Oben – Unten – Hierarchien der Gesellschaft

Mein Sohn (10) meinte heute, dass die handwerklichen Berufe eigentlich wichtiger seien als all die hohen Managerpositionen. Ich fragte ihn, wie er darauf komme und er meinte: Wenn die nicht ihre Arbeit machen würden, hätten die oben gar keinen Job. Welcher Architekt könnte arbeiten, gäbe es keine Bauarbeiter? Welcher Manager könnte am Tisch sitzen, würde niemand den Tisch schreinern? Welcher Manager könnte arbeiten, hätte er keine Sekretärin, welcher Arzt, hätte er keine Sprechstundenhilfe? 

Ich schaute meinen Sohn an, gab ihm recht und war dankbar, einen so klugen Sohn zu haben. Wann geht diese Sicht verloren? Wer verdirbt sie? Nicht, dass mein Sohn nicht auch Millionärsträume hätte, nicht, dass er sich auch gerne ganz weit oben sieht. Die Einsicht in die Wertigkeit, die war schön zu sehen. Sie soll nicht zementieren, dass die einen besser sind als die anderen, sie soll nur zeigen, dass es alle braucht und niemand eigentlich in der Lage sein sollte, auf den anderen herabzuschauen. 

3 Kommentare zu „Oben – Unten – Hierarchien der Gesellschaft

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