Gewürz – mehr als nur das Salz in der Suppe

Ich schimpfe ja immer mal gerne über die sozialen Medien. Über die Fassaden, an die man gerät, über den Mist, den man sich auflädt. Aber: Es gibt auch das andere: Man trifft auf Menschen, die man sonst vielleicht nie getroffen hätte. Und teilweise trifft man die dann auch real. Das ist mir in meinem Leben oft passiert, schon vor den Sozialen Medien, als es noch nur Foren gab. Eine meiner langjährigsten Freundinnen stammt aus einem solchen Forum. Eigentlich nicht nur eine.

 

Kürzlich hatte ich wieder das Vergnügen. Wir verflogten uns schon lange im Netz, nun klappt ein Treffen. Ich sass also in ihrer Wohnstube und wir plauderten. Und der Gesprächsstoff ging nie aus. Das allein war schon wunderbar. Doch dann kriegte ich sogar noch ein Geschenk mit auf den Weg. Eine Gewürzmischung (nicht nur eine, aber die eine habe ich gleich probiert und bin hin und weg): Ein Rosmarin-Knoblauchsalz. Ich liebe rohes Gemüse, würze das gerne mit einer Würze, die neben Salz auch noch Geschmack liefert, ich hatte bisher so meine Favoriten – die sind alle übertroffen:

 

Würzmeister – Rosmarin-Knoblauchsalz

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Das war das Wundersalz. Wer nun denkt, das sei doch „cheibe tüür“ (wie man in der Schweiz sagen würde): Das Salz wird von Würzmeister eigenhändig hergestellt. Und: Man braucht so wenig dafür für eine wirklich grosse Portion Gemüse. Und zu guter Letzt: Der Geschmack… Er überzeugt schlicht. Da schmeckt man raus, was drin ist. Man muss das Essen nicht zuschütten mit Gewürz, es reicht ein Hauch und es ist ein Genuss.

 

Ich mache auf meinem Blog nie Werbung, hier steht immer meine Meinung. So auch hier. Wer hochwertige Gewürze schätzt, die danach schmecken, was drin ist:

Hier kriegt man die:

 

Würzmeister

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Und auch wenn die Qualität für sich spricht, ist es umso schöner, dass dahinter Menschen stehen, die einen Traum leben, für den sie einen immensen Einsatz leisten. Dass sich diese Menschen dabei auch noch für andere Menschen einsetzen, denen es nicht gut geht, ihnen eine warme Stube, eine Gemeinschaft, ein Mittagessen und auch mehr bieten, spricht nur noch mehr für sie!

Facebook oder: Man kann es nie allen recht machen

Heute scheine ich es mit einem Beitrag mal wieder geschafft zu haben. Ich bin keinem auf die Füsse getreten. In der letzten Zeit fragte ich mich: Was kann ich noch bringen, ohne dass gleich jemand „AUAAAA“ schreit. Hilfsaufrufe für arme und geplagte Tiere gehen nicht, das Leid ist zu grausam, man kann nimmer schlafen. Harmlose Tierbilder gehen nicht, man möchte keine so zuckersüsse Welt sehen. Politische Themen gehen nicht, sagen, dass man die nun nimmer bringt aber auch nicht, da man dann ja ignorant ist.

Eigene Gedichte gehen nicht, da kommen Fragen wie „wovon lebst du eigentlich?“, bei Bildern ebenfalls, noch dazu kommt „Was jammerst du eigentlich, deine Bilder zeigen, dir geht es ach so gut! Hab dich nicht so!“

Nur kann man mit den fröhlichen Bilder dann auch nicht aufhören, denn dann heisst es „Die kannst du uns nicht nehmen, die machen uns froh“.

Musikvideos sind zu seicht oder zu anspruchsvoll, Philosophie zu hochgestochen oder banal, Yoga zu esoterisch, Religion eh für Dumme. Gott gibt es nicht und ohne Gott will man nicht mehr mit mir befreundet sein. Trotzdem ist Religionsfreiheit hochzuachten, aber nur so lange es nicht um den Islam geht. Da müsste ich mich dann doch wieder distanzieren.

