„Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.“
Diese Zeilen Hesses gehören wohl zu seinen meistzitierten – und nie verlieren sie ihren Zauber. Vielleicht, weil sich in ihnen eine tiefe Wahrheit offenbart. Im Buddhismus hat das Anfangen eine grosse Bedeutung. Es geht nicht um die Meisterschaft, darum, etwas durch und durch verstanden und ergründet zu haben, sondern vielmehr darum, die Dinge jeden Tag mit neuem Geist, dem sogenannten Anfängergeist , neu zu sehen.
Ist es nicht ein schöner Gedanke, der Schönheit dieser Welt, die sie durchaus bei allem Schrecken, der uns aus den Zeitungen entgegenschlägt, in sich trägt, täglich neu zu bestaunen und sich daran zu freuen?
Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Und manchmal ist nicht so genau klar, wo er genau hinführen wird. Man kennt eine ungefähre Richtung und trägt eine Sehnsucht in sich, von der man sich mitreissen lässt. Nicht jeder Schritt auf dem Weg wird leicht sein, manche Strecke entpuppt sich vielleicht auch als Sackgasse, so dass man umdrehen, neue Wege suchen muss. Und doch geht man Schritt für Schritt weiter auf dem Weg. Und wer weiss, vielleicht zeigt sich später auch der Sinn der vormals als solche empfundenen Sackgassen. Vielleicht waren sie nur Teil der wachsenden Ringe, die sich über die Dinge ziehen, wie Rilke es nennen würde. Oder aber mit Sartre, der befindet, dass der Umweg manchmal der direkteste Weg zum Ziel ist.
Doch vor dem Ziel kommt der Weg und der beginnt mit dem ersten Schritt. EIgentlich ist jeder Tag ein kleiner neuer Weg. Fangen wir an, mit offenem Geist, Hoffnung, Zuversicht und Neugier. Möge es ein schöner sein.
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