Jahre vergehen
wir waren mal nah,
verloren die Nähe,
verloren uns ganz,
Gedanken, sie kamen
und gingen dahin.
Die Trauer geschluckt,
den Alltag gelebt,
den Graben geschaufelt,
der Übergang fehlt.
Es plätschert der Fluss
und still liegt der See,
wir treiben dahin,
die Ruder im Schoss,
lassen geschehen,
dass Land ausser Sicht,
erzählen uns Gründe
und glauben uns nicht.
Der Tag, er wird kommen,
denn das tut er stets,
und er wird uns zeigen,
was wir überseh’n.
Wir werden erschüttert
und hören uns flehen,
zurück gibt es keines,
die Einsicht nur bleibt.
Drum lebe dein Leben
und lass dich nicht gehen,
sag was du fühlst,
bald ist es zu spät.