Bei profanen FB-Testchen fühlen sich die einen ignoriert, weil der Test sie nicht in die Freundesliste wählte, die anderen, die drin sind, wehren sich als Revoluzzer der ersten Stunde, sie hätten nie irgendwo dazu gehören wollen.

Nur heute, heute hatte ich was, das keine Einwände brachte:

In Zukunft nur noch so bei mir!

Vorsätze umgesetzt

Sie: „Ich werde nun Vegetarier. Das habe ich beim Jahreswechsel beschlossen.“

Er: „Ach ja? Und, wie geht es dir bislang?“

Sie: „Ich bin noch immer voll überzeugt? Ich fühle mich auch schon viel besser!“

Er: „Was isst du denn da so?“

Sie: „Gestern gab es Lammnierstücke mit Kräuterbutter und Nudeln, heute nur kalte Küche mit Rohschinken, Salami. Und morgen werde Bratwurst mit Rösti kochen.“

Er: „Ich dachte, du bist nun Vegetarier?“

Sie: „Ich muss zuerst noch alles an Fleisch aufessen, das hier an Vorräten lagert. Ich meine, die Tiere sind ja schon tot….“

©Sandra Matteotti

Schein und Sein

Ich hörte in letzter Zeit von verschiedenen Seiten, ich wirke immer so fröhlich, male Bilder, verbreite positive Gedanken. Ich habe die anderen durchaus auch verbreitet, man wollte sie wohl nicht sehen.

Die Menschen beurteilen alle Dinge nach dem Erfolg.
Jeder sieht, was du scheinst
und nur wenige fühlen,
was du bist.
(Niccolò Machiavelli)
Man möchte wohl oft das sehen, was grad passt.
Und wenn ich denn male, wollen Menschen die Bilder haben. Aber viele wollen dafür lieber nicht zahlen.
Und dann gibt es noch die, welche fragen, wovon ich denn lebe? Was ich denn arbeite?
Die Menschen beurteilen alle Dinge nach dem Erfolg.
Jeder sieht, was du scheinst
und nur wenige fühlen,
was du bist.
(Niccolò Machiavelli)
Was ist Erfolg? Woran misst man ihn?

Von der Liebe und anderen Dingen


Kürzlich sass ich im Zug zurück nach Hause und hörte dieses Lied. Es gefiel mir, es war eingängig, bewegte was in mir. Auf den Text hörte ich nicht wirklich, was ich aber zu Hause nachholte.

Man geht  durchs Leben, möchte wohl meist ein guter Mensch sein. Zumindest kann ich mir kaum vorstellen, dass ein Mensch aktiv beschliesst, er müsse ein schlechter Mensch sein. Vielleicht bin ich da naiv, aber ich möchte das gerne so glauben. Nur: So ganz scheint das nicht zu klappen, sonst wären mir seine Gedanken nicht so vertraut. Die Angst, man könnte ausgenutzt werden oder das Gesicht verlieren, ist nicht fremd. Was, wenn man jemandem sagt, dass man ihn mag, der aber nur lachen würde und fände: Ich dich aber nicht? Hielte man nicht besser zurück? Was, wenn man jemandem hilft, der aber, wenn man selber im Schlamassel sitzt, einfach wegschaut? Wäre man dann schlicht blöd gewesen?

Verliere ich das Gesicht, wenn ich zu meinen Gefühlen stehe? Bin ich der Dumme, wenn mein Mitgefühl und meine Hilfsbereitschaft ausgenutzt werden? Ich denke nicht. Und doch befürchten wir es im Alltag wohl immer wieder. Wir halten zurück mit unseren Gefühlen, um nicht das Gesicht zu verlieren. Wir wollen keine Schwäche zeigen und schon gar nicht der Dumme sein. Und wir verpassen damit wohl ganz viel, das eigentlich dazu gut wäre, das Leben schön zu machen.

