und dann
gibt es noch die
die vorgeben
dich zu lieben
ohne zu sehen
wer du bist
oder was
du tust.
©Sandra Matteotti
Denkzeiten – Philosophie in Theorie und Praxis
Dr. Sandra von Siebenthal
und dann
gibt es noch die
die vorgeben
dich zu lieben
ohne zu sehen
wer du bist
oder was
du tust.
©Sandra Matteotti
Ich atme
Ich atme aus,
ich atme ein.
Nehme mich mit,
einfach zu sein.Ich atme ein,
ich atme aus.
Halte nichts fest,
lass alles raus.Ich atme aus,
ich atme ein.
Lasse die Ruhe in
mich hineinIch atme ein,
Ich atme aus.
Fühle mich in mir
ganz zuhaus’.©Sandra Matteotti
Ab und an ist das Leben nicht einfach. Ab und an bürdet es uns mehr auf, als wir tragen können. Ab und an sieht man vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr und was man sieht, ist doch nur die Spitze des Eisbergs. Ab und an… bleibt nur noch eines: Tief durchzuatmen. Innezuhalten. Bei sich zu sein.
Wozu Lyrik? Jeder kennt wohl die meist holprigen Gedichte zu Geburtstagen und anderen Festlichkeiten. Mit Lyrik verbindet man daneben sonst nur die öden Stunden in der Schule oder aber das tödliche Auswendiglernen – alles dazu tauglich, sich die Lyrik ein für alle Mal zu verderben.
Wozu also Lyrik? Wir haben so viele Probleme auf der Welt, es gibt so viel Wichtiges. Gedichte gehören da sicher nicht dazu. Gedichte bringen nicht den Frieden auf die Welt. Sie bekämpfen kein gefährliches Regime. Sie bringen die geliebten Verstorbenen nicht zurück und lösen nicht die Alltagsprobleme. Sie sind – so bei Licht betrachtet – zu nichts gut. Und das ist gut so. Und doch sind sie zu was gut. Und das ist noch besser.
Gedichte lassen innehalten. Sie halten für einen Moment die Zeit an und lassen uns eintauchen. Sie nehmen uns mit auf eine Reise hinein in Worte und Bilder. Sie lassen uns fühlen und erkennen. Sie geben Ruhe. Für diesen Moment. Und damit ein Aufatmen. Ein Durchatmen.
Deshalb lese ich gerne Gedichte. Und deswegen schreibe ich sie. Immer dem Leben entlang. So heisst auch mein Gedichtband (HIER). Verglichen mit Jazzmusik bin ich wohl nicht der improvisierte Wildjazzer, eher so der Swinger, Easy Jazzer oder dem Dixieland Zugewandte. Drum ende ich mit einem Lied.
Wenn alle geh’n
und keiner bleibt,
vermeidet man
am besten Streit.
@Sandra Matteotti
Auf der Strasse
durchs Leben
trennten sich
unsere Wege.
©Sandra Matteotti
lebensatem
leben als dichten
wenn rhythmus und reim atmen
im seinwelten bestehen
als verse nur, zeilen in moll und
in durdasein in worten
und bildern aus klang von innen
heraus
Letzten Donnerstag klingelte es an der Tür: Der Postbote brachte ein Paket. Nichts ahnend packte ich auf und dann hatte ich es in der Hand: Mein Buch.
Ich habe lange überlegt, ob ich es bei einem Verlag publizieren will oder als Selfpublisher. Ich hatte auch zwei Zusagen von kleinen Verlagen, habe mich dann aber doch fürs Selfpublishing entschieden. Und da war es also: Meine Gedichte zwischen zwei Buchdeckeln, alles selber gestaltet mit einer meiner Zeichnungen als Titelbild. Ein wunderbares Gefühl, das eigene Buch in den Händen zu halten.

Sonst stelle ich immer andere Bücher vor, dieses Mal mein eigenes.
Meine Gedichte fangen da an, wo das rationale Denken anstösst, weil es die richtigen Wörter nicht mehr findet. Sie hangeln sich dem Leben entlang und tragen nach aussen, was innen passiert, was vorgeht, sich dreht, weiter geht, einen auch zurück lässt: Ahnungslos, haltlos, hilflos, aber immer suchend, staunend, zweifelnd, sich freuend oder auch trauernd.
