Gedankensplitter: Von Entschlüssen und Gewohnheiten

Wie oft habe ich mir schon vorgenommen, von gewissen Dingen zu lassen, mich nicht mehr zu sehr unter Druck zu setzen, mein übersteigertes Pflichtgefühl, das nur aus mir selbst entspringt, zu mässigen, wenn schon nicht abzulegen. Und immer wieder ertappe ich mich dabei, nach einer kurzen Zeit des Gelingens langsam wieder ins alte Fahrwasser zu geraten. Lernresistent? 

Da ich die Dinge nicht nur ablegen will, weil sie unnötig sind, sondern weil ich merke, dass sie mir schlicht nicht gut tun, was sich einerseits psychisch in einer Angespanntheit, Deprimiertheit, Melancholie ausdrückt, andererseits aber auch körperliche Folgen hat, ist es umso ärgerlicher, dass ich daran festhalte. Masochistin?

Und so bin ich wieder an einem Punkt, an dem ich von Neuem denke, dass ich es nun endlich tue: Raus aus dem Leben mit all dem, was nicht gut tut und nicht zwingend darin sein muss. Und ja, dieses Mal wird das gelingen. Wirklich! Utopistin?

Ach, vielleicht einfach ich. 

Habt einen schönen Tag!

Vorsätze umgesetzt

Sie: „Ich werde nun Vegetarier. Das habe ich beim Jahreswechsel beschlossen.“

Er: „Ach ja? Und, wie geht es dir bislang?“

Sie: „Ich bin noch immer voll überzeugt? Ich fühle mich auch schon viel besser!“

Er: „Was isst du denn da so?“

Sie: „Gestern gab es Lammnierstücke mit Kräuterbutter und Nudeln, heute nur kalte Küche mit Rohschinken, Salami. Und morgen werde Bratwurst mit Rösti kochen.“

Er: „Ich dachte, du bist nun Vegetarier?“

Sie: „Ich muss zuerst noch alles an Fleisch aufessen, das hier an Vorräten lagert. Ich meine, die Tiere sind ja schon tot….“

©Sandra Matteotti