Gedankensplitter: Loslassen

«Die einzige Konstante im Universum ist die Veränderung.» Heraklit

Der Herbst zeigt sich schon deutlich, bald färben sich die Blätter der Bäume bunt und fallen zu Boden. Die Welt ist im Wandel, sie lässt los und bereitet sich auf die winterliche Ruhe ein, nach der wieder Neues spriessen wird. In der indischen Philosophie gibt es die drei Götter Brahma, Vishnu und Shiva. Sie verkörpern den Kreislauf des Lebens mit dem Entstehen, Erhalten, Zerstören. Landläufig sehen wir im Zerstören, in den Brüchen und Umbrüchen ein Übel. Wir wollen das Gute behalten, es nicht loslassen. Doch wenn wir uns anklammern und nichts gehen lassen, kann auch nichts Neues entstehen. Wie viel wäre uns entgangen, wäre nicht immer wieder etwas Neues in unser Leben getreten. Wir sässen noch heute im Laufstall und würden mit Murmeln spielen. 

«Das Leben gehört dem Lebendigen an, und wer lebt, muss auf Wechsel gefasst sein.» Johann Wolfgang von Goethe

Ich passe mich wohl aktuell den Jahreszeiten an. Eine grosse Leseflaute brachte mich dazu, über die (eigenen) Bücher zu gehen und zu sehen, was ich will, was gut ist, was ich loslassen muss. Das sind immer schwierige Zeiten im Moment, die aber im Nachhinein Früchte tragen. 

«Die Zukunft hängt davon ab, was wir heute tun.» Buddha

So bin ich gespannt, wie die Reise weitergeht. Gegen die Leseflaute hilft hoffentlich ein Klassiker, es muss mal wieder Geistesnahrung sein. Und über allem schwebt noch immer die Musik und auch die Zeichenstifte habe ich wieder hervorgeholt nach langer Pause. 

Wie habt ihr’s mit dem Loslassen? Habt einen schönen Tag!


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9 Kommentare zu „Gedankensplitter: Loslassen

  1. Ich habe deine Leselisten immer bewundert, ich fand sie immer sehr umfangreich und oft auch sehr gehaltvoll. Also wundert es mich eigentlich nicht, wenn du den ganzen Input erst einmal verdauen musst, und sozusagen eine Runde Schonkost liest …
    Morgenkaffeegrüße 😉☁️🍃🍂☕

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    1. Ich denke durchaus dass in gewissen Bereichen Vergebung dazu gehört. Es kommt ja immer drauf an, was man loslassen will. So oder so, kann ich mir vorstellen, dass die Gefühle zur Ruhe kommen müssen, bevor man loslassen kann. So lange man in einem Gefühlsstrudel ist, diese aufwallen, fällt es wohl schwer. Vergebung ist ja auch ein Zur-Ruhe-Bringen von negativen Gefühlen und Gedanken.

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