Meine Gedichte sind Bilder des Lebens in Klänge gepackt, sie sind der pulsierende Atem des Lebens im Rhythmus der Sprache.
Ich bewege mich in der Sprache durchs Leben, schaue hin, gehe tief, suche, finde, schreibe. Zuerst ist die Idee, dann der Rhythmus, es finden sich die Worte. Die Form folgt dem Inhalt, sie ist nie beliebig, sondern die passende Vase für die Blumen der Sprache.
Ich will verstanden werden, weswegen ich nie die Sprache in möglichst gesuchte Wendungen presse. Ich gehe durchs Leben, immer mit einem Fuss auf dem Boden und einer Hand zum Himmel gestreckt. So sind auch meine Gedichte.
Nacht
Aufgewacht,
an dich gedacht
Kaffee gemacht
die Nacht bedacht
vor Glück gelacht
den Tag verbracht
die Sehnsucht wacht
nach dieser Nacht
Das Buch kann man hier kaufen:
Bei mir – wenn gewünscht mit Widmung – via Mail: HIER
Bei Epubli: HIER
Bei Amazon: HIER
es kam der tag
die worte gingen
gestern flogen sie
noch durch die luft
messerscharf mit
schmerz und spitzen
trafen sie uns
tief im herz
heute sind wir aus
geschossen
und zu sagen
bleibt nichts mehr
…
©Sandra Matteotti
Und dann sitzt du
so da und du denkst
dir dein Leben so wie
es halt wär,
wenn es wär,
wie gewollt.
Und ich sage dir gleich,
sei hart und begreif,
dass das Leben, dass du
dir hier wünschst
und in hell
bunt ausmalst
mit dem Kind in dir
stirbt.
©Sandra Mattotti
er lag so da
allein sein
alter ego war
weit weg
schwarz und klein ein
wenig dreck
und aus
gebeult
blechlawinen ziehn
vorbei und
alle schaun sie
denken wem
gehört der schuh
©Sandra Matteotti
ich seh dich an
du bist längst weg
nur hülle noch
und leer gefühlt
in deinen worten
flehst du noch
und liebst und willst
so viel und doch
das was du tust
ist deine wahre
sprache einer längst
vergangenen zeit
©Sandra Matteotti
Kennst du das Land, wo das Geld nur regiert,
der Aktienkurs statt das Herz vibriert,
ein kühler Wind durch Gassen weht,
und Menschlichkeit ganz unten steht?
Kennst du es wohl?
Noch mehr, noch mehr
heisst der Wahlspruch, weil genug Stillstand wär.
Wann stehst du auf?
©Sandra Matteotti
Tanz
auf dem Drahtseil
der möglichen
Bedeutungen.
Wort
in der Schale
des abwägenden
Verständnisses.
Ton
als der Brennstoff
im zerrütteten
Miteinander
©Sandra Matteotti
Es gibt so viele
Blender hier,
dass man sich fragt:
Wo kommt denn nur
das Grau des
Himmels her?
©Sandra Matteotti
Nachts sind
alle Katzen grau
– und –
im Grau in Grau
sind alle
etwas bunter.
@Sandra Matteotti
Es gibt so Tage,
da möchtest du bloss,
wie’s deine Natur,
lieb nur sein,
nur…
es gelingt dir nicht.
Das sind die Tage,
an denen dir dann
so wider Natur
geht der Strich –
nur…
du kommst nicht raus.
Das sind die Tage,
wenn’s tief in dir drin
laut rumpelt und kracht,
Feuer entfacht –
und…
du speist es aus.
Es gibt so Tage,
da bleibt schliesslich nur
Asche zurück
und du mittendrin
bist…
ausgebrannt.
Das sind die Tage,
wenn weiter wer brennt,
der trägt dann den Kelch
mit dieser Flamme,
die…
Hass übergibt.
©Sandra Matteotti
common sense?
there’s none.
and would be some?
it would be wrong!
©Sandra Matteotti