Schein und Sein

Ich hörte in letzter Zeit von verschiedenen Seiten, ich wirke immer so fröhlich, male Bilder, verbreite positive Gedanken. Ich habe die anderen durchaus auch verbreitet, man wollte sie wohl nicht sehen.

Die Menschen beurteilen alle Dinge nach dem Erfolg.
Jeder sieht, was du scheinst
und nur wenige fühlen,
was du bist.
(Niccolò Machiavelli)
Man möchte wohl oft das sehen, was grad passt.
Und wenn ich denn male, wollen Menschen die Bilder haben. Aber viele wollen dafür lieber nicht zahlen.
Und dann gibt es noch die, welche fragen, wovon ich denn lebe? Was ich denn arbeite?
Die Menschen beurteilen alle Dinge nach dem Erfolg.
Jeder sieht, was du scheinst
und nur wenige fühlen,
was du bist.
(Niccolò Machiavelli)
Was ist Erfolg? Woran misst man ihn?

12 Comments

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  1. Ich fürchte Erfolg wird in unserer Gesellschaft nach Geld gemessen und ich kenne das Problem mit Sein und ASchein. Wenn du ein Smily setzt glaubt alle Welt du bist eine Frohnatur, aber es hat auch etwas Gutes, denn keiner kann dahinter blicken und man muss sich nicht erklären. Das ist doch positiv, oder Sunny?

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  2. Ich kann mich Arno nur anschließen, Schein und Sein ist eine große Grätsche, so, wie auch Sein und Haben.
    Wer nun aber dich liest, der kann doch auch die ernsten, die traurigen, die nachdenklichen Seiten lesen, oder nicht (?!), ich habe sie wahrgenommen…

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  3. Liebe Sandra
    Nein, als immerfröhlich nehme ich Dich nicht wahr, sondern als schonungslos ehrlich. Recht oft wirkst Du auf mich traurig, vom Leben enttäuscht und dennoch nicht niedergeschlagen. Offen, auch zu uns fremden Lesern. Das beeindruckt mich sehr. Du scheinst Deinen Weg zu gehen, Deine Vorlieben zu leben, Dich selber zu sein ohne zu Beschönigen oder zu Rechtfertigen. Deine Gedichte, so kurz und dicht sie auch geschrieben sind faszinieren mich total. Für mich bist Du eine autentisch lebende junge Frau – mit manchen Geheimnissen. Eine grossartige Frau 😊

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    • Ganz lieben Dank, Andreas. Ich habe eigentlich den Anspruch, offen und ehrlich zu sein. Und ja, ich finde das Leben nicht toll und wunderbar. Im Moment alles andere. Und der Moment dauert schon eine Weile. Aber klar ist das Leben nicht nur doof und ich will auch nicht nur jammern. Es soll auch fröhliche, schöne Momente geben. Selbst wenn alles sonst düster ist. Und wenn ich jemandem mit fröhlichen Bildern eine Freude bringen kann – was wäre schöner?

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  4. Ich gehe ja hin und wieder in die Kirche. Am letzten Sonntag predigte der Pfarre über die Segnung. Wenn du für das geliebt wirst was du bist, nicht für das, was du tust oder kannst und nicht dafür wie du aussiehst, sondern nur für duch selbst ohne weil, dann bist du gesegnet. Das hat mich sehr tief bewegt, weil es meiner Meinung nach den Kern einer Beziehung trifft, wie sie sein sollte. Also ich kenne dich zwar nur von dem was du machst, sagst und tust. Ich schließe aber trotzdem daraus auf den Menschen in dir und denke, dass du es nicht wirklich falsch machst, im Gegenteil!

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  5. Liebe Sandra,

    auch ich bin der Meinung, dass all jene, die Dich WIRKLICH lesen, wahrnehmen, dass Du durchaus nicht immer nur fröhlich bist. Im Übrigen funktioniert das ja bei keinem Menschen, eine permanente Fröhlichkeit.
    Wer Deine Gedichte RICHTIG liest, kann sehr viel über Dich erfahren (wenn er nur möchte).
    Es gibt Menschen, die wollen eben NICHT ZWISCHEN den ZEILEN lesen, sondern einfach nur „Friede, Freude, Eierkuchen“ haben, denn das ist einfach, unkompliziert und macht Spaß.
    Das sind die, die «oft das sehen, was gerade paßt».

    «Und wenn ich denn male, wollen Menschen die Bilder haben. Aber viele wollen dafür lieber nicht zahlen.»

    Als Ökonom(in) lernt man bereits im Grundstudium, dass jedes Gut seinen Preis hat, der über das Angebot und die Nachfrage bestimmt wird. Güter, die keinen Preis haben, sind sog. öffentliche Güter und stehen jedem zur freien Nutzung zur Verfügung.
    Insofern muss man sich wirklich fragen, was das für Menschen sind, die zwar Deine Bilder haben möchten, aber nicht bereit sind, dafür etwas zu bezahlen…

    Die Kardinalfrage, «wovon Du lebst», bzw. «was Du arbeitest» ist wohl das I-Tüpfelchen des Ganzen!
    Irre, was für Menschen es gibt!!! Von solchen Schein-Menschen sollte man sich ganz schnell verabschieden.

    Und «Was ist Erfolg? Woran misst man ihn?»

    Leider, leider hat Niccolò Machiavelli vor über 500 Jahren den Menschen bereits richtig eingeschätzt:
    Erfolg ist das, was zählt.
    Und die heutige, schnelllebige, digitale Welt ist leider vornehmlich rein monetär geprägt…
    „Mein Haus, mein Boot, etc.“ wir alle kennen diese Floskel. Über die Social Media wird das Ganze dann noch verstärkt. Wir wollen offensichtlich ALLE nur noch den SCHEIN (und nicht das SEIN, das viel zu kompliziert ist). Und das, was zählt ist das GELD.

    Dennoch, ma chère Sandra
    hat das Ganze -und da pflichte ich Arno vollkommen bei – auch seine positiven Seiten. Die virtuelle Welt kann so viel kaschieren und wenn man genau schaut, liest und beobachtet, findet man sogar in dieser virtuellen Welt einen ECHTEN Menschen, der ganz anders ist.

    Freue mich, dass es Dich gibt
    und vielleicht solltest Du ganz offiziell Deine Bilder, die Du verkaufen möchtest auch dementsprechend in einem Shop anbieten – einfach für all diejenigen, die welche haben möchten 😉

    Ganz liebe Grüße
    Deine Bettina

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    • Liebe Bettina, ganz lieben Dank für deine Zeilen. Ja, über das Ausstellen in einem Shop denke ich schon lange nach – ich müsste sie endlich richtig scannen und das in Angriff nehmen.

      Schön, dich in den Weiten des Webs gefunden zu haben!

      Ganz liebe Grüsse zu dir
      Sandra

      Gefällt 1 Person

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