und sich lustig machen.

Vom warmen Bett her. Lästern,
spotten. Witze reissen.

Das können alle kleinen Pisser.
Und: Sich grösser fühlen.

Im Vernichten, aburteilen,
alles dessen, was nicht sein darf.

Weil’s nicht passt in sture Köpfe,
voll von Regeln, Normen, Zwang!

Voll von Dogmen und Doktrinen,
liegen sie längst tot darin.

Sie haben’s nicht gemerkt.

©Sandra Matteotti

 

Christoph Quarch: Platon und die Folgen

Platon ist der folgenreichste Denker unserer Geschichte. Er hat die abendländische Zivilisation und die Kultur Europas geprägt wie kein zweiter. Die Weise, wie wir heute denken, fühlen, handeln, leben, wäre ohne Platon gar nicht vorstellbar.

QuarchPlatonChristoph Quarch ermöglicht im vorliegenden Buch einen kurzen, gut lesbaren und informativen Überblick über Platons Denken. Ausgehend von der Aussage, dass Platon nicht nur der einflussreichste, sondern auch der am meisten missverstandene Philosoph unserer Kultur ist, zeigt er die Missverständnisse auf, die über die Jahrtausende – angefangen ei Aristoteles – in den Interpretationen Platons zu Tage traten, und zeigt die richtige Lesart auf.

Er behandelt dabei die grossen Themen Platons, schreibt über das Mass aller Dinge, das Wunder des Werdens und den Sinn des Lebens. Er beleuchtet die Idee des Guten und wie wir diese verwirklichen können nach Platon. Das Ringen um Gerechtigkeit ist genauso Thema wie die Unsterblichkeit der Seele, Eros und Schönheit finden ebenso ihr Gehör wie das Göttliche.

Es gelingt Quarch, auf gut lesbare und kompetente Weise die Gedanken Platons darzulegen und ihre Folgen in der heutigen Zeit und die Einflüsse auf diese darzulegen. Er geht dabei auf die Quantenphysik ebenso ein wie auf die wünschenswerte Ordnung in Gemeinwesen oder eine sinnvolle Bildungspolitik.

Das Buch zeigt deutlich, dass Platon noch immer aktuell und zeitgemäss ist, dass wir bei der genauen Lektüre des alten Griechen viel über unser Leben und Miteinander erfahren könnten, dass wir Einsichten gewinnen könnten, was ein gutes Leben ist und wie Glück entsteht. Es ist ein Buch, das Lust darauf macht, Platons Werk in die Hand zu nehmen und es zu lesen.

Fazit:
Die zeitlosen Gedanken eines grossen und prägenden Philosophen auf gut lesbare Weise kompetent vermittelt. Sehr empfehlenswert.

Zum Autor
Christoph Quarch
Dr. phil. Christoph Quarch (*1964 in Düsseldorf) ist Philosoph, Bestsellerautor, und Reiseleiter/-veranstalter für Philosophiereisen in Zusammenarbeit mit ZEIT-REISEN.

Er ist verheiratet und lebt mit seiner Familie in Fulda. Seine Lebensmotti lauten: „Erkenne dich selbst“ und „Nichts im Übermaß“. Mehr Infos erhalten Sie unter www.christophquarch.de

Angaben zum Buch:
Gebundene Ausgabe: 186 Seiten
Verlag: J.B. Metzler; Auflage: 1. Aufl. 2018 (20. September 2018)
ISBN-Nr.: 978-3476046352
Preis: EUR 19.99 / CHF 36,90

Zu kaufen in jeder Buchhandlung vor Ort oder online unter anderem bei AMAZON.DEund BOOKS.CH

 

herbstnacht

herbst sei
abschied, sei
ein verlust.

es hiess,
die dinge enden,
fielen weg.

doch nein,
man kriegt so viel
dazu an:

farben und auch
laub, das tanzt, und
wind, der singt.

und irgendwann,
im klirrend kalt:
flocken aus schnee,

im stillen tanz,
sich niederlegend,
sanft bedeckend

die welt
in watte packend,
ruh dazu.

was einst hiess,
abschied nehmen,
war schlicht

neubeginn

©Sandra Matteotti

Dankbarkeit

Sonnenschein und Meereswogen,
Sternenhimmel, Traumesnacht,
Blaue Wellen, Windesflüstern,
und ein Mond, der oben wacht.

Strandessand und Kieselsteine,
Muschelmeer und Fischgesang,
und Libellen zirpen leise:
Lebenszeit nimmt ihren Gang.

Tagestraum und roter Wein,
Herzgefühl und auch Sehnsucht,
könnt es so doch immer bleiben,
dass es ist, lässt dankbar sein.

©Sandra Matteotti