Ohne Liebe ist alles nichts.

Das ist ein Spruch, der mich seit Jahren begleitet. Ich denke, ihn erfunden zu haben, aber es gab ihn wohl schon vor mir. Er ist zu gross, als dass ihn ein Mensch erst heute erfunden haben könnte. Liebe und Mitgefühl sind nie falsch. Wenn sie nicht erwidert werden, ist das sicher nicht schön, aber immer noch weniger schlimm, als wenn man nicht lieben könnte. Man könnte sich dann ja wohl selber nicht lieben.

Während ich hier so schrieb, ging meine Musikliste weiter, wir sind nun bei dem Lied:

Dazu überlege ich mir ein anderes Mal was….

Stilblüten des Internets….

Daraus müsste man ne Reihe machen, es gibt so viele. Eine, die mir heute grad wieder unterkam….

Die Unpackings. Das ist, wenn jemand ein Paket kriegt und das mit der Welt teilen will… also lässt er die Kamera laufen und holt dann… so ganz spontan… das Paket ins Bild.

Leute, ich habe das Paket gekriegt. Lasst uns gemeinsam schauen, was drin ist.

Die Leute dürfen dann zuschauen, wie besagter Mensch an der Verpackung rumnestelt, es schliesslich geöffnet kriegt und den ach so tollen Inhalt präsentiert. Aber he:

Was kümmern mich Pakete anderer Menschen? Und: Ich habe noch nie was abgekriegt. Wie egoistisch ist das denn? Nur neidisch machen wollen? Ne… geht ja gar nicht. Und überhaupt: Wenn ich was brauche, bestelle ich es gerne selber. Und packe es dann mit viel Freude ohne Kamera aus.

#sachegits

Rainer Maria Rilke: Abschied

Wie hab ich das gefühlt, was Abschied heißt.
Wie weiß ich’s noch: ein dunkles, unverwund’nes,
grausames Etwas, das ein schön verbund’nes
noch einmal zeigt und hinhält und – zerreißt.

Wie war ich ohne Wehr, dem zuzuschauen,
Das, da es mich, mich rufend, gehen ließ,
Zurückblieb, so als wären’s alle Frauen
Und dennoch klein und weiß und nichts als dies:

Ein Winken, schon nicht mehr auf mich bezogen,
Ein leise Weiterwinkendes -, schon kaum
Erklärbar mehr: vielleicht ein Pflaumenbaum,
Von dem ein Kuckuck hastig abgeflogen.

Schon kehrt der Saft aus jener Allgemeinheit,
Die dunkel in den Wurzeln sich erneut,
Zurück ans Licht und speist die grüne Reinheit,
Die unter Rinden noch die Winde scheut.

Die Innenseite der Natur belebt sich,
Verheimlichend ein neues Freuet euch;
Und eines ganzen Jahres Jugend hebt sich,
Unkenntlich noch, ins starrende Gesträuch.

Des alten Nußbaums rühmliche Gestaltung
Füllt sich mit Zukunft, außen grau und kühl;
Doch junges Buschwerk zittert vor Verhaltung
Unter der kleinen Vögel Vorgefühl.

Ab und an fehlen eigene Worte. Es sind meist Zeiten, die weniger Worte bedürfen, weil das, was ist, gefühlt ist. In den Zeiten ist die Lyrik besonders wertvoll, denn was, wenn nicht sie, stiesse vor ins Herz und träfe den Punkt?

Thomas Mann schrieb nach dem Zweiten Weltkrieg mal (sinngemäss) an Mascha Kaléko, sie solle weiterschreiben, denn Lyrik sei es, was die Menschen brauchen. Die beiden liegen mir sehr am Herzen, Rilke ist für mich der Stern am Himmel der Dichtung.

Drum möchte ich das Gedicht mit euch teilen. Es passt grad in mein Leben. Und bringt auch Hoffnung mit.