Rassismus in Norwegen

In Norwegen betteln Jahr für Jahr etwa 200 Roma auf den Strassen. Betteln ist in Norwegen erlaubt, die Gruppe Menschen tat also in all den Jahren nichts Verbotenes damit und doch ist dieses Jahr alles anders, wie es scheint. Ein Jahr nach dem blutigen Massaker durch Breivik zeigt sich in Norwegen eine stark ablehnende Haltung gegen die Roma. Claudia Lenz vom norwegischen Menschenrechtsforschungszentrum spricht gar von Völkermordrhetorik, welche sich in Zeitungen und in Internetforen breit macht.

Diese Einschätzung erstaunt nicht, wenn man die Kommentarspalten von Zeitungen und Foren durchforstet und auf Aussagen wie:

„Ratten!“

„Zigeuner sind nicht Menschen, sondern Müll“

„Ich helfe gerne, den Knoten für die Schlinge zu knüpfen“

liest. Diese Ausbrüche zeigen deutlich, dass es nicht um das Betteln, sondern um die Menschen geht, um die Roma. Die ablehnende Haltung ist nicht nur beim Volk zu spüren, sondern geht weiter bis in die politischen Ränge. Die Rechtspopulisten sind wieder auf Vormarsch bei den Wahlen.

Driftet das Land nach rechts ab? Was sind die Gründe? Es scheint, nicht nur Norwegen ist von einem Rechtsrutsch betroffen, immer mehr Länder haben damit zu kämpfen. Eine bedenkliche Entwicklung, die ernst genommen werden muss.

Quelle: http://www.taz.de/!97403/

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