Der Säufer*

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Gläser
so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Gläser gäbe
und nach tausend Gläsern keine Welt.

Der weiche Schlag beschwerter Zungen Worte,
die ohn’ Ziel und Zweck von Sinnen frei,
ist nie ein Tanz von Kraft, es fehlt die Mitte,
sie liegt betäubt in Weines Wiege da.

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf. – Dann geht ein Bild hinein,
geht durch des Suffes totgekämpfte Sinne –
und hört im Herzen auf zu sein.

*Was Beobachtungen an einem Abend und Rilke in Kombination so auslösen können**
**nicht ganz ernst gemeint***
***aber so ein bisschen schon

1 Comment

Schreibe einen Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s